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Umschuldung der Baufinanzierung: Ganz einfach Geld und Zeit sparen!

Umschuldung heißt: Einen laufenden Kredit ablösen, zu einer neuen Bank übertragen und durch bessere Zinsen sparen. Wie das bei einer Baufinanzierung funktioniert, zeigen wir in diesem Artikel.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist eine Umschuldung?

      Als „Umschuldung“ bezeichnet man die Ablösung eines laufenden Kredits bei der jetzigen Bank durch einen neuen Kredit bei einer anderen Bank. Das Ziel ist klar: einen besseren Zinssatz bekommen und dadurch sparen! Eine Umschuldung ist bei verschiedenen Kreditarten möglich, beispielsweise können Sie recht unkompliziert einen normalen Ratenkredit umschulden. In diesem Artikel geht es aber darum, wie die Umschuldung einer Baufinanzierung funktioniert. Dabei stellt die Umschuldung eine Art der Anschlussfinanzierung dar: Läuft die Zinsbindung Ihrer aktuellen Baufinanzierung aus, bleibt im Normalfall noch eine Restschuld übrig, die Sie weiterfinanzieren müssen. Sie haben dann die Wahl:

      • Entweder bleiben Sie bei Ihrer alten Bank und verlängern den auslaufenden Immobilienkredit einfach mithilfe einer sogenannten Prolongation.
      • Oder Sie wechseln zur neuen Bank und tätigen eine Umschuldung.

      Eine Prolongation ist einfach umzusetzen, aber teuer und unflexibel. Hingegen können Sie mit einer Umschuldung der Baufinanzierung eine Menge sparen. Aber ist eine Umschuldung nicht viel aufwändiger? Nein, überhaupt nicht: Oftmals regeln die Banken die meisten Formalitäten unter sich, und in der Regel fallen für den Wechsel nur geringe Gebühren an, die Sie durch den günstigeren Zins schnell wieder reinholen.

      Ab wann kann ich eine Umschuldung meiner Baufinanzierung vornehmen?

      Bevor Sie die Umschuldung Ihrer Baufinanzierung in Angriff nehmen, ist die zentrale Frage, ob und ab wann Sie überhaupt tätig werden können. Aus einem Immobilienkreditvertrag kommt man nämlich nicht so ohne weiteres heraus. Durch die Wahl der Sollzinsbindung, die Sie sich bei Abschluss der ersten Immobilienfinanzierung selbst ausgesucht haben, steht fest, wie lange Ihr Vertrag mit der Bank noch läuft. Innerhalb dieser Zinsbindung können Sie den Vertrag normalerweise nicht kündigen und deshalb auch keine Umschuldung zu einer anderen Bank vornehmen. Es gibt aber wie immer Ausnahmen von der Regel, und die wollen wir Ihnen hier einmal vorstellen:

      Ab fünf Jahre im Voraus möglich: Umschuldung frühzeitig abschließen

      Mit dieser Handlungsoption kommen Sie zwar keinen Tag früher aus Ihrem Kreditvertrag und müssen auf das Ende der Zinsbindung warten. Aber: In dieser Phase können Sie den neuen Kreditvertrag für die Umschuldung bereits in trockene Tücher bringen, denn das ist schon bis zu fünf Jahre vor Ablauf der aktuellen Zinsbindung möglich. Das hat große Vorteile: Zum Beispiel können Sie sich die heutigen Zinsen für später sichern und müssen sich um Ihre Anschlussfinanzierung anschließend keine Gedanken mehr machen. Welche Möglichkeiten Sie dabei genau haben, hängt davon ab, in welcher Zeitphase sich Ihre Baufinanzierung genau befindet:

