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Zinsentwicklung zur Baufinanzierung 2022: Prognose und Zinschart

Wir zeigen Ihnen:

  • Zinschart
  • Prognose zur Zinsentwicklung 2022
  • Aktueller Zinskommentar

Zinsentwicklung zur Baufinanzierung 2022: Prognose und Zinschart

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  • Aktueller Zinskommentar

Zinschart Baufinanzierungszinsen: Aktuelle Zinsentwicklung im Vergleich

Um das Zinsumfeld zu beobachten, hilft ein Blick in unser Zinschart. Es bildet die Zinsentwicklung über verschiedene Zeiträume ab und vermittelt Ihnen somit ein Gefühl, in welche Richtung die Baufinanzierungszinsen tendieren.

  • Woher kommen die Daten für den Zinschart?

    Die Daten bezieht unser Zinschart aus der hauseigenen Datenbank von Dr. Klein. Hier speisen wir seit Jahren jeden Tag die aktuellen Baufinanzierungszinsen unserer über 600 Bankpartner ein. Es handelt sich also um den jeweiligen durchschnittlichen Zins unserer Bankpartner der vergangenen Jahre, den Sie für ein Annuitätendarlehen erhalten.

  • Wie funktioniert das Zinschart?

    Das Zinschart oder Zinsbarometer visualisiert die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen nach der Länge der gewählten Sollzinsbindung. Diese gibt an, wie lange Sie eine Baufinanzierung zu einem bestimmten Zinssatz abzahlen. 

    Entscheiden Sie sich daher zuerst in der oberen Zeile für die darzustellende Sollzinsbindung. Sie können bis zu zwei verschiedene Zinsbindungen auswählen. Anschließend haben Sie im Zinschart in der Zeile darunter die Wahl, welchen vergangenen Zeitraum Sie betrachten möchten.

    Wenn Sie nun mit der Maus über die Kurve der Zinsentwicklung fahren, wird Ihnen der genaue Stand der Baufinanzierungszinsen zu einem bestimmten Monat angezeigt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die hohe Inflation und die straffere Zinspolitik der EZB treiben die Baufinanzierungszinsen nach oben.
  • Die Zinsen für Baukredite liegen aktuell zwischen 3,23 bis 3,40 % (13.09.2022).
  • Zinsexperte Michael Neumann erwartet, dass die Baufinanzierungszinsen bis Ende des Jahres tendenziell weiter steigen und merklich über der 3-%-Marke liegen werden. Doch wegen der vielen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten wird dieser Anstieg mit großen Schwankungen verbunden sein.

Wo liegen die Baufinanzierungszinsen aktuell?

In den letzten 3 Wochen sind die Baufinanzierungszinsen wieder deutlich gestiegen. Innerhalb dieses sehr kurzen Zeitraums gab es einen Zinssprung von etwa 0,5 Prozentpunkten. Für Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender von Dr. Klein, ist es ein Zeichen dafür, dass die Märkte die jüngste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) schon vorweggenommen und bereits in den Baufinanzierungszinsen eingepreist sind. „So liegen beispielsweise die aktuellen Zinsen für ein 10-jähriges Hypothekendarlehen wieder deutlich über der 3-%-Marke“, kommentiert Neumann die jüngste Zinsentwicklung.

Bezeichnend dafür ist die Rendite-Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihe. Lag sie am Ende August noch bei 1,48 %, ist sie inzwischen auf 1,69 % gestiegen (12.09.2022). Die Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihe ist ein wichtiger Orientierungspunkt für die Einschätzung der Zinsentwicklung bei den Baufinanzierungszinsen. Sinkt die Anleiherendite, sinken auch die Baufinanzierungszinsen – und umgekehrt.

Aktuell liegt der Bestzins (Repräsentatives Beispiel, Stand: 13.09.2022)

  • für ein 10-jähriges Hypothekendarlehen bei 3,23 %
  • für ein 15-jähriges Hypothekendarlehen bei 3,35 %
  • für ein 20-jähriges Hypothekendarlehen bei 3,40 %

Zum Vergleich: Im September 2010 lag der Bestzins für ein 10-jähriges Hypothekendarlehen bei 3,43 %. Wurden die Zinsen auf 15 Jahre festgeschrieben, waren es zum selben Zeitpunkt 3,76 %. Bei den langfristigen Baufinanzierungszinsen lag der Bestzins für ein 20-jähriges Hypothekendarlehen bei 3,88 %.

Den tagesaktuellen Stand der Bauzinsen gemäß Ihrer Darlehenssumme finden Sie auf unserer Ratgeberseite Aktuelle Bauzinsen.

