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KfW-Darlehen: Günstige Kredite vom Staat für Ihren Immobilienkauf

Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können aufgrund ihrer niedrigen Zinsen eine sinnvolle Ergänzung für Ihre Baufinanzierung sein. Wie Sie an die staatlichen Förderdarlehen kommen, erläutern wir in diesem Artikel.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Wofür KFW-Darlehen genutzt werden

      Die meisten Immobilienkäufer benötigen für ihren Hauskauf ein Darlehen, um ihre Pläne finanziell stemmen zu können. Über 70 Prozent entscheiden sich dabei für ein klassisches Annuitätendarlehen, wie unsere Daten zeigen. Kein Wunder, dass es so beliebt ist: Ein Annuitätendarlehen bietet neben günstigen Zinsen eine konstante Monatsrate, die über die gesamte Zinsbindung hinweg gleich hoch bleibt. Das verleiht ihm ein hohes Maß an Planbarkeit.

      Aber eine Immobilienfinanzierung muss nicht zwangsweise aus nur einem einzigen Kredit bestehen, Sie können auch mehrere miteinander kombinieren. Die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bilden oftmals eine gute Ergänzung zum Annuitätendarlehen. Damit lassen sich Teilsummen günstig finanzieren, denn ihre Zinsen sind in vielen Fällen noch niedriger als die des Annuitätendarlehens. KfW-Darlehen bringen aber noch weitere Vorteile mit sich, beispielsweise einmalige Zuschüsse oder tilgungsfreie Anlaufjahre, die den Kreditnehmer in der ersten Finanzierungsphase entlasten.

      Wie KfW-Darlehen funktionieren

      Die KfW wurde 1948 als staatliche Förderbank mit dem Ziel gegründet, der deutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg finanziell wieder auf die Beine zu helfen. Seitdem fördert sie unter anderem den Bau, den Kauf und die Sanierung von Immobilien, indem sie zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse gewährt. Zu diesem Zweck hat sie verschiedene Förderprogramme entwickelt, mit denen sie unter anderem Privatpersonen beim Erwerb eines Eigenheims unterstützt. Mit KfW-Darlehen lassen sich aber keine kompletten Immobilienfinanzierungen gestalten, die Darlehen sind nur als Ergänzungsbausteine gedacht. Das zeigt sich schon allein darin, dass die möglichen Finanzierungssummen bei der KfW begrenzt sind, sie belaufen sich – abhängig von der Darlehensart – auf maximal 100.000 Euro pro Vorhaben.

      Das Grundprinzip der KfW-Darlehen

      Die Darlehen der KfW sind vom Prinzip her wie Annuitätendarlehen aufgebaut: Sie wählen eine Sollzinsbindung aus, die - abhängig vom KfW-Programm - zwischen fünf und 20 Jahren betragen kann und zahlen in dieser Zeit eine Monatsrate, die immer gleich hoch bleibt. Allerdings bestehen drei wesentliche Unterschiede zum gängigen Annuitätendarlehen anderer Institute:

      1. Kredite der KfW bieten sogenannte tilgungsfreie Anlaufjahre von wahlweise einem bis drei Jahren, und in dieser Zeit ist die Monatsrate niedriger. Bei einer tilgungsfreien Anlaufzeit von einem Jahr zahlen Sie in diesem Zeitraum mit der monatlichen Rate lediglich die Zinsen des Kredits, leisten aber keine Tilgung. Das reduziert die Rate und entlastet Sie in der ersten Zeit.
      2. Viele KfW-Darlehen beinhalten außerdem einmalige Tilgungszuschüsse von bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme und bis zu einer maximalen Höhe von 15.000 Euro pro Wohneinheit. Solche Vorteile gibt es bei normalen Annuitätendarlehen nicht. Den Tilgungszuschuss müssen Sie nicht zurück bezahlen. Wenn Sie beispielweise einen KfW-Kredit von 50.000 Euro aufnehmen, müssten Sie nur 35.000 Euro tilgen und bekommen den Rest erlassen. 
      3. Ein Annuitätendarlehen wird direkt bei der Bank beantragt, die Ihnen das Angebot dazu unterbreitet hat. Dagegen kann das KfW-Darlehen nicht direkt bei der KfW beantragt werden. Sie benötigen dazu eine sogenannte „durchleitende Bank“. Das kann beispielsweise Ihre Hausbank sein, vorausgesetzt, sie kooperiert mit der KfW.

