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Hausbau mit Keller: Kosten, Vorteile, Voraussetzungen

Als Staufläche oder Wohnraum — ein Keller schafft zusätzlichen Platz. Welche Kosten dabei entstehen können, welche Vorteile er hat und wann sich eine Bodenplatte lohnt, erklärt Dr. Klein.

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  • Inhaltsverzeichnis
    • Hausbau mit Keller: Das Wichtigste in Kürze

      • Ein Keller befindet sich zum Teil oder vollkommen unter der Erde.
      • Die Bodenplatte ist das Fundament eines Hauses.
      • Laut der Initiative Pro Keller müssen Sie bei einem Hausbau mit Keller mit Mehrkosten von 180 € bis 435 € / m² rechnen.
      • Der Preis für eine Bodenplatte reicht von 140 € / m² bis 170 € / m².
      • Zuzüglich Dämmung, Innenausbau und Erdarbeiten kann ein Keller mit einer Grundfläche von 60 m² fast 100.000 € kosten.
      • Die Kosten für eine Bodenplatte mit der Grundfläche von 60 m² belaufen sich auf ungefähr 23.000 €.
      • Mit einem Keller können Sie mehr Wohnfläche auf einer kleinen Grundfläche schaffen.
      • Je nach Grundwasserstand können hohe Kosten für die Dämmung des Kellers entstehen.
      • Für die Dämmung eines Kellers gibt es staatliche Förderungen.
      • Insbesondere in Hanglage lohnt sich ein Keller.

      Hausbau mit Keller: Wozu braucht es einen Keller?

      Ein Keller dient oft als Lagerraum für Heizung, Waschmaschinen oder Trockner sowie als Abstellkammer. Er befindet sich zum Teil oder vollkommen unter der Erde. Durch entsprechende Baumaßnahmen wie zum Beispiel einer Lüftung und Dichtung lässt sich ein Keller zu einem Hobbyraum oder einem Wohnbereich ausbauen.

      Welche Kellertypen gibt es?

      Es gibt 3 Kellertypen, die bei einem Hausbau mit Keller infrage kommen:

      1. Hauskeller
      2. Hochkeller
      3. Kriechkeller

      1. Hauskeller

      Ein Hauskeller entspricht der Grundfläche des Hauses. Er ist meistens durch eine Treppe von außen oder innerhalb des Gebäudes erreichbar.

      Es gibt 2 Möglichkeiten, einen Hauskeller zu bauen. Entweder lassen sich die Mauern vor Ort gießen oder mauern, oder die Wände sind schon vorgefertigt und lassen sich auf der Baustelle zusammensetzen. Diese Form heißt auch Fertigkeller.

      Fertigkeller sind schneller gebaut und sind wegen der industriellen Herstellung passgenauer. Diese Herstellungsform des Hauskellers erfreut sich deshalb immer größerer Beliebtheit.

      2. Hochkeller

      Ein Keller, der zu einem Teil über dem Erdboden ragt, heißt auch Hochkeller.Aufgrund der Erhöhung lassen sich Fenster anbringen, durch die ausreichendes Tageslicht in den Keller gelangen kann. Hochkeller eignen sich deshalb ideal als Büro-, Hobby- oder Wohnkeller.

      3. Kriechkeller

      Ein Kriechkeller ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Keller sehr niedrig, sodass man darin nur kriechen kann.In einem Kriechkeller befinden sich meistens Strom- oder Rohrleitungen.Die Rohre lassen sich für Wartungen gut erreichen.

      Durch die geringe Höhe sind Kriechkeller günstiger, eignen sich dafür aber nicht als Wohnfläche, sondern nur als Lagerfläche.

      Hausbau ohne Keller: Was ist eine Bodenplatte?

      Die Bodenplatte ist das Fundament eines Hauses. Sie ist für die Standsicherheit des Gebäudes verantwortlich. Eine Bodenplatte kann großflächig als Fundamentplatte verlaufen, in vereinzelten Linien, als Streifenfundament oder punktuell als Punktfundamente verlaufen.

      Kosten für einen Keller oder eine Bodenplatte

      Der Preis für eine Bodenplatte liegt zwischen 140 € / m² bis 170 € / m².  Bei einem Hausbau mit Keller müssen Sie mit etwas höheren Kosten rechnen. Laut der Initiative Pro Keller bewegen sich die Mehrkosten bei einem Hausbau oder einem Fertighaus mit Keller bei 180 €bis 435€ / m² gegenüber einer Bodenplatte.

