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Zinsentwicklung zur Baufinanzierung 2021: Prognose und Zinschart

Wie entwickeln sich die Bauzinsen 2021? Unser Zinskommentar unterstützt Sie dabei, die Zinsentwicklung besser zu beurteilen. Finden Sie mit Prognosen und Zinschart den richtigen Moment für Ihre Baufinanzierung!

  • Inhaltsverzeichnis
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      Zinschart Baufinanzierungszinsen: Aktuelle Zinsentwicklung im Vergleich

      Um das Zinsumfeld zu beobachten, hilft ein Blick in unser Zinschart. Es bildet die Zinsentwicklung über verschiedene Zeiträume ab und vermittelt Ihnen somit ein Gefühl, in welche Richtung die Baufinanzierungszinsen tendieren.

       

      • Woher kommen die Daten für den Zinschart?

        Die Daten bezieht unser Zinschart aus der hauseigenen Datenbank von Dr. Klein. Hier speisen wir seit Jahren jeden Tag die aktuellen Baufinanzierungszinsen unserer über 400 Bankpartner ein. Es handelt sich also um den jeweiligen durchschnittlichen Zins unserer Bankpartner der vergangenen Jahre, den Sie für ein Annuitätendarlehen erhalten.

      • Wie funktioniert das Zinschart?

        Das Zinschart oder Zinsbarometer visualisiert die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen nach der Länge der gewählten Sollzinsbindung. Das ist der Zeitraum, zu dem ein fester Zinssatz für die Baufinanzierungszinsen für das Annuitätendarlehen festgelegt werden. Wählen Sie daher zuerst in der oberen Zeile die darzustellende Sollzinsbindung aus. Sie können bis zu zwei verschiedene Sollzinsbindungen auswählen.

        Anschließend haben Sie im Zinschart in der Zeile darunter die Wahl, welchen vergangenen Zeitraum Sie betrachten möchten. Wenn Sie nun mit der Maus über die Kurve der Zinsentwicklung fahren, wird Ihnen der genaue Stand der Baufinanzierungszinsen zu einem bestimmten Monat angezeigt.

      Wo liegen die Baufinanzierungszinsen aktuell?

      Das niedrige Zinsniveau setzt sich auch im Februar 2021 fort. Aktuell liegt der Bestzins (Stand: 19.02.2021):

      • für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen bei 0,46 Prozent,
      • für ein 15-jährigen Hypothekendarlehen bei 0,75 Prozent,
      • für ein 20-jährigen Hypothekendarlehen bei 1,04 Prozent.

      Der Bestzins für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen ist im Vergleich zum Vormonat um 0,05 Prozentpunkte gestiegen. Die Baufinanzierungszinsen mit einer fünfzehnjährigen Zinsbindung sind dagegen um 0,06 Prozentpunkte gefallen. Ganze 0,07 Prozentpunkte ging es bei den zwanzigjährigen Baufinanzierungszinsen bergauf. Für ein längerfristiges Darlehen zur Baufinanzierung im Januar 2021 erneut leicht gestiegen. 

      Zum Vergleich: Im Dezember 2015 lag die Sollzinsbindung für ein zehnjähriges Hypothekendarlehen bei 1,29 Prozent, bei 15 Jahren waren es 1,76 Prozent und bei 20 Jahren 2 Prozent. Die Baufinanzierungszinsen sind also in den letzten fünf Jahren um mehr als 50 Prozent gefallen.

      ­­­Die langjährige Niedrigzinsphase setzt sich also weiter fort und somit ist die Zinsentwicklung weiterhin günstig für Bauherren, Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer. Auch in den kommenden Monaten rechnen wir mit keinem nennenswerten Zinsanstieg.

      Übrigens: Den tagesaktuellen Stand der Bauzinsen gemäß Ihrer Darlehenssumme finden Sie auf unserer Ratgeberseite „Aktuelle Bauzinsen“.

      Wie sich die Zinsentwicklung in naher Zukunft gestaltet und wie die Prognose von Dr.-Klein-Vorstand Michael Neumann aussieht, lesen Sie in unserem monatlich erscheinenden Kommentar zum Zinstrend.

      Wie ist die langfristige Prognose zur Zinsentwicklung 2021?

