Was kostet ein Haus? Kosten für Hausbau und Hauskauf im Überblick
- Im Schnitt kostet ein Hausbau mit Grundstück von 455 m² und einer Wohnfläche von 131 m² 574.262 €.
- Zusätzlich zu den reinen Baukosten müssen Sie mit Baunebenkosten von etwa 10 bis 20 % der Gesamtsumme für das Grundstück sowie den Hausbau rechnen.
- Kaufen Sie eine Bestandsimmobilie zahlen Sie für 124 m² im Durchschnitt 373.109 €.
- Bei Bestandsimmobilien müssen Sie zusätzlich Modernisierungskosten rechnen. Zusätzlich zu den Kosten für das Haus sowie das Grundstück entstehen Erwerbsnebenkosten. Diese belaufen sich auf bis zu 15 % der Anschaffungssumme.
- Haus bauen – Kosten
- Kostenbeispiele Hausbau
- Welche Immobilie kann ich mir leisten?
- Hausbau: Wie hoch sind die Baukosten?
- Kosten Finanzierung
- Versicherungen
- Baunebenkosten Hausbau
- Was kostet ein fertiges Haus?
- Erwerbsnebenkosten
- Einflussfaktoren Kaufpreis
- Wie viel Eigenkapital wird benötigt?
- Modernisierung
- Bauen oder kaufen: Was ist günstiger?
- Spartipps: Hausbaukosten reduzieren
- Hauskauf FAQ
Wie viel kostet es, ein Haus zu bauen?
Laut dem EPX mean von Europace kostet ein Neubau in Deutschland im Durchschnitt 574.262 € (131 m² Wohnfläche und 455 m² Grundstück, Stand Januar 2026). Je nach Ausstattung und Anforderung an den Neubau können die Kosten stark schwanken. Haben Sie das im Hinterkopf, wenn Sie den Hausbau planen. Vor allem die Materialpreise spielen eine große Rolle bei der Preisgestaltung.
Je nach Ausstattung und Anforderung an den Neubau können die Kosten stark schwanken. Haben Sie das im Hinterkopf, wenn Sie den Hausbau planen. Vor allem die Materialpreise spielen eine große Rolle bei der Preisgestaltung.
Kostenbeispiele: Die Kosten für den Hausbau auf einen Blick
Im Folgenden haben wir für Sie ein Beispiel für die durchschnittlichen Kosten, die bei einem Hausbau anfallen, in Tabellen zusammengefasst. Zu beachten ist, dass ausschließlich die Wohnfläche als Berechnungsgrundlage dient. Balkon, Terrasse und Keller wurden nicht eingerechnet.
Durchschnittskosten für einen Hausbau
| Position | Kosten | |
|---|---|---|
| Grundstückskosten (455 m², 288,51 € je m²) | 131.272,05 € | |
| Hausbaukosten (131 m², ohne Keller, Balkon, Terrasse; ca. 2.600 €/m²) | 347.150,00 € | |
| Baunebenkosten (10–20 % des Kaufpreises) | 47.842,20–95.684,40 € | |
| Erwerbsnebenkosten (10 % des Kaufpreises) | 47.842,20 € | |
| Gesamtkosten | 574.106,45–621.948,65 € |
Neben den gesamtdeutschen Durchschnittswerten finden Sie zum Vergleich hier auch Beispielrechnungen für Rostock in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Sie verdeutlichen, dass sowohl die Grundstücks- als auch die Baukosten je nach Bundesland stark variieren können.
| Position | Kosten |
|---|---|
| Grundstückskosten (455 m², 400 €/m²) | 182.000 € |
| Hausbaukosten (120 m², mit Garage) | 480.000 € |
| Baunebenkosten (5–10 % des Anschaffungspreises) | 33.100 – 66.200 € |
| Erwerbsnebenkosten (15 % des Anschaffungspreises) | 99.600 € |
| Gesamtkosten | 728.700 – 761.800 € |
| Position | Kosten |
|---|---|
| Grundstückskosten (455 m², 800 €/m²) | 364.000 € |
| Hausbaukosten (120 m², mit Garage) | 550.000 € |
| Baunebenkosten (5–10 % des Anschaffungspreises) | 45.700 – 91.400 € |
| Erwerbsnebenkosten (15 % des Anschaffungspreises) | 137.100 € |
| Gesamtkosten | 1.096.800 –1.142.500 € |
Hausbaukosten pro Quadratmeter: Welche Immobilie kann ich mir leisten?
