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Wie baue ich ein energieeffizientes Haus: Tipps, Kosten, Förderungen

Wenige bis gar keine Energiekosten, nachhaltig wohnen: Mit einem energieautarken Haus ist das möglich. Erfahren Sie, worauf es beim Bau eines energieeffizienten Hauses ankommt und auf welche Punkte Sie achten sollten.

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  • Inhaltsverzeichnis
    • Das Wichtigste in Kürze

      • Ein energieautarkes Haus ermöglicht es, sich selbst mit Strom und Wärme zu versorgen und so langfristig Energiekosten zu sparen.
      • Der Bau eines energieeffizienten Hauses ist meist mit hohen Kosten und Aufwand verbunden, diese amortisieren sich aber über die Jahre.
      • Bei der Planung sollte vor allem auf das passende Grundstück und die Architektur der Immobilie geachtet werden.
      • Ein energieeffizientes Haus zu bauen, wird vom Staat mit Förderungen und Zuschüssen unterstützt.

      Was ist ein energieautarkes Haus?

      Ein energieautarkes Haus versorgt sich selbst. Es ist also unabhängig vom Strom-, Wärme- und Wassernetz und benötigt keine externe Versorgung. Sie sparen damit auf lange Sicht gesehen Kosten und müssen sich um Energiepreise keine Sorgen mehr machen.

      Möchten Sie ein energieeffizientes Haus bauen, gibt es 4 Komponenten, die Sie beachten müssen:

      1. Die Gebäudehülle (Dach, Außenwände, Geschossdecken und Fenster) muss optimal gedämmt sein.
      2. Die Gebäudehülle ist winddicht.
      3. Es werden erneuerbare Energien genutzt, um den Wärmebedarf zu decken.
      4. Es wird eine Lüftungsanlage eingebaut, mit der Wärme zurückgewonnen wird und Frischluft ausgetauscht werden kann.

      Als energieeffiziente Häuser gelten neben dem völlig energieautarken Haus auch Plus- und Nullenergiehäuser, Passivhäuser sowie die KfW-Effizienzhäuser.

      Was kostet es, ein energieeffizientes Haus zu bauen?

      Für ein energieautarkes Einfamilienhaus mit 160 m² müssen Sie mit Baukosten zwischen 400.000 bis 450.000 € rechnen. Damit erreichen Sie einen Autarkiegrad von 90 bis 100 %. Ein Niedrigenergiehaus, das seit der Einführung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) Mindeststandard bei Neubauten ist, kostet je nach Bauweise, Energieeffizienz und Größe ab ungefähr 200.000 €.

      Es gilt: Je größer der gewählte Grad der Autarkie, desto höher sind die Baukosten.

      Pauschalpreise für ein energieautarkes Haus gibt es jedoch nicht. Vielmehr hängen die Kosten für den Bau eines energieeffizienten Hauses von den gewählten technischen Anlagen und der Größe der Photovoltaikanlage ab sowie davon, wie viel Energie Sie selbst produzieren möchten. Die hohen Baukosten amortisieren sich über die Jahre. Pro Jahr geben Sie durch die Energieeinsparungen bis zu 6.000 € weniger aus. Je nach Grad der Autarkie rentiert sich ein energieeffizientes Haus also nach 10 bis 30 Jahren.

      Welche Förderung gibt es für ein energieautarkes Haus?

      Möchten Sie ein energieeffizientes Haus bauen, können Sie von Förderungen durch den Staat profitieren. Je nach Grad der Autarkie unterstützt Sie die Bundesförderung für effiziente Wohngebäude (BEG) durch günstige Kredite oder Zuschüsse. So erhalten Sie beispielsweise für ein KfW-Haus 40Plus, das einem vollständig energieautarken Haus zu circa 90 % entspricht, die höchste Förderung. Hier wird ein Neubau mit einem Kredit von maximal 150.000 € oder einem Tilgungszuschuss von 37.500 € unterstützt.

      Für den Bau eines KfW-Effizienzhaus 40, das am ehesten mit einem Passivhaus gleichzusetzen ist, erhalten Sie einen Kredit von bis zu 120.000 € beziehungsweise einen Tilgungszuschuss von maximal 33.750 €.

      Für eine Förderung nach dem BEG gilt: Je kleiner die Effizienzhausstufe, desto besser ist die Energiebilanz der Immobilie und desto höher fällt auch die entsprechende Förderung durch die KfW aus.

      Um eine Förderung durch die BEG zu erhalten, müssen alle energetischen Maßnahmen mit einem Energieberater geplant werden. Im Anschluss daran können Sie die Förderung zusammen mit Ihrer Baufinanzierung bei einer Bank oder einem Finanzvermittler wie Dr. Klein beantragen. Unsere Berater vor Ort helfen Ihnen gern dabei.

      Welche gesetzlichen Vorgaben müssen eingehalten werden?

      Um ein energieeffizientes Haus zu bauen, gibt es gesetzliche Vorschriften, die eingehalten werden müssen. So schreibt das Baurecht beispielsweise vor, dass sowohl ein Anschluss an die örtliche Kanalisation als auch ein Wasseranschluss vorhanden sein muss. Der Grund liegt in den Hygienevorschriften des Gesundheitsamtes: So darf beispielsweise Regenwasser nicht als Trinkwasser verwendet werden.

      Außerdem müssen Sie die Mindeststandards nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) einhalten. So muss jeder Neubau mindestens als „Niedrigenergiehaus“ gebaut werden. Das bedeutet, dass die Immobilie für die Beheizung und die Erwärmung des Trinkwassers nicht mehr als 60 kWh pro Quadratmeter und Jahr benötigt.