      Aktuell sind die Baufinanzierungszinsen günstig. Dies wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch in 2021 fortsetzen. Die generelle Zinsprognose von Dr Klein sieht daher einen Seitwärtstrend für 2021 vor.

      Prognose für 2021: „Ich erwarte eine Seitwärtsbewegung“
      Wie werden sich die Baufinanzierungszinsen in 2021 entwickeln? Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, gibt einen Ausblick auf die Zinsentwicklung.
      Quelle: Dr. Klein Podcast "Hausgefragt"

      Baufinanzierungszinsen 2021: Bleiben sie niedrig?

      „Auch im Jahr 2021 erwarte ich ein extrem niedriges Zinsniveau“, erklärt Michael Neumann. Für diese Annahme spricht vor allem, dass die EZB den Markt weiterhin mit Geld fluten und damit die Anleihekurse oben halten wird. Möglich sind Michael Neumann zufolge leichte Anstiege bei längeren Zinsbindungen.

      „Wenn sich die Wirtschaft nächstes Jahr gut erholt und eine steigende Inflation erwartet wird, könnte der zurzeit sehr geringe Unterschied zwischen langen und kurzen Laufzeiten wieder größer werden. In Summe werden wir aber weiterhin niedrige Zinsen sehen.“ Baufinanzierungen bleiben also günstig.

      Gibt es Minuszinsen für Baudarlehen in 2021?

      Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG

      „Kurzfristig halte ich es für unwahrscheinlich, dass Banken in Deutschland Immobiliendarlehen mit negativer Verzinsung anbieten – auch wenn sich Kreditinstitute schon allein aus strategischen Gründen diese Hintertür offenhalten müssen und dafür technische Vorbereitungen treffen“, so Experte Michael Neumann.

      Allerdings sind negative Baufinanzierungszinsen über den „Umweg“ Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) seit Jahren bereits möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Sie von der KfW einen kostenfreien Tilgungszuschuss, wenn Sie Ihre Immobilie energieeffizient kaufen oder bauen wollen. Dadurch wird der Effektivzins des KfW-Darlehens negativ. Mehr zum KfW-Darlehen erfahren Sie in unserem Artikel "KfW-Förderung".

      Die Prognose zur Zinsentwicklung 2021 haben wir Ihnen hier kurz und knapp zusammengefasst. Im Anschluss erhalten Sie eine kurzfristige Prognose zur Entwicklung im nächsten Monat.

      Kurzfristige Prognose zur Zinsentwicklung: Aktueller Zinskommentar, Februar 2021

      Ein Blick auf die Bauzinsen im Februar 2021 zeigt: Die Baufinanzierungszinsen bleiben weiterhin im Keller. Somit sind die Rahmenbedingungen für Bauherren, Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierer weiterhin günstig. Doch wie sieht die kurzfristige Zinsentwicklung aus? 

      In unserem monatlichen Zinskommentar gibt Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, eine Einschätzung zum aktuellen Stand der Bauzinsen. Zudem beantwortet der Zinsexperte die zentrale Frage, wie sich die Baufinanzierungszinsen in den nächsten vier Wochen entwickeln werden. Ferner erläutern wir Ihnen die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe für die aktuelle Zinsentwicklung.

      Expertenmeinung: Baufinanzierungszinsen bleiben günstig

      Die Nachfrage nach zehnjährigen deutschen Bundesanleihen ist in den ersten Wochen des Jahres hoch geblieben und hat für anhaltend niedrige Renditen von rund minus 0,5 Prozent gesorgt. Folglich blieben auch die Baufinanzierungszinsen im Keller. 
       
      Michael Neumann erwartet auch in den nächsten Monaten keine nennenswerte Veränderungen bei den Baufinanzierungszinsen. „Woher sollte die Bewegung kommen? Um einen deutlichen Zinsanstieg abseits der üblichen geringfügigen Schwankungen für möglich zu halten, fehlt mir die Phantasie.“ Zunächst gehe es darum, mit massiven Hilfspaketen die Wirtschaft zu stützen und den Konsum anzukurbeln. „Das heißt: Bis auf Weiteres bleiben Baufinanzierungszinsen phänomenal günstig“, meint Zinsexperte Michael Neumann.  