      Das Grundprinzip der KfW-Zuschüsse

      Nicht alle KfW-Programme bestehen aus Darlehen, denn die KfW bietet zusätzlich auch einmalige Zuschüsse für bestimmte Maßnahmen. Beispielsweise beinhaltet das Programm 430 einen Investitionszuschuss für eine energieeffiziente Sanierung in Höhe von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit. Denkbare Projekte sind zum Beispiel die Wärmedämmung der Immobilie, der Austausch von Fenstern und Türen oder eine neue, energieeffiziente Heizung. Diese Zuschüsse sind unabhängig davon, ob auch ein KfW-Darlehen beantragt wurde, und sie müssen nicht zurück bezahlt werden. 

      Tipps zur KfW direkt von Ihrem Berater

      Unser Spezialist für Baufinanzierung, Rainer Wilke, stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau im dreieinhalbminütigen Gespräch mit Denise Haarstrick-Rump vor, erklärt ihre wichtigsten Programme und zeigt, wie sich die KfW-Darlehen in eine Gesamtfinanzierung integrieren lassen.
      Mit freundlicher Genehmigung von Radio Hannover.

      Voraussetzungen für einen KfW-Kredit

      Die Bedingungen, welche die KfW für die Vergabe ihres KfW-Kredits stellt, fallen von Programm zu Programm unterschiedlich aus und hängen ebenfalls davon ab, ob Sie die Immobilie bauen, kaufen oder sanieren möchten. So gelten beispielsweise für den Bau eines KfW-Effizienzhauses andere Voraussetzungen als für den reinen Erwerb einer Immobilie. Um mehr über die Bedingungen der einzelnen Programme zu erfahren, nutzen Sie einfach nachfolgende Programmliste, die Sie zum passenden KfW-Programm bringt.

      Überblick über die wichtigsten KfW-Programme

      Welche Förderung der KfW zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Vorhaben ab. Genau genommen stellt sich die Frage, ob Sie eine neue Immobilie bauen, eine vorhandene kaufen oder Ihr Eigenheim sanieren möchten. Das Gute an den KfW-Programmen: Sie lassen sich auch miteinander kombinieren. 

      Sie möchten eine neue Immobilie bauen?

      Sie möchten eine vorhandene Immobilie kaufen?

      Sie möchten Ihr Eigenheim sanieren?

      KfW-Zinsen im Vergleich zu Bauzinsen

      Viele Immobilienkäufer fragen sich, ob es sich tatsächlich immer lohnt, einen Kredit der KfW in die Baufinanzierung einzubeziehen. Sind die Zinsen von KfW-Darlehen immer günstiger? Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. In Zeiten niedriger Zinsen, wie aktuell der Fall, können die Zinsen gängiger Annuitätendarlehen durchaus mit den KfW-Zinsen mithalten. Allerdings lässt sich sagen: Wirklich an das niedrige Niveau der KfW-Kredite heran reichen die Zinsen normaler Baufinanzierungen nur, wenn der Immobilienkäufer ideale Voraussetzungen mitbringt:

      Beispielsweise genügend Eigenkapital, um den Beleihungsauslauf unter der 60-Prozent-Marke zu halten. Außerdem punkten KfW-Darlehen mit einmaligen Tilgungszuschüssen, die es bei Annuitätendarlehen nicht gibt. Dafür sind die Zinsbindungen bei KfW-Krediten begrenzt und gehen maximal 20 Jahre, abhängig vom Programm. Das Gesamtpaket spricht eindeutig für KfW-Darlehen, es kann sich aber dennoch lohnen, die detaillierten Bedingungen zu vergleichen. Einen Überblick über die aktuellen Bauzinsen verschafft Ihnen unser folgender Rechner.

