Hauskauf Tipps: Mit diesen 20 Tipps treffen Sie die richtige Entscheidung
- Mindestens 10–15 % des Kaufpreises als Eigenkapital einplanen
- Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Makler) frühzeitig einkalkulieren
- Suchkriterien konkret festlegen, bevor die Suche beginnt
- Bebauungsplan prüfen, um zu wissen, was auf dem Grundstück erlaubt ist
- Hausbesichtigung mit einem Baugutachter durchführen, um versteckte Mängel zu erkennen
- Mehrere Baufinanzierungsangebote vergleichen, um die besten Konditionen zu erhalten
- Was gibt es bei einem Hauskauf zu beachten?
- Hauskauf Tipp 1: Richtig rechnen
- Hauskauf Tipp 2: Genügend Eigenkapital einplanen
- Hauskauf Tipp 3: Kaufnebenkosten frühzeitig einbeziehen
- Hauskauf Tipp 4: Anforderungen an die Immobilie festlegen
- Hauskauf Tipp 5: Verschiedene Kanäle für die Suche nutzen
- Hauskauf Tipp 6: Lage und Zustand der Immobilie sorgfältig bewerten
- Hauskauf Tipp 7: Zukünftige Bedürfnisse mitdenken
- Hauskauf Tipp 8: Bebauungsplan genau prüfen
- Hauskauf Tipp 9: Wichtige Unterlagen vor der Besichtigung anfordern
- Hauskauf Tipp 10: Bei der Hausbesichtigung sachlich und überlegt handeln
- Hauskauf Tipp 11: Immobiliengutachter einbeziehen
- Hauskauf Tipp 12: Die passende Baufinanzierung finden
- Hauskauf Tipp 13: Zinsentwicklung beobachten und nutzen
- Hauskauf Tipp 14: Staatliche Förderungen in Anspruch nehmen
- Hauskauf Tipp 15: Kaufpreise vergleichen und einordnen
- Hauskauf Tipp 16: Kaufpreis verhandeln
- Hauskauf Tipp 17: Kaufvertrag sorgfältig lesen und verstehen
- Hauskauf Tipp 18: Versichern, Steuern optimieren und instand halten
- Tipp 19: Kaufvertrag rückabwickeln
- Tipp 20: Vertragsmäßige Übergabe
- Unsere Checkliste hilft beim Hauserwerb
- Hauskauf Tipps direkt von Ihrem Berater
- Häufige Fragen rund um Hauskauf Tipps
Was gibt es bei einem Hauskauf zu beachten?
Ein Hauskauf kann ganz schön schwierig sein. Worauf muss man bei einer Immobilie achten? Wie findet man die passende Baufinanzierung? Und was ist der richtige Preis? Gut, wenn man da von den Erfahrungen anderer profitieren kann. Denn unsere Spezialisten für Baufinanzierung kennen diese Fragen ganz genau und ihre Hauskauf Tipps sind heiß begehrt. Wir haben uns unter ihnen umgehört und ihre 20 wichtigsten Ratschläge hier zusammen getragen. So wissen Sie genau, was es bei einem Hauskauf zu beachten gibt. Mit unserer praktischen Hauskauf Checklistebieten wir Ihnen außerdem einen treuen Begleiter, der Sie sicher durch die Anschaffung bringt.
Hauskauf Tipp 1: Richtig rechnen
Welche Zinsen kann ich bekommen – und wie viel Haus kann ich mir eigentlich leisten? Unser wichtigster Hauskauf Tipp: Verschaffen Sie sich einen klaren Überblick über Ihre finanzielle Lage, bevor Sie auch nur eine Anzeige aufrufen. Wer ohne Budget auf Immobiliensuche geht, verliebt sich schnell in Objekte, die außerhalb des eigenen Rahmens liegen – und verliert wertvolle Zeit.
Nutzen Sie dafür unsere kostenlosen Onlinerechner: Mit dem Budgetrechner ermitteln Sie schnell, wie teuer Ihre Immobilie sein darf. Mit dem Bauzinsrechner sehen Sie sofort, zu welchen Konditionen Sie ein Darlehen bei Dr. Klein bekommen könnten. Sobald Sie Ihren finanziellen Rahmen kennen, können Sie sich gezielt auf passende Objekte konzentrieren und bei Besichtigungen selbstbewusst auftreten.