Wie entwickeln sich die Baufinanzierungszinsen in naher Zukunft?

Michael Neumann rechnet in den nächsten 4 Wochen mit schwankenden Baufinanzierungszinsen. „Wegen der vielen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten erwarte ich Ausschläge in beide Richtungen.“ Inflationserwartungen, der Verlauf des Ukraine-Kriegs, die Energiekrise oder neue Wirtschaftsdaten beeinflussen maßgeblich die Entwicklung der Anleihenrendite und damit auch die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen. Wie die mittelfristige Prognose von Michael Neumann aussieht, lesen Sie in unserem monatlich erscheinenden Kommentar zum Zinstrend.

Wie ist die langfristige Prognose zur Zinsentwicklung 2022?

„In den nächsten Monaten werden wir hohe Ausschläge in beide Richtungen sehen“, meint Michael Neumann. Doch aufgrund der hohen Inflation sollte sich der steigende Trend bei den Baufinanzierungszinsen letztlich durchsetzen. „Ich rechne damit, dass die Zinsen bis Ende des Jahres tendenziell weiter steigen und merklich über der 3-%-Marke liegen werden.“

Prognose 2022: Bauzinsen steigen, Preise bleiben stabil

Rasant steigende Bauzinsen, zweistellige Zuwächse bei den Preisen, ein knappes Immobilien-Angebot und hohe Baukosten: Geht die Rallye in der 2. Jahreshälfte weiter? Michael Neumann ordnet die aktuelle Entwicklung ein, wagt eine Prognose für die 2. Jahreshälfte und warnt vor übereilten Entscheidungen.

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Baufinanzierungszinsen 2022: Bleiben sie niedrig?

„Die Zeiten rekordtiefer Bauzinsen sind vorbei. Ich erwarte in der zweiten Jahreshälfte weiter steigende Baufinanzierungszinsen mit hohen Schwankungen“, so Michael Neumann. Für diese Zinsprognose spricht vor allem, dass die Europäische Zentralbank (EZB) aufgrund der treibenden Inflation ihre Geld- und Zinspolitik anpasst. Die EZB beendet also in 2022 die Ära der ultra-lockeren Geldpolitik.

Somit hängt die Entwicklung der Bauzinsen maßgeblich von der Geld- und Zinspolitik der EZB und den Inflationserwartungen ab. Sollte die EZB beispielsweise in den nächsten Monaten weiterhin die Leitzinsen deutlich erhöhen, treibt dies Bauzinsen weiter nach oben.

Kurzfristige Prognose zur Zinsentwicklung: Aktueller Zinskommentar, September 2022

Ein Blick auf die Zinsentwicklung in den letzten 3 Wochen zeigt: Die Bauzinsen sind wieder deutlich gestiegen. Innerhalb dieses sehr kurzen Zeitraums gab es einen Zinssprung von etwa 0,5 Prozentpunkten. Wie es mit den Bauzinsen in den nächsten Wochen und Monaten weitergehen kann, erläutert Zinsexperte Michael Neumann in unserem monatlichen Zinskommentar.

Expertenmeinung: Bauzinsen liegen am Jahresende deutlich über der 3-%-Marke

„Die Bauzinsen werden bis Ende des Jahres tendenziell weiter steigen und merklich über der 3-%-Marke liegen“, meint Zinsexperte Michael Neumann. Denn die anhaltend hohe Inflation zieht die Zinsen für Immobilienkredite wieder nach oben.

Kurzfristig rechnet er mit schwankenden Baufinanzierungszinsen: „Die Renditekurve der 10-jährigen Bundesanleihe wird weiterhin stark schwanken und die Bauzinsen mitziehen.“ Bau- und Kaufwillige sollten daher die Zinsentwicklung täglich beobachten und ein mögliches „Zwischentief“ für die Baufinanzierung nutzen.

ZeithorizontZinstrend
Kurzfristige Zinsentwicklung (1 Monat)Schwankend bis leicht steigend
Mittelfristige Zinsentwicklung (6 Monate)Steigend mit Ausschlägen in beide Richtungen
Zinsprognose von Michael Neumann: Die aktuellen Tendenzen der Baufinanzierungszinsen

Unser Tipp: Schauen Sie bei der Zinsentwicklung für die Baufinanzierung vor allem auf die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe. Denn wohin diese Anlage tendiert, dahin entwickeln sich auch die Bauzinsen.

