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Wodurch wird ein Haus zum KfW-Effizienzhaus 40 oder KfW-Effizienzhaus 100?

Mit einem KfW-Effizienzhaus Energie sparen und von zinsgünstigen KfW-Darlehen profieren

KfW-Effizienzhaus: Die Definition eines Haustyps

Anhand der Förderprogramme 153 Energieeffizient Bauen und 151/152 Energieeffizient Sanieren unterstützt die KfW den Bau oder Ersterwerb eines neuen KfW-Effizienzhauses beziehungsweise die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.

Doch was ist eigentlich unter einem KfW-Effizienzhaus zu verstehen? Und welche Voraussetzungen muss eine Immobilie erfüllen, um die Bezeichnung KfW-Effizienzhaus zu erhalten? 

Energetischer Standard einer Immobilie ist entscheidend

Der Begriff KfW-Effizienzhaus bezeichnet grundsätzlich einen bestimmten energetischen Standard eines Gebäudes. Dabei wird die energetische Qualität auf Basis des jährlichen Primärenergiebedarfs und des Transmissionswärmeverlustes gemessen. Als Primärenergiebedarf wird die Energiemenge bezeichnet, die erforderlich ist, um den gesamten Energiebedarf eines Gebäudes zu decken.

Der Transmissionswärmeverlust wiederum beschreibt die Energiemenge, die bei einer beheizten Immobilie nach außen verloren geht. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat die Bundesregierung für beide Referenzgrößen Höchstwerte für Neubauten festgelegt. Auf Grundlage dieser Bestimmungen hat die KfW verschiedene KfW-Effizienzhaus-Standards entwickelt. Als Referenzwert gilt 100. Das bedeutet, dass ein KfW-Effizienzhaus 100 die Anforderungen der EnEV an Neubauten erfüllt.

 

Die Bezeichnungen KfW 40, KfW 55 und KfW 70 stehen für verschiedene energetische Standards, die die KfW ihren Förderprodukten zugrunde legt. Die jeweiligen Zahlenwerte geben den jährlichen Primärenergiebedarf an, den die Gebäude im Verhältnis zu vergleichbaren Neubauten höchstens haben dürfen. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Zahlenwert, desto geringer ist auch der Primärenergiebedarf einer Immobilie und umso höher die Energieeffizienz.

So fällt der jährliche Energiebedarf eines KfW-Effizienzhauses 70 um 30 Prozent geringer aus als bei einem vergleichbaren Neubau gemäß EnEV, dem KfW Effizienzhaus 100. Und ein KfW-Effizienzhaus 55 benötigt nur 55 Prozent der Energiemenge eines KfW Effizienzhauses 100.

Die Vorgaben für Bestandsbauten weichen hiervon etwas ab. Nach einer umfassenden Modernisierung darf der jährliche Primärenergiebedarf der Immobilie höchstens 40 Prozent über dem eines Neubaus liegen, um die Voraussetzungen für eine KfW-Förderung zu erfüllen. Insgesamt gibt es im Rahmen der KfW-Förderung sieben Effizienzhaus-Standards: 40, 55, 70, 85, 100, 115 und KfW Effizienzhaus Denkmal.

Dabei gilt die anspruchsvollste Effizienzhausklasse (KfW 40) lediglich für Neubauten, die vier weniger strikten (KfW 85, KfW 100, KfW 115 und KfW Denkmal) nur für Bestandsbauten. 

Dass eine Immobilie den energetischen Standard eines KfW-Effizienzhauses aufweist und damit die Voraussetzungen für eine KfW-Förderung erfüllt, wird durch verschiedene anlagentechnische und bauliche Maßnahmen erreicht.

