0800 8833880
Mo. – Fr. 8.00 – 18.00 UhrMehr Infos

Passivhaus: Anforderungen, Kosten und Energieverbrauch

Sie möchten ein Passivhaus bauen? Wir erklären, was es dabei zu beachten gilt, zeigen verschiedene Fördermöglichkeiten auf und veranschaulichen das langfristig Einsparpotenzial anhand konkreter Beispiele.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist ein Passivhaus?

      Das Passivhaus ist ein nachhaltiges Baukonzept, das mit Hilfe energieeffizienter Bauteile und einer speziellen Lüftungstechnik enorme Energieeinsparungen erreicht. De facto verbraucht ein Passivhaus 90 Prozent weniger Heizwärme als ein Haus im Baubestand. Im Vergleich mit einem Standard-Neubau beläuft sich die Ersparnis auf über 75 Prozent.

      Passivhaus vs. Altbau: CO2-Ausstoß/ Jahr im Vergleich
      • Altbau (ungedämmt): 30-60 kg/m²
      • Passivhaus: 2 kg/m²

      Darüber hinaus können entsprechende Förderungen bereits die Anschaffungskosten effektiv senken.

      Wie funktioniert ein Passivhaus?

      Das Baukonzept des Passivhauses basiert ganz grundsätzlich darauf, dass die fürs Wohlfühlklima benötigte Wärme indirekt – also passiv – generiert wird. Heißt konkret: aus der Sonneneinstrahlung sowie aus der abgegebenen Wärme von Hausbewohnern und vorhandener Technik (z. B. TV-Geräte). Denn: Bereits beim entspannten Fernsehen auf dem Sofa, strahlt ein Mensch die Wärmeenergie einer handelsüblichen Glühlampe (60 Watt) ab. Beim Wohnen im Passivhaus geht diese Wärme nicht verloren, sondern hilft, die Raumtemperatur im Winter auch ohne aktives Heizen konstant zu halten.

      Den Rest erledigen Komponenten nach Passivhaus-Standard, wie beispielweise Fenster mit Dreifachverglasung, eine wärmeisolierende Dämmung und eine hocheffiziente Lüftungsanlage – auch, damit sich das Wohlfühlklima rund ums Jahr hält. Mit anderen Worten: Während Sie es im Winter wohlig warm haben, bleibt die Raumtemperatur im Passivhaus auch während besonders heißer Tage stets angenehm.

      Wie hoch ist der Energieverbrauch eines Passivhauses?

      Ein Passivhaus gehört zur Kategorie der Energiesparhäuser. Fakt ist jedoch: Energiesparhaus darf sich jedes Gebäude nennen, das die aktuell festgelegten Standards unterschreitet und die Vorgaben des jeweiligen Energiesparhaus-Typen erfüllt. Daher gilt es, bei der Beschreibung des Bauvorhabens auf die Details zu achten.

      Der Energieverbrauch eines Passivhauses darf 15 kWh/m² und Jahr – entspricht rund 1,5 Liter Heizöl – nicht überschreiten.

      Was muss ich beim Bau eines Passivhauses beachten?

      Damit die passiv erzeugte Wärme vor allem im Winter nicht entweicht, sind Passivhäuser grundsätzlich luftdicht konzipiert. Daher gilt es, beim Bau eines Passivhauses auf wärmeisolierende, weitestgehend luftundurchlässige Komponenten zu setzen.

      Die wichtigsten Voraussetzungen beim Bau eines Passivhauses sind:

      • Eine luftdichte, optimal gedämmte Gebäudehülle
      • Eine wärmebrückenfreie Konstruktion mit Dreifachverglasung
      • Eine kontrollierte Haustechnik: Lüftung mit hoher Wärmerückgewinnung

      Dämmung im Passivhaus

      Entsprechend gängiger Bau-Logik beginnt die optimale Wärmeisolation mit dem Fundament sowie der Dämmung der darüber liegenden Bodenplatte. Von hier aus werden thermisch dichte Verbindungen zu den Außenwänden sowie zur obersten Geschossdecke geschaffen.

      Begünstigt die Luftundurchlässigkeit eines Passivhauses die Entstehung von Schimmel?

      Nein, denn die in der Raumluft befindliche Feuchtigkeit, die die Entstehung von Schimmel begünstigt, schlägt sich grundsätzlich nur an kalten Wänden nieder. Dank optimierter Dämmung erkalten die Wände Ihres Passivhauses jedoch nicht. Überschüssige, in der Raumluft befindliche Feuchtigkeit – zum Beispiel nach dem Duschen oder durch das Trocknen von Wäsche – wird mit Hilfe der Lüftungsanlage nach draußen befördert.

