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25 Fehler beim Hausbau und wie Sie diese vermeiden können

Viele Fehler beim Hausbau lassen sich mit ausreichender Planung und etwas Vorwissen vermeiden. Dr. Klein gibt Tipps, wie Sie die häufigsten Probleme umgehen können – für eine stressfreie Hausbauzeit.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Was sind die häufigsten Fehler beim Hausbau?

      Viele Probleme beim Hausbau entstehen bereits vor dem ersten Spatenstich. Das fängt bei falschen Vorstellungen über die Immobilie an und reicht über eine unrealistische Budgetplanung bis hin zur komplizierten Wahl des Bauunternehmers. Planen Sie Ihren Hausbau, sollten Sie sich deshalb schon frühzeitig ausführlich mit diesem Thema auseinandersetzen.

      Um Sie dabei zu unterstützen, zeigen wir Ihnen jetzt die 25 häufigsten Fehler beim Hausbau und geben Tipps, wie Sie diese Probleme vermeiden können:

      Hausbau Fehler Nr. 1: Sie wissen nicht genau, was Sie möchten

      Sind Sie noch unschlüssig, wie genau Ihr Neubau aussehen sollte, welche Ansprüche Sie haben und wie hoch Ihr finanzielles Budget ist, sollten Sie diese Zeit unbedingt investieren. Wichtige Fragen auf Ihrem Weg zum Eigenheim sind zum Beispiel:

      • Was kann ich mir finanziell leisten?
      • Wann möchte ich einziehen?
      • Wie groß muss das Haus sein?
      • Wo möchte ich leben?
      • Welche Wünsche habe ich an die Ausstattung?
      • Gibt es Allergien, so dass auf bestimmte Baustoffe verzichtet werden muss?

      Erst wenn Sie Ihre Wünsche und Ziele klar definiert haben, hat es Sinn, den Hausbau anzugehen. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit im Voraus und halten Sie Ihre Gedanken am besten schriftlich fest.

      Hausbau Fehler Nr. 2: Sie treffen voreilige Entscheidungen

      Eine genaue Planung ist bei einem so großen Projekt wie einem Hausbau das A und O. Wer vorschnell handelt, weil er beispielsweise das erstbeste Grundstück kauft, sich nicht rechtzeitig um seine Baufinanzierung kümmert oder den Auftrag an einen beliebigen Bauunternehmer vergibt, ohne diesen zu prüfen, muss damit rechnen, dass etwas schief geht. Am besten planen Sie Ihren Hausbau Schritt für Schritt und behalten Ihr Budget im Blick. Dabei sollten Sie nicht nur Vorstellungen zur Bauweise und zum Haustyp bedenken, sondern auch die Finanzierung Ihrer Baunebenkosten in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.

      Hausbau Fehler Nr. 3: Sie schätzen Ihre finanziellen Optionen falsch ein

      Vor jedem Hausbau und damit auch vor jeder Baufinanzierung steht eine Bestandsaufnahme. Wie viel Eigenkapital habe ich? Wie hoch darf die Finanzierung sein? Mit welchen Nebenkosten muss ich rechnen? Die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu kennen und realistisch einzuschätzen, ist die Grundlage jeder Baufinanzierung. Stellen Sie eine Haushaltsrechnung auf und schreiben Sie alle Ein- und Ausgaben auf. So verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihr Budget. Denken Sie dabei auch an eine Sicherheitsreserve für unvorhergesehene Ausgaben oder Änderungen Ihrer Bauplanung.

      Hausbau Fehler Nr. 4: Sie verzichten auf professionelle Beratung

      Sowohl der Hausbau als auch eine Baufinanzierung sind komplexe Themen, bei denen ein Fehler Sie viel Geld kosten kann. Ebenso können Sie aber auch viel Geld sparen, wenn Sie darüber informiert sind, welche zusätzlichen Förderungen und Zuschüsse beispielsweise in Frage kommen. Umso wichtiger ist deshalb das Gespräch mit einem professionellen Hausbau- bzw. Baufinanzierungsberater. Er kann Ihnen wichtige Tipps zu Ihrem Bauprojekt geben sowie Einsparpotenzial aufzeigen.