Inflation eindämmen: EZB erhöht Leitzins

Auf ihrer jüngsten Zinssitzung hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen noch einmal deutlich angehoben. So steigt der Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 %. Der Zins, den Banken für ihre Einlagen bei der EZB bekommen, erhöht sich von 0 auf 0,75 %. Und auch der sogenannte Spitzenrefinanzierungssatz, zu denen sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB besorgen können, wurde 0,75 Prozentpunkte. Er liegt nun bei 1,5 %. 

Die Währungshüter rund um EZB-Präsidentin Christine Lagarde wollen damit die hohe Inflation, die zuletzt mit 9,1 % einen Höchststand im Euroraum erreichte, mittelfristig bekämpfen. Sie strebt für den Euroraum mittelfristig eine jährliche Inflationsrate von 2 % an. Die Hebel dafür sollen Leitzinserhöhungen sein. Gemäß der ökonomischen Theorie dämpfen diese auf längere Sicht die Entwicklung der Konjunktur und die Nachfrage. Unternehmen verkaufen weniger und damit sinken im Endeffekt die Preise.

Für Michael Neumann ist die jüngste Leitzinserhöhung der EZB nur ein Zwischenschritt. Weitere Zinsanhebungen werden folgen: „Auch in den nächsten Monaten muss die EZB alles in den Ring werfen, um Entschlossenheit zu demonstrieren und die Inflation zumindest einzudämmen – und das kann die Zinsen für Baufinanzierungen weiter unter Druck setzen“, so der Zinsexperte.

Inflationsrate (HVPI): August 2022

Die nächste Zinssitzung der EZB findet am 27. Oktober statt. Einige Beobachter gehen davon aus, dass die EZB die Leitzinsen dann um 0,5 Prozentpunkte erhöhen wird, da die Inflation in den kommenden Monaten sehr wahrscheinlich weiter steigen wird. So hält beispielsweise Bundesbankpräsident Joachim Nagel eine zweistellige Inflationsrate in den Herbstmonaten für möglich − zweistellige Inflationsraten wurden in Deutschland das letzte Mal vor über 70 Jahren gemessen..

Wirtschaftsausblick: EZB erwartet Konjunkturabschwung

Höhere Leitzinsen bergen immer die Gefahr, die Konjunktur zusätzlich zu belasten. Im schlimmsten Fall kann dies zu sogar in eine Rezession führen, also eine Phase, in der das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpft oder zumindest gleich bleibt. 

In der Pressekonferenz zum Zinsentscheid teilte Christine Lagarde mit, dass die EZB in den nächsten 3 Jahren keine Rezession im Euroraum erwartet. Der neuesten EZB-Vorhersage zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 3,1 % zulegen. 2023 soll es dann um 0,9 % wachsen und ein Jahr später um 1,9 %. Damit würde das BIP in keinem Jahr schrumpfen. Dagegen rechnet beispielsweise das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) damit, dass im nächsten Jahr das BIP in Deutschland wegen der hohen Energiepreise negativ sein wird. In ihrer Herbstprognose­ sprechen sie von -0,7 %.

Bauzinsen ziehen kräftig an

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Zinswende: Sollte ich jetzt eine Baufinanzierung abschließen?

Aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung fragen Sie sich vielleicht auch, ob Sie jetzt eine Baufinanzierung abschließen sollten. Denn auch in der zweiten Jahreshälfte ist es wahrscheinlich, dass die Bauzinsen weiter steigen und somit würden auch die Kosten Ihrer Baufinanzierung anziehen. Auch die Aufwärtsbewegung bei den Immobilienpreisen sollte sich fortsetzen. Denn die Nachfrage ist immer noch größer als das Angebot.

Doch verfallen Sie deswegen nicht in Panik. „Ich rate davon ab, auf Gedeih und Verderb eine Immobilie zu kaufen. Es ist wichtig, die passende Immobilie zu finden und das Vorhaben gut überlegt anzugehen“, sagt Michael Neumann. Wie viel Haus Sie sich im aktuellen Zinsumfeld leisten können, erläutern Ihnen unsere Spezialisten für Baufinanzierungen in einem unverbindlichen und kostenlosen Beratungsgespräch.

Zinsanstieg: Wie viel teurer könnte eine Baufinanzierung werden?

Natürlich verteuert sich die Baufinanzierung auch bei einem moderaten Zinsanstieg. Wenn Sie zu lange warten und Ihre Baufinanzierung zu einem höheren Zinssatz abschließen, steigen die Zinskosten und Sie müssen auch eine höhere Monatsrate tragen. Anhand eines Rechenbeispiels wollen wir Ihnen die Auswirkungen eines vermeidlich moderaten Zinsanstiegs zeigen.