      Mittelfristig rechnet er mit einer Seitwärtsbewegung bei Baufinanzierungszinsen, wobei ein leichter Aufwärtstrend besonders bei den Bauzinsen für längere Darlehen ab der zweiten Jahreshälfte möglich ist. Kurzfristig geht Michael Neumann davon aus, dass die Baufinanzierungszinsen leicht steigen können. 

      ZeithorizontZinstrend
      Kurzfristige Zinsentwicklung (1 Monat)Steigende Schwankung
      Mittelfristige Zinsentwicklung (6 Monate)Schwankend seitwärts, auf niedrigem Niveau
      Zinsprognose von Michael Neumann: Die aktuellen Tendenzen der Baufinanzierungszinsen

      Warum bleiben die Baufinanzierungszinsen so günstig?

      Seine Prognose zur Zinsentwicklung begründet Michael Neumann unter anderem damit, dass im Laufe des Jahres sich die Impfstoffversorgung in Deutschland verbessern wird, die Corona-Bekämpfung also voranschreitet, die deutsche Konjunktur ihren Aufholprozess fortsetzen kann und die Inflation anzieht.  
       
      Außerdem geht Zinsexperte Neumann davon aus, dass der Einfluss der anziehenden Inflation auf die Baufinanzierungszinsen nur gering sein wird. Sein Urteil begründet Michael Neumann mit zwei Argumenten: 

      • Der Preisanstieg in Deutschland wird in 2021 die zwei Prozent-Marke nicht überschreiten. Eine ähnliche Prognose stellt auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) auf. Es rechnet mit einem Preisanstieg von 1,6 Prozent für 2021.
      • Die expansive Geldpolitik der EZB setzt sich auch in 2021 fort und stellt somit eine alte Logik auf den Kopf: „Wenn die Inflation zunimmt, steigen die Zinsen entsprechend – diese Logik war einmal. Durch Anleihekäufe manipuliert die EZB den Markt und mildert die eigentlich folgerichtige Zinsentwicklung künstlich ab oder verhindert sie gleich ganz".

      Ein weiterer Punkt, der darauf schließen lässt, dass die Baufinanzierungszinsen weiterhin günstig bleiben, sind die vielfältigen Anleihe- und Konjunkturprogramme durch die EZB, die EU-Transferzahlungen sowie die nationalen Programme.

      So befindet sich die EZB seit Jahren im Krisenmodus und kauft beispielsweise seit März 2015 – mit kurzen Unterbrechungen – Anleihen von Euroländern und Unternehmen auf. Allein das Volumen für dieses Kaufprogramm der EZB liegt bereits bei über drei Billionen Euro.

      All diese Maßnahmen drücken die Renditen der Staatsanleihen und dämpfen somit jeglichen Zinsanstieg. Insgesamt wird es also bei den Baufinanzierungszinsen in 2021 wenig Bewegung geben. Ein nennenswerter Zinsanstieg ist daher in den nächsten Quartalen sehr unwahrscheinlich.

      Steckt die EZB in einer Sackgasse?

      Mit ihrer Geldpolitik hat sich die EZB in den letzten Jahren zunehmend in eine Sackgasse manövriert, aus der sie kaum noch herauskommt. So liegt seit März 2016 der Leitzins der EZB bei null Prozent. Konkret handelt es sich dabei um den sogenannten Hauptrefinanzierungssatz. Er ist ein wichtiges geldpolitische Instrument der EZB. Denn damit kann sie direkt beziehungsweise indirekt die Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt beeinflussen und somit die Refinanzierungskosten der Geschäftsbanken steuern.

      Der niedrige Leitzins und die weiteren Stützungsmaßnahmen der EZB sollen insgesamt dazu beitragen, die europäische Wirtschaft zu stützen, die Inflation in der EU voranzutreiben und die Finanzierung der Corona-Rettungsprogramme zu ermöglichen. Gleichzeitig haben sich die EU-Mitgliedsstaaten seit Jahren an das billige Geld gewöhnt und notwendige Wirtschaftsreformen somit verschoben.

