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25 Tipps für den erfolgreichen Immobilienverkauf: So klappt‘s

Bei einem Immobilienverkauf müssen viele wichtige Entscheidungen getroffen werden. Wir haben Ihnen 25 wertvolle Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Immobilie erfolgreich verkaufen können.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Warum ist bei einem Immobilienverkauf die Vorbereitung so wichtig?

      Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten, dann wahrscheinlich mit dem Ziel, dass dies möglichst schnell und reibungslos vonstattengeht. Im Idealfall können Sie die Immobilie zudem zu einem sehr guten Preis verkaufen. Um diese Ziele zu erreichen, sollten Sie sich mit dem Thema Immobilienverkauf möglichst intensiv auseinandersetzen.

      Und das am besten bereits bevor Sie mit dem eigentlichen Immobilienverkauf starten. Denn neben Ihren eigenen Ansprüchen müssen oft auch rechtliche Aspekte beachtet und viele Fragen geklärt werden: Soll der Immobilienverkauf mit oder ohne Makler durchgeführt werden? Welche Unterlagen brauche ich? Was muss ich beachten? Unsere nachfolgenden Tipps helfen Ihnen, damit Ihr Immobilienverkauf reibungslos abläuft und Sie Ihre Immobilie stressfrei und zu einem angemessenen Preis verkaufen können.

      Tipp 1: Beim Immobilienverkauf nichts überstürzen

      Mal schnell die Immobilie verkaufen? Das klappt leider nicht. Planen Sie für den Immobilienverkauf besser ausreichend Zeit ein, um Fehler zu vermeiden und das Haus oder die Wohnung nicht unter Wert verkaufen zu müssen. Allein die Besorgung der nötigen Unterlagen kann mehrere Wochen dauern. Außerdem sollten Sie sich die Zeit nehmen, eine Vermarktungsstrategie zu entwickeln. Diese hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und keine Fehler zu machen. Denn gehen Sie beim Immobilienverkauf zu hastig vor und verkaufen das Haus unter Zeitdruck, müssen Sie mit finanziellen Einbußen beim Verkaufspreis rechnen.

      Tipp 2: Schätzen Sie den Immobilienpreis realistisch ein

      Setzen Sie den Preis für Ihre Immobilie zu hoch an, verschrecken Sie womöglich viele Bewerber. Eine realistische Einschätzung Ihrer Immobilie schützt Sie aber auch davor, Ihr Haus unter Wert zu verkaufen. Deswegen ist es besonders wichtig, die aktuelle Marktlage zu kennen und auf dieser Basis den Immobilienpreis zu errechnen. Eine erste Einschätzung erhalten Sie mit unserem kostenlosen Immobilienwertrechner, dieser nutzt für die Analyse eine der größten Onlinedatenbanken für Immobilien.

      Eine detaillierte Einschätzung bekommen Sie durch ein anschließendes Telefongespräch mit einem unserer Berater, der mit Ihnen noch einmal auf Energiekosten, Ausstattungsmerkmale und weitere Faktoren schaut. Möchten Sie einen wirklich präzisen Immobilienwert erhalten, muss eine Vor-Ort-Begehung erfolgen. Dazu leiten wir Sie gern an einen kooperierenden Makler weiter, der Sie auch beim weiteren Immobilienverkauf unterstützt.

      Planen Sie, Ihre Immobilie allein zu verkaufen, denken Sie daran, beim Preis einen Verhandlungsspielraum einzubauen und setzen Sie den Preis rund 5 % höher als den Immobilienwert an. Eine intensive Beschäftigung mit den Vor- und Nachteilen Ihrer Immobilie sowie der derzeitigen Marktsituation ist außerdem Voraussetzung für die Festsetzung des Immobilienpreises, wenn Sie den Immobilienverkauf selbst durchführen möchten. Im Zweifel gilt jedoch: Ein Makler oder Immobiliengutachter kennen sich mit Immobilienpreisen bestens aus und sind deshalb die sicheren Ansprechpartner für einen realistischen Preis

      Tipp 3: Immobilie mit Makler oder privat verkaufen?