      Entscheidend bei der Wahl der entsprechenden Dämmmaterialien ist der Wärmekoeffizient (U-Wert), der bei einem Passivhaus besonders gering ausfällt. Der U-Wert beschreibt die Dämmeigenschaft der verwendeten Baustoffe und findet sich in der jeweiligen Baustoff-Beschreibung. Die Maßeinheit zur Berechnung des U-Wertes (vormals auch k-Wert genannt) ist W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).

      Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) beim Passivhaus

      Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme aus den jeweiligen Bauteilen nach außen dringt. Im Umkehrschluss bedeutet das: je kleiner der U-Wert, desto geringer die Wärmeverluste.

      Die Vorgaben gesetzlicher U-Wert-Höchstgrenzen finden Sie in der Energieeinsparverordnung (EnEV). Damit jedoch Fördermittel zum Bau eines Passivhauses beantragt werden können, muss der U-Wert noch unterhalb dieser Höchstgrenze liegen, also den Dämmeigenschaften von Passivhaus-Komponenten entsprechen.

      Komponentenmax. U-Wert Standardmax. U-Wert Passivhaus
      Dach 0.20 0.10
      Haustür1.80 0.80
      Fenster1.300.80
      Außenwände0.280.15
      Bodenplatte0.350.12
      Tabelle: Vergleich der U-Wert-Standard vs. U-Wert Passivhaus (EnEV-Vorgaben)

      Im Allgemeinen besteht die Dämmung eines Passivhauses aus:

      • Phenolharz-Hartschaum
      • Polyurethan
      • Polystyrol-Hartschaum
      • Mineralwolle
      • Holzfaser
      • Hanffaser
      • Kork
      • Calciumsilikat

      Bei der Dämmung der Gebäudehülle unterscheiden sich die verwendeten Materialien vorrangig in Preis und Volumen. Eine Dämmung mit Calciumsilikat muss an die 30 cm dick sein, damit ein U-Wert von 0.2 W/m²K erreicht wird, das häufig verwendete Polystyrol nur etwa 13 cm. Generell gilt: Je geringer das Volumen der Dämmung, desto höher der Preis.

      Mineralwolle: bei der Passivhaus-Dämmung stets erste Wahl

      Das Standard-Passivhaus wird überwiegend mit Mineralwolle gedämmt. Zu den Gründen: Mineralwolle punktet mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und fungiert zudem als effektiver Brandschutz, denn tatsächlich ist nur die mineralische Dämmung unbrennbar.

      Fenster im Passivhaus

      Eine Dreifachverglasung aller im Passivhaus befindlichen Fenster ist Pflicht! Wer die zusätzlichen Kosten nicht scheut, setzt zudem auf Spezialfenster, die während der kalten Jahreszeit mehr Sonnenenergie hineinlassen, als sie abgeben. Als besonders geeignet haben sich zudem die wärmeisolierenden Eigenschaften von Holzrahmen mit Luftkammern erwiesen. Damit darüber hinaus keine Wärmebrücken entstehen, sind Fensterlaibungen und Rollladenkästen gewissenhaft in die Dämmung einzufügen.

      Sogar die Ausrichtung der Fenster in einem Passivhaus sollte gezielt geplant werden. Um einen sogenannten „Brutkasteneffekt“ zu vermeiden, befinden sich vor allem größere Fensterflächen meist an der südlichen Hausseite. Da die Sonne im Sommer höher steht, hilft ein Dachüberstand, die Überhitzung des Hauses durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Das Wichtigste: In der Regel bleiben die Fenster zu – während eine spezielle Lüftungsanlage durchgehend für ausreichend Frischluft und Klimatisierung sorgt.

      Lüftung und Wärmetauscher im Passivhaus

      Die Lüftungstechnik fungiert als Herzstück Ihres Passivhauses. Optimalerweise entzieht ein integrierter Wärmetauscher der verbrauchten Abluft die Wärme und heizt damit die Temperatur der hereinströmenden Frischluft auf. So bleiben rund 90 Prozent der Wärme erhalten und die Luftqualität ist auch bei geschlossenen Fenstern gut.

      Der Vorteil für Allergiker und Asthmatiker: Mit Hilfe von Filtern bleiben sogar Pollen und Staub von nun an draußen.

      Nachteilig an der Belüftung eines Passivhauses ist die zu trockene Luft. Besonders im Winter sorgt die Lüftungsanlage im Passivhaus dafür, dass die Luftfeuchtigkeit nicht hoch genug sein kann. Das wiederum kann zum Austrockenen der Atemwege und Schleimhäute führen. Gleichzeitig kann die nicht-sachgemäßen Ausführung des Wärmetauschers dazu führen, dass sich Bakterien ansammeln, die schlimmstenfalls zur höchstgefährlichen Legionärskrankheit führen können.