      • 5 Jahre bis 1 Jahr vor Ablauf:
        Ihre Baufinanzierung läuft in den nächsten fünf Jahren aus, geht aber noch länger als 12 Monate? Dann können Sie jetzt für die Umschuldung ein Forward-Darlehen bei einer neuen Bank abschließen. Dafür unterschreiben Sie heute einen Vertrag für die heute geltenden Zinsen, die aktuell sehr niedrig sind. Das Forward-Darlehen wird so datiert, dass Ihnen die Summe daraus erst in fünf Jahren ausgezahlt wird. Damit können Sie dann die Restschuld der alten Baufinanzierung ablösen. Sie reservieren sich damit die heutigen Zinsen für später. Das macht vor allem Sinn, wenn Sie fest damit rechnen, dass die Zinsen in den kommenden Jahren steigen werden. Ohne Forward-Darlehen wären Sie dem gestiegenen Zinsniveau ausgeliefert und müssten Ihre Anschlussfinanzierung zu höheren Zinsen bestreiten.
      • 12 Monate oder weniger bis zum Zinsbindungsende:
        In dieser Phase ist zwar kein Forward-Darlehen mehr möglich, aber einer normalen Umschuldung steht nichts im Weg. Fragen Sie bei der Bank nach, ob sie Sie schon einige Monate eher aus dem Vertrag lässt (gegen Vorfälligkeitsentschädigung). Falls nicht, teilen Sie der Bank dennoch schriftlich mit, dass Sie den laufenden Immobilienkredit nach Ablauf nicht fortsetzen möchten. Erledigen Sie dies aber erst, wenn Sie bereits eine Kreditzusage von einer neuen Bank in der Tasche haben! Sonst sind Sie im schlechtesten Fall am Ende zur Begleichung der Restschuld verpflichtet, stehen aber mit leeren Händen da. Falls Sie in dieser Phase gar nichts unternehmen, gibt Ihnen die Bank automatisch mindestens drei Monate vor Ablauf Bescheid, ob sie die Immobilienfinanzierung mit Ihnen verlängern möchte oder nicht und unterbreitet Ihnen normalerweise ein Prolongationsangebot.

      Nach zehn Jahren möglich: Umschuldung durch Sonderkündigungsrecht

      Läuft Ihre Sollzinsbindung bereits länger als 10 Jahre? Dann räumt Ihnen der Gesetzgeber gemäß §489 BGB ein Sonderkündigungsrecht für Ihre Baufinanzierung ein. Sie können ab sofort täglich mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten Ihre Baufinanzierung beenden und die Restsumme umschulden. Dieses Sonderkündigungsrecht endet nicht: Sie können es auch noch nach 11 Jahren, 20 Jahren oder 30 Jahren nutzen, und zwar egal, an welchem Tag. Und auch unabhängig davon, wie viel länger Ihre Zinsbindung noch läuft. Die Hauptsache ist, dass Sie die 10 Jahre Laufzeit hinter sich gelassen haben.

      Theoretisch immer möglich: Umschuldung durch Verhandlung oder Verkauf

      Ihre Baufinanzierung läuft noch länger als fünf Jahre, ist aber auch noch nicht älter als 10? Dann befinden Sie sich in einer Phase, in der Sie normalerweise keine Umschuldung vornehmen können. Trotzdem gibt es noch zwei weitere Wege zur Umschuldung einer Baufinanzierung: Den Verkauf und die Verhandlung mit der Bank. Der Verkauf ist tatsächlich der einzige Fall, in dem die Bank vom Gesetz her dazu verpflichtet ist, Sie trotz laufender Zinsbindung vorzeitig aus dem Vertrag zu entlassen. Denn eine Bank darf Ihre persönliche Entscheidungsfreiheit in diesem Punkt nicht einschränken. Sie müssen dazu in der Lage sein, Ihre Wohnsituation zu verändern und dürfen nicht aufgrund des laufenden Kreditvertrags dazu gezwungen werden, eine Immobilie zu behalten. Aber zugegebenermaßen würde wohl kaum jemand sein Eigenheim verkaufen, nur, um sich durch eine Umschuldung im Zins zu verbessern.

      Die Umschuldung selbst berechnen: Wie viel kann ich sparen?