Welche Immobilie Sie sich leisten können, finden Sie anhand unseres Budgetrechners heraus. Geben Sie dort einfach Ihr Eigenkapital sowie Ihr monatliches Nettohaushaltseinkommen ein und erfahren Sie direkt, wie hoch Ihr Budget für einen Hauskauf sein kann.
Im Durchschnitt liegen die Hausbaukosten pro m² bei einem selbstgebauten Einfamilienhaus mit normaler Ausstattung laut dem Verband Privater Bauherren zwischen 1.800 und 2.500 €/m². Bei einer Wohnfläche von 131 m² Wohnfläche liegen die Kosten damit zwischen 235.800 und 327.500 € für den Neubau, ohne Grundstück. Allerdings können sowohl die Ausstattung als auch verschiedene Häusertypen die Hausbaukosten schnell in die Höhe treiben, wie unsere Übersicht zeigt.
| Ausstattung | Kosten pro m² | Kosten für 131 m² |
|---|---|---|
| Standardausführung | ca. 1.800 – 2.500 €/m² | ca. 235.800 - 327.500 € |
| Gehobene Ausstattung | ca. 2.500 – 3.500 €/m² | Ca. 327.500 - 458.500 € |
| Luxusausführung | ab 3.500 €/m² | Ab 458.500 € |
Hausbau: Wie hoch sind die Baukosten?
Die Baukosten für ein Haus können sich zwischen 1.400 – und 2.300 €/m² belaufen. Unter Baukosten versteht man alle Kosten, die für die Errichtung und Fertigstellung eines Gebäudes notwendig sind. Zu den Baukosten gehören grob:
- Kosten für den Rohbau
- Kosten für den Innenausbau
- Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen
Welche Kosten im Detail zu den Baukosten gehören, ist in der Deutschen Industrienorm (DIN) 276 verankert. Zusätzlich können weitere Kosten entstehen für einen Keller, Wintergarten oder den Ausbau eines Dachbodens.
Wie hoch sind die Kosten für den Rohbau?
In Deutschland zahlen Sie zwischen 900 und 1.300 €/m² für den Rohbau.
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Verlegung von Kanalrohren für Ihren Abwasseranschluss | bis zu 3.000 € |
| Fundament | 6.000 - 15.000 € |
| Mauern der Wände | 100 - 150 €/m² |
| Einbau Zwischendecken | 45 - 150 €/m² |
| Fassadenerstellung | 100 - 200 €/m² |
| Treppeneinbau | 3.500 - 15.000 € |
| Schornstein errichten | 1.500 - 7.400 € |
| Dachstuhlbau | 60 - 100 €/m² |
Wie hoch sind die Kosten für den Innenausbau?
Wenn der Rohbau steht, kann es an den Innenausbau gehen. Hier müssen Sie im Durchschnitt mit Baukosten von 500 bis 1.000 €/m² rechnen. Wir unterscheiden zwischen Arbeits- und Materialkosten.