 Zeitpunkt AZeitpunkt B
Effektivzins2,85 % p.a.3,15 % p.a.
Monatliche Rate1.351 €1.435 €
Restschuld nach 15 Jahren125.878,45 €119.198,2ß €
Gezahlte Zinsen nach 15 Jahren87.007,45 €97.498,20 €
Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens23 Jahre und 9 Monate22 Jahre und 10 Monate
Annahmen: Kaufpreis 350.000 €, Kredit 280.000 €, anfängliche Tilgung von 3 %, Zinsbindung 15 Jahre

In unserem Fallbeispiel wächst die Monatsrate um rund 100 €. Zudem erhöhen sich Ihre Zinskosten hier um etwa 10.000 €. Behalten Sie die Zinsentwicklung der Baufinanzierungszinsen also immer im Blick, bleiben Sie aber ruhig. Wie Sie den Zinssatz niedrig halten und was Sie aktuell tun können, um Bauzinsen zu sparen, haben wir für Sie im Ratgeberartikel „Zinsen sparen: 10 Tipps für Ihre Baufinanzierung“ zusammengefasst.

Wie beeinflussen Pfandbriefe und Anleihen die Zinsentwicklung?

Manche denken, dass die Zinsen für Baufinanzierungen unmittelbar vom EZB-Leitzins beeinflusst wird, also dem Zinssatz, zu dem sich Banken von der Europäischen Zentralbank Geld leihen. Das ist ein Irrtum. Vielmehr wirken sich im Wesentlichen 2 andere Faktoren direkt auf die Zinsentwicklung aus: die Preise für Pfandbriefe und für deutsche Staatsanleihen. Nachfolgend erläutern wir Ihnen die beiden zentralen Einflussfaktoren für die Zinsentwicklung etwas genauer. 

Pfandbriefe: Die Refinanzierung von Baufinanzierungen wird in erster Linie über den Handel mit Pfandbriefen gesteuert. Hierbei handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, die von privaten Hypothekenbanken an Anleger vergeben werden, um Geldmittel für die gewährten Immobiliendarlehen zu beschaffen.

Dazu beleiht die Bank ihre eigenen Immobilien und die ihrer Kunden, indem sie Pfandbriefe an Anleger herausgibt. Die Anleger leihen der Bank also Geld und bekommen dafür Zinsen sowie die Rechte an den Immobilien als Sicherheit. Der Zinssatz der Pfandbriefe orientiert sich dabei an der Rendite für deutsche Staatsanleihen.

Staatsanleihen: Die Rendite der deutschen Bundesanleihen hat maßgeblich Einfluss auf die Höhe der Baufinanzierungszinsen und ist somit ein verlässlicher Indikator für die Zinsentwicklung im Bereich der Baufinanzierung. Sinkt die Rendite der Bundesanleihen, ziehen die Bauzinsen fast zeitgleich nach.

Bestzins: September 2022

Wie unsere Grafik zeigt, beträgt der Abstand zwischen der Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen und den Bauzinsen im Schnitt 1 bis 1,5 %.

Da eine Baufinanzierung zu den langfristigen Anlagen zählt, hängt die Zinsentwicklung der Bauzinsen maßgeblich von den Faktoren Pfandbrief und Staatsanleihe ab. Steigen die Zinsen für Staatsanleihen, steigen die Zinsen für Pfandbriefe und somit steigen auch die Zinsen für Baufinanzierungen – und umgekehrt.

Welche Auswirkung hat der EZB-Leitzins auf die Bauzinsen?

Der EZB-Leitzins hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Zinsentwicklung der Baufinanzierung, kann aber als indirekter Einflussfaktor gewertet werden. Denn Banken erhöhen oder senken ihre Zinsen, wenn sie erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins verändern wird. Die Baufinanzierungszinsen bewegen sich also in der Regel früher, bevor die EZB den Leitzins verändert. Insofern hat er nur einen indirekten Einfluss auf die Baufinanzierungszinsen. 

Mit dem EZB-Leitzins wird im Allgemeinen der Hauptrefinanzierungssatz der EZB bezeichnet. Er gibt an, zu welchem Zinssatz sich die angeschlossenen europäischen Banken Geld bei der EZB leihen können. Seit dem 27. Juli 2022 liegt er bei 0,50 %. Banken können sich also fast zum Nulltarif Geld bei der EZB leihen und die günstigen Konditionen an die Verbraucher weiterreichen.

