GEWOS Studie: Baukindergeld steigert Eigenheimkäufe

Neue Studie: Baukindergeld steigert Eigenheimkäufe

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Das Baukindergeld sorgt für eine erhöhte Nachfrage an Immobilien. Dies hat das GEWOS Institut für Stadt, Regional und Wohnforschung GmbH herausgefunden. Wir fassen die Erkenntnisse hier zusammen.

Hohe Nachfrage, viel zu geringes Angebot: So lässt sich die derzeitige Situation auf dem deutschen Immobilienmarkt vor allem in Ballungsgebieten auf den Punkt bringen. Das Baukindergeld stand von Beginn an unter Verdacht, diese Situation zusätzlich zu verschärfen und damit auch die Immobilienpreise anzufeuern. Die Studie des GEWOS Instuts zeigt nun zumindest, dass es Einfluss auf die Nachfrage hatte.

Das im vergangenen Jahr eingeführte Baukindergeld hat zu einem zusätzlichen Run auf Eigenheime geführt.

Sebastian Wunsch, Dipl.-Geograf bei GEWOS, Quelle: SPIEGEL online, 29.08.2019

Zu diesem Fazit kommt Wunsch, weil man gerade im zweiten Halbjahr 2018 einen Ansturm auf Eigenheime beobachtet habe. Das Baukindergeld kann seit dem 18. September 2018 beantragt werden.

Die GEWOS-Studie untersuchte tatsächliche Käufe und kommt zu dem Ergebnis: Im Jahr 2018 haben Deutsche so viele Ein- und Zweifamilienhäuser gekauft wie nie zuvor. Vor allem die Speckgürtel der Großstädte Hamburg und Frankfurt erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Zahl der Käufe stieg 2018 bundesweit nach leicht rückläufiger Tendenz in den Vorjahren um 2,1 Prozentpunkte auf 248.500. Für die Rekordzahlen macht Wunsch das Baukindergeld mitverantwortlich.

Run auf bestehende Immobilien statt auf Neubauten

Interessant ist dabei vor allem: Der Anstieg ist vor allem auf den Erwerb von Bestandsimmobilien zurückzuführen. Neubauten spielten eher eine untergeordnete Rolle. Dies war von Beginn an ein weiterer Kritikpunkt am Baukindergeld: Statt die Bautätigkeiten hierzulande anzukurbeln, belebe es vor allem die Nachfrage nach ohnehin schon sehr beliebten, bestehenden Immobilien.

Keine Eigentumswohnungen in Großstädten mehr

Einen gegenläufigen Trend verzeichnet die GEWOS-Studie bei Eigentumswohnungen: Hier gingen die Käufe in 2018 im Vergleich zu den Vorjahren um 0,8 Prozentpunkte auf 313.000 zurück, während die Preise um 5,6 Prozentpunkte auf durchschnittlich 210.500 Euro stiegen.

Das ist vor allem in Ballungsgebieten ein Problem, denn:

Der Markt scheint nun vollends leer gefegt zu sein.

Sebastian Wunsch, Quelle: wiwo.de, 29.08.2019

In den zehn größten deutschen Städten spitzt sich die Lage bei Eigentumswohnungen gemäß Studie langsam zu.


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