      Die sensible Lüftungstechnik ist zudem unter Umständen recht störanfällig und muss regelmäßig gewartet werden. Sie müssen daher mit regelmäßigen Kosten für Wartung, Instandhaltung und Austausch der Anlagen rechnen.

      Warmwasserbereitung im Passivhaus

      Neben einer unterstützenden, solaren Warmwasserbereitung kommt auch die Energie zum möglicherweise notwendigen Nachheizen im Passivhaus in der Regel aus der Solarthermie. Für die benötigten Kollektoren ist eine ausreichend große Dachfläche in Süd-Ausrichtung einzuplanen.

      Ebenfalls möglich ist, zum Erwärmen des Wassers auf Elektrizität zu setzen. Die Installation einer „Notheizung“ in Form von Pelletöfen oder Gasheizungen ist jedoch in der Regel unnötig und gefährdet überdies die Klassifizierung als Passivhaus sowie die damit verbundenen, finanziellen Förderungen.

      Im Überblick: Vor- und Nachteile von Passivhäusern

      Neben all der vornehmlich ökologischen Vorteile, die ein Passivhaus mit sich bringt, sind die Nachteile nicht außer Acht zu lassen. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile einmal tabellarisch zusammengefasst.

      Vorteile
      • Bis zu 90 % weniger Heizkosten – im Vergleich zu unsanierten Altbauten
      • Deutlich geringerer CO2-Ausstoß
      • Weitgehende Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung
      • Luft- und Feuchtigkeitsschutz verlängern Haltbarkeit der Bauteile
      • Geringeres Schimmelrisiko
      • Verbesserter Schallschutz
      • Keine Heizungsanlage, Brennstofflager oder Schornstein nötig
      • Keine Zugluft, keine kalten Wände
      • Maximaler Lichteinfall
      • Gesundes Raumklima (Frischluft-Filter)
      • Aktiver Klimaschutz
      Nachteile
      • u. U. höhere Baukosten
      • Aufwendig in der Regulierung: Warmluftströme für einzelne Räume
      • u. U. zu geringe Luftfeuchte im Winter
      • Im Sommer oder durch Gäste: ggf. zu schnelles Aufheizen der Räume
      • Stillstand der Lüftungsanlage bei einem Stromausfall
      • Regelmäßige Kontrolle des Energieverbrauchs empfehlenswert
      • Installation der Lüftungstechnik = hohe Fehlerquote, Anfällige Technik
      • u. U. hohe Wartungskosten

      Bauzeit und Mehrkosten beim Passivhaus-Kauf

      Die Bauzeit bis zur Fertigstellung eines Passivhauses unterscheidet sich kaum von der eines vergleichbar großen Standard-Neubaus. Dass die Preise für Passivhäuser dennoch bei rund zehn Prozent über denen eines Standard-Neubaus liegen, ist durch die benötigten Baumaterialien, spezielle Dämmstoffe als auch Fenster mit Dreifachverglasung verursacht. Teilweise kann die höhere Investition durch verschiedene Fördermittel aufgefangen werden. Beim Wohnen im Passivhaus findet sich das eigentliche, langfristige Einsparpotenzial jedoch im Bereich der Energiekosten.

      Welche Einsparungen sind beim Bau eines Passivhauses möglich?

      Im Vergleich mit einem gewöhnlichen Neubau spart ein Passivhaus 75 Prozent, im Vergleich mit Altbauten gar 90 Prozent beim Verbrauch der Heizenergie ein. Für ein 120 Quadratmeter großes Passivhaus fallen so nur rund zehn Euro Heizkosten monatlich an, während bei einem regulären Neubau in etwa mit 50 Euro gerechnet werden muss. Hinzu kommt: Aufgrund schwindender Ressourcen im Bereich der Energieversorgung und mutmaßlich steigender Energiepreise, ist der Bau eines Passivhauses eine durchaus lohnende Investition in die Zukunft.

       Heizölbedarf/ Jahr & m²Heizkosten/ Jahr
      Passivhaus1,2-1,5 Liter100-126 €
      Neubau (Energiesparhaus)4-8 Liter336-672 €
      Altbau (ungedämmt)20 Liter1.680 €
      Tabelle: Vergleich der Heizkosten im Altbau, Neubau und Passivhaus

      Während ein ungedämmter Altbau rund 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter benötigt, kommt ein Neubau, der die aktuellen Mindestanforderungen der EnEV (2002) einhält, auf durchschnittlich vier bis acht Liter (entspricht 40 bis 80 Kilowattstunden) pro Quadratmeter und Jahr. Bei Kosten von 70 Cent pro Liter Heizöl und einer Wohnfläche von 120 m² summiert sich dies im Falle des Altbaus auf über 1.500 Euro jährliche Heizölkosten – beim Neubau auf rund 700 Euro.