| Maßnahme | Arbeitskosten | Materialkosten |
|---|---|---|
| Heizungsinstallation | 6.000 - 33.000 € Festpreis inkl. Montage | - |
| Sanitärinstallation | 40 - 70 €/h | 5.000 € |
| Elektroinstallation | 75 - 100 €/h | 3.000 - 7.000 € |
| Estrich | 15 - 50 €/m² | 12 - 40 €/m² |
| Bodenbeläge | 8 - 20 €/m² | 5 - 520 €/m² |
| Fenstereinbau | 150 - 300 €/h | 80 - 250 €/h |
| Türeinbau | 50 - 150 €/h | 300 - 1.000 € pro Tür |
| Rolllädeneinbau | 50 €/m² | 160 - 600 € pro Rollladen |
| Kamineinbau | 50 - 80 €/h | ab 500 € |
| Fliesen | 40 - 65 €/m² | 10 - 50 €/m² |
| Malen / Tapezieren | 6 - 40 €/m² | ab ca. 1 €/m² |
Wie hoch sind die Kosten für Außenanlagen?
Die Baukosten für die Gestaltung der Außenanlage liegen zwischen 5 und 15 % der Bausumme. Bei einem Einfamilienhaus in Höhe von 380.000 € bewegen sich die Kosten zwischen 19.000 und 57.000 €.
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Garage | 7.000 - 30.000 € |
| Carport | 500 - 9.000 € |
| Pflasterarbeiten | 60 - 160 €/m² |
| Terrasse | 50 - 150 €/m² |
| Rasen | 10 - 20 €/m² |
| Hecke | 40 - 60 €/h |
Weitere mögliche Baukosten für den Hausbau: Keller, Wintergarten, Dachausbau
Je nach Ihren individuellen Wünschen können natürlich noch weitere Baukosten für den Hausbau entstehen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie einmal aufgeführt.
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Dachausbau nachträglich | 19.800 - 42.000 € |
| Keller | 30.000 - 70.000 € |
| Wintergarten | 5.000 - 50.000 € |
Dazu kommen noch die Kosten für die Inneneinrichtung wie Möbel, den Umzug sowie das Richtfest.
Welche Kosten fallen für die Finanzierung Ihres Hausbaus an?
Zinskosten sollen ebenfalls in die Planung für Baukosten einbezogen werden. Für die Finanzierung fallen diese Kosten an:
- Baukreditzinsen: Mit der monatlichen Rate zahlen Sie regelmäßig eine Art Leihgebühr an die Bank, die Bauzinsen. Die Zinsen werden anhand der Restschuld berechnet und liegen aktuell um die 3,38 %.
- Bereitstellungszinsen: Diese stellt Ihnen die Bank in Rechnung, wenn Sie Ihr Darlehen nach Vertragsabschluss nicht sofort oder nur in Teilen abrufen können. Die meisten Banken bieten ihren Kunden aber eine bereitstellungszinsfreie Zeit von bis zu 12 Monaten an, in der das Darlehen zinsfrei bleibt.
Welche Versicherungen erhöhen die Baukosten?
Die folgenden Versicherungen sind während der Bauphase hilfreich. Dadurch werden jedoch auch zusätzliche Baukosten verursacht.
- Bauherrenhaftpflichtversicherung: Diese sichert Sie vor Schadensersatzansprüchen Dritter, wenn sich auf Ihrer Baustelle Personen verletzen sollten.
- Bauleistungsversicherung: Sie leistet während der Bauzeit für Schäden durch höhere Gewalt wie Hochwasser, Sturm oder Frost, sowie durch Vandalismus, Ausführungsfehler oder auch der Ungeschicklichkeit der ausführenden Handwerker.
Für eine Versicherung rechnen Sie mit Kosten zwischen 200 und 500 €. Die Tarife variieren je nach Leistungsumfang. Zudem spielt es eine Rolle, ob Sie einen Großteil in Eigenregie übernehmen oder nicht. Erfahrungsgemäß verunfallen mehr Menschen auf der Baustelle, wenn keine fachgerechte Ausführung erfolgt und der Bau von Privatpersonen durchgeführt wird.
