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Maklerprovision sparen und vom Bestellerprinzip profitieren

Wie hoch ist die Maklercourtage bei Kauf und Miete, wer übernimmt sie, und lässt sich dabei auch etwas sparen? Antworten auf diese Fragen bekommen Sie in diesem Artikel.

Introbild Maklerprovision
  • Inhaltsverzeichnis
    • Mieter zahlen keine Maklerprovision

      Nach langer Suche ist die Traum-Mietwohnung endlich in Sichtweite, aber vor der Tür winkt leider schon der Makler, und mit ihm eine ordentliche Maklerprovision – so erging es in der Vergangenheit vielen Wohnungssuchenden. Einst führte kein Weg dran vorbei: Hatte der Vermieter einen Vermittlungsvertrag mit dem Makler abgeschlossen, dann ließ sich der Mietvertrag nicht so einfach ohne ihn abschließen. Jedenfalls nicht, ohne eine Vertragsstrafe zu riskieren. Sobald die Tinte unter dem Mietvertrag getrocknet war, musste die Maklercourtage vom Mieter beglichen werden. Doch das war einmal: Seit 2015 gibt es das sogenannte Bestellerprinzip, das Wohnungssuchende in dieser Hinsicht entlasten soll.

      Das Bestellerprinzip besagt: „Wer bestellt, der zahlt“. Das heißt im Klartext: Beauftragt der Vermieter den Makler, um Zeit und Aufwand zu sparen, übernimmt er auch die Provision. Viele Vermieter ärgert das, aber die Mieter freuen sich. Ihnen kommt es zugute. Sie sollen um 571 Millionen Euro jährlich entlastet werden. Diese Änderung kommt besonders in Großstädten und in Regionen mit Wohnungsmangel zum Tragen, gleichwohl das Prinzip deutschlandweit gilt.

      Höhe der Maklergebühr bei Vermietungen

      Bei Vermietungen muss der angehende Mieter, sofern er den Makler selbst beauftragt hat, bundesweit mit maximal 2,38 Nettokaltmieten rechnen. Da neuerdings vor allem die beauftragenden Vermieter zur Kasse gebeten werden, gehen sie immer mehr dazu über, die Vermarktung ihrer Wohnungen selbst zu übernehmen - beispielsweise über einschlägig bekannte Immobilienportale.

      Übrigens: Gemäß Wohnungvermittlungsgesetz (WoVermRG) dürfen Makler für öffentlich geförderten Wohnraum und Sozialwohnungen keine Maklerprovision erheben.

      Käufer zahlen nach wie vor Maklercourtage

      Fließtextbild Maklercourtage

      Schlechte Nachrichten für Immobilienkäufer: Für sie hat sich durch das neue Bestellerprinzip leider nichts geändert. Bei Verkäufen herrscht immer noch bundesweit Uneinheitlichkeit, sowohl die Höhe der Maklercourtage betreffend als auch die Frage, wer die Gebühren letztlich übernimmt. Dennoch gibt es ein paar Tricks, mit denen sich Maklercourtage sparen lässt, und in manchen Fällen können Sie sie sogar umgehen. 

      Die Höhe der Maklergebühr beim Kauf

      Bei einem Immobilienverkauf variiert die Höhe der Maklerprovision, beträgt aber maximal 7,14 Prozent des Kaufpreises. In Ballungsräumen und Großstädten wie Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Hessen trägt aufgrund der hohen Nachfrage in der Regel der Käufer die gesamte Provision. In den restlichen Bundesländern teilen sie sich Verkäufer und Käufer, oder der Verkäufer übernimmt sie komplett.

      Maklergebühren sparen beim Hauskauf

      Maklergebühren sparen ist beim Hauskauf nicht so einfach, denn auch hier gilt: Wurde der Makler vom Käufer engagiert, lässt sich die Courtage nicht umgehen. Es bringt nichts, privat auf den Verkäufer zuzugehen und den Makler außen vor zu lassen – Vermittlungsvertrag ist Vermittlungsvertrag. Es gibt aber andere Mittel und Wege, um die zu zahlende Summe beim Hauskauf etwas erträglicher zu gestalten:

      • Achten Sie auf Angebote von privat, um die Maklerprovision zu umgehen: Solche Angebote finden Sie nicht nur in einschlägigen Immobilienbörsen und im Wochenblatt, sondern auch live vor Ort. Wir empfehlen einen Spaziergang durch die Nachbarschaft Ihrer favorisierten Wohngegend. Kommen Sie mit Anwohnern ins Gespräch und erkundigen Sie sich, ob in der Nähe etwas verkauft wird. Auf diese Weise lässt sich oftmals ein Privatverkäufer finden, und die künftigen Nachbarn haben Sie auch direkt kennengelernt.
      • Sie haben das Objekt selbst gefunden? Dann hilft Handeln: Reduziert sich der Kaufpreis, sinkt natürlich auch die Maklerprovision, da sie sich an ihm bemisst. Weil Sie selbst aktiv auf den Makler zugegangen sind, hatte er weniger Arbeit – das verschafft Ihnen eine gute Verhandlungsposition.

      Mit unserem Bauzinsenrechner können Sie das Einsparpotenzial einmal durchrechnen, indem Sie von verschiedenen Kaufpreisen ausgehen. Dabei gilt: Je niedriger der Preis, desto eher sind sie mit Ihrer Immobilienfinanzierung fertig. 

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      Maklercourtage von der Steuer absetzen

      Unter bestimmten Voraussetzungen können Mieter und Käufer die gezahlte Maklergebühr steuerlich geltend machen. Vermieter sind dazu berechtigt, die Courtage als Werbungskosten von der Steuer abzusetzen, und zwar für das Jahr, in dem die Immobilie erworben wurde. Für Mieter ist es möglich, die Maklerprovision anzugeben, wenn der Umzug in die neue Wohnung berufsbedingte Gründe hatte. Das ist zum Beispiel bei einer Versetzung der Fall. Hier prüft das Finanzamt allerdings genau nach. Bei rein privater Motivation gibt es keine steuerliche Anerkennung.

      Kurz und bündig: Die wichtigsten Fakten zur Maklerprovision

      • Wie hoch ist die Maklercourtage? Bei Vermietungen beträgt sie 2,38 Nettokaltmieten, bei Verkäufen maximal 7,14 Prozent des Kaufpreises.
      • Wer zahlt? Bei Vermietungen zahlt immer der Besteller, bei Verkäufen gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung.
      • Wann wird die Maklerprovision fällig? Sobald ein Maklervertrag abgeschlossen und ein Miet- oder Kaufobjekt erfolgreich vermittelt wurde – dabei gelten bereits mündliche Zusagen als verbindlich.
      • Wie lässt sich die Maklerprovision von der Steuer absetzen? Vermieter können sie als Werbungskosten geltend machen, Mieter können sie nur absetzen, wenn der Umzug berufsbedingt geschah.

      So kalkulieren Sie die Maklercourtage als Nebenkosten mit ein

      Manch einem mag die Maklerprovision ärgerlich und überflüssig erscheinen – doch in Großstädten und Ballungsräumen kann die Hilfe eines Vermittlers durchaus sinnvoll und hilfreich sein. Bedenken Sie dabei aber, dass neben der Courtage noch mehr Nebenkosten beim Hauskauf anfallen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Notarkosten oder die Grunderwerbsteuer. Es ist wichtig, diese Kosten im Blick zu behalten. Überlassen Sie das Nachrechnen unseren Spezialisten für Baufinanzierung: Sie zeigen Ihnen, welche Nebenkosten auf Sie zukommen und wie Sie dabei sparen können.

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