      „Wenn die EZB über massive Anleihekäufe und die EU über Transferzahlungen für Konjunkturpakete einen Staat finanziert – warum sollte dieser dann noch den schmerzhaften Weg über strukturelle Reformen gehen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken?“, kommentiert Michael Neumann.

      Das Dilemma: Würde die EZB die Zinsen wieder anheben, könnten sich viele Staaten den Zinsanstieg aufgrund ihrer Rekordschuldenstände kaum leisten. Daher gibt es gegenwärtig keinen Plan B zur expansiven Geldpolitik. „Um die Märkte zu stabilisieren, wird die EZB ihre Programme über einen sehr langen Zeitraum fortsetzen und sie nur langsam zurückfahren.“

      Gleichwohl erwartet Michael Neumann ein klares Bekenntnis von der EZB, dass die Unterstützungen endlich sind und die EU-Mitgliedsstaaten durch strukturelle Reformen ihre Wettbewerbsfähigkeit selbst stärken müssen.

      Sollte ich jetzt eine Baufinanzierung abschließen?

      Aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung fragen Sie sich vielleicht auch, ob Sie jetzt eine Baufinanzierung abschließen sollten. Denn in 2021 ist es durchaus möglich, dass die Baufinanzierungszinsen gerade bei längeren Laufzeiten leicht steigen und somit würden auch die Kosten Ihrer Baufinanzierung anziehen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass auch die Immobilienpreise in 2021 weiter steigen werden. Denn die Nachfrage ist immer noch größer als das Angebot. Doch verfallen Sie deswegen nicht in Panik. „Ich rate davon ab, auf Gedeih und Verderb eine Immobilie zu kaufen. Es ist wichtig, die passende Immobilie zu finden und das Vorhaben gut überlegt anzugehen“, sagt Michael Neumann.

      Wie werden sich die Immobilienpreise entwickeln?
      "Sollten Sie in 2021 eine passende Immobilie finden, der Kaufpreis ist für Sie gerechtfertigt und finanzierbar, dann kaufen Sie die Immobilie“, empfiehlt Michael Neumann. Er geht davon aus, dass die Nachfrage nicht abebbt und somit steigen die Immobilienpreise auch in den nächsten Jahren weiter an – besonders in den Ballungsgebieten und im Speckgürtel.
      Quelle: Dr. Klein Podcast "Hausgefragt"

      Zinsanstieg: Wie viel teurer könnte eine Baufinanzierung werden?

      Natürlich verteuert sich die Baufinanzierung auch bei einem moderaten Zinsanstieg. Wenn Sie zu lange warten und Ihre Baufinanzierung zu einem höheren Zinssatz abschließen, steigen die Zinskosten und Sie müssen auch eine höhere Monatsrate tragen. Anhand eines Rechenbeispiels wollen wir Ihnen die Auswirkungen eines leichten Anstiegs der Zinsen zeigen.

       Zeitpunkt AZeitpunkt B
      Effektivzins0,79 % p.a.1,01 % p.a.
      Monatliche Rate879,67 €933,33 €
      Restschuld nach 15 Jahren147.264,99 €144.120,83 €
      Gezahlte Tilgung nach 15 Jahren132.735,01 €135.879,17 €
      Gezahlte Zinsen nach 15 Jahren24.905,59 €32.120,23 €
      Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens29 Jahre und 10 Monate28 Jahre und 10 Monate
      Annahmen: Kaufpreis 350.000 €, Darlehenshöhe 280.000 €, anfängliche Tilgung von 3 %, Zinsbindung 15 Jahre

      In unserem Fallbeispiel erhöht sich die Monatsrate um rund 50 Euro. Zudem erhöhen sich Ihre Zinskosten hier um rund 7.000 Euro. Behalten Sie daher die Zinsentwicklung der Baufinanzierungszinsen also immer im Blick, bleiben Sie aber ruhig. Aktuell gibt es keinen Grund für Aktionismus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Zinsentwicklung einfach beobachten können und geben Ihnen 10 Tipps zur Baufinanzierung bei der aktuellen Zinslage.

      Baufinanzierungszinsen berechnen

      Mit unserem Bauzinsrechner können Sie ganz einfach herausfinden, welche Bauzinsen Dr. Klein für Ihre Baufinanzierung anbietet.