Was an Kosten bei einem Immobilienkauf auf Sie zukommt, erfahren Sie in der Übersicht:
Kostenübersicht auf einem Blick
- Eigenkapital: mindestens 10–15 % des Kaufpreises einplanen
- Kaufnebenkosten(Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Makler):10–15 % des Kaufpreises
- Monatliche Kreditrate: max. 35 % des Nettohaushaltseinkommens einplanen
- Rücklagen: mind. 1–2 % des Immobilienwerts pro Jahr für Instandhaltung einkalkulieren
Hauskauf Tipp 2: Genügend Eigenkapital einplanen
Für den Hauskauf empfehlen wir, mindestens 10 bis 15 % des Kaufpreises als Eigenkapital einzuplanen. Dieser Betrag entspricht in der Regel den Erwerbsnebenkosten, die die meisten Banken erwarten, dass Sie aus eigenen Mitteln begleichen. Darüber hinaus senkt mehr Eigenkapital das Ausfallrisiko – und wirkt sich positiv auf den Zinssatz aus, den Sie von der Bank erhalten.
Zum Eigenkapital zählt nicht nur das Geld auf dem Girokonto. Folgende Vermögenswerte werden in der Regel angerechnet:
- Bausparverträge
- Lebens- und Rentenversicherungen
- Aktien, Fonds und sonstige Geldanlagen
- Bereits bestehender Immobilienbesitz
Eigenkapital senkt nicht nur das Risiko eines Zahlungsausfalls, es wirkt sich direkt auf den Zinssatz aus, den Ihnen die Bank anbietet.
Grundsätzlich ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital unter bestimmten Voraussetzungen möglich – zum Beispiel bei sehr guter Bonität und sicherem Einkommen. Diese sogenannte Vollfinanzierung ist jedoch mit höheren Zinsen verbunden und sollte gut überlegt sein.
Hauskauf Tipp 3: Kaufnebenkosten frühzeitig einbeziehen
Der Kaufpreis ist nur ein Teil dessen, was ein Hauskauf wirklich kostet. Zusätzlich fallen Erwerbsnebenkosten an, die sich je nach Bundesland auf 10 bis 15 % des Kaufpreises summieren können. Wer diese Kosten unterschätzt oder zu spät einkalkuliert, gerät schnell in Finanzierungsengpässe.
| Kostenart | Ungefähre Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5–6,5 % je nach Bundesland | Pflicht bei jedem Hauskauf |
| Notarkosten | etwa 1–1,5 % | Für Beurkundung und Grundbucheintragung |
| Grundbuchgebühren | etwa 0,5 % | Für die Eigentumsumschreibung |
| Maklercourtage | bis zu 3,57 % inkl. MwSt. (Käuferanteil) | Nur bei Kauf über Makler; beim Privatverkauf entfällt dieser Posten |
Ein hilfreicher Tipp: Kaufen Sie direkt vom Eigentümer, entfällt die Maklergebühr. Das kann je nach Kaufpreis mehrere Tausend Euro sparen. Informieren Sie sich außerdem, welche Nebenkosten sich ggf. steuerlich geltend machen lassen.
Hauskauf Tipp 4: Anforderungen an die Immobilie festlegen
Wer weiß, was er sucht, findet schneller und trifft bessere Entscheidungen. Machen Sie sich deshalb frühzeitig Gedanken darüber, welche Kriterien Ihr Wunschhaus erfüllen soll. Schreiben Sie diese schriftlich auf, damit Sie bei der Suche einen klaren Maßstab haben und Objekte, die nicht passen, rasch aussortieren können.
Folgende Fragen helfen Ihnen dabei, Ihre Suchkriterien zu definieren:
- Wie groß soll die Immobilie sein – Wohnfläche und Grundstück?
- Wie viele Zimmer werden benötigt?
- In welcher Region oder Stadt soll das Haus liegen?
- Soll es eine Bestandsimmobilie oder ein Neubau sein?
- Gibt es besondere Wünsche beim Grundriss?
- Sind Keller, Garten, Terrasse oder Garage wichtig?
Diese Überlegungen helfen Ihnen auch, Prioritäten zu setzen: Was ist unverzichtbar, was ist ein „Nice-to-have"? Mit einer klaren Liste kommen Sie strukturierter und effizienter ans Ziel.
Hauskauf Tipp 5: Verschiedene Kanäle für die Suche nutzen
Wer nur auf einem einzigen Portal sucht, schränkt seine Chancen unnötig ein. Es gibt zahlreiche Wege, um zur passenden Immobilie zu kommen. Manche der besten Objekte werden gar nicht öffentlich inseriert.