      Wenn Sie Ihre Immobilie selbst verkaufen möchten, dürfen Sie den Kosten-, Zeit- und Arbeitsaufwand nicht unterschätzen. Denn dann übernehmen Sie alle Aufgaben eines Maklers. Dazu gehören unter anderem

      • die Erstellung und Gestaltung des Exposés
      • die Vermarktung der Immobilie
      • die Prüfung der Kreditwürdigkeit des Käufers
      • die Klärung von Rechtsfragen

      Gehen Sie also vor dem Immobilienverkauf in sich: Haben Sie genug Fachkenntnisse, um beispielsweise eine Marktanalyse durchzuführen? Haben Sie die Zeit, Besichtigungstermine zu koordinieren? Können Sie eine Verhandlungsstrategie erstellen und die Kaufverhandlung professionell führen?

      Wer auf Nummer sicher gehen möchte, beauftragt einen Makler mit dem Immobilienverkauf. Er kennt den Markt und übernimmt alle anfallenden Aufgaben von der Vermarktung bis hin zum Verkaufsprozess. Für diese Leistung fallen allerdings Kosten in Form der Maklerprovision an, die Sie sich mit dem Einverständnis des Käufers aber auch teilen können.

      Tipp 4: Stellen Sie notwendige Unterlagen frühzeitig zusammen

      Alle für den Immobilienverkauf wichtigen Unterlagen sollten Sie am besten schon in der Anfangsphase Ihres Verkaufsprozesses zusammenstellen. So haben Sie zum einen die Möglichkeit, fehlende Unterlagen noch rechtzeitig zu besorgen, und zum anderen können Sie bei Rückfragen von Kaufinteressenten schnell reagieren. Außerdem kann der Makler ein hochwertigeres Exposé erstellen, wenn alle Unterlagen bereits vorhanden sind.

      Egal, ob Sie Ihre Immobilie mit oder ohne Makler verkaufen, es gilt: Je früher die Unterlagen vorhanden sind, desto einfacher wird die Abwicklung des Immobilienverkaufs.

      Zu den wichtigen Unterlagen beim Hausverkauf zählen:

      • Energieausweis
      • Grundriss
      • Grundbuchauszug
      • Flurkarte
      • Rechnungen über Renovierungsmaßnahmen
      • Police der Gebäudeversicherung

      Bei einem Wohnungsverkauf müssen Sie noch zusätzliche Unterlagen beibringen:

      Tipp 5: Bereiten Sie Ihre Immobilie auf den Verkauf vor

      Der erste Eindruck zählt – das gilt auch bei der Präsentation Ihrer Immobilie. Eine ordentliche, aufgeräumte und ansprechend dekorierte Immobilie macht einen guten Eindruck und verkauft sich besser. Deshalb hilft es, wenn Sie kleine, notwendige Reparaturen noch vor der Verkaufspräsentation durchführen lassen, um die Immobilie herzurichten. So können Sie bereits im Exposé mit positiven Fotos punkten. Präsentieren Sie die Immobilie dabei möglichst zeitlos: Räumen Sie persönliche Gegenstände und Überflüssiges weg. Dekorieren Sie nur mit wenigen Accessoires, so dass sich die Interessenten im Kopf die Immobilie schon einrichten können.

      Tipp 6: Erst verkaufen, dann ausziehen

      Eine Immobilie, die bereits leer steht, verkauft sich schlechter als eine noch bewohnte Immobilie. Das liegt daran, dass es vielen Käufern schwerfällt, sich eine leere Immobilie bewohnt vorzustellen. Außerdem könnten Interessenten den Eindruck haben, dass diese Immobilie besonders schnell verkauft werden muss, da der Verkäufer ja anscheinend schon ein neues Objekt gefunden hat. Deshalb gilt: Bleiben Sie, wenn möglich, noch bis zum Verkauf in der Immobilie wohnen, um bessere Verkaufschancen zu haben.

