Zinsmarkt nach Corona: Was tun bei steigenden Bauzinsen?

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Das Coronavirus hat die Märkte ordentlich durcheinandergeschüttelt: Erst fielen die Bauzinsen auf immer neue Tiefstände, dann stiegen sie auf einmal rasant an. Mittlerweile liegen sie recht stabil auf einem etwas höheren Niveau. Wir haben Dennis, unseren Düsseldorfer Spezialisten für Baufinanzierung, gefragt, wie es weitergeht und wie man sich jetzt schon die günstigen Konditionen für die Zukunft sichern kann.

Die Corona-Krise hat gerade zu Beginn für sehr viel Unsicherheit gesorgt: Die Kontaktbeschränkungen veränderten das Leben und Wirtschaften schlagartig, die Börsen spielten verrückt und die Zinsen schwankten extrem. Aktuell ist wieder etwas Ruhe eingekehrt – auch auf dem Zinsmarkt. Die Konditionen liegen zwar etwas höher als zu Jahresbeginn, bleiben aber im historischen Vergleich günstig. Langfristig erwarten viele Experten allerdings leicht steigende Zinsen.

Wir haben mit unserem Spezialisten für Baufinanzierung Dennis darüber gesprochen, wie es nach Corona weitergeht und welche Strategien es gibt, sich jetzt schon die günstigen Zinsen zu sichern.

So sichert man sich günstige Bauzinsen: 3 Strategien

  1. Zinssicherung für Eigenheimplaner: Wird der Immobilienwunsch erst in einigen Jahren konkret, ist aber auf jeden Fall ein Ziel, dann ist ein klassischer Bausparvertrag sinnvoll. Der zur Vertragsunterzeichnung festgelegte Zins gilt für die gesamte Laufzeit und so fungiert der Bausparvertrag quasi als Versicherung gegen steigende Zinsen.
  2. Zinssicherung für Käufer und Bauherren: Wer gerade seine Wunschimmobilie gefunden hat und sie jetzt finanzieren möchte, sollte auf eine möglichst lange Zinsbindung achten. Lässt man sich die Zinsen für eine lange Zeit festschreiben, muss man zwar höhere Kosten in Kauf nehmen, hat dafür aber auch eine längere Planungssicherheit. Zusammen mit einer hohen Tilgung reduziert eine lange Zinsbindung die Restschuld und damit die Höhe der Anschlussfinanzierung.
  3. Zinssicherung für Eigenheimbesitzer: Kreditnehmer, die ihre Baufinanzierung bereits vor einigen Jahren abgeschlossen haben und sich über ihre vergleichsweise hohen Zinsen ärgern, haben zwei Möglichkeiten: Wer seine Immobilienfinanzierung vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen hat, kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Auch wenn eine längere Zinsbindung vereinbart wurde, fällt dann keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Eine zweite Möglichkeit ist das sogenannte Forward-Darlehen. Damit können sich Darlehensnehmer die derzeitigen Zinsen gegen einen Aufschlag für bis zu fünf Jahre im Voraus sichern.

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