      Die zweite Frage, die sich bei der Umschuldung einer Baufinanzierung aufdrängt, lautet: Wie viel kann ich mit einer Umschuldung sparen? Einen ersten, schnellen Einblick in die Materie bietet unser Umschuldungsrechner:

      190000 €
      500001000000

      Hier geben Sie einfach das Datum zum Beginn Ihrer Anschlussfinanzierung und die Höhe Ihrer Restschuld zu diesem Zeitpunkt ein. Wie hoch die Restschuld zu diesem Datum ausfallen wird, können Sie aus Ihrem Tilgungsplan ablesen, den die ursprüngliche Bank Ihnen damals ausgehändigt haben sollte. Liegt Ihnen kein Tilgungsplan vor, können Sie bei Ihrer Bank einen anfordern. Wählen Sie außerdem im Umschuldungsrechner Ihre neue, gewünschte Zinsbindung aus. Zum Schluss werden Ihnen tagesaktuelle Beispielkonditionen für Ihre Umschuldung angezeigt. Der Umschuldungsrechner vermittelt Ihnen dennoch einen guten, ersten Eindruck: Vergleichen Sie die Daten der neuen Baufinanzierung mit den Daten in Ihrem Tilgungsplan. Auf diese Weise erkennen Sie die mögliche Kostenersparnis. Ein genaues, exakt auf Sie zugeschnittenes Angebot für eine Umschuldung können wir Ihnen im persönlichen Gespräch unterbreiten.

      Kosten, Aufwand und Sparpotenzial einer Umschuldung

      Kommen wir zur dritten Frage, die sich jeder Immobilieneigentümer stellt, bevor er eine Umschuldung seiner Baufinanzierung in die Tat umsetzt: Lohnt sich der Aufwand finanziell? Die Antwort lautet fast immer: "Ja!": Eine Umschuldung ist viel weniger aufwändig, als viele denken und zahlt sich finanziell in den meisten Fällen deutlich aus. Um Ihnen bei der Beantwortung der Frage zu helfen, ob sich die Umschuldung für Sie lohnt, dröseln wir die drei Faktoren Kosten, Aufwand und Sparpotenzial hier nacheinander auf.

      Die Kosten einer Umschuldung

      Eine Umschuldung gibt’s normalerweise nicht umsonst. Folgende Kosten können entstehen:

      Vorfälligkeitsentschädigung

      Lässt die alte Bank Sie nicht aus dem Vertrag, fällt natürlich keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Und läuft die alte Zinsbindung aus, müssen Sie ebenfalls keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Stimmt sie aber einer vorzeitigen Ablösung des Immobilienkredits zu, wird sie Ihnen in jedem Fall eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellen. Dazu gibt es gesetzliche Vorgaben. Läuft die Zinsbindung noch länger als 12 Monate, darf die Vorfälligkeitsentschädigung maximal 1 Prozent der Restschuld ausmachen. Bei weniger als 12 Monaten verbleibender Laufzeit darf die Bank nur 0,5 Prozent der Restschuld in Rechnung stellen. Angenommen, Sie haben noch eine Restschuld von 100.000 Euro zu stemmen, dann läge die Vorfälligkeitsentschädigung im ersten Fall bei 1.000 Euro, im zweiten Fall bei 500 Euro.

      Grundbuch- und Notarkosten

      Zwar verlangt die neue Bank bis auf den Zins für den Immobilienkredit keine weiteren Gebühren von Ihnen, aber bei der Umschuldung muss die neue Bank als Gläubigerin ins Grundbuch aufgenommen und die alte aus dem Grundbuch herausgelöscht werden. Normalerweise bitten der Notar und das Grundbuchamt dafür zur Kasse. Die Änderung des Eintrags kann auf zwei verschiedenen Wegen geschehen: Entweder als Grundschuldübertragung oder als Grundschuldlöschung und Neueintragung. Der erste Weg ist der Üblichere und der Günstigere, der zweite Weg ist teurer und aufwändiger. Welcher Weg Ihnen bei Ihrer Umschuldung offen steht, ist von der Bank abhängig, die Sie verlassen. Um den Unterschied einmal zu beziffern: Bei einer Restschuld von 100.000 Euro kostet eine Grundschuldabtretung etwa 300 Euro, bei einer Löschung und Neueintragung sind es zirka 1.000 Euro. Beide Vorgänge können Sie selbst mit unserem Grundbuchrechner und Ihren realen Daten durchkalkulieren.