Diese Maßnahmen dienen einerseits der Verbesserung der Energieeffizienz, andererseits der Einbindung regenerativer Energien. Welche Maßnahmen dies konkret sind, ist abhängig vom angestrebten KfW Effizienzhaus Standard. Für eine Immobilie, die die Vorgaben das Standards KfW 55 erfüllt, sind beispielsweise folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Solaranlage für Trinkwassererwärmung
  • Wärmepumpe oder Biomasse- bzw. Holzpelletheizung
  • Außenwand- und Dachdämmung
  • Fenster mit Dreifachverglasung und speziellen Rahmen


Allerdings sind diese Maßnahmen nicht als abschließend, sondern als Teil eines energieeffizienten Gesamtkonzepts aufzufassen.

Bauherren und Immobilieninteressierte können von einer Förderung in Form eines zinsgünstigen KfW Darlehens profitieren, wenn sie ein Wohnhaus bauen oder als Ersteigentümer erwerben, das den Standard eines KfW Effizienzhauses 40, 55 und 70 erfüllt. Das Förderprodukt „Energieeffizient Bauen (153)“ umfasst einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit einen Tilgungszuschuss zu erhalten, sofern die Effizienzhaus-Standards KfW 40 oder KfW 55 erreicht werden. Der Tilgungszuschuss fällt umso höher aus, je energieeffizienter die betreffende Immobilie ist. Während bei einem KfW Effizienzhaus 40 zehn Prozent des Darlehensbetrags, also bis zu 5.000 Euro pro Wohneinheit, erlassen werden, beläuft sich der Tilgungszuschuss bei einem KfW Effizienzhaus 55 auf fünf Prozent der Darlehenssumme.

Mit dem ebenfalls zinsgünstigen Förderkredit „Energieeffizient Sanieren (151/152)“ unterstützt die KfW Immobilienbesitzer, die eine Wohnimmobilie energetisch sanieren, und Ersterwerber von saniertem Wohnraum. Grundsätzlich sind alle Maßnahmen, die zum Standard eines KfW Effizienzhauses führen, förderfähig.

Sollte kein Effizienzhaus-Standard angestrebt werden, kann die KfW-Förderung auch für Einzelmaßnahmen beantragt werden. Der Kreditbetrag ist bei einer Sanierung auf Effizienzhaus-Standard auf 75.000 Euro begrenzt, bei Einzelmaßnahmen auf 50.000 Euro pro Wohneinheit. Darüber hinaus besteht auch bei diesem KfW Darlehen die Möglichkeit eines Tilgungszuschusses.

Doch Eigentümer eines KfW Effizienzhauses profitieren nicht nur von den günstigen Zinsen der KfW Darlehen. Die energetischen Sanierungsmaßnahmen verringern dauerhaft den Energiebedarf und damit die Energiekosten. Allein die Fassadendämmung reduziert den Energiebedarf um bis zu 21 Prozent, die Wärmedämmung der Dachflächen bis zu 14 Prozent.

Voraussetzung für die jeweiligen KfW Darlehen ist, dass die energetischen Einzelmaßnehmen oder die neue Immobilie bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen. Die KfW empfiehlt daher einen Energieberater zurate zu ziehen, der die Einhaltung dieser Mindestanforderung sicherstellt und bestätigen kann. Qualifizierte Energieberater helfen nicht nur bei der Planung der neuen Immobilie als KfW Effizienzhaus und der Sanierungsmaßnahmen, sondern können auch einschätzen, ob das jeweilige Vorhaben förderfähig ist.

Darüber hinaus erstellen Energieberater die Online-Bestätigung zum Kreditantrag, die für die Beantragung der KfW Darlehen benötigt wird. Beim Kauf einer neuen schlüsselfertigen Eigentumswohnung oder eines Hauses empfiehlt die KfW zudem, den Effizienzhaus-Standard zu erfragen und in den Kaufvertrag aufzunehmen. Letzteres ist zwar nicht zwingend erforderlich, sichert Immobilienkäufer jedoch ab. Wer eine Energieberatung nutzen möchte, kann hierfür eine Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. 

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