Eine Mitgliedschaft in einem Bauherrenschutzbund oder einem Siedlerbund kann vor unerwarteten Folgen schützen: Vertragsentwürfe werden von Fachleuten geprüft, die Bauphasen von ausgebildeten Fachkräften begutachtet oder Gewährleistungsansprüche rechtzeitig durchgesetzt. Nach einer einmaligen Aufnahmegebühr von 52 € zahlen Sie monatlich 15 €.
Welche Baunebenkosten entstehen beim Hausbau?
Die Baunebenkosten für den Hausbau belaufen sich auf etwa 10 bis 20 % der Gesamtsumme für das Grundstück sowie den Hausbau. Bei einem Neubau in Höhe von 418.000 € entstehen so Kosten zwischen 41.800 und 83.600 €. Nachfolgend listen wir einige ausgewählte Kostenpunkte auf. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- Bodengutachten
- Baugenehmigung einholen
- Baustelle einrichten
- Altlasten vom Grundstück entfernen lassen
- Hausanschlüsse wie Strom, Abwasseranschluss, Telefonleitung
Planen Sie ein Architektenhaus, können die Baunebenkosten, abhängig von Ihren eigenen Wünschen und Materialvorstellungen, teurer ausfallen.
Haus kaufen – Kosten: Was kostet ein fertiges Haus?
Der Wohn- und Finanzierungsmarkt Analyse von Europace zufolge liegt der Durchschnittskaufpreis für eine Bestandsimmobilie bei 373.109 € (Quelle: EPX mean, Stand: Januar 2026). Das bestätigen auch die Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (Stand: Q4/2025). Sie zeigen, wie viel Sie für ein fertiges Haus in verschiedenen Regionen zahlen. Die Quadratmeterpreise basieren auf tatsächlich gezahlten Immobilienpreisen und verstehen sich inklusive eines Grundstücks.
| Ort | Medianpreis in €/m² | Medianpreis für 130 m² Haus |
|---|---|---|
| München | 5.944 €/m² | 772.720 € |
| Stuttgart | 4.128 €/m² | 536.640 € |
| Berlin | 3.941 €/m² | 512.330 € |
| Hamburg | 3.657 €/m² | 475.410 € |
| Frankfurt | 3.608 €/m² | 469.040 € |
| Düsseldorf | 3.271 €/m² | 425.230 € |
Tabelle: Durchschnittliche Kaufpreise für Immobilien in Ballungszentren, Quelle: DTI Dr. Klein, Stand: 04/2025
Der Medianwert ist der Wert, der sich in einer geordneten Reihe genau in der Mitte befindet. Die eine Hälfte der Daten ist kleiner als der Medianwert, die andere Hälfte ist größer.
Erwerbsnebenkosten bei Hauskauf oder Hausbau
Zusätzlich zum Kaufpreis oder den Kosten für den Neubau fallen Erwerbsnebenkosten an. Sie machen etwa 15 % der Kaufsumme oder der Neubaukosten aus. Begriffe wie Kaufnebenkosten oder Erwerbsnebenkosten werden meistens als Synonym verwendet. Die folgenden Kostenpunkte gehören zu den Erwerbsnebenkosten:
- Notarkosten: 1,5 % der Kauf- oder Neubausumme
- Grundbuchkosten: 0,5 % der Kauf- oder Neubausumme
- Grunderwerbsteuer (abhängig vom Bundesland): 3,5 bis 6,5 % der Kauf- oder Neubausumme
- Maklercourtage: zwischen 3 und 7 % der Kaufsumme
Kaufen Sie das Grundstück sowie das Haus getrennt voneinander, sparen Sie Grunderwerbsteuer. Sie zahlen dann Grunderwerbsteuer nur auf den Kaufpreis des Grundstücks, nicht aber auf den Kaufpreis des Hauses. Das reduziert die Erwerbsnebenkosten beim Hausbau insgesamt. Dafür gelten 3 Voraussetzungen:
- Es muss 2 Kaufverträge geben, einen für das Haus sowie einen für das Grundstück.