      Mehrkosten für Erdarbeiten oder Dämmung sind noch nicht inbegriffen. In der untenstehenden Tabelle haben wir deshalb alle Kosten aufgelistet, die beim Bau eines Kellers oder einer Bodenplatte anfallen können. Die Kosten wurden anhand einer Grundfläche von 60 m² ermittelt.

      MaßnahmenKellerBodenplatte
      Bau Bodenplatte / 14.000 €
      Bau Keller38.000 € /
      Erdarbeiten15.000 € - 30.000 €2.000 € - 4.000 €
      Verdichtung des Erdbodens (optional)/ Ca. 12.000 €
      Dämmung/ 3.000 € - 6.000 €
      Dämmung gegen Bodenfeuchte (optional)3.000 €/
      Dämmung gegen aufstauendes Wasser (optional)5.000 €/
      Dämmung gegen drückendes Wasser (optional)7.000 €/
      Kellertreppe3.000 € -5.000 €/
      Erdungsband1.000 € - 2.000 €/
      Lichtschächte (4 Stück)2.000 € - 4.000 €/
      Technikraum im Keller2.000 € - 4.000 €/
      Nutzkeller (optional)8.000 € - 12.000 €/
      Wohnkeller (optional)15.000 € - 25.000 €/
      Lüftung im Keller (optional)3.000 € - 8.000 €/
      Drainage2.000 € - 5.000 €/
      Durchschnittliche GesamtkostenCa. 97.000 €Ca. 23.000 €
      Tabelle: Vergleich Kosten für einen Keller und einer Bodenplatte.

      Bei den Erdarbeiten ist im Vorfeld oft nicht klar, was sich im Untergrund befindet. Felsen oder hohes Grundwasser können die Kosten für die Erdarbeiten nach oben schnellen lassen. Zudem können die Kosten für eine Abdichtung und Dämmung je nach Grundwasserstand und Nutzweise unterschiedlich ausfallen. Legen Sie sich deshalb beim Kellerbau einen finanziellen Puffer an, um eventuelle Mehrkosten stemmen zu können.

      190000
      500002500000

      Vor- und Nachteile eines Hausbaus mit Keller

      Folgende Vor- und Nachteile hat ein Keller:

      Vorteile
      • Mehr Platz auf kleineren Grundstücken
      • Zusätzlicher Stauraum
      • Platz für Haustechnik oder Waschraum
      • Höherer Marktwert
      • Zusätzliche Wohnfläche kann vermietet werden
      Nachteile
      • Hohe Kosten für Erdarbeiten, Entsorgung der Erde und Dämmung
      • Zusätzliche Innentreppe kann den Raumgewinn minimieren
      • Barrierefreier Zugang ist mit Zusatzkosten verbunden
      • Erhöhtes Risiko für Baufehler, Undichte oder Feuchtigkeit
      • Tageslicht nur durch Hochkeller oder zusätzliche Lichtschächte möglich

      Vor- und Nachteile für den Hausbau ohne Keller

      Planen Sie Ihren Hausbau ohne Keller, werden die Grundmauern auf einer Bodenplatte fixiert. Die Vor- und Nachteile haben wir für Sie zusammengefasst.

      Vorteile
      • Geringere Kosten
      • Barrierefreies Bauen möglich
      • Geringeres Risiko für Bauschäden
      Nachteile
      • Weniger Stauraum
      • Unter Umständen kalter Fußboden bei mangelnder Dämmung

      Was muss man bei einem Hausbau mit Keller beachten?

      Ein Keller ist mit hohen Mehrkosten verbunden. Beachten Sie deshalb diese 5 Aspekte, bevor Sie sich für einen Keller entscheiden:

      1. Raumbedarf

      Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie viel Platz Sie wirklich brauchen und wie Sie ihn nutzen wollen. Wenn das Grundstück groß genug ist, ist ein Hausbau ohne Keller günstiger.

      Bedenken Sie zudem beim Hausbau, dass nicht jeder Raum auch im Keller sinnvoll untergebracht ist. Eine Speisekammer sollte sich in der Regel direkt neben der Küche befinden. Dasselbe gilt für ein Badezimmer, das idealerweise neben dem Schlafzimmer liegt. Eine Sauna, Lagerräume, Arbeitszimmer oder Waschräume eignen sich eher für den Keller.

      2. Grundwasser

      Ein nasser Boden kann zu Schäden am Keller führen und für Feuchtigkeit sorgen. Es ist deshalb wichtig, dass beim Hausbau der Keller je nach Grundwasserverhältnis angemessen beschichtet ist.

