Umzug; Tipps und Checkliste

An alles gedacht beim Umzug? Tipps und Checkliste zum Abhaken

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Lesezeit: 4 Minuten

Unsere Autorin Henrike ist Umzugsprofi: Über 20 Wohnungswechsel hat sie schon auf dem Konto und ihre Begeisterung für das Organisieren und die Freude am Einrichten nehmen nicht ab. Die wichtigsten Infos und Tipps rund um den Umzug hat sie im Blog zusammengefasst.

Den Umzug planen: mit Checkliste wird’s einfacher

Ich persönlich liebe ja Umzüge. Dafür ernte ich meist völliges Unverständnis, verbinden meine Freundinnen Umzug doch mit Chaos, Plackerei und der ständigen Angst, etwas Wichtiges zu vergessen. Ich nicht. Denn ich habe mittlerweile eine eigene Checkliste für Umzüge entwickelt. Die könnt ihr euch am Ende des Artikels downloaden, damit ihr eurem nächsten Umzug ganz gelassen entgegensehen könnt.

Damit alles glattläuft, lohnt es sich, ein paar Aufgaben rechtzeitig zu erledigen. Das setzt einen festen Termin für den Umzug voraus. Der wiederum hängt davon ab, wann ihr die neue Wohnung beziehen könnt. Steht das fest, solltet ihr euch sofort um ein Umzugsunternehmen kümmern. Die haben nämlich meistens feste Routen und versuchen, Fahrzeuge gut auszulasten. Kostengünstige Wunschtermine sind also nicht immer frei. Wird eine Fahrt als Umweg und extra nur für euch gemacht, kann es unter Umständen teurer werden.

Wollt ihr ohne Unternehmen umziehen, reserviert euch rechtzeitig einen Transporter. Da ihr ohne Helfer nicht auskommt, informiert eure Freunde und bittet sie um Hilfe. Zusätzlich könnt ihr auch Umzugshelfer engagieren. Die findet ihr im Internet oder am Schwarzen Brett der Uni. Nicht vergessen: Ihr selbst solltet am Umzugstag auch anwesend sein. Deshalb reicht Urlaub beim Chef ein!

Halteverbotszonen vor der neuen und der alten Wohnung ersparen euch die lästige Parkplatzsuche und unnötig weite Wege. Das Einrichten einer Halteverbotszone ist zwar kostenpflichtig, garantiert euch aber einen Stellplatz für den Möbelwagen am Umzugstag. Damit das klappt, solltet ihr sie mindestens 14 Tage vor Umzug bei der Stadt beantragen.

Dem Transport eurer Habseligkeiten steht nun nichts mehr im Wege. Habt ihr Kinder oder Haustiere, ist es sehr hilfreich, wenn ihr eine Betreuung organisiert. Dann könnt ihr euch voll und ganz auf den Umzug konzentrieren.

Entspannt wird der Umzug außerdem, wenn ihr in eine renovierte Wohnung einzieht. Aus Zeitmangel bin ich auch schon in unrenovierte Wohnungen gezogen, aber das ist immer lästig, denn dann müsst ihr fürs Streichen wieder alles verrücken und abdecken…ein Graus! Deshalb: Erledigt das vorher, bevor es ans Umziehen geht.

Vorbereitung: Schritt für Schritt

  1. Umzugstermin festlegen
  2. Umzugsunternehmen buchen und/oder
  3. Auto und Helfer organisieren
  4. Betreuung für Kinder und/oder Haustiere finden
  5. Halteverbotszone beantragen
  6. Wohnungen renovieren

Umzug und Papierkram: Ohne geht’s leider nicht

Früher war das Umziehen immer mit sehr viel Bürokratie verbunden. Das ist heute zum Glück nicht mehr ganz so schlimm. Falls ihr euer Konto umzieht (was dank Online-Banking eigentlich nicht mehr nötig ist), erledigt die Bank alles Weitere für euch und zieht alle Daueraufträge und ähnliches mit um. Das Gleiche bei der Post. Ich empfehle unbedingt, einen Nachsendeauftrag einzurichten. Der kostet nur um die 30 Euro und ihr könnt gratis eine Umzugsmitteilung mitbuchen. Die Post informiert dann alle eure geschäftlichen Kontakte wie Banken und Versicherer über eure neue Adresse und ihr müsst euch um nichts kümmern.

Zieht ihr in eine andere Stadt, müsst ihr euer Auto ummelden. Ein neues Kennzeichen braucht ihr zwar nicht mehr unbedingt, aber ummelden müsst ihr trotzdem. Damit ihr nicht zu lange auf einen Termin warten müsst, könnt ihr den Termin schon vor dem Umzug beantragen.