      KfW-Kredit beantragen Schritt für Schritt

      1. Förderfähigkeit checken

        Welche Förderung Sie von der KfW erhalten können, sei es ein Darlehen oder ein Zuschuss oder sogar beides, hängt von Ihrem Vorhaben ab: Wollen Sie bauen oder kaufen, Ihre Immobilie modernisieren? Die KfW bietet Ihnen dazu einen Produktfinder an, der Ihnen die möglichen Förderungen zeigt.

      2. Bankpartner zur Beantragung suchen

        Ein KfW-Kredit wird nie direkt bei der KfW beantragt, sondern ausschließlich über eine Bank, das sogenannte durchleitende Kreditinstitut. Dazu arbeitet die KfW bundesweit mit vielen Finanzierungspartnern, Banken und Sparkassen zusammen.  Allerdings besteht für Banken keine Verpflichtung zur Vermittlung von KfW-Darlehen. Dementsprechend werden die Förderprodukte der KfW auch nicht von jedem Kreditinstitut angeboten. Erkundigen Sie sich also am besten bei Ihrer Hausbank, ob sie die Darlehen der KfW zu Ihrem Baudarlehen vermittelt, also diese in Ihrem Namen auch beantragen kann.

      3. Antrag ausfüllen

        Um einen Antrag für einen KfW-Kredit zu stellen, muss das betreffende Antragsformular bei der Bank Ihrer Wahl unterschrieben und dann durch diese Bank bei der KfW eingereicht werden. Zwar werden KfW-Darlehen in der Regel mit einer Baufinanzierung kombiniert, grundsätzlich können die Förderdarlehen jedoch auch einzeln beantragt werden. Wird jedoch eine Kombination von KfW-Darlehen und Baufinanzierung erwogen, sollten Sie beachten, dass die Abwicklung dieser beiden Kredite getrennt erfolgt, demzufolge auch separate Antragsunterlagen erforderlich sind. Mehr über den richtigen Zeitpunkt der Beantragung und weitere Details finden Sie auf der Seite zur KfW-Förderung.

      4. Projekt starten

        Sobald Sie die schriftliche Förderzusage der KfW erhalten haben, können Sie Ihr Vorhaben in die Tat umsetzen und die Immobilie kaufen, mit dem Bau oder mit der Sanierungsmaßnahme beginnen.

      KfW-Darlehen genau prüfen und einplanen

      Wer eine Immobilie finanzieren will, sollte die Angebote der KfW in jedem Fall genau prüfen. Da Sie die Darlehen ohnehin über eine durchleitende Bank beantragen müssen, ist es sinnvoll, Hauptfinanzierung und KfW-Darlehen in einem Rutsch abzuschließen. Bei Dr. Klein ist das möglich: Unsere Spezialisten helfen Ihnen bei der Planung Ihres Immobilienkredits und zeigen, welche KfW-Förderung Ihnen zur Verfügung steht. Sie kümmern sich außerdem um alle Formalitäten und übernehmen die Beantragung bei der KfW. Beachten Sie aber: Es ist leider nicht möglich, einzelne KfW-Kredite zum Beispiel für eine Modernisierung im Nachhinein über uns zu beantragen. Wir vermitteln die Finanzlösungen der KfW nur gemeinsam mit einer Baufinanzierung, die für einen gleichzeitigen Hauskauf gedacht ist. 

      KfW-Darlehen und Baufinanzierung aus einem Guss

      Kommen Sie einfach auf uns zu und lassen Sie sich von einem unserer Berater vor Ort die passende Kombination aus Baufinanzierung und KfW-Kredit zeigen. Um unseren Service in Anspruch zu nehmen, fordern Sie aktuelle Finanzierungsvorschläge von uns an, und wir melden uns binnen 24 Stunden bei Ihnen.

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