      Darüber hinaus gibt es verschiedene Effizienzklassen, die erreicht werden können. Je nachdem, für welche Maßnahmen Sie sich bei der Wärmedämmung, Heizung und Lüftung entscheiden, erhalten Sie verschiedene Grade der Energieeffizienz. Einem energieautarken Haus kommen Sie mit dem Bau eines Nullenergiehauses oder Plusenergiehauses am nächsten.

      Energieeffiziente Häuser bauen: Tipps zur Planung

      Grundsätzlich unterscheidet sich der Bau eines energieeffizienten Hauses nicht von einem herkömmlichen Neubau. Möchten Sie ein energieautarkes Haus bauen, sollten Sie dennoch bereits im Vorfeld einige Faktoren beachten:

      • Die Auswahl des Grundstücks: Soll eine Photovoltaikanlage installiert werden, sollte das Grundstück möglichst nach Süden ausgerichtet und frei von Schatten sein. Für eine Wärmepumpe mit Erdwärme ist die Beschaffenheit des Bodes wichtig. Für die Nutzung von Warmwasser müssen die Qualität und der Stand des Wassers stimmen.
         
      • Der Blick in den Bebauungsplan: Der Bebauungsplan zeigt Ihnen, ob eventuell in der näheren Nachbarschaft ein Mehrfamilienhaus steht, welches Schatten auf das Grundstück wirft. Auch anstehende Bauprojekte können daraus ersehen werden.
         
      • Die Befreiung von den Erschließungskosten: Eine Erschließung ist für eine Baugenehmigung zwingend und wird in vielen Fällen von der Gemeinde vorgeschrieben. Können Sie nachweisen, dass Sie mit dem Bau Ihres energieeffizienten Hauses einen besseren Energiestandard erreichen als die kommunale Anlage, ist eine teilweise Befreiung von den Erschließungskosten in einigen Fällen möglich. Sprechen Sie dazu einfach den für die Bebauung zuständigen Mitarbeiter Ihrer Gemeinde an.
         
      • Die Installation eines Brunnens: Möchten Sie einen Brunnen auf Ihrem Grundstück bauen, muss dieser zwingend bei der Kommune angemeldet werden. Für den Fall, dass Sie das Brunnenwasser an die Hausinstallation anschließen wollen, brauchen Sie sowohl eine Genehmigung von der unteren Wasserbehörde als auch vom Gesundheitsamt.
         
      • Die Bedingungen für die Immobilie: Beim Bau eines energieeffizienten Hauses sollte vor allem auf eine effiziente Wärmedämmung für die Fassade und das Dach, an dreifach verglaste Fenster und an eine ausreichende Belichtung gedacht werden. Auch eine passende Dachneigung für die Sonnenkollektoren und ausreichend Platz für die elektrischen Anlagen sowie den Speicher sind wichtig.

      Welche Vor- und Nachteile hat es, ein energieeffizientes Haus zu bauen?

      Mit einem energieautarken Haus lassen sich vor allem Energiekosten sparen. Zudem sind Sie unabhängig von Energiepreisen und können Preisschwankungen auf dem Strom, Öl- oder Gasmarkt gelassen entgegensehen. Auch bei Stromausfällen sind Sie auf der sicheren Seite.

      Als nachteilig zu nennen sind hohe Baukosten: Je höher der Grad der Autarkie ist, desto mehr steigen auch die Baukosten. Auch die Abhängigkeit von den technischen Anlagen muss bedacht werden: Fällt die Anlage aus, muss in jedem Fall ein Techniker kontaktiert werden. 

      Alle Vor- und Nachteile zum energieautarken Haus im Überblick:

      Vorteile
      • Geringere Energiekosten durch dauerhafte Energieeinsparung
      • Unabhängigkeit von Energiepreisen und vom öffentlichen Stromnetz
      • Gutes Raumklima und hoher Wohnkomfort
      • Kostenersparnis beim Bau durch Förderdarlehen und Zuschüsse
      • Positiver Einfluss auf Umwelt und Klima
      • Hoher Wiederverkaufswert der Immobilie
      Nachteile
      • Höhere Baukosten
      • Ausfälle der Technik können nicht selbst gelöst werden
      • Instandhaltungskosten durch Wartung und eventuelle Erneuerung der Technikanlagen

      Lohnt es sich, ein energieeffizientes Haus zu bauen?

      Der Trend zum nachhaltigen Wohnen wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Schon jetzt muss jedes neue Haus als Energiesparhaus nach den Regelungen des GEG gebaut werden. Um die Klimaziele zu erreichen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die energetischen Anforderungen an Neubauten noch einmal steigen werden. Bauen Sie also schon heute ein Haus nach den neuesten Energieanforderungen, sind Sie für die Zukunft gut gewappnet.

      Doch ein Haus energieeffizient zu bauen, schont nicht nur die Umwelt, sondern macht sich langfristig auch in Ihrem Portemonnaie bemerkbar. Denn je höher der Autarkiegrad eines energieeffizienten Hauses ist, desto weniger sind Sie von Energiepreissteigerungen betroffen. Zwar ist der Bau eines energieautarken Hauses teurer als der einer herkömmlichen Immobilie, zugleich sinken aber die laufenden Nebenkosten, während sich der Wert Ihres Hauses erhöht.

      Ein energieeffizientes Haus zu bauen lohnt sich auch deshalb, weil die nachträgliche Sanierung um einiges teurer ist, als wenn Sie bereits beim Neubau an Energiesparmaßnahmen gedacht haben. Da sich ein Energieeffizienzhaus zudem erst nach 10 bis 30 Jahren amortisiert, steigt die Unsicherheit, dass sich die energetische Sanierung dann noch finanziell rechnet.

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