Immobilienpreise 2026: Prognose zur Entwicklung in Deutschland
- Im März 2026 sind die Immobilienpreise im gesamtdeutschen Durchschnitt im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen.
- In Deutschland kostet eine Eigentumswohnung im Schnitt 3.484 €/m², ein Ein- oder Zweifamilienhaus aus dem Bestand kostet durchschnittlich 3.038 €/m²
- Dr. Klein erwartet für 2026 im gesamtdeutschen Durchschnitt eine Preissteigerung von 3 % bei Wohnimmobilien.
- Diese Entwicklung ist besonders für Immobilien in gefragten Lagen und für Immobilien mit guter Energieeffizienz absehbar. Eine ausführliche Prognose gibt es im Videoausblick zur Immobilienpreisentwicklung.
- Sprechen Sie uns an, um Ihre Finanzierung bestmöglich an die Zinswende anzupassen und nachhaltig zu gestalten.
- Video: Irankrieg und Immobilienpreise
- Immobilienpreiskommentar (Q2 / 2026)
- Wie haben sich die Immobilienpreise in Deutschland entwickelt?
- Jetzt passende Baufinanzierung berechnen
- Was kostet eine Immobilie aktuell in deutschen Metropolregionen?
- Im Fokus: Frankfurt am Main
- Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in den Metropolregionen?
- Wo gibt es die günstigsten Immobilienpreise?
- Wo stehen die aktuellen Bauzinsen?
- Immobilienpreise: Wie ist die langfristige Prognose?
- Warum steigen die Preise?
- Sollte ich 2026 eine Immobilie kaufen?
- Günstige Zinsen sichern, vorausschauend planen
Video: Irankrieg - Was bedeutet das für die Immobilienpreise?
Immobilienpreiskommentar (Q2 / 2026)
Geopolitik beeinflusst Finanzierung –die Immobilienpreise nur indirekt
Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich vor allem indirekt auf den Immobilienmarkt aus. „Der Krieg verschlechtert die Rahmenbedingungen für Immobilienfinanzierungen“, erklärt Neumann. Besonders sichtbar wird das bei den Bauzinsen. Seit März sind sie um etwa 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte gestiegen.
Parallel zieht die Inflation leicht an. Das schwächt die Kaufkraft und treibt Bau- sowie Materialkosten weiter nach oben. Für Käufer bedeutet das: Finanzierungen werden teurer, auch wenn die Immobilienpreise selbst stabil bleiben.
Preise entwickeln sich seitwärts – mit leichter Tendenz nach oben
Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich die Immobilienpreise bislang robust. Die Preise bewegen sich aktuell seitwärts mit einer leichten Aufwärtstendenz. So hat der Markt zwar an Dynamik verloren, ein Rückgang ist jedoch nicht zu erkennen.
Ein Grund dafür bleibt das knappe Angebot. Gleichzeitig steigen die Mieten stärker als die Kaufpreise. „Der Druck auf dem Mietmarkt sorgt weiterhin dafür, dass viele Menschen den Schritt ins Eigentum prüfen“, so Neumann.
Regionale Unterschiede nehmen weiter zu
Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass die Nachfrage nach Immobilien in Deutschland nicht gleich verteilt ist. Während in Metropolregionen die Preise wegen der hohen Nachfrage weiter leicht steigen, sinkt in wirtschaftlich schwächeren Gegenden zunehmend die Nachfrage.
Interessante Immobilien lassen sich dabei insbesondere in ostdeutschen Städten finden. Die dortigen Immobilien sind oft günstiger und gleichzeitig energetisch besser aufgestellt als vergleichbare Objekte in Westdeutschland. Grund dafür ist die umfassende Sanierung vieler Gebäude nach der Wiedervereinigung.