      Ist dies nicht möglich, lassen Sie ein paar Möbel in der Immobilie, um die Vorstellungskraft der Kaufinteressenten anzuregen. Oder nutzen Sie das so genannte Home Staging: Leihen Sie sich wenige Möbel aus und drapieren diese so, dass sich potenzielle Käufer einen besseren Eindruck von Ihrer Immobilie machen können.

      Tipp 7: Holen Sie sich bei Wohnungen die Zustimmung des Hausverwalters

      Handelt es sich bei der Immobilie, die Sie verkaufen möchten, um eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus, muss der Hausverwalter dem Verkauf der Wohnung zustimmen. Dies schreibt das Wohnungseigentümergesetz vor. Damit sollen die anderen Wohnungseigentümer davor geschützt werden, dass der neue Wohnungsbesitzer eventuell das monatliche Hausgeld nicht zahlen kann oder nicht in die Eigentümergemeinschaft passt. Der Hausverwalter prüft dazu die Bonität des Käufers. Um seine Zustimmung zu erteilen, muss der Verwalter persönlich beim Notar erscheinen.

      Die Eigentümergemeinschaft kann die Verwalterzustimmung auch aufheben und diese im Grundbuch löschen lassen. Die Zustimmung des Hausverwalters zum Käufer ist dann nicht mehr in der Teilungserklärung verankert und somit nicht mehr zwingend.

      Tipp 8: Planen Sie alle Kosten ein

      Bei jedem Immobilienverkauf fallen auch Kosten an. Dazu gehören:

      • Maklergebühren: Haben Sie für den Immobilienkauf einen Makler beauftragt, zahlen Sie je nach Bundesland eine Maklerprovision zwischen 4,76 und 7,14 % der Verkaufssumme. Sie können mit dem Käufer vereinbaren, diese zu teilen. Fixieren Sie diese Vereinbarung am besten schriftlich im Kaufvertrag.
      • Vermarktungskosten: Verkaufen Sie Ihre Immobilie ohne Makler, müssen Sie die Kosten für die Exposé-Erstellung und die Vermarktung selbst zahlen.
      • Energieausweiserstellung: Wer seine Immobilie verkaufen möchte, muss zwingend einen Energieausweis beibringen. So soll der Käufer einschätzen können, welche Energiekosten beim Immobilienkauf auf ihn zukommen.
      • Reparaturkosten: Um Ihre Immobilie im besten Licht darzustellen, sollten Sie vor dem Verkauf noch kleinere Schönheitsreparaturen durchführen.
      • Gutachterkosten: Um herausfinden, wie viel Sie für Ihre Immobilie verlangen können, führt ein Immobiliengutachter oder Makler eine Immobilienbewertung durch. Je nach Aufwand und Zweck des Gutachtens fallen unterschiedliche Kosten an.
      • Vorfälligkeitsentschädigung: Verkaufen Sie Ihre Immobilie in den ersten 10 Jahren nach Abschluss der Baufinanzierung, fallen durch die vorzeitige Kündigung des Kreditvertrages Kosten an. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung bestimmt die Bank.
      • Kosten für die Löschung der Grundschuld: Möchten Sie die im Grundbuch eingetragene Grundschuld löschen lassen, müssen Sie dies beim Notar beantragen. Hierfür fallen dann sowohl Notarkosten als auch Grundbuchgebühren an.
      • Spekulationssteuer: Liegen zwischen dem Erwerb und dem Verkauf der Immobilie weniger als 10 Jahre und haben Sie die Immobilie in den letzten 3 Jahren nicht selbstbewohnt, fällt eine Spekulationssteuer auf die Verkaufssumme an. Die Höhe der Steuer ist abhängig von Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz und dem Wertzuwachs der Immobilie.

      Überlegen Sie am besten bereits im Vorfeld, welche Kosten anfallen und rechnen Sie diese in Ihre Verkaufssumme mit ein. So haben Sie beim Immobilienverkauf keine Verluste.

      Tipp 9: Investieren Sie in Ihr Exposé

      Ein professionell erstelltes und ansprechendes Exposé ist für den Verkauf Ihrer Immobilie äußerst wirksam. Zeigen Sie Ihre Immobilie von Ihrer besten Seite und legen Sie Wert auf gute Fotos. Achten Sie dabei auf eine gute Belichtung und zeigen Sie sowohl Innen- als auch Außenaufnahmen.