      Das Passivhaus kommt mit nur 15 kWh aus – bei gleicher Wohnfläche summieren sich die Heizölkosten hier also auf gerade einmal rund 130 Euro pro Jahr. Bei gleichbleibenden Ölpreisen summiert sich die Ersparnis beim Wohnen im Passivhaus auf 6.300 bis 45.000 Euro in 30 Jahren.

      Passivhaus bauen: Bauträger vs. Bauen in Eigenregie

      Wer als Laie Zeit und Nerven sparen will, setzt auf einen Bauträger oder ein Planungsbüro, das auf den Neubau von Passivhäusern spezialisiert ist. Fakt ist: Beim Bau eines Passivhauses gilt es, Fehler zu vermeiden. Insbesondere solche, die die Energieeffizienz des Hauses betreffen und möglicherweise gar die finanzielle Förderungsfähigkeit aufs Spiel setzen.

      Wollen Sie die Verwirklichung Ihres Wohntraums lieber in Eigenregie planen und gegebenenfalls sogar selbst Hand anlegen, ist zunächst einmal die Beratung durch entsprechend zertifizierte Architekten oder Bauplanungsbüros zu empfehlen. Von der Lage und Ausrichtung des Hauses, über die Kenntnis genehmigter Bauteile bis hin zu möglichen Fehlerquellen im Bereich der Haustechnik; suchen Sie sich für die entscheidenden Gewerke ausgewiesene Experten und prüfen Sie sorgfältig, ob und in welchem Umfang ein Eigenanteil beim Bau Ihres Passivhauses Sinn ergibt.

      • Ist das Aufrüsten eines Altbaus zum Passivhaus sinnvoll?

        Aus Klimaschutzgründen ist eine Optimierung der Dämmung definitiv sinnvoll. Jedoch ist der Umbau eines Bestandsgebäudes zum Passivhaus aufwändig und die strikten Vorgaben der gesetzlich geregelten Energieeinsparverordnung (EnEV) durch Aufrüstungen kaum zu erreichen. Eine Begehung mit einem Gutachter oder Energieberater kann helfen, individuelle Möglichkeiten und Grenzen gezielt aufzuzeigen.

      • Was ist ein Bio-Passivhaus?

        Möchten Sie als zukünftiger Hausbesitzer gänzlich auf vermeintliche Passivhaus Nachteile sowie herkömmliche Heizungen und fossile Brennstoffe verzichten, gelingt dies zum Beispiel mit dem Bau eines Bio-Passivhauses.

        Der Unterschied zwischen einem klassischen und einem Bio-Passivhaus: Beim Bau wird in der Regel auf nachwachsende, geprüft-schadstofffreie Materialien, wie beispielsweise Holz gesetzt. Zudem kommt es aufgrund seiner Konstruktion ohne durchgehende Lüftung aus – was wiederum den CO2-Fußabdruck als auch die Kosten weiter verringert. Weitere Vorteile unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter und umfassen z. B. einen Gesundheitspass, abgeschirmte Elektroleitungen, ein Grasdach oder auch die Verwendung von Naturstrom während der Bauphase.

      • Welche Arten von Energiesparhäusern gibt es neben dem Passivhaus noch?

        • Niedrigenergiehaus: Entsprechend der Vorgaben darf ein Niedrigenergiehaus max. 7 L Heizöl bzw. 70 kWh pro Quadratmeter verbrauchen.
        • 3-Liter-Haus: Pro Jahr darf der Wert eines 3-Liter-Hauses nicht über 3 Liter Heizöl oder 34 kWh pro Quadratmeter liegen.
        • KfW-Effizienzhaus: Über die Vorgaben des Gesetzgebers hinaus hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das Effizienzhaus definiert und in verschiedenen Energiestandards (u. a. KfW-Effizienzhaus 40, 55, 70 oder 100) unterteilt. Entscheidend ist, dass sich die Standards jeweils an denen eines Referenzhauses – gebaut nach den aktuellen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung – orientieren. Entsprechend darf ein KfW-Effizienzhaus 40 (vergleichbar mit dem Passivhaus) lediglich 40 Prozent der Primärenergie eben dieses Referenzhauses verbrauchen.
        • Nullenergiehaus: Das Nullenergiehaus kommt komplett ohne externe Energiezufuhr aus und erzeugt sogar den benötigten Strom aus Solarthermie und Photovoltaik.
        • Plusenergiehaus: Während das Nullenergiehaus gerade einmal so viel Energie produziert, wie es verbraucht, setzt das Plusenergiehaus sogar noch eins drauf. Über meist großflächige Solaranlagen steht deutlich mehr Energie zur Verfügung, als benötigt wird. Der Überschuss kann für längere Kälteperioden gespeichert oder gar ins örtliche Netz eingespeist und vergütet werden.