Bauzinsen bleiben der entscheidende Faktor
Für die weitere Entwicklung der Immobilienpreise spielt vor allem die Zinslandschaft eine zentrale Rolle. „Ein kurzfristiger Zinsanstieg hat kaum Einfluss auf die Immobilienpreise“, erklärt Neumann. Anders sieht es bei einem dauerhaften und deutlichen Anstieg aus. In diesem Fall könnte die Nachfrage sinken – mit einer dämpfenden Wirkung auf die Preise.
Aktuell sieht Neumann dieses Szenario jedoch nicht. Die Zinsen bewegen sich zwar nach oben, aber nicht in einem Ausmaß, das den Markt grundlegend verändert.
Kaufentscheidung: Auf Zinsen achten, nicht auf Schlagzeilen
Wer über den Kauf einer Immobilie nachdenkt, sollte sich nicht von der aktuellen Nachrichtenlage verunsichern lassen. Denn während Preise meist träge reagieren, schwanken Zinsen deutlich schneller. Wer bereits eine passende Immobilie gefunden und die Finanzierung geprüft hat, sollte günstige Zinsphasen nutzen.
Ausblick: Leichter Preisanstieg – Unsicherheit bleibt
„Ich gehe in den nächsten drei Monaten von einer leichten Aufwärtsbewegung der Immobilienpreise aus“, sagt Michael Neumann. Wie es danach weitergeht, hängt stark von der geopolitischen Entwicklung und den Energiemärkten ab. Sollten die Energiepreise weiter steigen, könnten auch die Zinsen anziehen. Das würde die Nachfrage dämpfen und perspektivisch Druck auf die Preise ausüben. Entspannt sich die Lage hingegen, dürften sich auch die Finanzierungsbedingungen stabilisieren.
Wie haben sich die Immobilienpreise in Deutschland entwickelt?
Die Immobilienpreise sind im April 2026 leicht gestiegen, wie der aktuelle Hauspreis-Index EPX von Europace zeigt:
- Die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen stiegen von März bis April um 0,32 % auf einen Indexwert von 219,96.
- Bei Bestandsimmobilien (Ein- und Zweifamilienhäusern) entwickelt sich der Index im selben Zeitraum von 201,35 auf 201,04 (-0,15 %).
- Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser bewegen sich im April nach oben. Im Untersuchungszeitraum gab es einen Anstieg von 0,99 % von 241,35 auf 243,75 Indexpunkte.
- Der Trend macht sich auch im Gesamtindex des EPX bemerkbar. Dieser steigt von 220,65 auf 221,58 Indexpunkte und liegt somit um 0,42 % über dem Wert des Vormonats.
„Der Immobilienmarkt meldet sich mit einer deutlichen Dynamik im Neubau. Die Preisentwicklung resultiert auch aus deutlich gestiegenen Bauleistungspreisen (3,3% zum Vorjahresquartal) und ist ein Symptom der gegenwärtigen globalen Krisen. Zusätzlich sahen wir bereits im März einen deutlich erhöhten Nachfragedruck als Reaktion auf den Zinsanstieg", erklärt Europace Co-CEO und Vorstand Stefan Münter."
Dr. Klein Immobilienbarometer
| Index | Wert |
|---|---|
| Destatis | + 0,98 % |
| VdP | + 0,8 % |
| Greix | + 0,53 % |
| IW | + 0,75 % |
| Empirica | + 0,95 % |
| BBK | + 0,51 % |
| E&V | + 0,17 % |
| EPX | + 0,24 % |
- Destatis = Statistisches Bundesamt Häuserpreisindex
- vdp = Verband deutscher Pfandbriefbanken Immobilienpreisindex
- GREIX = German Real Estate Index
- IW = Institut der deutschen Wirtschaft Köln Wohnindex
- empirica = empirica Immobilienpreisindex
- BBK = Bundesbank Preisindizes für die Bauwirtschaft
- E&V = Engel & Völkers Immobilienpreise
- EPX = Europace hedonic
Der Dr. Klein Immobilienpreis Indikator vereint Indizes verschiedener namhafter Institutionen in Deutschland. Dadurch erhalten Sie einen breiteren Überblick, wie sich die Immobilienpreise in Deutschland kurzfristig entwickeln. Die Werte beziehen sich dabei auf das jeweilige Vorquartal und zeigen die prozentuale Veränderung zum Vorquartal.