      Ebenso wichtig sind präzise Texte, in denen alle wichtigen Informationen zu Ihrer Immobilie, zur Umgebung und Infrastruktur enthalten sind. Stellen Sie dabei Besonderheiten Ihrer Immobilie deutlich heraus, verschweigen Sie aber auch eventuelle Mängel Ihrer Immobilie nicht. Legen Sie außerdem eine Kopie des Grundrisses und des verpflichtenden Energieausweises bei.

      Der Käufer kann sich so einen ersten Eindruck von der Immobilie machen und bei Interesse gleich Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Haben Sie einen Makler engagiert, übernimmt dieser übrigens die Erstellung des Exposés für Sie.

      Tipp 10: Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen

      Finden Sie heraus, wer Ihr potenzieller Käufer sein könnte und was dieser möchte. Ihre Immobilie befindet sich in ländlicher Umgebung? Dann werden wahrscheinlich Familien Ihre Hauptzielgruppe sein. Paare bevorzugen dagegen eher Immobilien in der Stadt oder in stadtnaher Umgebung. Durch die Eingrenzung der Käufergruppe erkennen Sie, welche Personen sich besonders für Ihren Immobilienverkauf eignen und an wen Sie Ihr Exposé und Ihre Vermarktung ausrichten sollten.

      Tipp 11: Bewerben Sie Ihre Immobilie vielfältig

      Um Ihre Verkaufsabsichten möglichst bekannt zu machen, ist es ratsam, unterschiedliche Werbewege zu nutzen. So werden die meisten Immobilienverkäufe heute über Internetportale bekannt gemacht. Laut einer aktuellen Studie von Dr. Klein fanden 74 % der Befragten, die in den letzten 3 Jahren eine Immobilie gekauft haben, diese über Online-Anzeigen.

      Aber auch Printmedien sind noch immer sehr beliebt. Nicht zu unterschätzen sind Makler: Viele Interessenten gehen direkt zu einem Makler, um eine Immobilie zu finden. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Haus über einen Makler meist schneller verkauft wird als über einen Privatverkauf.

      Tipp 12: Nutzen Sie Mund-zu-Mund-Propaganda

      Über Mund-zu-Mund-Propaganda werden mehr Immobilien verkauft, als man gemeinhin denkt. In der eben erwähnten Dr. Klein-Umfrage haben 36 % der Befragten mit einem Immobilienkauf in den letzten 3 Jahren ihre Immobilie über Freunde oder Bekannte gefunden. Gerade wenn es wie aktuell eine starke Immobiliennachfrage gibt, ist Mund-zu-Mundpropaganda ein wichtiges und zudem noch günstiges Verkaufsmittel. Erzählen Sie deshalb möglichst vielen Bekannten von Ihrem Vorhaben. Auch ein Verkaufsschild im Fenster oder Vorgarten kann den Verkaufsprozess beschleunigen.

      Tipp 13: Kalkulieren Sie ausreichend Zeit ein

      Wie lange ein Immobilienverkauf dauert, ist vor allem abhängig von der aktuellen Lage am Immobilienmarkt. Auf jeden Fall sollten Sie genügend Zeit einplanen und – je nachdem, ob Sie mit einem Makler oder privat verkaufen – mit mindestens 3 bis 6 Monaten rechnen. Denn auf Sie kommen vielfältige und auch zeitraubende Tätigkeiten hinzu: fehlende Unterlagen besorgen, ein Exposé erstellen, die Immobilie aufbereiten, Besichtigungen durchführen, den Verkaufspreis verhandeln und den Kaufvertrag mit einem Notartermin abschließen.

      Müssen Sie Ihre Immobilie unter Zeitdruck verkaufen, drückt dies in der Regel den Verkaufspreis. Eine großzügige Zeitplanung gibt Ihnen also die Möglichkeit, alles in Ruhe zu erledigen und den Immobilienverkauf entspannt durchzuführen.