- Beide Kaufverträge sollten zeitlich voneinander getrennt unterschrieben worden sein.
- Die Baufirma und der Verkäufer des Grundstücks dürfen nicht miteinander in Beziehung stehen.
Was beeinflusst den Kaufpreis beim Hausbau oder Hauskauf?
Wenn Sie ein Haus kaufen, gibt es wiederum Einflussfaktoren, die Auswirkungen auf den Preis einer Immobilie haben:
- Lage des Grundstücks
- Fertighaus oder Massivhaus
- Größe der Immobilie
- Energieeffizienter Zustand
- Renovierungszustand einer bestehenden Immobilie
- Ausstattung der Immobilie
- Qualität der verarbeiteten Materialien
- Kellerbau oder nicht
- Angebot und Nachfrage
Richtwerte zur Immobilienbewertung gibt es kaum, da gerade in Ballungszentren Angebot und Nachfrage die Preise ordentlich verzerren können. Günstig ist es zumeist in ländlichen Gegenden. Wer jedoch in Ballungszentren wie Hamburg, Frankfurt oder München ein Haus kaufen möchte, muss sehr tief in die Tasche greifen.
Wie viel Eigenkapital wird benötigt?
Sowohl beim Hausbau als auch beim Hauskauf empfehlen wir von Dr. Klein in der Regel Eigenkapital zwischen 10 und 15 % der Bau- oder Kaufsumme. Das bedeutet, dass Sie bei einer Kaufsumme von 420.000 € mindestens 42.000 € aus eigenen Mitteln beisteuern müssten.
Viele Darlehensnehmer entscheiden sich jedoch auch für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital. „Die Finanzierungslandschaft hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und es gibt eine größere Auswahl an Bankpartnern für die sogenannten Kaufpreisfinanzierungen als früher“, erläutert Matthias Zetzl, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein. Allerdings gebe es hier durchaus Einschränkungen. So gilt als Voraussetzung, dass die Bank den Kaufpreis nachvollziehen kann und ihn in Bezug auf Lage, Alter und Zustand der Immobilie für nachhaltig hält. „Außerdem sind die Anforderungen an die Bonität der Darlehensnehmer strenger und in jedem Fall müssen die Kunden mit einem höheren Zinssatz rechnen“, ergänzt der Spezialist.
Welche Hauskosten entstehen bei einer Modernisierung?
Kaufen Sie eine Bestandsimmobilie, müssen Sie ebenfalls einen Puffer für Modernisierungsmaßnahmen einplanen. Laut des Gebäudemodernisierungsgesetz sind Sie verpflichtet bei einer Bestandsimmobilie, als neuer Eigentümer energetische Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen, um das Haus auf ein höheres Niveau zu heben. Dazu gehören Maßnahmen wie Heizungsaustausch, Wärmedämmung oder neue Fenster.
Lassen Sie sich deshalb vor dem Hauskauf von einem Sachverständigen für Immobilienbewertung beraten. Dieser erkennt auch etwaigen Modernisierungsbedarf und sagt Ihnen, mit welcher Summe Sie beispielsweise für eine Altbausanierung rechnen müssen.
Informieren Sie sich zudem über Fördermöglichkeiten zur energetischen Sanierung. Der Staat und die Kommunen unterstützen Sie bei diesen Maßnahmen und bieten eine Vielzahl an zinsgünstigen Darlehen oder Zuschüssen.
Bauen oder kaufen: Was ist günstiger?
Was günstiger ist, entweder ein Hauskauf oder ein Hausbau, ist stark von der Region abhängig, in der Sie bauen oder kaufen wollen sowie von der Größe des Grundstücks. In ländlichen Regionen finden Sie häufig günstigere und größere Grundstücke als in Metropolregionen. In städtischen Gegenden hingegen sind die Bauplätze und verfügbaren Grundstück meist rar und kleiner. Bei Bestandsimmobilie spielt zudem der Zustand der Immobilie eine Rolle. Je älter die Immobilie, desto mehr Kosten entstehen für eine Modernisierung. Das kann ebenfalls die Kosten erhöhen.