Von den 8 Indizes registrieren alle Indizes im 3. Quartal 2025 einen Anstieg der Immobilienpreise. Diese bewegen sich dabei zwischen 0,17 % und 0,98 % im Vergleich zu Q2 2025.
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Was kostet eine Immobilie aktuell in deutschen Metropolregionen?
Laut dem EPX mean von Europace, einer Transaktionsplattform für Finanzierungsprodukte, kostet eine Eigentumswohnung in Deutschland im Schnitt 3.484 €/m² (Stand: März 2026).
Den günstigsten Wohnraum gibt es dabei in Dortmund. Eine Immobilie kostet dort im Schnitt 2.408 €/m². In München sind es dagegen 7.500 €/m² im Schnitt, die Kaufinteressenten für eine Eigentumswohnung zahlen müssen. Für eine durchschnittliche Wohnung mit 90 m² zahlen Sie in Dortmund somit im Schnitt 216.720 €, während es in München im Schnitt 675.000 € sind.
| Ort | Medianpreis in €/m² | Medianpreis für 90 m² Wohnung |
|---|---|---|
| München | 7.500 €/m² | 675.000 € |
| Berlin | 5.120 €/m² | 460.800 € |
| Hamburg | 4.672 €/m² | 420.480 € |
| Frankfurt | 4.149 €/m² | 373.410 € |
| Stuttgart | 3.846 €/m² | 346.140 € |
| Köln | 3.790 €/m² | 341.100 € |
| Düsseldorf | 3.629 €/m² | 326.610 € |
| Dresden | 3.087 €/m² | 277.830 € |
| Hannover | 2.986 €/m² | 268.740 € |
| Dortmund | 2.408 €/m² | 216.720 € |
Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern aus dem Bestand belaufen sich die Preise im Schnitt auf 3.038 €/m² (Quelle: EPX mean, Stand: März 2026). Auch in dieser Sparte finden sich in München die teuersten Kaufpreise. Bestandshäuser kosten dort im Schnitt 5.987 €/m². Somit sind die Preise in der bayrischen Landeshauptstadt mehr als doppelt so hoch wie in Hannover. Unter allen verglichenen Metropolregionen zahlen Sie dort mit 2.600 €/m² am wenigsten im Schnitt für ein Bestandshaus.
Wer in München ein Bestandshaus mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 130 m² kaufen will, zahlt somit 778.310 € im Schnitt. In Hannover belaufen sich die Immobilienpreise für ein Bestandshaus mit derselben Grundfläche auf 338.000 €.
| Ort | Medianpreis in €/m² | Medianpreis für 130 m² Haus |
|---|---|---|
| München | 5.987 €/m² | 778.310 € |
| Stuttgart | 4.091 €/m² | 531.830 € |
| Berlin | 3.906 €/m² | 507.780 € |
| Hamburg | 3.688 €/m² | 479.440 € |
| Frankfurt | 3.612 €/m² | 469.560 € |
| Düsseldorf | 3.266 €/m² | 424.580 € |
| Köln | 3.232 €/m² | 420.160 € |
| Dresden | 2.982 €/m² | 387.660 € |
| Dortmund | 2.876 €/m² | 373.880 € |
| Hannover | 2.600 €/m² | 338.000 € |
Zwar sind die Immobilienpreise für Häuser auf den Quadratmeter gerechnet günstiger als bei einer Wohnung. Wegen der größeren Grundfläche sind die Gesamtkosten für Häuser im Vergleich zu Eigentumswohnungen weiterhin höher. Mit welchen weiteren Kosten Sie beim Hauskauf rechnen müssen, lesen Sie auch in unserem Ratgeberartikel "Was kostet ein Haus?".