      Der Aufwand einer Umschuldung

      Die gute Nachricht: Der Aufwand einer Umschuldung ist tatsächlich gering, und sie geht normalerweise auch sehr schnell innerhalb nur weniger Tage vonstatten. Im Normalfall regeln die alte und die neue Bank die meisten Formalitäten untereinander. Erklärt sich die abgebende Bank zu einer Grundschuldabtretung bereit, haben Sie als Kunde am wenigsten zu tun, denn dann ist noch nicht mal ein Notartermin nötig. Bei der Grundschuldlöschung und Neueintragung ist das anders. Sprechen Sie mit Ihrer bisherigen Bank darüber, zu welcher Variante sie bereit ist. Oder, noch einfacher: Überlassen Sie die Verhandlung mit beiden Banken den Spezialisten von Dr. Klein.

      Das Sparpotenzial einer Umschuldung

      Das Sparpotenzial einer Umschuldung ist hoch, sodass Sie die eventuellen Kosten der Umschuldung schnell wieder hereinholen. Dazu gibt es eine einfache Faustformel:

      Ist der Zins der neuen Bank mindestens 0,2 Prozentpunkte besser als der Zins der alten Bank, lohnt sich die Umschuldung der Baufinanzierung.

      Der Vorteil lässt sich leichter greifen, wenn man realistische Zahlen vor Augen hat. Dazu stellen wir Ihnen hier eine Beispielrechnungen zur Verfügung, die das Sparpotenzial bei einer Umschuldung noch mal genauer skizziert. Dabei halten wir die Monatsrate konstant bei 660 Euro, gehen von einer Restschuld über 100.000 Euro aus und zeigen, wie viel ein um nur 0,87 Prozentpunkte besserer Zins ausmachen kann: Durch den günstigeren Zins können Sie mit derselben Monatsrate mehr tilgen, denn ein geringerer Teil der Rate fließt als Zinszahlung an die Bank. Folglich kann ein höherer Teil der Rate in die Tilgung investiert werden. Und daraus ergeben sich zwei große Vorteile: Se zahlen 7.927 Euro weniger an Zinsen, und Sie sind ein Jahr schneller schuldenfrei.

      Vergleich von Umschuldung und Prolongation
      Grafik: Prolongation und Umschuldung im direkten Vergleich

      Die größten Vorteile auf einen Blick

      • Sparpotenzial:
        Mit einer Umschuldung können Sie die Zinskosten erheblich senken.
      • Entlastung:
        Bei einer Umschuldung können Sie die Monatsrate absenken und sich so finanziell jeden Monat entlasten.
      • Flexibilität:
        Sondertilgungen, Tilgungssatzwechsel und der Zahlungsrhythmus lassen sich bei einer Umschuldung wieder neu festlegen.

      An dieser Stelle wollen wir noch mal genauer auf die Flexibilität einer Umschuldung eingehen: Sie können neben dem Zins noch weitaus mehr Bedingungen des Kreditvertrages verändern und an Ihre aktuelle Lebenssituation anpassen. Das ist bei einer Prolongation, also der Verlängerung Ihres bisherigen Immobilienkredits bei der alten Bank, nicht möglich. Denn bei der Prolongation stellt Ihre jetzige Bank Ihnen höchstens zwei oder drei neue Zinsbindungen zur Wahl, meistens können Sie sich zwischen 5, 10 oder 15 Jahren entscheiden. Alles andere bleibt aber gleich – und das ist unter Umständen ziemlich schlecht für Sie. Eine Umschuldung räumt Ihnen sehr viel größere Freiheiten ein.