      Hausbau Fehler Nr. 5: Sie planen Ihre Finanzierung nicht genau

      Der Hausbau ist wahrscheinlich die größte Investition Ihres Lebens. Um Stress zu vermeiden, planen Sie Ihre Finanzierung frühzeitig und verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre bereits vorhandenen Geldmittel. Wichtig sind dabei vor allem drei Punkte:

      • Bringen Sie genug Eigenkapital in Ihre Finanzierung ein. Zumindest die Baunebenkosten sollten Sie mit Ihrem eigenen Geld zahlen können.
         
      • Planen Sie Reserven ein. Wird der Hausbau etwas teurer als geplant oder kommen unvorhergesehene Ausgaben hinzu, sind Sie so auf der sicheren Seite.
         
      • Nehmen Sie mögliche Fördermittel in Anspruch. Welche KfW-Darlehen beispielsweise für Sie in Frage kommen, sagt Ihnen Ihr Baufinanzierungsberater.

      Wie ein Sprichwort sagt: Kleinvieh macht auch Mist. Denken Sie deshalb auch an vermeintliche Kleinigkeiten, wie die Bereitstellungszinsen, das Richtfest und den Umzug, die Geld kosten.

      Hausbau Fehler Nr. 6: Sie nehmen das erste Finanzierungsangebot an

      Ein häufiger Fehler beim Hausbau ist es, das erste Angebot der Hausbank anzunehmen. Dabei lässt sich durch einen Vergleich verschiedener Finanzierungsangebote häufig viel Geld sparen. Um den besten Zinssatz zu erhalten und dabei auch Zeit zu sparen, lohnt sich eine unverbindliche Anfrage über einen Finanzierungsvermittler wie Dr. Klein. Dieser übernimmt kostenlos den Vergleich von mehreren hundert Banken, kennt die passenden Fördermittel und findet so das für Sie beste Angebot.

      Hausbau Fehler Nr. 7: Ihre Finanzierung ist nicht gesichert

      Die Baufinanzierung ist in den meisten Fällen die Grundlage Ihres Hausbaus. Deshalb ist es existenziell, dass die Finanzierung auf sicheren Beinen steht, bevor Sie den Kaufvertrag für Ihr Grundstück oder den Neubau unterschreiben. Erst wenn Ihnen Ihr Eigenkapital zur Verfügung steht und wenn Sie eine schriftliche Finanzierungsbestätigung Ihrer Bank vorliegen haben, ist die Baufinanzierung auch gesichert und Sie können weitere Schritte für Ihren Hausbau einleiten.

      Hausbau Fehler Nr. 8: Sie unterschätzen den Zeitaufwand

      Zu wenig Zeit für das Bauprojekt einzukalkulieren und zu eng zu planen, sind Fehler, die beim Hausbau immer mal wieder passieren. Natürlich fiebern Bauherren darauf hin, endlich in ihr Traumhaus einziehen zu können, dennoch sollten Sie sich einen ausreichenden Zeitpuffer bis zum ersehnten Umzug lassen. So kann sich der Einzug beispielsweise verzögern, weil ungünstige Witterungsverhältnisse die Trocknungsphasen im Rohbau verlängert haben. Ein vorher eingeplanter Zeitpuffer nimmt Ihnen den Druck, bis zu einem bestimmten Termin fertig zu werden.

      Hausbau Fehler Nr. 9: Sie denken nicht an morgen

      Im Hier und Jetzt zu leben ist gut und schön, dennoch sollte man gerade bei einem langfristigen Projekt wie dem Hausbau auch an später denken und nicht jedem aktuellen Trend folgen. Schließlich werden Sie ja auch älter und möchten möglichst lange in Ihrem Eigenheim wohnen. Planen Sie deshalb den Hausbau für die Zukunft und überlegen Sie sich, welche altersgerechten Maßnahmen Sie bereits berücksichtigen können. Das können beispielsweise breitere Treppen sein, so dass Sie später einen Lift einbauen können. Müssen Sie nämlich Ihr Haus noch einmal barrierefrei umbauen, kann das hohe Kosten verursachen.

      Legen Sie sich außerdem eine Instandhaltungsrücklage für Ihr Eigenheim an. So können Sie bei unvorhergesehen Situationen schnell reagieren und haben auch für die regelmäßig anfallenden Reparaturen einen Notgroschen. Zwar sollten diese bei einem Neubau in den ersten Jahren nicht nötig werden, dennoch ist es nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Instandhaltungen durchgeführt werden müssen. Planen Sie als Instandhaltungsrücklage deshalb mindestens 1 € pro qm Wohnfläche und Monat ein.