Im Fokus: Frankfurt am Main – Kaufzurückhaltung mit Kettenreaktion
Kaufinteressierte zahlen im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 3.612 €/m² für Häuser und 4.149 €/m² für Eigentumswohnungen. Trotz des weiterhin hohen Preisniveaus zeigt sich zu Jahresbeginn eine gewisse Stabilisierung. Entsprechend weist der Index, der die Preisentwicklung unter Berücksichtigung von Lage und Baualter misst, lediglich moderate Zuwächse aus: 0,57 % bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie 0,1 % bei Wohnungen.
Vor diesem Hintergrund rät Michaela Prehn Kaufinteressierten, ihre Prioritäten klar zu definieren. Weniger wichtige Kriterien könnten dabei bewusst zurückgestellt werden. Wer etwa nicht zwingend auf einen Neubau angewiesen ist, verbessert seine Chancen, eine passende Immobilie hinsichtlich Lage und Größe zu finden: „In Frankfurt gibt es fast keine Neubautätigkeit. Dafür aber viel alte Bausubstanz, die deutlich günstiger ist. Wichtig ist hier nur, die Modernisierungskosten gleich mitzufinanzieren. Die Vorstellung, erst einmal einzuziehen und dann in Eigenleistung zu sanieren, geht in der Praxis oft nicht auf – da spielen die meisten Banken nicht mit.“
Darüber hinaus gibt die Baufinanzierungsexpertin Frankfurter Kaufinteressierten einen Hinweis zu Fördermöglichkeiten: „Mit dem ‚Hessengeld‘ bietet das Land zusammen mit der WIBank bei Ersteigentum und Eigennutzung für die anfallende Grunderwerbsteuer einen Zuschuss von bis zu 20.000 € plus 5.000 € pro Kind, der nicht zurückgezahlt werden muss.“
In München bewegen sich die tatsächlich gezahlten Kaufpreise für Immobilien im ersten Quartal nur wenig: Der Indexwert für Wohnungen bleibt mit -0,02 % gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert, der im Mittel gezahlte Preis für ein eigenes Appartement in Bayerns Hauptstadt liegt bei 7.500 €/qm. Auch bei Häusern zeigt sich mit -0,13 % beim Index kaum Bewegung. Mit 5.987 €/m² zahlen Kaufende in München dennoch den höchsten Preis für Eigenheime unter den zehn von Dr. Klein untersuchten Großstädten.
In Stuttgart gibt der Index für Wohnungen im 1. Quartal um 0,98 % nach, bei Häusern sind es -0,25 %. Mit 3.846 €/m² für Appartements und 4.091 €/m² für Häuser bleibt das Preisniveau auch hier hoch, ohne dass sich aber ein neuer Aufwärtstrend abzeichnet.
In Hamburg zeigt sich eine deutliche Zweiteilung innerhalb der Segmente: Der Index für Eigentumswohnungen sinkt im 1. Quartal 2026 um 0,47 %, während er für Häuser um 1,3 % zulegt. Mit einem Medianpreis von 4.672 €/m² bleiben Wohnungen spürbar unter dem Niveau früherer Jahre – so war der durchschnittlich gezahlte Preis für den Quadratmeter im 1. Quartal 2022 mit 5.541 €/m² am höchsten.
In Hannover ist preisliche Erholung nicht in Sicht: Im Quartals- und noch deutlicher im Jahresvergleich verteuern sich Wohnungen (+0,7 % und +2,01 %) als auch Häuser (+1,66 % und +4,4 %).
Die deutsche Hauptstadt Berlin bleibt auf dem höchsten Preisniveau im Immobilienmarkt Nord-Ost, aber weitgehend stabil: Die im Mittel gezahlten Quadratmeterpreise von 5.120 € für Wohnungen und 3.906 € für Häuser bewegen sich sehr nah an den Werten des Vorquartals.