      190000
      500001000000

      Wie beeinflussen Pfandbriefe und Anleihen die Zinsentwicklung?

      Manche denken, dass die Zinsen für Baufinanzierungen unmittelbar vom EZB-Leitzins beeinflusst wird, also dem Zinssatz, zu dem sich Banken von der Europäischen Zentralbank Geld leihen. Das ist ein Irrtum. Vielmehr wirken sich im Wesentlichen zwei andere Faktoren direkt auf die Zinsentwicklung aus: die Preise für Pfandbriefe und für deutsche Staatsanleihen. Nachfolgend erläutern wir Ihnen die zwei zentralen Einflussfaktoren für die Zinsentwicklung etwas genauer. 

      Pfandbriefe: Die Refinanzierung von Baufinanzierungen wird in erster Linie über den Handel mit Pfandbriefen gesteuert. Hierbei handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, die von privaten Hypothekenbanken an Anleger vergeben werden, um Geldmittel für die gewährten Immobiliendarlehen zu beschaffen.

      Dazu beleiht die Bank ihre eigenen Immobilien und die ihrer Kunden, indem sie Pfandbriefe an Anleger herausgibt. Die Anleger leihen der Bank also Geld und bekommen dafür Zinsen sowie die Rechte an den Immobilien als Sicherheit. Der Zinssatz der Pfandbriefe orientiert sich dabei an der Rendite für deutsche Staatsanleihen.

      Staatsanleihen: Die Rendite deutschen Bundesanleihen hat maßgeblich Einfluss auf die Höhe der Baufinanzierungszinsen und ist somit ein verlässlicher Indikator für die Zinsentwicklung im Bereich der Baufinanzierung. Sinkt die Rendite der Bundesanleihen, ziehen die Bauzinsen fast zeitgleich nach.

      Grafik: Bestzins 10-jähriges Hypothekendarlehen und Rendite 10-jähriger Bundesanleihen (Februar 2019 - Februar 2021)

      Im Jahr 2020 lag die Rendite deutscher Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit im Durchschnitt bei rund -0,5 Prozent. Die Rendite der Bundesanleihen ist ein verlässlicher Indikator dafür, wie sich die aktuellen Baufinanzierungszinsen entwickeln. Sinkt die Rendite, ziehen die Bauzinsen fast zeitgleich nach.

      Welche Auswirkung hat der EZB-Leitzins auf die Bauzinsen?

      Der EZB-Leitzins hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Zinsentwicklung der Baufinanzierung, kann aber als indirekter Einflussfaktor gewertet werden. Denn Banken erhöhen oder senken ihre Zinsen, wenn sie erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins verändern wird. Die Baufinanzierungszinsen bewegen sich also in der Regel früher, bevor die EZB den Leitzins verändert. Insofern hat er nur einen indirekten Einfluss auf die Baufinanzierungszinsen. 

      Mit dem EZB-Leitzins wird im Allgemeinen der Hauptrefinanzierungssatz der EZB bezeichnet. Er gibt an, zu welchem Zinssatz sich die angeschlossenen europäischen Banken Geld bei der EZB leihen können. Seit März 2016 liegt er bei null Prozent. Banken können sich somit zum Nulltarif Geld bei der EZB leihen und die günstigen Konditionen an die Verbraucher weiterreichen.

      Zehn Tipps für Ihre Baufinanzierung in der aktuellen Zinsentwicklung

      Nachfolgend haben wir Ihnen zehn Tipps zusammengestellt, wie Sie in Hinblick auf die weitere Zinsentwicklung agieren sollten:

