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Wohnungsbauprämie: Die staatliche Förderung für den Immobilienkauf

Die Wohnungsbauprämie ist ein staatlicher Zuschuss, den Sie zu Ihrem Bausparvertrag oder zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen erhalten und nicht zurückzahlen müssen. Wie Sie ihn bekommen, zeigt dieser Artikel.

Prämie für den Wohnungsbau

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  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist die Wohnungsbauprämie?

      Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung für Bausparer. Mit dem Zuschuss unterstützt die Bundesregierung jeden, der ein Eigenheim kaufen, bauen oder renovieren möchte. Der Fördersatz liegt seit Anfang 2021 bei 10 %. Die Einkommensgrenzen wurden ebenfalls angehoben, sodass nun mehr Menschen von dem staatlichen Zuschuss profitieren können. Anspruchsberechtigte müssen die staatliche Förderung nicht zurückzahlen. Der Begriff „Bausparprämie“ wird häufig als Synonym für Wohnungsbauprämie verwendet.

      Wer kann eine Wohnungsbauprämie erhalten?

      Jeder, der in Deutschland unbegrenzt steuerpflichtig und über 16 Jahre alt ist, kann die Wohnungsbauprämie beantragen. Neben dieser Voraussetzung gibt es noch weitere Bedingungen, die im Wohnungsbau-Prämiengesetz festgeschrieben sind:

      • Ständiger Wohnsitz in Deutschland
      • Einkommensgrenze muss eingehalten werden
      • Es müssen mindestens 50 € jährlich selbst in den Sparvertrag eingezahlt werden.
      • Es wurde keine weitere staatliche Förderung beantragt, wie die Arbeitnehmersparzulage.
      • Das Geld wird für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt.

      Auch wer Anteile von Bau- und Wohnungsgenossenschaften kauft oder sich dort beteiligt, kann von der Wohnungsbauprämie profitieren.

      Wie hoch sind die Einkommensgrenzen bei der Wohnungsbauprämie?

      Die Einkommensgrenzen, um Wohnungsbauprämie zu erhalten, hängen von Ihrer Lebenssituation ab.

      • Für Singles: 35.000 €
      • Für Verheiratete oder Lebenspartnerschaften: 70.000 €

      Das zu versteuernde Einkommen ergibt sich aus dem Bruttoeinkommen abzüglich der Freibeträge wie Kindergeld, Werbungskosten oder Sonderausgaben. Personen, die ein höheres Bruttogehalt haben, können dank Freibeträgen ebenfalls einen Anspruch auf eine Wohnungsbauprämie haben. Am besten werfen Sie dafür einen Blick auf Ihren Steuerbescheid, den Sie jedes Jahr vom Finanzamt bekommen. Dort steht, wie hoch das eigene zu versteuernde Einkommen ist.

      Die Wohnungsbauprämie muss nicht beim Finanzamt versteuert werden. Das Wohnungsbau-Prämiengesetz besagt unter § 6: „Die Prämien gehören nicht zu den Einkünften im Sinne des Einkommensteuergesetzes.“

      Wie hoch ist die staatliche Wohnungsbauprämie?

      Der Staat fördert Sparende seit 2021 jedes Jahr mit 10 % der jährlich eingezahlten Beiträge. Der maximal geförderte Sparbetrag für Singles liegt bei 700 € und bei verheirateten Paaren oder Lebenspartnerschaften bei 1.400 €. Das heißt, dass Singles im Jahr maximal 70 € und Paare 140 € vom Staat für ihre Sparleistung bekommen. Insgesamt können berechtigte Personen die Bausparprämie 10 Jahre lang beantragen.

      Wer vermögenswirksamen Leistungen erhält, aber die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage überschreitet, kann auch die Bausparprämie dafür beantragen. Bausparprämie und Arbeitnehmersparzulage lassen sich aber nicht für den gleichen Bausparvertrag beantragen. Sie beantragen also entweder die Wohnungsbauprämie oder die Arbeitnehmersparzulage.

      Wohnungsbauprämie: Beispielberechnung

      Luise ist Studentin und hat soeben einen Bausparvertrag abgeschlossen, um Eigenkapital für eine Wohnung anzusparen. Weil sie gerade nicht so viel Geld zur Verfügung hat, zahlt sie zunächst jeden Monat 10 € in den Bausparvertrag ein. Nach einem Jahr hat sie 120 € angespart. Vom Staat bekommt sie dann noch einmal 10 % der gesparten Summe als Wohnungsbauprämie, also 12 €.