- Immobilienportale: ImmobilienScout24, Immowelt, Immonet und weitere bieten eine große Auswahl und lassen sich gut nach Suchkriterien filtern.
- Lokale Tageszeitungen: Gerade in ländlichen Regionen werden Immobilien noch über Printanzeigen angeboten.
- Maklerbüros und Bauträger: Direkter Kontakt lohnt sich. Manche Objekte werden bevorzugt an bekannte Interessenten vermittelt.
- Netzwerke und soziale Medien: Erzählen Sie in Ihrem Umfeld, dass Sie ein Haus suchen. Mundpropaganda führt überraschend oft zum Erfolg.
- Suchmaschinen und Banneranfragen: Gezielte Suchanfragen wie „Haus kaufen [Ort]" können direkt zu Angeboten oder Maklern führen.
Tipp: Richten Sie auf den großen Portalen Suchagenten ein. So werden Sie automatisch benachrichtigt, wenn ein neues Angebot Ihren Kriterien entspricht und können schnell reagieren.
Hauskauf Tipp 6: Lage und Zustand der Immobilie sorgfältig bewerten
Lage und Zustand sind die 2 zentralen Faktoren, die den Wert einer Immobilie langfristig bestimmen. Beide sollten Sie vor dem Kauf gründlich prüfen.
- Lage: Die Lage ist das wichtigste Qualitätskriterium einer Immobilie – und das einzige, das sich nicht verändern lässt. Sie entscheidet über den aktuellen Kaufpreis, die künftige Wertentwicklung und die Lebensqualität der Bewohner. Wichtige Faktoren sind die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Ärzten und Freizeitangeboten sowie die allgemeine Infrastruktur des Ortsteils.
- Zustand: Immobilien in schlechtem Zustand verursachen oft hohe Folgekosten, die sich bei der Finanzierung nicht immer einplanen lassen. Besonders kritisch sind: eine veraltete Heizungsanlage, fehlende oder unzureichende Wärmedämmung, feuchte Keller oder Schimmelbefall sowie marode Leitungen für Strom, Wasser oder Abwasser. Holen Sie deshalb vor dem Kauf eine detaillierte Einschätzung aller notwendigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ein, am besten durch einen unabhängigen Gutachter.
Hauskauf Tipp 7: Zukünftige Bedürfnisse mitdenken
Ein Haus kauft man für Jahrzehnte, nicht für die nächsten fünf Jahre. Überlegen Sie deshalb bei der Besichtigung nicht nur, ob die Immobilie heute zu Ihnen passt, sondern auch, ob sie es in Zukunft noch tut.
Hilfreiche Fragen, die Sie sich bei der Besichtigung stellen können:
- Lässt sich die Immobilie barrierefrei umgestalten, falls das irgendwann nötig wird?
- Ist genug Platz für Nachwuchs oder Familienzuwachs?
- Befinden sich Schulen, Ärzte und Freizeitangebote in der Nähe?
- Wer lebt in der Nachbarschaft und passt das zu Ihrem Lebensstil?
- Sind in der Umgebung Bauprojekte oder Infrastrukturmaßnahmen geplant, die Lärm oder Verkehr bringen könnten?
- Kann das Haus ausgebaut oder erweitert werden, wenn sich der Bedarf ändert?
Falls spätere Umbauten absehbar sind, lohnt es sich, die Kosten bereits jetzt zu kalkulieren. Ein Modernisierungskredit kann dabei helfen, solche Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt solide zu finanzieren.
Hauskauf Tipp 8: Bebauungsplan genau prüfen
Wer ein Haus kauft und bauliche Veränderungen plant, sei es ein Dachausbau, ein Anbau oder eine Garage, sollte unbedingt den geltenden Bebauungsplan kennen. Dieser enthält verbindliche Vorschriften darüber, was auf einem Grundstück gebaut werden darf: Wie hoch darf das Gebäude sein? Welche Nutzungen sind zulässig? Wie viel der Grundstücksfläche darf bebaut werden?
Den Bebauungsplan können Sie bei der zuständigen Baubehörde der Gemeinde einsehen. Verstöße gegen den Bebauungsplan können zu Bußgeldern oder sogar zum Rückbau führen – ein Risiko, das Sie beim Hauskauf unbedingt ausschließen sollten.