In Dresden hingegen geben die Quadratmeterpreise für Wohnungen erneut nach. Noch zu Beginn des Jahres 2025 zahlten Kaufende 3.239 €/m – innerhalb eines Jahres sinkt der Preis um 150 € auf 3.087 €.
In Köln präsentieren sich die Immobilienpreise relativ konsolidiert mit leichter Aufwärtsbewegung. Der Wohnungsindex steigt im ersten Quartal um 1,19 %, während sich der Indexwert für Häuser mit +0,17 % kaum verändert. Mit einem Medianpreis von 3.790 €/m² für Appartements und 3.232 €/m² für Häuser bleibt das Niveau jedoch weiterhin unter den Höchstständen aus dem Jahr 2022.
In Düsseldorf zeigt sich der Markt gespalten: Während sich Wohnungspreise mit einem Indexplus von 0,32 % stabilisieren, geben Hauspreise leicht nach (-0,36 %).
Die deutlichste Bewegung im ersten Quartal dieses Jahres kommt aus Dortmund: Hier steigt der Indexwert für Wohnungen im Vorquartalsvergleich mit 2,19 % am stärksten. Mit 2.408 €/m² bleiben Appartements in der Großstadt im Ruhrgebiet dennoch klar günstiger als in Köln (3.790 €/m²) und Düsseldorf (3.629 €/m²).
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in den Metropolregionen?
Im Vergleich zum Vorquartal entwickelten sich die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen in den untersuchten Metropolregionen unterschiedlich. Während die Preise insbesondere in Dresden (-1,24 %), Stuttgart (-0,98 %) und Hamburg (-0,47 %) sanken, stiegen die Immobilienpreise in Metropolregionen wie Dortmund (+2,19 %), Köln (+1,19 %) und Hannover (+0,70 %) am stärksten.
Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern zeigt sich ein ähnliches Bild. In Berlin (-0,61 %), Düsseldorf (-0,36 %), Stuttgart (-0,25 %) und München (-0,13 %) lassen sich fallende Preise beobachten, während in den anderen Metropolregionen die Preise steigen. Insbesondere in Hannover mit +1,66 %. Dahinter folgen Hamburg (+1,30 %) und Dresden (+1,03 %).
| Metropolregion | Veränderung in % (Eigentumswohnungen)) | Veränderung in % (Haus) |
|---|---|---|
| Stuttgart | -0,98 % | -0,25 % |
| Köln | +1,19 % | +0,17 % |
| Hannover | +0,70 % | +1,66 % |
| Dortmund | +2,19 % | +0,64 % |
| Frankfurt | +0,10 % | +0,57 % |
| Berlin | +0,07 % | -0,61 % |
| Düsseldorf | +0,32 % | -0,36 % |
| Hamburg | -0,47 % | +1,30 % |
| Dresden | -1,24 % | +1,03 % |
Im Durchschnitt ist der Preis für Wohnungen im Vergleich zum Vorquartal um +0,19 % gestiegen. Bei Häusern haben sich die Immobilienpreise im Durchschnitt um +0,40 % verteuert.
Wo gibt es die günstigsten Immobilienpreise?
In der Metropolregion Stuttgart gab es im 1. Quartal 2026 Eigentumswohnungen bereits ab 739 €/m² zu kaufen. Die günstigsten Ein- beziehungsweise Zweifamilienhäuser gab es in der Metropolregion Hannover. Dort lag der niedrigste Verkaufspreis laut Europace bei 507 €/m². Je nach Metropolregion gibt es noch Stadtviertel, in denen die Immobilienpreise weit unter dem Median liegen.