      Hausbau Fehler Nr. 10: Die Gesamtkosten werden falsch ermittelt

      Die Gesamtkosten bei einem Hausbau bestehen nur aus den Grundstücks- und Baukosten – das ist ein Denkfehler, den viele angehende Bauherren machen. Vielmehr müssen in die Gesamtkosten noch zahlreiche weitere Kosten, wie die Baunebenkosten, die Finanzierungskosten und die Versicherungskosten für die Baustelle mit einberechnet werden. Informieren Sie sich am besten bereits im Vorfeld über diese Nebenkosten, schreiben Sie diese auf und passen Sie Ihren Finanzierungsbedarf im Zweifelsfall an.

      Hausbau Fehler Nr. 11: Der Bauvertrag wird nicht geprüft

      Wie bei jedem anderen Vertrag auch, ist es wichtig, den Bauvertrag genau unter die Lupe zu nehmen und vor allem auch das Kleingedruckte zu lesen. Denn undeutliche Formulierungen können Platz für Interpretationen lassen und damit zu Mehrkosten führen. So heißt zum Beispiel schlüsselfertig nicht, dass Sie nach der Schlüsselübergabe sofort einziehen können. Vielmehr müssen dann noch Bodenbeläge verlegt und die Wände gemalert werden.

      Auch versteckte Klauseln sind für den Laien auf den ersten Blick nicht erkennbar. Um auf Nummer sicher zu gehen, lassen Sie deshalb Ihren Bauvertrag am besten von einem unabhängigen Bausachverständigen oder einem Anwalt für Baurecht prüfen.

      Hausbau Fehler Nr. 12: Sie wählen den falschen Bauunternehmer

      Bei einem so großen und teuren Projekt wie dem Hausbau muss auf jeden Euro geachtet werden. Dennoch sollten Sie nicht den Fehler machen, das günstigste Bauunternehmen für Ihren Hausbau zu wählen. Günstig heißt nicht immer gut, vielmehr sollten Sie auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis achten und sich die Frage stellen: Kann mir der Bauträger eine hochwertige Qualität für einen angemessenen Preis liefern?

      Denn wird das Bauunternehmen während des Hausbaus insolvent, bleiben Sie auf den Kosten sitzen und müssen Ihr Haus auf eigene Kosten fertigstellen. Informieren Sie sich deshalb ausführlich über den Bauträger und prüfen ihn auf Herz und Nieren. Daran erkennen Sie ein seriöses Unternehmen:

      • Es ist am Markt etabliert und hat eine gute finanzielle Reputation.
      • Es geht auf Ihre Wünsche ein.
      • Es spricht mögliche Probleme selbst an.
      • Es händigt Ihnen alle gewünschten Unterlagen und Dokumente sofort aus.
      • Es werden Ihnen keine Musterverträge, sondern individuelle Bauverträge angeboten.
      • Sie können sich seine Referenzen ansehen.

      Verlangen Sie eine Erfüllungsbürgschaft. Diese garantiert Ihnen, dass Sie Ihr Geld zurückerstattet bekommen, wenn der Bauträger den Vertrag nicht erfüllt. Eine seriöse Baufirma wird Ihnen diese Bürgschaft genehmigen.

      Hausbau Fehler Nr. 13: Das Grundstück passt nicht

      Der Grundstückskauf ist quasi die Basis für Ihr Hausbauprojekt, darauf sollten Sie ein besonderes Augenmerk haben. Bei der Auswahl des Grundstücks sollte deshalb nicht allein der Kaufpreis entscheidend sein, denn auch ein günstiges Grundstück kann teuer werden. So kann beispielsweise die Lage des Grundstücks durch längere Anfahrtswege zur Arbeit Folgekosten verursachen. Liegt das Grundstück an einem Hang, müssen oft umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt werden, die so zu zusätzlichen Kosten führen.

      Um diese zu vermeiden, sollten Sie sich genau über die Beschaffenheit Ihres Grundstücks informieren. Eine Baugrunduntersuchung schützt vor bösen Überraschungen und wird mittlerweile von vielen Bauunternehmen angeboten. So werden auch Altlasten oder ein lehmiger Untergrund schnell erkannt und können bei den Baukosten berücksichtigt werden.

      Achten Sie außerdem darauf, dass das Grundstück vollständig erschlossen ist. Müssen erst noch Wasser- oder Stromleitungen verlegt werden, ist das mit erheblichen Zusatzkosten verbunden.