Fragen Sie beim Kauf eines Grundstücks oder einer Bestandsimmobilie auch nach, ob alle bestehenden Bauwerke, wie Carport, Gartenhaus, Wintergarten, genehmigt sind. Nicht genehmigte Anbauten können nach dem Kauf Probleme bereiten.
Hauskauf Tipp 9: Wichtige Unterlagen vor der Besichtigung anfordern
Wer gut vorbereitet in eine Hausbesichtigung geht, stellt die richtigen Fragen und erkennt Unstimmigkeiten schneller. Fordern Sie deshalb folgende Unterlagen möglichst vor dem Besichtigungstermin an:
- Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
- Flurstückkarte und amtlicher Lageplan
- Genehmigte Baupläne und Grundrisse mit Wohnflächenberechnung
- Teilungserklärung (bei Eigentumswohnungen)
- Energieausweis
- Angaben über die laufenden Nebenkosten
Nehmen Sie zur Besichtigung außerdem Zollstock, Notizblock und Stift mit. So können Sie Maße nehmen und Beobachtungen direkt festhalten. Fotos mit dem Smartphone helfen später bei der Entscheidungsfindung, wenn mehrere Objekte im Vergleich stehen.
Hauskauf Tipp 10: Bei der Hausbesichtigung sachlich und überlegt handeln
Mit dem Hauskauf erfüllen Sie sich einen Lebenstraum und genau das kann zur Falle werden. Emotionen sind beim Besichtigungstermin ein schlechter Ratgeber. Bleiben Sie sachlich, nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Besonders hilfreich: Nehmen Sie jemanden mit, der bereits Erfahrung mit Immobilien hat, etwa einen Bekannten, der selbst gebaut oder gekauft hat. Eine zweite Perspektive deckt oft auf, was man selbst im Eifer des Gefechts übersieht. Wenn es an einem Objekt einen Haken gibt, der Sie langfristig stören würde, seien Sie bereit, es loszulassen, auch wenn die Immobilie in vieler Hinsicht attraktiv ist. Die richtige Immobilie kommt.
Checkliste für die Besichtigung
- Kellerräume und Dachboden auf Feuchtigkeit und Schimmel prüfen
- Fenster und Türen auf Dichtigkeit und Funktion testen
- Heizungsanlage und Baujahr erfragen
- Zustand von Dach, Fassade und Leitungen einschätzen
- Mobilfunkempfang und Internetanbindung prüfen
- Straßenlärm zu verschiedenen Tageszeiten wahrnehmen
Hauskauf Tipp 11: Immobiliengutachter einbeziehen
Auch wenn ein Gutachter zunächst nach einem zusätzlichen Kostenpunkt aussieht. Er ist es fast immer wert. Ein erfahrener Immobiliengutachter erkennt versteckte Mängel, die Laien schlicht nicht sehen: Risse im Mauerwerk, Feuchteschäden unter Tapeten, Schäden an tragenden Konstruktionen oder eine veraltete Elektroinstallation.
Das professionelle Gutachten basiert immer auf einer Vor-Ort-Besichtigung und berücksichtigt alle wertbeeinflussenden Faktoren. Es hilft Ihnen nicht nur bei der Entscheidung, ob Sie kaufen sollten. Zusätzlich gibt er Ihnen auch Argumente für die Preisverhandlung. Wichtig: Kündigen Sie den Gutachter beim Verkäufer oder Makler rechtzeitig an, damit er zur Besichtigung Zugang erhält.
Hauskauf Tipp 12: Die passende Baufinanzierung finden
Die Wahl der richtigen Baufinanzierung ist genauso wichtig wie die Wahl der richtigen Immobilie. Vergleichen Sie mehrere Angebote, bevor Sie sich binden. Die Unterschiede sind erheblich. Dr. Klein arbeitet mit rund 600 Banken und Finanzierungspartnern zusammen und findet für Sie die Konditionen, die zu Ihrer Situation passen.
Bei der Finanzierungsstruktur sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Sollzinsbindung: Je länger Sie den Zinssatz festschreiben, desto mehr Planungssicherheit haben Sie, allerdings oft zu etwas höheren Konditionen.
- Tilgungsrate: Eine höhere anfängliche Tilgung verkürzt die Laufzeit und spart langfristig Zinsen.
- Sondertilgungsrecht: Viele Darlehen erlauben jährliche kostenlose Sondertilgungen von 5–10 % der Darlehenssumme.