      Tipp 14: Nehmen Sie Besichtigungstermine ernst

      Mal schnell dem Interessenten die Immobilie zeigen? Keine so gute Idee. Planen Sie für jede Besichtigung ausreichend Zeit ein. Gehen Sie dabei auf die Besonderheiten der Immobilie ein und haben Sie alle wichtigen Unterlagen, wie Energieausweis, Grundrisse, Versicherungspolicen und Nachweise von Renovierungen, parat.

      Jetzt können Sie auch mögliche Zugaben einbringen. Möchten Sie beispielsweise die Küche nicht mitnehmen und bieten diese als zusätzliches Geschenk zum Immobilienkauf mit an, gibt dies dem Käufer das Gefühl, ein besonders gutes Angebot bekommen zu haben. Geben Sie dem Interessenten außerdem auch nach der Besichtigung mit Ihnen noch Zeit, selbst noch einmal durch die Immobilie zu gehen und sich Gedanken zu machen.

      Tipp 15: Seien Sie ehrlich

      Auch wenn Ihre Immobilie einige Macken haben sollte: Spielen Sie unbedingt mit offenen Karten. Transparenz schafft Vertrauen und kann sich auf die Verkaufsverhandlungen positiv auswirken. Verschweigen Sie zudem Mängel, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind, kann dies gerichtliche Folgen für Sie haben und erhebliche Schadensersatzforderungen nach sich ziehen.

      Tipp 16: Bleiben Sie erreichbar

      Viele Kaufinteressenten haben bereits vor und auch nach der Besichtigung Fragen zur Immobilie. Können diese Sie dann telefonisch nicht erreichen oder geht immer nur der Anrufbeantworter ran, verlieren die potenziellen Käufer schnell das Interesse. Geben Sie deshalb bereits im Exposé eine Telefonnummer und am besten auch Uhrzeiten an, unter denen Sie stets erreichbar sind. Planen Sie auch hier genügend Zeit ein, um die Fragen zu beantworten.

      Tipp 17: Legen Sie sich bei der Preisverhandlung nicht zu schnell fest

      Bevor Sie mit dem Verkauf Ihrer Immobilie starten, gilt es einen Zielpreis sowie ein absolutes unteres Limit festzulegen. In der Preisverhandlung sollten Sie sich dann an diese Vorgaben halten und nicht vorschnell einem Preis zustimmen. Bitten Sie besser um ein wenig Bedenkzeit und denken Sie in Ruhe über den angebotenen Preis nach. Wer weiß, vielleicht meldet sich in der Zwischenzeit noch ein anderer Interessent mit einem höheren Preisangebot?

      Tipp 18: Prüfen Sie die Zahlungsfähigkeit des Kaufinteressenten

      Damit Sie beim Immobilienverkauf keine unangenehme Überraschung erleben, sollten Sie die Bonität des Käufers sicherstellen. Sie erhalten so eine realistische Einschätzung darüber, ob der Käufer den Kaufpreis sowie die Kaufnebenkosten auch aufbringen kann.

      Eine Bonitätsprüfung kann zum Beispiel durchgeführt werden, in dem der Käufer eine Selbstauskunft der Schufa vorlegt. Auch eine Finanzierungsbestätigung durch die Bank stellt die Zahlung des Kaufpreises sicher. Im Übrigen gehört die Bonitätsprüfung auch zu den Aufgaben eines Maklers, er übernimmt die Einholung der verschiedenen Bonitätsnachweise und stellt so sicher, dass der potenzielle Käufer die Immobilie auch zahlen kann.

      Tipp 19: Legen Sie den Notar gemeinsam fest

      Konnten Sie sich erfolgreich mit einem Interessenten auf den Immobilienverkauf einigen, steht als nächster Schritt der Notartermin an. Bei der Auswahl des Notars ist es wichtig darauf zu achten, dass beide Parteien mit dem Notar einverstanden sind. In der Regel wählt zwar der Käufer den Notar aus, da er diesen auch bezahlt. Dennoch ist es sinnvoll, dass auch Sie als Verkäufer die Wahl billigen oder Sie den Notar sogar gemeinsam auswählen. So fühlen sich beide Parteien gut aufgehoben und wertgeschätzt.