      Hausbau Fehler Nr. 14: Sie haben kein Bild von Ihrem Haus im Kopf

      Änderungswünsche während der Bauzeit können Ihr Vorhaben ebenfalls verteuern. Selbst kleine Änderungen können viel zusätzliche Zeit und Kosten nach sich ziehen. Nehmen Sie sich deshalb bereits vor Baubeginn ausreichend Zeit und denken Sie Ihr Projekt zu Ende: Wie soll der Grundriss sein, welche Ausstattung wünschen Sie sich?

      Auch frühzeitig den Garten im Kopf zu gestalten, kann hilfreich sein. Denn so kann der Elektriker beispielsweise gleich entsprechende Kabel verlegen. Ebenso könnten Sie den Bau der Garage vorziehen und dort die Materialien für den Hausbau lagern. So sparen Sie das Geld für einen extra Container und den Bauwagen.

      Hausbau Fehler Nr. 15: Sie wählen nur günstige Materialien

      Sparen, wo es nur geht, ist ein häufiger Fehler beim Hausbau. Es gilt: Qualität hat ihren Preis, dieser zahlt sich jedoch in den meisten Fällen langfristig aus. Zwar können Sie vielleicht auf den ersten Blick durch günstiges Material Kosten sparen, oft muss dann aber im Nachhinein nachgebessert oder sogar ausgetauscht werden. Das wiederum verursacht hohe Zusatzkosten, die Sie sich durch die richtige Materialauswahl hätten sparen können.

      Hausbau Fehler Nr. 16: Sie bauen zu groß

      Wer baut, möchte sich gegenüber seiner bisherigen Wohnsituation natürlich platzmäßig verbessern. Doch man sollte wissen: Jeder Quadratmeter mehr kostet auch. Lassen Sie also Räume einbauen, die Sie später nur selten nutzen, wird Ihr Hausbau schnell zu teuer. Gehen Sie deshalb bei der Entwurfsplanung in sich und überlegen Sie genau, ob Sie den Fitnessraum oder den Partykeller wirklich brauchen oder ob Sie auf bestimmte Räume verzichten können.

      Hausbau Fehler Nr. 17: Sie überschätzen Ihre handwerklichen Fähigkeiten

      Wer auf der Baustelle selbst mit anpackt und so genannte Eigenleistungen erbringt, kann Kosten sparen. Denn Eigenleistung wird bei der Bank bis zu einem bestimmten Grad als Eigenkapital anerkannt, Sie können damit also sowohl die Baukosten als auch die Kosten für die Baufinanzierung senken.

      In der Regel erkennen die Banken bis zu 15 % der Bausumme bzw. bis zu 30.000 € als Eigenleistung an. Dabei prüft sie aber genau, welche Arbeiten Sie realistisch selbst durchführen können. Sind Sie beispielsweise Elektriker, dürfen Sie die Elektroarbeiten in Ihrem Haus selbst verlegen. Auch leichtere Arbeiten wie das Malern der Wände werden als Eigenleistung von der Bank anerkannt.

      Dennoch gibt es gewisse Risiken, die diese Ersparnis auch wieder zunichtemachen können. So überschätzen nicht wenige Bauherren ihre handwerklichen Fähigkeiten und riskieren damit Mehrkosten und zeitliche Verzögerungen. Zudem haften Sie bei Mängeln selbst und müssen diese aus eigenen Kosten nachbessern. Dies kann dazu führen, dass Sie eventuell nachfinanzieren müssen und sich der Einzug in Ihre Immobilie verzögert. Überlegen Sie sich deshalb im Vorfeld genau, wo Ihre Stärken liegen, Sie mit anpacken können und wie viel Zeit Sie erübrigen können.

      Hausbau Fehler Nr. 18: Sie vergeben Arbeit schwarz

      Auch wenn die geringeren Kosten locken: Finger weg von Schwarzarbeit. Wer unter der Hand Leistungen am Haus erstellen lässt, handelt nicht nur illegal, sondern verliert auch seine Gewährleistungsrechte. Denn treten Baumängel auf, bleiben Sie allein auf den Kosten sitzen, da Sie nicht nachweisen können, wer den Fehler gemacht hat. Verletzt sich ein Schwarzarbeiter auf Ihrer Baustelle, haften Sie zudem persönlich dafür. Im schlimmsten Fall müssen Sie dann mit Gefängnis rechnen.