Spartipps: So reduzieren Sie Ihre Hausbaukosten
Natürlich müssen Sie beim Hausbau mit hohen Kosten rechnen. Doch es gibt etliche Stellen, an denen Sie selbst tätig werden und sparen können.
Bevor Sie einen Vertrag mit einem Bauunternehmen unterzeichnen, sollten Sie Erkundigungen einholen. Besonders wertvoll sind die Empfehlungen von Verwandten und Bekannten, die bereits gebaut haben. Noch besser sind Auskünfte von Hausbanken und Verbraucherzentralen: Diese Stellen können beurteilen, welche Anbieter beim Hausbau besonders kostenfreundlich und dennoch solide planen.
Es muss nicht immer Luxus sein. Durch einfache Grundrisse und den Verzicht auf ausgefallene Elemente wie Erker, Winkel und Loggias lassen sich die Hausbaukosten wirksam begrenzen. Auch die effiziente Nutzung der Wohnfläche trägt zur Ersparnis bei: Flure eignen sich als Nutzflächen, geschickt positionierte Möbel ersetzen als Raumteiler ganze Wände. Clevere Planer positionieren Nasszellen möglichst neben- oder untereinander, um lange Leitungen in den Wänden zu vermeiden. Eine Ausrichtung des Hauses nach Süden und große Fenster an dieser Seite senken die Heizkosten ebenso wie eine gute Dämmung der Wände.
Fertighäuser sind in Bezug auf die Baukosten eine besonders sparsame Variante. Die Bezahlung eines Architekten fällt durch die fest vorab geplante Bauweise weg. Anschlüsse und Installationen können unkompliziert und damit günstig verlegt werden. Zwar bieten Fertighäuser weniger Flexibilität hinsichtlich Ihrer Extrawünsche, erfüllen dafür aber meist die Vorgaben in Bezug auf Energieeffizienz, sodass Sie beispielsweise ein zinsgünstiges KfW-Darlehen beantragen können.
Nicht alle Arbeiten beim Hausbau muss zwingend ein Profi erledigen. Handwerklich geschickte Bauherren können fehlendes Eigenkapital durch Eigenleistungen, auch Muskelhypothek genannt, ausgleichen. Dadurch werden die Baukosten erheblich gesenkt. Maler- oder Tapezierarbeiten etwa lassen sich relativ einfach selbst durchführen. Wer über die entsprechenden Fertigkeiten verfügt, kann auch Fliesen oder Teppichböden selbst verlegen. Fachkräfte sind überall dort gefordert, wo die Auswirkungen von Fehlern zu groß sein könnten oder gar Gefahr für Leib und Leben besteht. Deshalb gilt: Grundlegende Arbeiten am Grundstück und am Rohbau sowie die Installation von Wasser, Strom, Internet und Telefon überlassen Sie am besten den Fachleuten.
Hauskauf FAQ
Ein Neubau mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 131 m² und einem Grundstück von 455 m² kostet 4.383,67 €. Eine Bestandsimmobilie (124 m² Wohnfläche und 423 m² Grundstück) kostet im Durchschnitt 373.109 €.
Für eine Baufinanzierung brauchen Sie in der Regel 10-15 % der Kaufsumme. Damit sollten Sie mindestens die Kaufnebenkosten bezahlen. Bei einem Kaufpreis von 450.000 € brächten Sie also 45.000 bis 67.500 € an Eigenkapital.
Die Hauspreise sind 2025 wieder gestiegen. Für 2026 geht Dr. Klein von einem weiteren Preisanstieg von durchschnittlich 3 % in ganz Deutschland aus. Weitere Details finden Sie in unserem quartalsweise erscheinenden Immobilienpreiskommentar.