      Sie können den Tilgungssatz anpassen

      Wnn Sie auf einen neuen Immobilienkredit umschulden, können Sie nicht nur den Zinssatz, sondern auch den Tilgungssatz verändern. Mehr tilgen heißt: die Restschuld schneller abtragen. Haben Sie gleichzeitig einen wesentlich besseren Zinssatz erhalten, kann es gut sein, dass Sie mit derselben Monatsrate wie vorher plötzlich mehr tilgen können. Dadurch werden Sie mit Ihrer Baufinanzierung schneller fertig und sparen erheblich Zinskosten über die Jahre hinweg ein. Diese Anpassung können Sie bei einer Prolongation nicht vornehmen, hierbei bleibt der Tilgungssatz immer derselbe. Das heißt in der Praxis: Lag er in der ersten Finanzierungsrunde bei nur 1 Prozent pro Jahr, dann ist er ja mit der Zeit auf natürliche Weise gestiegen, weil Sie mit der Zeit durch die Monatsrate die Restschuld abgetragen haben. Mit dem Prolongationsangebot tilgen Sie genau an dieser Stelle, an der Sie vorher aufgehört haben, weiter – Sie können den Tilgungssatz also nicht direkt ein Stück höher ansetzen. Und das kann sich sehr negativ auf Ihre Finanzierung auswirken: Wer beim ursprünglich vorgesehenen Tilgungsverlauf bleibt, verkürzt die Restlaufzeit nicht und schenkt der Bank unnötig Zinsen.

      Sie können Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel einfügen

      Durch eine Umschuldung können Sie Extras wie jährliche Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel neu definieren. Bei einer Prolongation bleibt auch in diesem Punkt alles beim Alten: Hatten Sie vorher 5 Prozent kostenlose Sondertilgung inklusive, dann bleibt diese Option auch nach der Prolongation bestehen. Hatten Sie vorher gar keine Sondertilgung eingeplant, bietet die Bank Ihnen für die kommende Runde auch keine Sondertilgung an. Dasselbe bei Tilgungssatzwechseln: Was vorher eingeplant war, steht auch hinterher im Vertrag, und was vorher nicht vorgesehen war, wird Ihnen auch jetzt nicht eingeräumt. Bei einerv Umschuldung werden die Karten neu gemischt, und Sie haben die Möglichkeit, sich diese Optionen mit einbauen zu lassen. Das ist immer dann von Vorteil, wenn sich Ihre Lebenssituation seit Abschluss der Erstfinanzierung verändert hat: Ist beispielsweise eine Gehaltserhöhung dazu gekommen oder eine Bonuszahlung, kann es ärgerlich sein, wenn Sie diese nicht für die Baufinanzierung nutzen können, weil der Vertrag Sondertilgungen nicht zulässt. Tilgungssatzwechsel hingehen sind sehr hilfreich, wenn man beispielsweise durch Arbeitslosigkeit in eine vorübergehende, finanzielle Schieflage gerät: Durch eine Senkung des Tilgungssatzes können Sie dann die Monatsrate absenken, ohne den Immobilienkreditredit zu verlieren.

      Sie können den Zahlungsturnus verändern

      Viele Immobilieneigentümer zahlen ihre Raten an die Bank monatlich, aber es gibt auch die Möglichkeit einer quartalsweisen Zahlung. In manchen Lebenssituationen bietet es sich an, die Zahlungsweise umzustellen. Das ist aber auch nur mit einer Umschuldung möglich. Denn auch hier heißt es bei der Prolongation: Haben Sie die Rate vorher monatlich gezahlt, bleibt es auch mit der Prolongation dabei. Bei einer Umschuldung können Sie die Gelegenheit nutzen und den Zahlungsrhythmus neu definieren. Manche Banken gewähren sogar einen kleinen Zinsvorteil, wenn Sie bereit sind, auf monatliche Zahlung zu verzichten und die Raten quartalsweise zu begleichen.

      Wann lohnt sich eine Umschuldung?