      Welche Fördermöglichkeiten habe ich beim Bau eines Passivhauses?

      Spezielle Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützen Sie beim energieeffizienten Bauen und Sanieren – etwa in Form von Zuschüssen oder Förderkrediten mit Tilgungszuschuss. Hierfür muss Ihr Passivhaus den von der KfW definierten Vorgaben entsprechen, die sich grundsätzlich an denen der EnEV orientieren.

      Neben dem primären Energiebedarf ist ausschlaggebend, wie viel Wärme – selbst bei geschlossenen Fenstern und Türen – nach außen abgegeben wird. Je kleiner die betreffenden Werte, desto höher die Förderung. Unter welchen Bedingungen und zu welchen Konditionen Ihr Passivhaus KfW förderfähig ist, finden Sie in den Beschreibungen der verschiedenen KfW-Förderungen.

      Weitere Fördermöglichkeiten ergeben sich je nach Bundesland – regional oder kommunal. Darüber hinaus unterstützt auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen und damit beispielsweise die Inbetriebnahme einer Solaranlage.

      Beantragen Sie als Heimwerker KW-Zuschüsse beim Passivhaus-Bau, z. B. für Materialkosten, müssen Sie sich deren fachgerechten Einbau durch einen Fachbetrieb oder Energieberater schriftlich bestätigen lassen.

      Zusammenfassung

      Wer klimaschonend und beinahe unabhängig von steigenden Heizkosten bauen will, für den kommt ein Passivhaus infrage. Durch die spezielle Bauweise und die verwendeten Baustoffe spart ein Passivhaus bis zu 90 Prozent Heizkosten gegenüber einer herkömmlichen Immobilie.

      Allerdings kostet ein Passivhauses rund zehn Prozent mehr als ein vergleichbares Einfamilienhaus. Rechnen Sie daher genau nach, ab wann sich Ihr Passivhaus auch finanziell für Sie lohnt. Die störanfällige Technik, die in einem Passivhaus verbaut wird, ist zudem recht wartungsintensiv, was die Instandhaltungskosten eines Passivhauses in die Höhe schnellen lassen kann. Zudem können sich im Lüftungssystem bei unsachgemäßer Ausführung des Wärmetauschers Bakterien ansammeln, die unter Umständen krank machen.

      Baufinanzierung zu günstigen Zinsen mit persönlicher Beratung

      Von der ersten Idee bis zur finalen Unterschrift: Unsere bundesweit mehr als 600 Berater vor Ort begleiten Sie bei Ihrer Baufinanzierung und stehen Ihnen mit fachkundigem Rat zur Seite. Dabei suchen sie die Angebote von über 400 namhaften Bankpartnern für Sie heraus. Kontaktieren Sie uns, und wir melden uns umgehend zurück.

      Jetzt Finanzierungsvorschläge anfordernunverbindlich und kostenlos
      Baufinanzierungsrechner
      Rechnen Sie's mal durch

      Einfach Werte eingeben und Darlehenshöhe, Monatsrate, Tilgung etc. selbst ausrechnen.

      Hier finden Sie unsere Rechner im Überblick:

      Finanzierung
      Ihr Kredit für Ihre Wünsche

      Ob Sie eine neue Küche oder ein ganzes Haus finanzieren wollen – gemeinsam machen wir es nicht nur möglich, sondern auch günstig.

      Alle Infos von Autokredit bis Zinsprognose:

      Finanzlexikon
      Finanzbegriffe verstehen

      Ausführliche Artikel liefern Hintergrundinfos rund um die wichtigsten Finanzthemen.

      Fachbegriffe so kurz wie möglich erklärt:

      Zufrieden? So bewerten andere Kunden den Dr. Klein Service.
      Alle Kundenbewertungen im Überblick
      Wir haben unserer Kunden befragt.
      Kundenbewertung
      /5
      Kundenempfehlung
      %
       

      Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wenn Sie nähere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung wünschen, lesen Sie bitte unsere Datenschutzhinweise .