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So können Sie das Zinsänderungsrisiko minimieren

Das sogenannte Zinsänderungsrisiko ist bei Baufinanzierungen allgegenwärtig. Wir erklären, worum es sich genau handelt und wie Sie sich gegen steigende Zinsen absichern können, damit ihr Hauskauf nicht zur Schuldenfalle wird.

Introbild Zinsänderungsrisiko
  • Inhaltsverzeichnis
    • Was das Zinsänderungsrisiko bedeutet

      Die historisch niedrigen Bauzinsen verlocken manche junge Familie dazu, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Doch auch in Zeiten niedriger Zinsen ist Vorsicht geboten, denn die Zinssätze sind nicht in Stein gemeißelt. Stattdessen unterliegen kurzfristige Kredite dem sogenannten Zinsänderungsrisiko.

      Das Zinsänderungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich Zinsen über längere Zeiträume verändern können. Auch wenn Sie gerade einen günstigen Kredit abgeschlossen haben, ist dies wichtig für die Zukunft. Steigen nämlich die Bauzinsen, erhöhen sich damit auch die Kosten für Ihre Anschlussfinanzierung. Denn wenn ihr erstes Darlehen ausläuft, die Kreditsumme aber noch nicht vollständig zurückgezahlt ist, müssen Sie ein neues Darlehen zu den dann geltenden und möglicherweise schlechteren Konditionen abschließen, weil die Zinsen in der Zwischenzeit gestiegen sind.

      So kann das Zinsänderungsrisiko Ihren Traum vom Eigenheim schnell in einen Alptraum aus hoher monatlicher Zinsbelastung verwandeln. Unter Umständen wird Ihre Haushaltskasse dadurch plötzlich so stark belastet, dass ein Verkauf oder eine Pfändung Ihrer Immobilie unumgänglich ist. Gerade bei einer Immobilienfinanzierung, die meist über mehrere Jahrzehnte gestaffelt abläuft, besteht dieses Risiko mehrfach. Es gibt allerdings Wege, wie Sie sich als Kreditnehmer vor diesen Gefahren schützen können.

      Gegenmaßnahme 1: Lange Zinsbindungen wählen

      Die einfachste Möglichkeit, dem Zinsänderungsrisiko vorzubeugen, liegt in der langen Sollzinsbindung. Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren und mehr werden im Vergleich zu Verträgen mit der halben Laufzeit zwar von Beginn an mit einem etwa 0,5 bis 0,8 Prozentpunkte höheren Zins belastet, allerdings ist der Kunde länger vor dem Zinsänderungsrisiko geschützt. Die Restschuld wird entweder direkt beglichen oder zu günstigeren Konditionen umgeschuldet. Wenn Kündigung und Tilgung innerhalb von 14 Tagen erfolgen, kann die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung einfordern. Der Clou bei Darlehen mit so langen Zinsbindungen ist, dass sie bei Bedarf 10 Jahre nach Vollauszahlung des Darlehens jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten wieder aufgelöst werden können, denn dies ist gesetzlich vorgegeben (§ 489 BGB).

      Gegenmaßnahme 2: Mit parallel laufenden Bausparverträgen gegen Zinsänderungsrisiko absichern

      Eine Möglichkeit, sich vor steigenden Zinsen während der Baufinanzierung zu schützen, bildet der parallele Abschluss eines Bausparvertrags. So spart man gleichzeitig Geld an und sichert sich ein anschließendes Bauspardarlehen zu günstigen Zinskonditionen, mit dem die künftige Restschuld getilgt werden kann. Gerade Bauherren, die eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital abgeschlossen haben, können so die Restschuld und Laufzeit der Finanzierung erheblich verringern.

      Gegenmaßnahme 3: Forward Darlehen abschließen

      Denken Sie bereits jetzt an die Zeit nach der Sollzinsbindung und an Ihre Anschlussfinanzierung - und zwar in Form des von Dr. Klein erfundenen Forward Darlehens. Denn dabei wird der Darlehensbetrag nicht direkt nach Vertragsabschluss ausgezahlt, sondern erst nach einer bestimmten Vorlaufzeit. Diese sogenannte Forward-Periode kann bis zu 66 Monate betragen. Sie können sich also jetzt die günstigen Hypothekenzinsen sichern , obwohl Ihr aktuelles Darlehen erst in bis zu fünfeinhalb Jahren ausläuft.

      Immer die Zinsentwicklung im Auge behalten

      Obwohl die Bauzinsen aktuell niedrig sind, kann eine Baufinanzierung wegen des Zinsänderungsrisikos schnell zur Schuldenfalle werden. Wichtig ist, nicht nur die derzeitigen Zinsen zu beobachten, sondern rechtzeitig einen Blick in die Zukunft zu werfen. Denn eine geringe monatliche Belastung in der Gegenwart kann nach Auslauf der Sollzinsbindung einen erheblichen finanziellen Mehraufwand nach sich ziehen.  Eine langfristige Zinsprognose ist allerdings nicht einfach, da Entwicklungen im Finanzsektor von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhängen. Sicher ist jedoch, dass das niedrige Zinsniveau nicht ewig anhalten wird.

      Mit Dr. Klein gegen das Zinsänderungsrisiko absichern

      Unsere Berater vor Ort behalten nicht nur die Zinsentwicklung im Auge, sondern helfen Ihnen auch dabei, Ihre individuelle Situation zu analysieren und herauszufinden, welche Gegenmaßnahme Sie am besten vor dem Zinsänderungsrisiko schützt. Ob am Telefon, per Mail oder in einem persönlichen Gespräch – nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und gemeinsam finden wir Ihren Weg ins Eigenheim.

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