Für die Anmeldung bei der Stadt habt ihr nach dem Umzug zwei Wochen Zeit. Dort könnt ihr dann auch gleich euren Hund anmelden, eine Umweltplakette für das Auto besorgen und euch um einen Anwohnerparkausweis kümmern, falls es den gibt.

Habt ihr schulpflichtige Kinder, informiert euch rechtzeitig beim Schulamt, was zu tun ist. Beim Umzug in der gleichen Stadt kann es sein, dass eurem Kind der Schulwechsel erspart bleibt. Auch drüber informiert euch das Schulamt.

Checkliste Umzug: Strom, Wasser und Co.

Am Tag der Wohnungsübergabe werdet ihr in der neuen und alten Wohnung jeweils die Zähler für Wasser, Strom und Gas ablesen. Notiert euch am besten auch die Zählernummern, dann habt ihr alles beisammen. Dann wendet euch an euren Anbieter und informiert ihn über den Umzug. Möchtet ihr den Anbieter behalten, gebt ihr einfach die Zählerstände in der neuen Wohnung weiter und gebt einen Anbieterwechsel in Auftrag.

Ihr erhaltet dann zwei Abschlussrechnungen: eine für die alte Wohnung und eine für die neue Wohnung. Meistens ist nämlich in der neuen Wohnung ein Tarif über Grundversorgung gültig. Deshalb habt ihr sofort Strom und Wasser. Der ist aber selten lukrativ, ein Wechsel lohnt sich also. Wollt ihr bei eurem alten Anbieter bleiben, genügt aber wie gesagt eine Nachricht mit allen Zählerständen und der Rest wird für euch erledigt.

Umzugstipps: Verpacken und vermessen

Bevor ihr einpackt ein Rat von mir: Nutzt den Umzug, um mal richtig auszumisten. Am besten vorher. Trennt euch von Überflüssigem. Verschenkt, spendet oder werft weg und freut euch an den Schätzen, die ihr behalten wollt. Der Ballast, von dem ihr euch so befreit, verringert auch den Muskelkater am Umzugstag.

Fürs Umziehen braucht ihr viel Packmaterial. Hortet Zeitungen, wo ihr nur könnt. Hebt alle Kartons auf, die ihr in die Finger kriegt. Reicht das nicht, kauft Umzugskartons im Baumarkt. Seid da nicht sparsam. Eure Helfer werden es euch danken, wenn die Kisten nicht zu schwer sind. Ein besonders heißer Tipp: Schnorrt im Supermarkt Bananenkisten. Oft werden die ohnehin weggeschmissen. Sie eignen sich perfekt als Bücher- und Geschirrkisten, sind stabil, handlich und gut stapelbar. Und nach dem Umzug aufheben, dann spart ihr euch das Zusammensammeln beim nächsten Mal!

Sehr hilfreich ist es, wenn ihr vorher schon genau wisst, wie ihr die Räume in der neuen Wohnung einrichten möchtet. Dann könnt ihr nämlich jede Kiste nach Zielort packen und beschriften und auch jedes Möbelstück genau kennzeichnen. Das erleichtert euch und den Helfern die Arbeit. Die Möbel könnt ihr dann sogar direkt richtig platzieren und müsst sie später nur noch einräumen.

Damit das gelingt, müsst ihr vorher die neuen Räume und die Möbel vermessen. Wird es trickreich, lohnt es sich, eine Skizze auf Millimeterpapier anzufertigen. Das ist zwar ein wenig Bastelarbeit, aber lange nicht so schweißtreibend wie zielloses Möbelrücken!

Umzug wie ein Profi: Starterkit anlegen

Ihr habt es geschafft: All euer Krempel ist in der neuen Wohnung. Ein bisschen Unordnung ist natürlich trotzdem, denn überall stehen Kisten rum. Aber das Gröbste ist erledigt. Damit ihr abends erst mal erledigt ins Bett sinken könnt und am nächsten Morgen nicht ohne Kaffee dem Chaos ins Angesicht schauen müsst, empfehle ich euch ein Starterkit. Da ist alles drin, was ihr für den ersten Abend und den ersten Morgen braucht: ein frisches Laken, Pyjama und eure Bettwäsche, euer Kulturbeutel, Utensilien für Kaffee oder Tee, euer erstes Frühstück und ein Fertiggericht für den Abend, außerdem ein wenig Geschirr, ein Wasserkocher, ein Topf, Klopapier und was ihr eben so braucht.

Dieses Starterkit transportiert ihr am besten in eurem eigenen Auto, falls ihr eines habt. Dann geht es nämlich nicht zwischen all den anderen Kisten verloren. Im Auto könnt ihr auch eure Wertsachen und den Ordner mit allen wichtigen Umzugsunterlagen (siehe Checkliste Umzug) aufbewahren. So gewappnet könnt ihr euch ans Auspacken machen. Viel Spaß im neuen Zuhause!



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