10 Tipps für Ihre Baufinanzierung in der aktuellen Zinsentwicklung

Nachfolgend haben wir Ihnen 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie in Hinblick auf die weitere Zinsentwicklung agieren sollten:

  1. Behalten Sie die Zinsentwicklung im Blick
    In unserem monatlichen Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Baufinanzierungszinsen. Melden Sie sich einfach für den Newsletter an und bleiben somit auf dem Laufenden.
  2. Kennen Sie Ihr Budget
    Bescheid wissen, zahlt sich aus. Denn eine budgetgerechte Immobilie belohnen Banken in der Regel mit einem besseren Zinssatz. Sie zahlen also weniger Bauzinsen an die Bank. Ermitteln Sie mit unserem Budgetrechner, was Ihre Immobilie kosten darf und wie viel Kredit Sie bekommen!
  3. Vergleichen Sie mehrere Angebote miteinander
    Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie miteinander,, um den besten Zinssatz zu bekommen. Übrigens: Vermittler vergleichen für Sie die Angebote vieler Banken und können Ihnen somit in der Regel günstige Zinsen bieten. Erfahren Sie mehr zum Immobilienkredit beim Vermittler!
  4. Wählen Sie bei niedrigen Baufinanzierungszinsen eine lange Sollzinsbindung
    Bei der aktuellen Zinsentwicklung sollten Sie eine Sollzinsbindung von 15 Jahren oder länger wählen. So schützen Sie sich vor steigenden Baufinanzierungszinsen.
  5. Wählen Sie bei niedrigen Baufinanzierungszinsen eine höhere Tilgung
    Im aktuellen Zinsumfeld empfehlen wir eine Tilgung von mindestens 2 oder besser noch 3%. Damit können Sie das Darlehen schneller zurückzahlen.
  6. Achten Sie auf die Flexibilität
    Ihre Bank bietet Ihnen eine kostenlose Option zur Sondertilgung oder zum Tilgungssatzwechsel an, dann nehmen Sie diese Optionen in Ihren Vertrag mit auf. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Darlehen durch außerplanmäßige Zahlungen schneller zurückzuzahlen beziehungsweise ihre monatliche Rate flexibel an Ihre finanzielle Situation anzupassen.
  7. Denken Sie über ein Volltilgerdarlehen nach
    Ein Volltilgerdarlehen ist ein Darlehen, bei dem am Ende der vereinbarten Laufzeit keine Restschuld mehr bleibt. Wenn Sie über ein gesichertes und hohes Einkommen verfügen und sich die höheren Raten leisten können, sind Sie bereits nach der ersten Finanzierungsrunde schuldenfrei.
  8. Ein Forward-Darlehen hilft bei Ihrer Anschlussfinanzierung
    Ihre Sollzinsbindung läuft noch 12 bis 66 Monate, dann können Sie sich durch ein Forward-Darlehen das aktuelle Zinsniveau bereits jetzt für Ihre Anschlussfinanzierung sichern.
  9. Sichern Sie sich die niedrigen Zinsen mit einem Bausparvertrag
    Mit einem Bausparvertrag lassen sich die aktuellen Baufinanzierungszinsen ebenfalls einfrieren. Das Darlehen lohnt sich vor allem, wenn Sie wissen, dass Sie in ein paar Jahren bauen wollen.
  10. Ersparen Sie sich die Bereitstellungszinsen
    Beim Bau einer Immobilie wird der Darlehensbetrag in Teilbeträgen ausgezahlt – je nach abgeschlossenen Bauabschnitt. Während dieser Zeit muss die Bank das geliehene Geld für Sie bereithalten. Dafür verlangen Banken oft Zinsen, die sogenannten Bereitstellungszinsen. Allerdings bieten einige eine bereitstellungszinsfreie Zeit an, 6 Monate oder mehr sind ideal.

Weitere Details zur aktuellen Zinsentwicklung erläutern Ihnen gerne unsere Spezialisten für Baufinanzierung. In unserem Ratgeber Beratung bei Dr. Klein erfahren Sie, wie die Beratung funktioniert und wie Sie ein Immobiliendarlehen bei Dr. Klein erhalten.

Mit unseren Spezialisten die Zinsentwicklung richtig einschätzen

Sie haben nun einen ersten Eindruck über die Entwicklung der Bauzinsen bekommen. Um den besten Zeitpunkt für Ihre Baufinanzierung zu bestimmen, wenden Sie sich an unsere Berater vor Ort. Einfach Finanzierungsanfrage ausfüllen und schon melden sich unsere Spezialisten für Baufinanzierung innerhalb der nächsten 24 Stunden bei Ihnen!

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