      Rein monetär betrachtet lohnt sich die Umschuldung meist binnen weniger Monate genau ab dem Moment, ab dem Sie durch den neuen Kredit mehr Zinskosten gespart als zuvor Gebühren für die Ablösung des alten Kredits beglichen haben. Und später zahlt sie sich in der Regel um ein Vielfaches aus, und zwar durch die eingesparten Zinskosten, die sich durch den günstigeren Zinssatz in den Folgejahren immer weiter summieren. Das Ganze lässt sich noch auf eine weitere Faustregel herunterbrechen:

      Wenn sich seit Ihrer ersten Finanzierung die Zinsen gebessert haben und / oder sich Ihre Einkommenssituation verändert hat, ist es immer sinnvoll, eine Umschuldung vorzunehmen.

      Mit diesem Grundsatz vor Augen wird recht schnell klar, dass Sie mit einer Umschuldung fast immer besser fahren als mit einer Prolongation. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Ihre Lebenssituation im Laufe der Jahre verändert und dass Sie einen besseren Bauzins bekommen können. Mit einer Prolongation können Sie diese positiven Entwicklungen überhaupt nicht nutzen.

      Kann ich bei der Umschuldung direkt mehrere Baukredite zusammenfassen?

      Die Umschuldung einer Baufinanzierung erscheint wie eine gute Gelegenheit, mehrere, parallel laufenden Kreditverträge einfach zu einem einzigen, zinsgünstigen Kredit zusammenzufassen. Dazu sollte eine wichtige Voraussetzung gegeben sein:

      Alle alten Kreditverträge müssen gleichzeitig ablösbar sein. Das heißt, bei jedem einzelnen dieser Baukredite muss die jeweilige Zinsbindung am selben Tag auslaufen, die Restschulden müssen am selben Tag fällig werden.

      Ist das nicht der Fall, können Sie den Kredit, der eher fällig wird, zwar mit einem variablen Darlehen zwischenfinanzieren, um ihn dann mit dem Kredit, der später fällig wird, zusammenzufassen. Ein variables Darlehen kommt ohne Zinsbindung aus, es ist jederzeit ablösbar. An dieser Stelle benötigen Sie aber einen hilfreichen Spezialisten für Baufinanzierung von Dr. Klein, der Ihnen hilft, mal durchzukalkulieren, ob sich das lohnt: Das variable Darlehen kommt nämlich mit einem wesentlich teureren Zinssatz daher. Der Weg über das variable Darlehen bietet sich vor allem dann an, wenn Sie zum Beispiel einen KfW-Kredit, der ebenfalls bald fällig wird, mit dem Hauptdarlehen zusammenfassen möchten. Nur in den seltensten Fällen laufen die beiden Kredite exakt gleichzeitig aus.

      Übrigens: Einen Ratenkredit können Sie normalerweise nicht mit ablösen und zu einer Baufinanzierung zusammenfassen, dabei machen Banken in der Regel nicht mit. Doch auch von dieser Regel kann es Ausnahmen geben. Auch hierfür gilt, fragen kostet nichts.

      Benötigte Unterlagen für die Umschuldung

      Bereiten Sie sich auf die Umschuldung gut vor, indem Sie zeitig die benötigten Unterlagen heraussuchen und zusammenstellen. Die neue Bank wird bestimmte Kriterien überprüfen wollen, und dafür benötigt sie vor allem:

      • Gehaltsnachweise (normalerweise der letzten 3 Monate)
      • Grundriss, Lageplan (Flurkarte), Bauunterlagen von Ihrer Immobilie
      • Aktuellen Grundbuchauszug (nicht älter als X Monate) von Ihrer Immobilie

      Wer nicht gerne alleine die Unterlagen wälzt, kann sich damit ebenfalls an die Spezialisten für Baufinanzierung von Dr. Klein wenden. Bringen Sie einfach Ihre Ordner mit, und unsere Berater stellen Stück für Stück eine genehmigungsfähige Kreditakte für Ihre Umschuldung zusammen, die sie dann an die entsprechende Bank Ihrer Wahl weiterleiten. So können Sie außerdem sicher gehen, dass keine wichtige Unterlage bei der Beantragung fehlt. Übrigens: Falls Ihnen noch kein aktueller Grundbuchauszug oder keine Flurkarte vorliegt – beides können unsere Spezialisten für Sie bei den jeweils zuständigen Ämtern anfordern und Ihnen auf diese Weise ein gutes Stück Arbeit abnehmen.