- Anschlussfinanzierung: Denken Sie schon beim Abschluss daran, wie Sie nach der Zinsbindung weitermachen. Ein Forward-Darlehen kann sinnvoll sein.
Schlussendlich wird Ihre Finanzierung maßgeschneidert auf Sie und Ihre finanzielle Situation abgestimmt. Eine Beratung ist daher unerlässlich.
Hauskauf Tipp 13: Zinsentwicklung beobachten und nutzen
Der Zeitpunkt der Finanzierung hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten Ihres Hauskaufs. Schon ein halber Prozentpunkt Unterschied beim Sollzins kann über 10 Jahre mehr als 12.000 € Mehrbelastung bedeuten, wie das folgende Beispiel zeigt:
| Merkmal | Darlehen A | Darlehen B |
|---|---|---|
| Sollzins | 3,0 % | 3,5 % |
| Darlehenssumme | 300.000 € | 300.000 € |
| Zinskosten nach 10 Jahren | 75.194 € | 87.426 € |
| Mehrkosten | – | + 12.232 € |
Es lohnt sich also, die aktuellen Bauzinsen und die Zinsprognosen im Blick zu behalten. Dr. Klein veröffentlicht regelmäßig aktuelle Zinsentwicklungen und Experteneinschätzungen, damit Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihren Hauskauf abpassen können.
Hauskauf Tipp 14: Staatliche Förderungen in Anspruch nehmen
Viele Kaufinteressierte verschenken bares Geld, weil sie sich zu spät oder gar nicht um verfügbare Fördermittel kümmern. Dabei gibt es eine Reihe attraktiver Programme, die die Finanzierungskosten erheblich senken können.
| Förderanbieter | Art der Förderung | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) | Zinsgünstige Darlehen, Tilgungszuschüsse | Neubau, Kauf, Energieeffizienz |
| BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) | Investitionszuschüsse | Heizungsmodernisierung, Wärmepumpen |
| Bundesländer | Darlehen und Zuschüsse (variiert) | Sanierung, Modernisierung, Familien |
| Bausparvertrag / Wohnungsbauprämie | Staatliche Zulage | Eigenkapitalaufbau |
Förderanträge müssen in der Regel vor Beginn der geplanten Maßnahme gestellt werden. Informieren Sie sich deshalb frühzeitig – idealerweise schon beim ersten Beratungsgespräch.
Hauskauf Tipp 15: Kaufpreise vergleichen und einordnen
Ob ein Angebotspreis fair ist, lässt sich nur beurteilen, wenn man den Markt kennt. Vergleichen Sie deshalb Immobilienpreise in der gewünschten Region, bevor Sie verhandeln oder ein Angebot abgeben.
- Immobilienportale: Portale wie ImmobilienScout24, Immonet oder Immowelt geben einen guten Überblick über aktuelle Angebotspreise vergleichbarer Objekte in der Region.
- Gutachterausschüsse: Die örtlichen Gutachterausschüsse veröffentlichen Bodenrichtwerte und Kaufpreissammlungen – eine wertvolle, offizielle Datenquelle.
- Wertgutachten: Für eine fundierte Einschätzung können Sie einen Sachverständigen beauftragen, der den Marktwert der Immobilie professionell ermittelt.
- Preisrechner: Verschiedene Anbieter und Portale bieten Online-Wertermittlungen an, die als erste Orientierung dienen.
Angebotspreise spiegeln nicht immer den tatsächlichen Marktwert wider. Besonders in gefragten Lagen werden Immobilien häufig über dem eigentlichen Wert angeboten.
Hauskauf Tipp 16: Kaufpreis verhandeln
Viele Käufer scheuen die Preisverhandlung. Dabei ist sie ein völlig normaler Teil des Kaufprozesses. Wer gut vorbereitet ist, hat gute Argumente: Ein Wertgutachten, eine Liste der festgestellten Mängel, Vergleichspreise aus der Region oder ein Hinweis auf notwendige Sanierungsmaßnahmen können den Preis spürbar drücken.
Ein paar Grundregeln für die Verhandlung:
- Machen Sie kein zu niedrig angesetztes Erstangebot. Das wirkt unseriös und kann die Verkaufsbereitschaft des Eigentümers verringern.
- Argumentieren Sie sachlich mit konkreten Zahlen, nicht mit persönlichen Empfindungen.