      Hausbau Fehler Nr. 19: Sie scheuen Konflikte

      Ihnen ist ein Fehler oder Mangel auf Ihrer Baustelle aufgefallen? Dann sollten Sie sich nicht scheuen, diesen auch offen anzusprechen. Auch wenn Ihnen etwas unklar ist, dürfen Sie bei Ihrem Bauunternehmer nachfragen. Denn es wäre fatal, wenn Sie beispielsweise etwas unterschreiben, was Sie überhaupt nicht verstanden haben und somit auch nicht nachvollziehen können. Ebenso können nicht angesprochene Mängel auch nicht nachgebessert werden und fallen Ihnen dann später vor die Füße. Vereinbaren Sie deshalb am besten regelmäßige Besprechungen mit allen am Bau Beteiligten, in denen Probleme und Missverständnisse angesprochen werden.

      Hausbau Fehler Nr. 20: Sie zahlen, bevor Sie die Leistung erhalten haben

      Verlangt das Bauunternehmen bereits eine Bezahlung, ohne vorher eine Leistung erbracht zu haben, sollten Sie aufpassen. Denn üblicherweise kann eine Zahlung erst dann eingefordert werden, wenn die dazu gehörigen Arbeiten von der Baufirma ausgeführt wurden. Auch die Bank zahlt Ihnen das Geld erst aus, wenn Sie die Rechnung der Baufirma vorlegen können. Wenn das Bauunternehmen also einen Vorschuss verlangt, steckt es möglicherweise in Schwierigkeiten.

      Hausbau Fehler Nr. 21: Sie prüfen Rechnungen nicht genau

      Es kann schon mal vorkommen, dass zu viel Baumaterial abgerechnet wird oder Arbeiten mehrfach in Rechnung gestellt werden. Jede Rechnung, die Sie bekommen, sollten Sie deshalb erst einmal dahingehend prüfen, ob die aufgeführten Arbeiten auch mit dem vereinbarten Auftrag übereinstimmen.

      Um herauszubekommen, ob aufgeführte Mehrkosten rechtens sind, kann eine genaue Buchführung helfen. Schreiben Sie dazu jeden anfallenden Posten und das dafür benötigte Material auf und notieren Sie eventuelle zusätzliche Kosten. Diese können Sie dann mit den Posten auf der Rechnung vergleichen.

      Hausbau Fehler Nr. 22: Sie verzichten auf einen Bausachverständiger

      Die wenigsten Bauherren kennen sich mit dem Hausbau und dem Baurecht so gut aus, um alle Fehler und Baumängel selbst zu erkennen und einschätzen zu können. Deshalb sollten Sie auf einen professionellen Bausachverständigen nicht verzichten, auch wenn dessen Engagement die Baunebenkosten noch einmal erhöht. Denn fallen Mängel beispielsweise erst nach der Bauabnahme auf, werden sie auf jeden Fall teurer, als wenn diese gleich behoben würden.

      Neben der Feststellung von Schäden und der Überwachung der Mängelbeseitigung prüft der Bausachverständige auch Ihre Vertragsunterlagen, begleitet Sie in allen Bauphasen bis zur Bauabnahme und besichtigt regelmäßig die Baustelle. Sie haben mit dem Bausachverständigen also einen Experten an Ihrer Seite, der Ihren Hausbau kontrolliert und Ihre Rechte durchsetzt.

      Hausbau Fehler Nr. 23: Sie entsorgen vorzeitig Unterlagen

      Fehlen Ihnen Belege oder Rechnungen, kann es teuer werden. Handwerkerrechnungen können dann beispielsweise nicht mehr steuerlich abgesetzt, Aufträge nicht nachvollzogen und Baumängel nicht nachgewiesen werden. Achten Sie auf die Gewährleistungsfristen (beim Neubau in der Regel 5 Jahre) und heben Sie alle Unterlagen mindestens so lange auf, bis diese abgelaufen ist.

      Legen Sie sich am besten einen Ordner nur für Ihre Unterlagen, Rechnungen und Belege zum Hausbau an. Machen Sie zusätzlich Fotos, um Arbeiten im Nachhinein noch nachvollziehen zu können und heften Sie diese mit ab.