Es lohnt sich dort also auch in Randgebieten oder weniger beliebten Stadtvierteln zu suchen. So kann man unter anderem auch in Metropolregionen noch leistbare Immobilien finden. In der Tabelle unten finden Sie eine Grafik mit den jeweils niedrigsten Verkaufspreisen in einer Metropolregion für Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser.
| Metropolregion | Eigentumswohnungen | Haus |
|---|---|---|
| Stuttgart | 739 €/m² | 654 €/m² |
| Köln | 1.084 €/m² | 550 €/m² |
| Hannover | 1.111 €/m² | 507 €/m² |
| Dortmund | 1.113 €/m² | 514 €/m² |
| Frankfurt | 1.134 €/m² | 577 €/m² |
| Berlin | 977 €/m² | 567 €/m² |
| Düsseldorf | 1.333 €/m² | 571 €/m² |
| Hamburg | 1.604 €/m² | 554 €/m² |
| Dresden | 1.053 €/m² | 542 €/m² |
| München | 1.899 €/m² | 763 €/m² |
Wo stehen die aktuellen Bauzinsen?
Während die Immobilienpreise nur langsam zunehmen oder teilweise wieder zurückgehen, haben die aktuellen Bauzinsen seit 2022 wieder Fahrt aufgenommen − Anfang März 2025 sind sie sprunghaft gestiegen. In der zweiten Jahreshälfte haben sie sich wieder beruhigt und sich im Großen und Ganzen seitwärts bewegt.
In den ersten beiden Monaten des Jahres sind die Bauzinsen leicht gesunken. Dagegen sind sie im März 2026 deutlich gestiegen. So können wir Ihnen beispielsweise einen effektiven Topzins ab 3,65 % anbieten: für eine Immobilie mit einem Beleihungswert von 432.000 €, einem Darlehen in Höhe von 350.000 €, mit einer 10-jährigen Sollzinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2 % (Repräsentatives Beispiel / Stand: 13.05.2026). In diesem Musterfall liegt die Monatsrate bei 1.624,58 €.
Im Vergleich zum Stand vor 15 oder 20 Jahren sind damit die Baufinanzierungszinsen immer noch verhältnismäßig günstig. Die generelle Zinsprognose des Dr. Klein Expertenrats für das 1. Halbjahr 2026 geht davon aus, dass der Topzins für 10-jährige Darlehen zwischen 3,1 % und 3,7 % liegt. Kurzfristige Schwankungen innerhalb dieser Spanne sind jederzeit möglich. Lesen Sie mehr hierzu in unserem monatlichen Zinskommentar.
Immobilienpreise: Wie ist die langfristige Prognose?
Bis 2035 sollen Immobilien allgemein weiter an Wert gewinnen. Davon geht die Postbank in ihrem Wohnatlas 2024 aus. Insbesondere in Süddeutschland, dem Raum Hamburg und Berlin sowie dem Weser-Ems-Gebiet, ist mit steigenden Immobilienpreisen zu rechnen.
| Stadt | Preistrend |
|---|---|
| München | 1,84 % |
| Frankfurt a.M. | 1,67 % |
| Köln | 1,43 % |
| Berlin | 1,31 % |
| Düsseldorf | 0,80 % |
| Stuttgart | 0,73 % |
| Hamburg | 0,43 % |
Das Wachstum der Immobilienpreise betrifft aber nicht alle Regionen. So ist laut Postbank der Höhepunkt der Immobilienpreise im westlichen Mitteldeutschland erreicht. Die Immobilienpreise werden sich dort auf dem aktuellen Preisniveau festigen.
Ähnlich argumentiert das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer aktuellen Studie von 2026 . Bis 2045 werden die Immobilienpreise vor allem in den wirtschaftlich starken Metropolregionen wie Hamburg, Berlin und Frankfurt sowie deren Umland steigen. In Bayern und Baden-Württemberg profitieren zudem auch ländliche Regionen, die wirtschaftlich sehr gut aufgestellt sind. Zu den Verlierern gehören laut der Studie große Teil Ostdeutschlands, das Saarland, Kreise in Rheinland-Pfalz und das Ruhrgebiet. In den Regionen Erzgebirgskreis, Vulkaneifel und Kronach rechnet das IW sogar mit einem Preisverlust von einem Fünftel bis 2035.