- Klären Sie im Vorfeld, ob bewegliche Gegenstände (Einbauküche, Gartenhaus) im Kaufpreis enthalten sind. Diese bieten ebenfalls Verhandlungsspielraum.
- Setzen Sie sich selbst eine Preisobergrenze und halten Sie daran fest.
In unserem Ratgebertext „Preisverhandlung für Ihren Hauskauf“ erfahren Sie mehr über Verhandlungsstrategien und wie Sie die Kaufsumme geschickt optimieren, ohne beim Verkäufer in Ungnade zu fallen.
Hauskauf Tipp 17: Kaufvertrag sorgfältig lesen und verstehen
Der Kaufvertrag ist das wichtigste Dokument beim Hauskauf. Er ist bindend, sobald beide Parteien beim Notar unterschrieben haben. Nehmen Sie sich die Zeit, den Vertragsentwurf in Ruhe zu lesen. Idealerweise erhalten Sie ihn mindestens 2 Wochen vor dem Notartermin, damit Sie Fragen klären können.
Worauf Sie im Kaufvertrag besonders achten sollten:
- Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten und Fälligkeitsdaten
- Übergabedatum und Übergabezustand
- Inventarliste – was ist im Preis enthalten, was nicht?
- Gewährleistungsklauseln und Haftungsausschlüsse
- Bestehende Lasten und Beschränkungen im Grundbuch
Bitten Sie den Notar, unklare Formulierungen zu erläutern. Das ist seine Aufgabe und kostet keinen Aufpreis. Bei komplexen Sachverhalten lohnt es sich, zusätzlich einen Anwalt für Immobilienrecht hinzuzuziehen.
Bei der Schlüsselübergabe sollte ein schriftliches Protokoll erstellt werden: Zählerstände, Anzahl der Schlüssel, mitgeliefertes Inventar und festgestellte Mängel gehören unbedingt dokumentiert. Was nicht im Protokoll steht, lässt sich später kaum noch geltend machen.
Hauskauf Tipp 18: Versichern, Steuern optimieren und instand halten
Mit dem Einzug beginnt eine neue Phase der Verantwortung. Wer von Anfang an strukturiert vorgeht, schützt sein Investment langfristig und vermeidet böse Überraschungen.
Versicherungsschutz ab Tag eins
Schließen Sie spätestens ab der Schlüsselübergabe eine Wohngebäudeversicherung ab. Sie schützt vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Je nach Lage des Hauses empfiehlt sich zusätzlich eine Elementarschadenversicherung, die Schäden durch Überschwemmungen, Starkregen oder Erdrutsche abdeckt.
Steuerliche Möglichkeiten prüfen
Selbstnutzer können die Kosten des Hauskaufs nur in begrenztem Umfang steuerlich geltend machen – zum Beispiel ein häusliches Arbeitszimmer oder energetische Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des § 35c EStG. Wer vermietet, kann hingegen Finanzierungszinsen, Abschreibungen und Betriebskosten steuerlich absetzen. Lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
Instandhaltungsrücklage bilden
Auch das beste Haus braucht regelmäßige Pflege und irgendwann eine neue Heizung, ein neues Dach oder neue Fenster. Experten empfehlen, jährlich 1 bis 2 % des Immobilienwerts als Instandhaltungsrücklage zurückzulegen. Wer das von Anfang an konsequent macht, ist für große Reparaturen gewappnet – ohne in eine Finanzierungslücke zu geraten.
Hauskauf Tipp 19: Bei Irrtum oder Täuschung den Kaufvertrag rückabwickeln
Wenn Sie beim Immobilienkaufvertrag aufgrund von Irrtum oder Täuschung einen Fehler gemacht haben, kann es sinnvoll sein, den Kaufvertrag rückabzuwickeln. Wenn Sie der Verkäufer arglistig über Mängel an der Immobilie getäuscht hat, kann der Käufer die Anfechtung des Kaufvertrags erklären und/oder vom Kaufvertrag zurücktreten. In beiden Fällen führt dies zur Rückabwicklung des Kaufvertrags. Wenn ein Irrtum vorliegt, muss der Vertrag wegen Irrtums angefochten werden, sobald der Irrtum erkannt worden ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass eine Anfechtung oder Rückabwicklung des Kaufvertrags nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, wie beispielsweise bei arglistiger Täuschung oder einem nicht unerheblichen Sachmangel. Eine Rückabwicklung des Kaufvertrags kann dazu führen, dass der Käufer den Kaufpreis zurückzahlen muss und der Verkäufer die Immobilie zurücknehmen muss.