      Hausbau Fehler Nr. 24: Sie sparen bei den Versicherungen

      Ein folgenschwerer Fehler beim Hausbau ist es, auf notwendige Versicherungen zu verzichten. Ein Unfall auf der Baustelle, eine plötzliche Arbeitslosigkeit, ein schweres Unwetter oder ein Brand können den Bau Ihrer Immobilie bremsen und zusätzliche Kosten verursachen. Denn jeder Bauherr ist für alles verantwortlich, was auf seiner Baustelle passiert. Verletzt sich beispielsweise jemand, weil die Baustelle nur ungenügend gesichert ist oder wird das Baumaterial unsachgemäß gelagert, sind Sie in der Haftung.

      Umso wichtiger ist es, sich umfassend zu versichern. Wichtige Absicherungen sind die Bauherrenhaftpflichtversicherung, die Bauleistungsversicherung, die Rohbau-Versicherung sowie eine Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke. Helfen Freunde beim Hausbau mit, ist zusätzlich eine Bauhelferunfallversicherung zu empfehlen.

      Hausbau Fehler Nr. 25: Sie sind zu lasch bei der Bauabnahme

      Die Bauabnahme ist der letzte Abschnitt Ihres Hausbaus, hier wird der Neubau noch einmal auf etwaige Baumängel kontrolliert. Seien Sie bei der Abnahme äußerst penibel und nehmen Sie jeden erkannten Mangel in das Abnahmeprotokoll auf. So stellen Sie sicher, dass der Baumangel behoben oder die Leistung im Preis gekürzt wird. Denn jeder Mangel, der nicht im Protokoll aufgeführt ist, fällt aus der Gewährleistung. Zudem kehrt sich die Beweispflicht um: Ab der Bauabnahme müssen Sie beweisen, dass Sie den Mangel nicht selbst zu verantworten haben.

      Nehmen Sie auf jeden Fall einen Bausachverständigen mit zur Bauabnahme. Dieser erkennt auch Mängel, die Ihnen mit einem ungeübten Auge nicht auffallen.

      Manche Fehler beim Hausbau fallen allerdings nicht sofort auf, sondern werden erst schleichend sichtbar. Erkennen Sie so einen Baumangel erst nach der Bauabnahme, ist wichtig, sofort zu reagieren und den entsprechenden Dienstleister in Kenntnis zu setzen. Besteht noch eine Gewährleistungsfrist, muss das Unternehmen den Mangel beseitigen. Aber auch nach Ablauf der Gewährleistungsfrist, übernehmen viele Baufirmen die Mängelbeseitigung aus Kulanz: Nachfragen kann sich also lohnen.

      Welche Auswirkungen haben Fehler beim Hausbau?

      Eines vorab: Fehler beim Hausbau sind normal und kommen bei jedem Neubauprojekt vor. Viele Probleme beim Hausbau können allerdings vermieden werden, wenn man die häufigsten Fehlerquellen bereits kennt. Denn Fehler, die beim Hausbau auftreten, haben manchmal verheerende Auswirkungen, die teilweise auch die finanzielle Existenz bedrohen können:

      • Zeitverzögerungen: Dauert der Bau länger als gedacht, müssen Sie unter Umständen länger Miete zahlen.
      • Zusätzliche Kosten für die Beseitigung von Baumängeln: Werden während oder nach der Bauphase Mängel festgestellt, müssen diese aufwändig und mit hohen Kosten beseitigt werden.
      • Stress beim Hausbau: Nehmen die Probleme überhand, können das Familienleben belastet werden oder gesundheitliche Folgen daraus resultieren.

      Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Fehler beim Hausbau auftreten können, damit Sie diesen vorbeugen und Ihr Neubauprojekt zufriedenstellend beenden können.

      Wie kann ich Stress beim Hausbau vermeiden?

      Fehler beim Hausbau kosten Nerven und Geld. Ganz ausschalten lassen sie sich wahrscheinlich nie, dennoch hilft eine gute Vorbereitung und Planung, viele Probleme zu vermeiden. Wichtig sind vor allem diese fünf Punkte:

      • Planen Sie Ihren Hausbau und die Finanzierung ganz in Ruhe.
      • Verzichten Sie nicht auf fachlichen Rat und beziehen Sie einen Bausachverständigen in den Hausbau mit ein.
      • Lassen Sie sich bei der Finanzierung beraten.
      • Entscheiden Sie sich für ein solides Bauunternehmen.
      • Schließen Sie wichtige und notwendige Versicherungen ab.

      Bereits diese fünf Tipps zum Hausbau können Ihr Risiko erheblich minimieren und Ihr Neubauprojekt deutlich stressfreier werden lassen.

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