      Umschuldung Schritt für Schritt

      1. Checken, ob eine Umschuldung möglich ist

        Werfen Sie als erstes einen Blick in die Unterlagen Ihres aktuellen Hauskredits: Hier finden Sie das Datum, zu dem Ihre Zinsbindung abläuft. Diese Information ist wichtig für die neue Bank, damit sie die Restschuld am Ende pünktlich überweisen kann.

      2. Angebote für eine Umschuldung vergleichen

        Jetzt heißt es: Die Marktlage sondieren. Sehen Sie sich verschiedene Angebote für eine Umschuldung an und achten Sie dabei ruhig penibel auf die Nachkommastellen beim Zins: Selbst wenige Prozentpunkte hinter dem Komma können über die Jahre hinweg bereits eine Ersparnis von mehreren tausend Euro bedeuten.

      3. Erst Angebotsvorabzusage, dann Kündigung

        Ganz wichtig: Bevor Sie Ihre jetzige Immobilienfinanzierung kündigen, holen Sie sich eine Vorabzusage der neuen Bank. Schließlich möchten Sie am letzten Tag des alten Baukredits nicht ohne neue Finanzierung dastehen. Sicher ist sicher: Das neue Angebot lieber schriftlich geben lassen, also einen neuen Vertrag abschließen.

      4. Alten Vertrag schriftlich kündigen

        Beachten Sie die Kündigungsfristen: Läuft die Baufinanzierung schon länger als zehn Jahre, können Sie jederzeit mit einer taggenauen Frist von sechs Monaten kündigen. In allen anderen Fällen läuft die Baufinanzierung automatisch zum Ende der Zinsbindung hin automatisch aus, Sie sollten der Bank aber dennoch vorher schriftlich mitteilen, dass Sie danach nicht verlängern möchten.

      5. Restschuld pünktlich ablösen

        Normalerweise regeln die alte und die neue Bank den Übertrag der Restschuld und die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch untereinander. Trotzdem gut zu wissen: In der Regel muss die Restschuld innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Zinsbindung bzw. Kündigungsfrist beglichen werden, sonst gilt die Kündigung als unwirksam. Informieren Sie die neuen Bank auf jeden Fall über den Ablösetermin.

      6. Neues Darlehen abbezahlen

        Ist das Darlehen bei der alten Bank durch das neue Darlehen abgelöst, zahlen Sie ab sofort Ihre Monatsraten an die neue Bank. Nun läuft das neue Darlehen bis zum Ende der neuen Zinsbindungsfrist.

      Mit der Umschuldung bequem sparen

      Bequeme Umschuldung – das hört sich für viele wie ein Widerspruch in sich an: Der auf den ersten Blick höhere, bürokratische Aufwand schreckt oft erstmal ab. Dabei ist eine Umschuldung gar nicht aufwändig, das Sparpotenzial dafür umso größer. Die Spezialisten von Dr. Klein nehmen Ihnen den geringen Aufwand sogar noch ab und suchen außerdem günstige Angebote von neuen Banken für Sie heraus. Treten Sie dazu einfach mit uns in Kontakt und wagen Sie sich an das Thema Umschuldung heran – es lohnt sich.

      Richtig umschulden, alle Vorteile nutzen

      Als Erfinder des Forward Darlehens wissen wir, wie wichtig gute Konditionen für Umschuldungen sind. Wir achten jedoch nicht nur auf den Zinssatz, sondern wählen für Sie Finanzierungslösungen aus, bei denen auch alle anderen Rahmenbedingungen stimmen. Um unsere Beratungsleistung in Anspruch zu nehmen, fordern Sie einfach aktuelle Finanzierungsvorschläge von uns an, Ihr Berater vor Ort setzt sich umgehend mit Ihnen in Verbindung.

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