      1. Behalten Sie die Zinsentwicklung im Blick
        In unserem monatlichen Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Baufinanzierungszinsen. Melden Sie sich einfach für den Newsletter an und bleiben somit auf dem Laufenden.
      2. Kennen Sie Ihr Budget
        Wie viel Haus oder Wohnung können Sie eigentlich leisten? Bescheid wissen, zahlt sich aus. Denn eine budgetgerechte Immobilie belohnen Banken in der Regel mit einem besseren Zinssatz. Sie zahlen also weniger Bauzinsen an die Bank. Ermitteln Sie mit unserem Budgetrechner, was Ihre Immobilie kosten darf und wie viel Kredit Sie bekommen!
      3. Vergleichen Sie mehrere Angebote miteinander
        Vergleichen Sie immer mehrere Angebote zur Baufinanzierung miteinander, um den besten Zinssatz zu bekommen. Übrigens: Vermittler vergleichen für Sie die Angebote vieler Banken und können Ihnen somit in der Regel günstige Zinsen bieten. Erfahren Sie mehr zum Immobilienkredit beim Vermittler!
      4. Wählen Sie bei niedrigen Baufinanzierungszinsen eine lange Sollzinsbindung
        Bei der aktuellen Zinsentwicklung sollten Sie eine Zinsbindung von 15 Jahren oder länger wählen. So schützen Sie sich vor steigenden Baufinanzierungszinsen.
      5. Wählen Sie bei niedrigen Baufinanzierungszinsen eine höhere Tilgung
        In Zeiten von Niedrigzinsen empfehlen wir eine Tilgung von mindestens zwei oder besser noch drei Prozent. Damit können Sie das Darlehen schneller zurückzahlen.
      6. Achten Sie auf die Flexibilität
        Bietet Ihre Bank eine kostenlose Option zur Sondertilgung oder zum Tilgungssatzwechsel an, nehmen Sie diese in Ihren Vertrag mit auf. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Darlehen durch außerplanmäßige Zahlungen schneller zurückzuzahlen beziehungsweise ihre monatliche Rate flexibel an Ihre finanzielle Situation anzupassen.
      7. Denken Sie über ein Volltilgerdarlehen nach
        Ein Volltilgerdarlehen ist ein Darlehen, bei dem am Ende der vereinbarten Laufzeit keine Restschuld übrig bleibt. Wenn Sie über ein gesichertes und hohes Einkommen verfügen und sich die höheren Raten leisten können, sind Sie also nach der ersten Finanzierungsrunde bereits schuldenfrei.
      8. Sichern Sie sich die günstigen Zinsen für Ihre Anschlussfinanzierung
        Ihre Zinsbindung läuft noch 12 bis 66 Monate, dann können Sie sich durch ein Forward-Darlehen das niedrige Zinsniveau bereits jetzt sichern.
      9. Sichern Sie sich die niedrigen Zinsen mit einem Bausparvertrag
        Mit einem Bausparvertrag lassen sich die aktuell niedrigen Baufinanzierungszinsen ebenfalls einfrieren. Das Darlehen lohnt sich vor allem, wenn Sie wissen, dass Sie in ein paar Jahren bauen wollen.
      10. Ersparen Sie sich die Bereitstellungszinsen
        Beim Bau einer Immobilie wird der Darlehensbetrag in Teilbeträgen ausgezahlt – je nach abgeschlossenen Bauabschnitt. Während dieser Zeit muss die Bank das geliehene Geld für Sie bereithalten. Dafür verlangen Banken oft Zinsen, die sogenannten Bereitstellungszinsen. Allerdings bieten einige eine bereitstellungszinsfreie Zeit an. Sechs Monate oder mehr sind ideal.

      Unser Zinschart zeigt Ihnen die Zinsentwicklung mit einem Blick in die Vergangenheit und unsere Prognose erleichtert Ihnen die Einschätzung, welche Richtung die Bauzinsen kurz- und mittelfristig einschlagen. Unsere Spezialisten für Baufinanzierung erläutern Ihnen gerne weitere Details zur aktuellen Zinsentwicklung und beraten Sie umfassend. In unserem Ratgeber „Beratung bei Dr. Klein" erfahren Sie, wie die Beratung genau funktioniert und wie Sie ein Immobiliendarlehen bei Dr. Klein erhalten.

      Mit unseren Spezialisten die Zinsentwicklung richtig einschätzen

      Sie haben nun einen ersten Eindruck über die Entwicklung der Bauzinsen bekommen. Um den besten Zeitpunkt für Ihre Baufinanzierung zu bestimmen, wenden Sie sich an unsere Berater vor Ort. Einfach Finanzierungsanfrage ausfüllen und schon melden sich unsere Spezialisten für Baufinanzierung innerhalb der nächsten 24 Stunden bei Ihnen!

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