Warum werden die Immobilienpreise in Deutschland langfristig steigen?
In Deutschland ist die Nachfrage nach Immobilien weiterhin höher als das Angebot. Entsprechend werden die Immobilienpreise langfristig steigen. Konkret gibt es 4 Punkte, warum die Immobilienpreise trotz aktuell hoher Bauzinsen nicht stark fallen.
- Traum vom Eigenheim: Viele Deutsche wünschen sich weiterhin eine eigene Immobilie. So wollen laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Dr. Klein 92 % der 18-29-Jährigen irgendwann Wohneigentum haben.
- Langsames Bautempo: In Deutschland wird gebaut, aber zu langsam. Die neuen Wohnungen und Häuser reichen nicht aus, um den Bedarf nach Raum zu sättigen.
- Knappe Ressourcen und Fachkräfte: Mit der Unterbrechung der Lieferwege während der Pandemie sind wichtige Baustoffe entweder teurer geworden oder schwer zu bekommen. Zudem fehlt es an Fachkräften auf deutschen Baustellen, was das Bautempo zusätzlich bremst.
- Erhöhte Nachfrage durch Arbeitsmigration: Nach dem Ende der Pandemie werden wieder mehr ausländische Arbeitskräfte nach Deutschland kommen. Das treibt die Nachfrage nach Immobilien weiter nach oben.
Wegen dieser 4 Gründe bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum weiterhin hoch. Zwar kann es wegen der steigenden Zinsen zu sinkenden Immobilienpreisen kommen. Jedoch insbesondere in gefragten Gegenden, wie zum Beispiel Metropolregionen, wird es nicht zu einem Preisfall kommen.
Sollte ich 2026 eine Immobilie kaufen?
Es ist aktuell nicht absehbar, dass die Immobilienpreise insbesondere in beliebten Lagen drastisch zurückgehen werden. Zugleich werden sich die Bauzinsen in den kommenden Monaten voraussichtlich seitwärts bewegen. Wer abwartet, wird aller Voraussicht nach nicht mit viel niedrigeren Kosten rechnen können. Wenn Sie wissen möchten, wie hoch die Zinsen für einen Hauskredit aktuell stehen und mit welcher Rate Sie rechnen können, nutzen Sie gerne unseren Finanzierungsrechner.
Wenn Sie flexibel sind und Home-Office für Sie eine Option ist, kann eine Immobilie im ländlichen Raum eine Option sein. Dort sind Grundstücke verhältnismäßig günstig und je nach Region können Sie auch mit Preisnachlässen rechnen. Generell gilt: Wenn Sie zudem über das nötige Budget verfügen und Ihre Baufinanzierung auf einem soliden Fundament steht, spricht nichts gegen einen Immobilienkauf im Jahr 2026.
Günstige Zinsen sichern, vorausschauend planen
Obwohl wegen steigender Zinsen und Immobilienpreise Hektik fehl am Platz ist und von unüberlegten Käufen und Finanzierungen dringend abzuraten ist, sollten Sie dennoch nicht zu lange warten. Haben Sie bereits konkrete Pläne, ein Haus zu kaufen oder zu bauen, werden Sie in der nahen Zukunft keine Baufinanzierung zu günstigeren Zinsen bekommen als jetzt. Denn die Zinsen werden steigen. Nutzen Sie gerne unseren kostenlosen Budgetrechner und finden heraus, wie viel Haus Sie sich aktuell leisten können!
Ist ihr Immobilientraum noch nicht so konkret, können Sie sich mit einem Bausparvertrag Eigenkapital ansparen und die aktuellen Zinsen für ein späteres Bauspardarlehen sichern. Gleiches gilt, wenn Sie demnächst eine Anschlussfinanzierung benötigen und diese möglichst günstig ausfallen soll. So können Sie sich beispielsweise mit einem Forward Darlehen den heutigen Zinssatz für die Zukunft sichern, auch wenn Sie erst in 5,5 Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen.