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So kalkulieren Sie die Nebenkosten beim Hauskauf in Ihre Baufinanzierung mit ein

Nebenkosten beim HauskaufKaufnebenkosten Hauskauf

Kaufnebenkosten können bis zu 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen

Ein eigenes Haus hat seinen Preis, und der wird Ihnen vom Verkäufer oder vom Makler genannt. Schön wär's, wenn es dabei bliebe - vergessen Sie dabei aber die Kaufnebenkosten nicht! Die kann niemand genau vorhersagen, denn sie hängen von verschiedenen, individuellen Faktoren ab wie dem Standort der Immobilie. Sie müssen also selbst herausfinden, wie viel zusätzlich zum Kaufpreis auf Sie zukommt. Groben Schätzungen zufolge belaufen sich die Nebenkosten in der Regel auf zehn bis 15 Prozent des Kaufpreises und sollten daher bei der Finanzplanung des Immobilienkaufs unbedingt berücksichtigt werden.

Aber welche Kaufnebenkosten gibt es überhaupt, und welche fallen am stärksten ins Gewicht? In diesem Artikel listen wir alle anfallenden Posten auf und geben Ihnen damit die Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen.

Die Nebenkosten eines Hauskaufs im Überblick

Feste Nebenkosten, die bei jedem Hauskauf entstehen

Aufwand

Grunderwerbsteuer

je nach Bundesland 3,5-6,5% des Kaufpreises

Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags 

ca. 1,5% des Kaufpreises

Grundbucheintragung

ebenfalls ca. 1,5% des Kaufpreises

Flexible Nebenkosten, die entstehen können

Aufwand

Maklergebühren

5,95-7,14% des Kaufpreises

Modernisierungskosten

je nach Zustand des Objekts

Umzug

je nach Aufwand und Art: Umzüge mit Umzugsunternehmen ab circa 2.000€ 

Maklergebühren als Nebenkosten beim Hauskauf einkalkulieren

Wer bei der Suche nach einer passenden Immobilie die Dienste eines Maklers in Anspruch nimmt, muss bei den Kaufnebenkosten auch die Maklergebühren einkalkulieren. Das neue Bestellerprinzip zur Maklerprovision besagt zwar, dass derjenige zahlt, der den Makler engagiert - für Immobilienverkäufe gilt dies allerdings nicht. Hier fällt für den Käufer auch dann Courtage an, wenn der Verkäufer den Makler eingesetzt hat.  Die Maklerverbände geben ihren Mitgliedern Richtwerte für die Höhe der Courtage vor, doch diese sind nicht verbindlich. Daher können die Maklergebühren gerade bei sehr hohen oder sehr niedrigen Kaufpreisen von den vorgegebenen Sätzen der Maklerverbände abweichen.

Hinzu kommt, dass die Höhe der Vermittlungsprovision zwischen Makler und Kunden verhandelt wird. Bevor ein Makler mit der Immobiliensuche beauftragt wird, sollte daher die Höhe der Maklergebühren schriftlich festgehalten oder eine Obergrenze vereinbart werden. In der Regel belaufen sich die Maklergebühren auf etwa sechs bis sieben Prozent des Kaufpreises. Sie werden zumeist direkt nach Abschluss des Kaufvertrags fällig.

Grunderwerbssteuer: Finanzamt verursacht ebenfalls Nebenkosten beim Hauskauf

Für Nebenkosten beim Hauskauf sorgt auch das Finanzamt. So wird beim Erwerb eines Grundstücks, einer Wohnung oder eines Hauses die Grunderwerbsteuer fällig. Je nach Bundesland beträgt der Steuersatz zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des zu zahlenden Kaufpreises, der im Kaufvertrag vereinbart wird. Unter Umständen kann es beim Kauf eines Neubaus sinnvoll sein, für Grundstück und Haus getrennte Kaufverträge aufzusetzen, damit nur für den Grundstückskauf die Grunderwerbsteuer zu zahlen ist. Wie viel Grunderwerbssteuer in welchem Bundesland fällig wird, zeigt Ihnen die nachfolgende Grafik:

Die Grunderwerbssteuersätze der einzelnen Bundesländer

Die Grunderwerbssteuersätze der Bundesländer

Notarielle Beurkundung – Notarkosten zählen auch zu den Kaufnebenkosten

Um Immobilienkäufer vor unüberlegten Aktionen zu schützen, ist in Deutschland eine notarielle Beglaubigung des Kaufvertrags gesetzlich vorgeschrieben. Zu den Nebenkosten beim Wohnungskauf oder Hauskauf zählen dementsprechend auch die Notarkosten. Die Notarkosten sind gesetzlich geregelt und richten sich nach dem vertraglich vereinbarten Kaufpreis und der Höhe des Bankdarlehens. In der Regel belaufen sich die Notarkosten für die Beurkundung des Kaufvertrags, die Bestellung einer Grundschuld sowie Beratungs- und Vollzugstätigkeiten auf etwa ein bis zwei Prozent des Kaufpreises. Diese Gebühren sind ebenfalls wenige Tage nach Abschluss des Kaufvertrags beim Notar zu zahlen.

Eintragung ins Grundbuch Voraussetzung für den Immobilienkauf

Um Eigentümer eines Grundstücks werden zu können, ist in Deutschland eine Eintragung in das Grundbuch zwingend erforderlich. Hierbei handelt es sich um ein amtliches Register, in dem alle Beurkundungen über die Rechte an Grundstücken verzeichnet sind, beispielsweise Eigentum, Grundschuld oder Hypothek.

Mit der Führung der Grundbücher sind die Grundbuchämter, in der Regel die Amtsgerichte, betraut. Die Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch veranlasst ebenfalls der Notar. Vor einem Immobilienkauf sollten sich Interessierte den Grundbuchauszug und die damit einhergehenden rechtlichen Verpflichtungen ausführlich erläutern lassen. Die Eintragung veranlasst – wie oben beschrieben – der Notar, der für diese Tätigkeit bezahlt werden muss. Das Grundbuchamt bittet die Käufer zusätzlich zur Kasse: Hier werden noch mal etwa 0,5 Prozent des Kaufpreises fällig. Diese Kosten können Sie mithilfe unseres Grundbuchrechners im Voraus durchkalkulieren.

Grundbuchkosten berechnen

Kaufnebenkosten

Mit unserem Grundbuchrechner können Sie die entstehenden Kosten für den Notar und die Grundbucheintragung vorab schon einmal durchkalkulieren.

Modernisierungskosten können Nebenkosten beim Hauskauf in die Höhe treiben

Je nach Zustand der Wunschimmobilie und den eigenen Ansprüchen können Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten erforderlich sein. Die hierfür anfallenden Kosten sollten ebenfalls zu den Nebenkosten beim Hauskauf gerechnet werden. Insbesondere bei Bestandsbauten können Sanierungsarbeiten wie die Erneuerung der Fenster und des Daches oder die Dämmung der Außenwände notwendig sein. Ausmaß und Kosten der Modernisierung sollten zwingend vor dem Immobilienkauf kalkuliert werden. Aber auch bei Neubauten können zusätzliche Kaufnebenkosten für die Gartenbepflanzung oder Pflasterarbeiten anfallen.

Einmalige Nebenkosten beim Hauskauf: Umzug und Möbel nicht vergessen

Zu den einmaligen Kosten zählen neben dem Kaufpreis die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten und Grundbuchgebühren sowie eine eventuelle Maklercourtage. Bedenken Sie aber unbedingt auch Posten für den Umzug, für notwendige Renovierungsmaßnahmen und für neue Möbel! Denn eine neue Behausung erfordert erfahrungsgemäß immer neues Interieur wie Einrichtungsgegenstände, neue Lampen, Vorhänge und andere, ergänzende Utensilien. 

Stichwort Finanzierungsnebenkosten: Kredite immer anhand ihres Effektivzinses vergleichen

Eine Baufinanzierung basiert auf folgendem Prinzip: Sie leihen sich für den Kauf einer Immobilie Geld bei einer Bank und zahlen dafür Zinsen. Die Zinsen fließen nicht in die Tilgung Ihrer Restschuld, sondern an die Bank. Deshalb lassen sich die Zinsen der Finanzierung ebenfalls als Nebenkosten einstufen. Dabei existiert noch ein wichtiger Unterschied zwischen dem Sollzins und dem Effektivzins, den Sie bei der Berechnung sämtlicher Nebenkosten nicht vernachlässigen dürfen.

Während die Bank mit dem Sollzins lediglich die Kosten ausweist, die sie für das reine Verleihen des Geldes berechnet, zeigt sie beim Effektivzins, welche weiteren Gebühren etwa für den Auszahlungskurs, die Zinsbindung und die von Ihnen gewählte Tilgung Monat für Monat hinzu kommt.  Beispielsweise für Services wie die Wertermittlung, Teilauszahlungszuschläge oder Bereitstellungszinsen. Sie alle werden im Effektivzins mit ausgewiesen. Er ist also der tatsächliche Zinssatz, den Sie über die gesamte Zinsbindungsdauer hinweg zu zahlen haben.

Vergleichen Sie deshalb die verschiedenen Finanzierungsvorschläge immer anhand des Effektivzinssatzes und der zusätzlichen, einmaligen Gebühren miteinander. Nur dann erhalten Sie ein realistisches Bild davon, welcher Anbieter Ihnen wirklich den besten Vorschlag macht.

Laufende Nebenkosten: Warum unterscheiden sie sich für Hausbesitzer und Mieter?

Wenn der Hauskauf unter Dach und Fach ist, fallen neben der Rate für die Baufinanzierung regelmäßig die üblichen Nebenkosten an.

Zu diesen laufenden Kosten fürs Eigenheim zählen:

  • die einmal pro Jahr fällige Grundsteuer
  • die monatlichen Gebühren für Strom und Abwasser
  • Gebühren für die Müllentsorgung
  • Versicherungsbeiträge
     

Oft hört oder liest man, dass die Nebenkosten für Hausbesitzer höher sind als die für Mieter von Wohnungen. Die ist aber nur bedingt der Fall. In der Regel fällt das Eigenheim flächenmäßig größer aus als die Mietwohnung. Allein deshalb steigen einige Betriebskosten entsprechend der zusätzlichen Quadratmeter an. Das gilt beispielsweise für Heizkosten, weil dann mehr Räume beheizt werden müssen. Andere Kosten zahlen Sie nun direkt an den Versorger und haben dies vorher an den Vermieter getan. Deshalb fielen etwa Steuern und Versicherungen vielleicht nicht auf.

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Alle Nebenkosten beim Hauskauf bedenken und eine gute Finanzierung finden mit Dr. Klein

Die Nebenkosten beim Hauskauf sind vielfältig, verschaffen Sie sich gemeinsam mit unseren Spezialisten für Baufinanzierung einen Überblick. Im nachfolgenden Podcast vermitteln sie Ihnen einen ersten Einblick in das Thema. 

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Mit freundlicher Unterstützung von Radio Hannover.

Noch offene Fragen zu den Kaufnebenkosten? Unsere Spezialisten für Baufinanzierung helfen weiter!

Unsere Berater vor Ort helfen Ihnen dabei, die einzelnen Kosten herauszufinden und stellen eine genaue Berechnung für Sie auf. Nur so lässt sich Ihr Finanzierungsbedarf kalkulieren, was wichtig ist, um eine teure Nachfinanzierung zu vermeiden. Auf Wunsch suchen sie auch die passenden Finanzierungsangebote zu günstigen Zinsen für Sie heraus. Füllen Sie dazu einfach unsere unverbindliche Finanzierungsanfrage aus, Ihr persönlicher Ansprechpartner meldet sich innerhalb von 24 Stunden, um Ihnen weiterzuhelfen.

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