Ablauf Hauskauf

Hauskauf: Schritt für Schritt zur Traumimmobilie

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Lesezeit: 4 Minuten

Wer auf der Suche nach einer Immobilie ist, der möchte am liebsten gleich mit dem Hauskauf loslegen. Doch wie so oft ist überstütztes Handeln weniger empfehlenswert. Das durfte unsere Redakteurin Betti ziemlich schnell selbst erfahren. Deshalb fasst sie hier ihre Erfahrungen für uns einmal zusammen und gibt einen Überblick über die wichtigsten Schritte beim Hauskauf.

Gut geplant, ist halb gekauft

Als es bei mir mit dem Hauskauf losging, hatte ich nur die Vorteile gesehen: die eigenen vier Wände, eigener Garten, freie Gestaltungsmöglichkeiten ohne den Vermieter fragen zu müssen und keine direkten Nachbarn, die mir nachts den Schlaf rauben konnten. Ich hatte also gleich wie wild Besichtigungstermine vereinbart. Der Kaufpreis der Häuser war mir dabei erst einmal egal. Zumal die gutaussehenden Häuser (ja, Aussehen ist eben auch wichtig) schnell wieder vom Markt waren. Und dann passierte es: Mir gefiel ein Haus, ich hatte mich verliebt, schwebte auf Wolke sieben und wurde sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Das Haus sprengte einfach unseren Geldbeutel. Denn dann stellte sich die Frage der Fragen: Wie viel Haus kann ich mir eigentlich leisten?

Finanzen prüfen beim Hauskauf

Schritt für Schritt zum Hauskauf – ohne die Finanzen dabei zu ignorieren. Das wurde mir nun klar. Zuhause wurden dann nicht die Vor- und Nachteile für den Hauskauf, sondern die Einnahmen und die Ausgaben gegenübergestellt. Mit dem Dr. Klein Budgetrechner kann eine realitätsnahe Auskunft über den potenziellen Kaufpreis erfolgen. Wichtig: mit finanziellem Puffer planen. Wir wollen schließlich nicht auf einen vollen Kühlschrank und Kinoabende verzichten.

Nächster Schritt beim Hauskauf: die Besichtigung

Der Vorteil einer Besichtigung beim Hauskauf: Ihr wisst, vorauf ihr euch einlasst. Jedem meiner Freunde, die auch nur mit dem Gedanken einer eigenen Immobilie spielen, rate ich: Fangt jetzt an, vereinbart Besichtigungen. Meine Erfahrung hat gezeigt: Mit jeder Besichtigung habe ich Schritt für Schritt gelernt, die richtigen Fragen beim Hauskauf zu formulieren sowie meine eigenen Vorstellungen zu konkretisieren. Ich wusste nach und nach, was ich will oder eben nicht will. Es kann natürlich auch passieren, dass man erst in ein bis zwei Jahren bauen möchte und dann doch schon die erste Immobilie ins Budget und die Vorstellungen passt (tatsächlich bei Freunden so geschehen.), aber das nennt man dann wohl Schicksal. Soll es ja geben.

Immobilie: check, ab zu Notar und Bank

Wenn ihr Immobilie und Kaufpreis für gut befunden habt, muss die Bank natürlich noch ihren Segen geben. In der Regel finanziert sie nicht die komplette Kaufsumme. Das findet ihr aber am besten bei einem persönlichen Gespräch heraus. Parallel vereinbart ihr gleich einen Termin beim Notar. Im Idealfall findet der Notartermin innerhalb von zwei Wochen nach der Darlehensunterzeichnung statt. Kommt der Kaufvertrag aus unvorhergesehenen Gründen nicht zustande, könnt ihr innerhalb von zwei Wochen noch vom Darlehensvertrag zurücktreten. Grundsätzlich gilt: Unterschreibt keinen Kaufvertrag, bevor nicht die Baufinanzierung unterschrieben ist. Das ist ein Nachteil beim Hauskauf, denn: Ohne Geld kein Haus. In der Regel dauert die Darlehensbeantragung nicht so lange, sodass ihr in der Regel relativ schnell euren Darlehensvertrag in den Händen haltet. Sollte es doch einmal länger dauern und ihr braucht schneller etwas von der Bank in der Hand, fordert eine Finanzierungsbestätigung an. Die könnt ihr dann auch beim Notar vorlegen.

Haus, hier, ich: Kaufvertrag beim Hauskauf

Zwei Wochen vor Unterzeichnung des Kaufvertrags bekommen beide Parteien, also Hauskäufer und Hausverkäufer, den Vertragsentwurf zugeschickt. Beide Parteien können den Vertrag dann durchgehen und mögliche Änderungswünsche beim Notartermin (oder auch schon vorab) an den Notar übermitteln. Während des Notartermins, an dem beide Parteien anwesend sind, liest der Notar Schritt für Schritt den Vertrag zum Hauskauf vor, fügt gegebenenfalls Änderungen ein und zack, werden die Unterschriften unter den Kaufvertrag für den Hauskauf gesetzt. Eigentlich ganz einfach, oder? Nur, dass ihr damit noch keine Eigentümer seid. Geduld, Geduld, jetzt geht das Klingelsäckchen erstmal herum.

Zahlen bitte

Ihr wollt Geld los werden? Dann seid ihr beim Hauskauf genau richtig. Nach der Vertragsunterzeichnung werdet ihr zur Kasse gebeten. Neben dem Kaufpreis fallen weitere Nebenkosten an. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer sowie die Notar- und Grundbuchkosten. Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache und liegt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Die Kosten für Notar und Grundbuch belaufen sich auf etwa zwei Prozent des Kaufpreises. War ein Makler im Spiel, fällt die Maklerprovision noch an. Wurde die Grunderwerbsteuer gezahlt, schickt das Finanzamt eine Bestätigung an den Notar. Nun werdet ihr zur Zahlung des Kaufpreises aufgefordert. Das erfolgt entweder auf das Konto des Verkäufers direkt oder auf ein Notaranderkonto. Ist der Kaufpreis überwiesen, veranlasst der Notar alle nötigen Eintragungen ins Grundbuch.

Plant eure Finanzen aber so, dass ihr neben dem Geldlassen auch noch etwas übrig habt, um den Kaufvertrag mit einem Bierchen ordentlich zu feiern.

Am schönsten ist doch die Schlüsselübergabe beim Hauskauf

Jetzt habt ihr es bald geschafft. Nachdem ihr und die Gläubiger nun auch im Grundbuch eingetragen seid, könnt ihr euch Herr und Frau Eigentümer nennen. Sind alle Kosten überwiesen und die Tränen aufgrund des niedrigen Kontostandes wieder getrocknet, erfolgt die Schlüsselübergabe und ihr könnt mit Kind und Kegel die Löwenhöhle beziehen.

So in etwa könnt Ihr euch den Ablauf beim Hauskauf vorstellen. Manche bekommen die Schlüssel bereits bevor die Kaufsumme überwiesen wurde oder sie vereinbaren erst den Notartermin, dann den Termin mit der Bank. Die Übersicht bietet jedoch eine gute Orientierung. Und weil es so schön war, gibt´s hier die Zusammenfassung für den Hauskauf. Wir haben natürlich auch unsere Immobilie endlich gefunden und sind nun stolze Eigenheimbesitzer im Grünen und genießen die Trecker- und Hühnerluft jeden Tag aufs Neue.


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