      Wenn der Keller zum Beispiel unter dem Grundwasserspiegel liegt oder das Grundwasser regelmäßig an die Kellerwände gelangt, spricht man von drückendem Wasser. Bei drückendem Wasser muss der Keller aus wasserundurchlässigem Beton sein, auch weiße Wanne genannt. Eine weiße Wanne ist nur bei Fertigkellern möglich.

      Wenn das Grundwasser nicht so hoch ist und das Wasser gut im Boden versickern kann, reicht eine Beschichtung mit Bitumen sowie Perimeterdämmplatten als Schutz- und Dämmschicht. Wegen des schwarzen Anstrichs ist bei dieser Variante auch von einer schwarzen Wanne die Rede. Diese Form eignet sich sowohl für Fertigkeller sowie für vor Ort gemauerte Keller.

      3. Bodenqualität

      Bevor Sie sich mit der Entscheidung zwischen Keller und Bodenplatte beschäftigen, sollten Sie sich mit der Qualität des Bodens auseinandersetzen. Sollte dieser nämlich eine verminderte Tragfähigkeit haben, können für eine Bodenplatte Zusatzkosten entstehen.

      Wenn der Boden für ein Haus nicht tragfähig genug ist, müssen Sie die Erde austauschen und verdichten, damit die Bodenplatte auf einem stabilen Untergrund stehen kann. Die Kosten für die zusätzlichen Erdarbeiten können die 200€ / m² schnell übersteigen.

      Bei einem Hausbau mit Keller ist das eher selten der Fall, denn je tiefer Sie in das Erdreich vordringen, desto tragfähiger wird der Boden. Ein Baugrundgutachten kann Klarheit schaffen. Die Kosten für ein solches Gutachten können je nach Umfang und Region zwischen 1.000 € und 2.500 € betragen.

      4. Ausbau Wohnkeller

      Wenn Sie beim Hausbau Ihren Keller zum Wohnkeller ausbauen wollen, gibt es Vorgaben des Baurechts, die Sie beachten müssen.

      • Die Deckenhöhe muss mindestens 2,30 m hoch sein. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern sind es 2,40 m, in Berlin sogar 2,50 m.
      • Da ein Wohnkeller bewohnt wird, muss er gedämmt und geheizt sein. Es darf also nur ein geringer Wärmeaustausch durch die Kellerwand stattfinden. Das Baurecht schreibt hier einen U-Wert von 0,3 oder weniger vor.
      • Zudem müssen Sie die Vorgaben zu Licht und Belüftung in den einzelnen Landesbauordnungen beachten.

      Wenn Sie Ihren Keller zu einem Wohnkeller ausbauen wollen, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten für Dämmung und Heizung rechnen.

      5. Förderungen

      Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse für Ihren Hausbau mit Keller.

      Förderungen gibt es dabei für folgende Elemente:

      • Kellerdeckendämmung
      • Kellerwanddämmung
      • Dämmung der Heizungsleitungen

      Durch die Förderungen lassen sich bis zu 20 % der anfallenden Kosten decken

      Wann ist ein Keller sinnvoll?

      Ein Hausbau mit Keller kann sehr teuer sein. In manchen Situationen lohnt sich die Investition aber:

      • Hoher Raumbedarf
        Wenn Sie bei Ihrer Bedarfsermittlung auf mindestens 40 bis 45 m² Nutzfläche für den Keller kommen, kann sich das Untergeschoss lohnen. Würden Sie die gebrauchte Fläche oberirdisch bauen, müssten Sie entsprechend mehr für ein größeres Grundstück zahlen. Wenn Sie also ein kleines Grundstück kaufen wollen und einen hohen Raumbedarf haben, kann sich ein Hausbau mit Keller lohnen.
      • Hanglage
        Sollten Sie auf einem Grundstück mit Hanglage bauen, lohnt sich ein Hausbau mit Keller auf alle Fälle. Der Bau einer Bodenplatte ist in Hanglagen wegen des Höhenausgleichs nämlich teurer und umständlicher. Zudem kostet eine Bodenplatte in Hanglage zwar mehr, bietet aber keinen zusätzlichen Wohnraum.

      Überlegen Sie sich deshalb, ob ein Hausbau mit Keller in ihrem speziellen Fall sinnvoll ist. Denn ein Keller kann unter Umständen sehr nützlich sein, ist aber gleichzeitig mit hohen Investitionen verbunden.

       

       

       

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