      BeispielMonatliche Sparleistung als SingleDer Staat gibt Ihnen 10 % dazu
      Sie zahlen weniger als den erforderlichen Höchstbetrag4,16 € / 50 € im Jahr5 €
      Sie zahlen genau den erforderlichen Höchstbetrag58,33 € / 700 € im Jahr70 €
      Sie zahlen mehr als den erforderlichen Höchstbetrag70 € / 840 € im Jahr70 €
      Tabelle: Beispielrechnung zur Wohnungsbauprämie bei Bausparverträgen

      Werden 700 € oder mehr jährlich in den Sparvertrag eingezahlt, beträgt die maximale Höhe der Wohnungsbauprämie 70 € bei Singles. Bei Paaren beläuft sich der Betrag auf 1.400 € jährliche Sparleistung und eine maximale Wohnungsbauprämie von 140 €.

      Wie lässt sich die Wohnungsbauprämie beantragen?

      Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Wohnungsbauprämie beantragen.

      Ablauf Wohnungsbauprämie

      1. Antrag ausfüllen

        Der Antrag auf Wohnungsbauprämie erfolgt über Ihre Bausparkasse. Sie schickt Ihnen in der Regel einen jährlichen Kontoauszug, der auch den Antrag auf Wohnungsbauprämie enthält. Anschließend füllen Sie den Antrag aus.

      2. Antrag an Bausparkasse schicken

        Schicken Sie den Antrag inklusive Belege an die Bausparkasse zurück. Durch Ihre Unterschrift erklären Sie verbindlich, dass Sie die Einkommensgrenzen einhalten und förderberechtigt sind. Die Bausparkasse meldet dann die jährliche Wohnungsbauprämie beim zuständigen Finanzamt an, erhält die Prämie ausgezahlt und schreibt sie auf den Bausparvertrag gut.

      3. Prozedere jährlich wiederholen

        Sie müssen die Wohnungsbauprämie jährlich immer wieder aufs Neue bei der Bausparkasse beantragen, um Ihren Anspruch über die Jahre hinweg zu bewahren. Warten Sie dafür stets den Kontoauszug Ihrer Bausparkasse ab.

      4. Guthaben ausbezahlt bekommen

        Nach Ablauf des Bausparvertrages, wird Ihnen das Guthaben ausgezahlt. Verwenden Sie es zweckgerecht für eine Immobilie, erhalten Sie die Wohnungsbauprämie für die vergangenen Jahre auf einen Schlag auf Ihr Bausparkonto ausgezahlt.

      Die Bausparprämie lässt sich bis zu 2 Jahre rückwirkend beantragen. Als Einreichfrist gilt der 31.12. eines Jahres. Das heißt, bis zum 31.12.21 ist auch ein Antrag für die Wohnungsbauprämie von 2019 noch möglich.

      Wann wird die Bausparprämie ausgezahlt?

      Sparende erhalten die Wohnungsbauprämie am Ende der Ansparphase eines jeden Bausparvertrages. Bis das der Fall ist, merkt die Bausparkassen die Beträge vor und trägt den aktuellen Stand in den jährlichen Kontoauszug ein.

      Um die staatliche Förderung ausgezahlt zu bekommen, braucht es zudem folgende Nachweise:

      • eine wohnwirtschaftliche Verwendung des Geldes
      • jährlicher Antrag auf Förderung
      • die Abtretung von Ansprüchen aus dem Bausparvertrag an Dritte

      Damit Sie einen Anspruch auf eine Wohnungsbauprämie haben, müssen die Bausparverträge eine gewisse Laufzeit haben. Bei einem Bausparvertrag sind das 7 Jahre bevor eine Wohnungsbauprämie frühestens ausgezahlt wird. Bei Sparverträgen mit Bau- und Wohngenossenschaften sowie dem Kauf von Anteilen an einer Bau- oder Wohnungsgenossenschaft beträgt die Laufzeit zwischen 3 und 8 Jahre.

      Kann der Anspruch auf Wohnungsbauprämie bei Bausparverträgen verfallen?