Hauskauf Tipp 20: Auf vertragsmäßige Übergabe achten
Ist der Kaufvertrag unterzeichnet, folgt als nächster Schritt die Übergabe der Immobilie. Erstellen Sie dazu ein detailliertes Übergabeprotokoll, um eine korrekte Übergabe zu gewährleisten. Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:
- Zählerstände von Heizung, Wasseruhren und Stromzähler notieren
- Mängel im Protokoll vermerken und festhalten, wie diese behoben werden.
- Außenbereich überprüfen
- Inventar erstellen, falls Sie Mobiliar des Verkäufers übernehmen.
- Lassen Sie sich vom Verkäufer alle vorhandenen Geräte erklären.
- Neben dem Hausschlüssel sollten Sie auch die Schlüssel für Keller, Garage und Briefkasten vom Verkäufer erhalten.
- Schreiben Sie sich die Namen der Dienstleister und deren erbrachten Leistungen auf, die der Verkäufer zuvor in Anspruch genommen hat.
- Sie können von Garantien profitieren, wenn Ihnen der Verkäufer kürzlich bezahlte Rechnungen übergibt.
Weitere Details finden Sie in unserem Ratgeberbeitrag „Übergabeprotokoll Haus und Grund: Worauf sollte ich achten?.
Unsere Checkliste hilft beim Hauserwerb
Welche Kriterien müssen beim Hauskauf beachtet werden? Wer eine Immobilie erwerben möchte, braucht Orientierung. Deshalb haben wir für Sie unsere Checkliste Hauskauf erstellt. Ob Suche, Besichtigung, Notartermin oder Absicherung – mit unserer praktischen PDF-Liste können Sie Schritt für Schritt jeden wichtigen Punkt abarbeiten.
Hauskauf Tipps direkt von Ihrem Berater
Unsere Hauskauf Tipps erleichtern Ihnen schon jetzt den Einstieg in Ihren Immobilienerwerb. Aber mit Sicherheit sind trotzdem noch einige Fragezeichen vorhanden. Unsere Berater stehen Ihnen gern bei allen Fragen rund um Ihren Hauskauf und die passende Finanzierung zur Verfügung.
Häufige Fragen rund um Hauskauf Tipps
Dr. Klein empfiehlt mindestens 10 bis 15 % des Kaufpreises als Eigenkapital. Damit lassen sich die Kaufnebenkosten decken, ohne die Finanzierung zu belasten. Wer mehr einbringt, profitiert in der Regel von besseren Zinsen.
Spätestens wenn ein konkretes Kaufinteresse besteht, also vor der endgültigen Preisverhandlung, binden Sie einen Gutachter oder eine Gutachterin ein. Ein Gutachter schützt vor überhöhten Preisen und deckt versteckte Mängel auf, die später teuer werden könnten.
Durchschnittlich 3 bis 6 Monate dauert sie Haussuche. Allein die Finanzierungszusage und die Grundbucheintragung nehmen zwischen 6 und 12 Wochen in Anspruch. Wer die Finanzierung vorab klärt, kann schneller handeln.
Ja, eine Preisverhandlung ist üblich. Mit einem Wertgutachten, einer Mängelliste und Vergleichspreisen aus der Region haben Sie konkrete Argumente. Wie viel Spielraum besteht, hängt von der Marktsituation und der Verkaufsmotivation des Eigentümers ab.
Die KfW bietet zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse, das BAFA Investitionszuschüsse für energetische Maßnahmen. Zusätzlich gibt es Landesförderprogramme, die je nach Bundesland variieren. Anträge müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Dr. Klein unterstützt bei der Suche nach der richtigen Förderung.
Antworten gibt's auch im Live-Modus
Gern beraten wir Sie auch persönlich. In einem vertraulichen Gespräch erstellen wir Ihnen auf Grundlage Ihrer aktuellen Lebenssituation ein individuell auf Sie zugeschnittenes Finanzierungskonzept. Dabei achten wir nicht nur auf einen günstigen Zinssatz – auch die Vertragsbedingungen müssen zu Ihnen passen. Unsere Spezialisten für Baufinanzierung suchen Ihnen aus über 600 namhaften Bankpartnern passende Finanzierungsvorschläge heraus, die Sie dann in aller Ruhe mit Ihrem Berater besprechen können.