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Negativzinsen: Was ist das?

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Bettina Martins-Brünslow
13.10.2022
2 Min Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Negativzinsen zahlen Sie weniger Ihres Kredits zurück.
  • Aktuell sind Negativzinsen kein Thema.
  • Durch einen hohen Tilgungszuschuss gab es für ein KfW-Förderprogramm 2021 einen negativen Effektivzins.
Negativzinsen: Baufinanzierung bald zum Nulltarif?

Was sind Negativzinsen?

Negativzinsen sind Zinsen, die der Kreditgeber dem Kreditnehmer gutschreibt. Bei Negativzinsen zahlen Sie also weniger zurück, als Sie sich geliehen haben. Sie kriegen als Kreditnehmer quasi Geld geschenkt, wenn Sie es sich leihen. Für Sparer hingegen bedeuten Negativzinsen, dass Sie Geld verlieren, wenn sie es in größeren Mengen bei Banken oder Sparkassen deponieren – denn als Sparer sind Sie Kreditgeber. Banken arbeiten nämlich mit Geld, das die Sparer bei ihnen anlegen.

Gibt es Immobilienkredite mit Negativzinsen?

Bisher gibt es keine klassische Baufinanzierung mit Minuszinsen. Im Jahr 2020 kam es zu Gerüchten, dass es Baugeld zu Negativzinsen geben könnte. Zunächst einmal können Banken Negativzinsen rein technisch gar nicht abbilden, damit wäre allein für die Einrichtung der technischen Voraussetzungen ein großer Aufwand verbunden, der Kosten seitens der Banken entstehen lässt. Hinzu kommt, dass Banken die Kosten für ihr Personal, Gebäudemieten, Verwaltung und ähnliches bezahlen müssen. Sie können demnach vermutlich keinesfalls im großen Stil Baufinanzierung mit Negativzinsen anbieten.

In Dänemark hingegen hat eine Bank mit Negativzinsen für Baufinanzierungen für großen Wirbel gesorgt. Dort gab es Baugeld mit 10-jähriger Sollzinsbindung zu einem Sollzinssatz von -0,5 %. In Deutschland hatte die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Jahr 2021 einige Förderkredite zu „Quasi-Negativzinsen“ im Angebot. Unter bestimmten Voraussetzungen und bei Anrechnung des Tilgungszuschusses ergab sich ein negativer Effektivzins.

Wie wahrscheinlich sind Negativzinsen?

Negativzinsen bei der Baufinanzierung sind aktuell nicht zu erwarten. Die Bauzinsen haben sich in 2022 mehr als vervierfacht. Zudem hat die EZB den Leitzins im Dezember 2022 auf 2,5 % angehoben. Damit sind Negativzinsen in naher Zukunft unmöglich.

Video: Negativzinsen für Immobilienkredite - drei Fragen, drei Antworten

Was genau sind Negativzinsen überhaupt, wie wahrscheinlich sind sie wirklich und welche Folgen haben sie? Das beantwortet Dennis Bettenbrock, unser Spezialist für Baufinanzierung aus Düsseldorf, im Video!

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  • Exkurs: Negativzinsen als Lockmittel bei Ratenkrediten

    Anbieter von Ratenkrediten werben immer mal wieder mit Krediten zu Negativzinsen. Allerdings sind die negativ verzinsten Summen meist auf rund 1.000 € begrenzt und mit weiteren Voraussetzungen wie etwa der gleichzeitigen Eröffnung eines Girokontos bei der Kreditbank verbunden. Zudem sind diese Angebote meist nur über einen kurzen Zeitraum verfügbar. Damit entsprechen sie nicht den regulären Standardkrediten.

    Die Angebote richten sich nur an eine begrenzte Kundengruppe über einen begrenzten Aktionszeitraum. Bedenken Sie zudem, dass diese Negativzinsen nur dann zustande kommen, wenn der Kreditnehmer die ideale Bonität hat. Selbstverständlich ist es aus Kundensicht klasse, wenn man für einen Ratenkredit weniger zurückzahlen muss als aufgenommen wurde. Aufgrund der Beschränkungen in der Kredithöhe und anderen Voraussetzung ist das in erster Linie eine gute Werbeaktion der anbietenden Bank.

  • Negativzinsen bei der KfW

    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hatte 2021 KfW-Förderprogramme mit negativem Effektivzinssatz angeboten. Dieser Negativzins kommt durch die Tilgungszuschüsse der KfW-Darlehen zustande, die es im Zusammenhang mit einigen Kreditangeboten gab. Diese mussten nicht zurückgezahlt werden.

    Dieser negative Effektivzins ist eigentlich nichts neues, denn die Zuschüsse gibt es bereits seit vielen Jahren. Allerdings wird der Zinssatz eben nur durch den Tilgungszuschuss negativ. Der Sollzins ist nach wie vor auch bei der KfW im positiven Bereich.

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