      Die Wohnungsbauprämie soll dabei helfen, Kapital für eine Immobilie anzusparen. Für Verträge, die seit 2009 abgeschlossen wurden, gilt deshalb eine „ewige Zweckbindung“. Wer seinen Bausparvertrag also nicht für wohnwirtschaftliche Zwecke nutzt, verliert den Anspruch auf die Wohnungsbauprämie.

      Es gibt aber zwei Ausnahmen:

      1. Vertragsabschluss vor 2009: Sparende, die einen Bausparvertrag vor 2009 abgeschlossen haben, sind nicht an den wohnwirtschaftlichen Zweck gebunden. Sie können die gesparte Summe und die Wohnungsbauprämie auch für andere Bestimmungen verwenden.
      2. Jünger als 25 Jahre: Bausparerinnen und -sparer, die bei Vertragsabschluss des Bausparvertrages jünger als 25 Jahre alt sind, sind ebenfalls nicht an den wohnwirtschaftlichen Zweck gebunden. Voraussetzung ist dabei, dass der Bausparvertrag mindestens 7 Jahre bespart wird. Bestehen mehrere Bausparverträge parallel, gilt diese Ausnahme nur einmalig für einen Bausparvertrag.

      Prüfen Sie am besten, wann Sie ihren Bausparvertrag abgeschlossen haben. Eventuell können Sie von den Ausnahmen profitieren.

      Welche weiteren Verträge profitieren von der Wohnungsbauprämie?

      Prämienberechtigt sind auch andere Sparverträge wie ein Sparbrief oder ein Festgeldkonto. Die Sparverträge müssen dabei 2 Voraussetzung erfüllen:

      1. Sparende müssen mit dem Geld eine für den Eigenbedarf genutzte Immobile bauen, kaufen oder sanieren. Das gilt auch für Wohneigentum, in dem Sparende ein dauerhaftes Wohnrecht haben.
      2. Der Sparvertrag hat eine Laufzeit zwischen 3 und 6 Jahren.

      Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann Wohnungsbauprämie beantragt werden.

      Wohnungsbauprämie: Alles auf einen Blick

      Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die Bürgerinnen und Bürger dabei hilft, Kapital für die eigenen Immobilienwünsche aufzubauen. Seit der Anhebung der Einkommensgrenzen im Jahr 2021, können auch weitere Personen diese staatliche Förderung beantragen. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten und Voraussetzungen einmal zusammengefasst:

      • Staatliche Prämie auf Sparverträge für wohnwirtschaftliche Zwecke.
      • Jeder, der in Deutschland unbegrenzt steuerpflichtig und über 16 Jahre alt ist, kann die Bausparprämie beantragen.
      • Berechtigt sind Personen, die ein zu versteuerndes Einkommen unter 35.000 € bei Singles beziehungsweise 70.000 € bei Paaren haben.
      • Die Höhe der Wohnungsbauprämie beträgt 10 % der jährlichen Sparleistung.
      • Bausparprämie wird bei Singles auf eine jährliche Summe von maximal 700 € berechnet. Bei Paaren sind es 1.400 €.
      • Der Antrag auf Wohnungsbauprämie erfolgt jährlich.
      • Die Bausparkasse merkt die Wohnungsbauprämie jedes Jahr vor und zahlt sie beim Abschluss des Sparvertrags aus.
      • Die Wohnungsbauprämie muss nicht zurückgezahlt werden und ist steuerfrei.
      • Bausparprämie lässt sich bis zu 2 Jahre rückwirkend beantragen.

      Die Wohnungsbauprämie lohnt sich also, um beispielsweise Eigenkapital anzusparen. Unsere Berater vor Ort helfen Ihnen gerne weiter.

      Bausparvertrag durch Wohnungsbauprämie anreichern

      Für die Wohnungsbauprämie benötigen Sie einen Bausparvertrag. Unsere Berater vor Ort stehen Ihnen bei der Beantragung zur Seite. Sie analysieren, wie Sie den Bausparvertrag später möglichst gewinnbringend einsetzen und die höchstmögliche Förderung bekommen. Fordern Sie von uns dazu einfach aktuelle Bausparangebote an und vereinbaren Sie mit Ihrem Ansprechpartner einen Termin zum persönlichen Gespräch.

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