      Tipp 20: Nehmen Sie sich Zeit für den Kaufvertragsentwurf

      Sind Sie sich mit dem Käufer über den Immobilienverkauf einig, wird der Kaufvertrag erstellt. Sie können bereits vor dem Notartermin einen Kaufvertragsentwurf erstellen, in dem alle wichtigen Punkte, die Sie und der Käufer besprochen haben, aufgeführt sind. Der Notar fertigt dann auf dieser Grundlage einen Kaufvertrag mit allen Details und Nebenabreden an. Auch die Kostenverteilung beispielsweise für die Maklergebühren und die Notarkosten werden im Kaufvertrag festgehalten.

      Im Anschluss haben Sie 14 Tage Zeit, den Kaufvertrag gründlich zu prüfen und Änderungen zu beantragen. Anschließend wird der Kaufvertrag von beiden Seiten unterschrieben, notariell beurkundet und ist damit rechtskräftig.

      Nebenabreden, die nicht beurkundet werden, sind nichtig. In einigen Fällen wird so auch der ganze Kaufvertrag hinfällig.

      Tipp 21: Prüfen Sie, ob die Grundschuld übernommen werden kann

      Besteht für die Immobilie noch eine Grundschuld im Grundbuch, fallen für deren Löschung Kosten an. Diese betragen rund 0,2 % der eingetragenen Grundschuldsumme. Wenn der Käufer einverstanden ist, kann die Grundschuld aber auch auf ihn übertragen werden. Der Eintrag im Grundbuch wird dann auf den Käufer umgeschrieben.

      Die Grundschuld kann der Käufer dann beispielsweise für einen neuen Kredit nutzen, wenn dieser bei der eingetragenen Bank abgeschlossen wird. Das spart die Kosten für die Grundschuld auf beiden Seiten.

      Tipp 22: Übergeben Sie die Schlüssel erst nach Kaufpreisüberweisung

      Wirkt der Käufer sympathisch, ist man vielleicht geneigt, ihm schon einen Haustürschlüssel zu geben, ehe man den Kaufpreis erhalten hat. Dennoch sollten Sie hier Vorsicht walten lassen und die Schlüsselübergabe erst nach dem Erhalt des Kaufpreises terminieren. Hilfreich ist hierfür die Einrichtung eines Notaranderkontos. Denn dann ist der Notar dafür verantwortlich, dass der Geldtransfer pünktlich vollzogen wird und Sie das Geld auch erhalten. Erst danach werden die Eigentumsrechte auf den Käufer übertragen und die Schlüssel übergeben.

      Tipp 23: Achten Sie auf mögliche Steuern beim Immobilienverkauf

      Haben Sie Ihre Immobilie erst in den letzten 10 Jahren erworben und möchte diese nun verkaufen, kann hierfür Spekulationssteuer anfallen. Dies gilt auch, wenn Sie in den letzten 5 Jahren mehr als 3 Immobilien verkauft haben. Die Höhe der Spekulationssteuer ermisst sich aus Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz und dem Wertzuwachs der Immobilie seit dem Kauf.

      Steuerfrei ist ein Immobilienverkauf, wenn zwischen dem Kauf und dem Verkauf mehr als 10 Jahre liegen oder Sie in den vergangenen 3 Jahren selbst die Immobilie bewohnt haben. Ferienwohnungen und -häuser sind von der Spekulationssteuer befreit, wenn Sie diese ausschließlich privat genutzt haben.

      Tipp 24: Lohnt sich Immobilienverkauf während Corona?

      Auch während der Corona-Krise können Sie Ihre Immobilie erfolgreich verkaufen. Bei vielen Menschen hat sich in dieser Zeit der Wunsch nach einer eigenen Immobilie, vor allem nach einem eigenen Haus, verstärkt. Auch die Immobilienpreise sind weiter auf einem hohen Niveau: Gute Chancen also für einen Immobilienverkauf.

      Um viele Kontakte zu vermeiden, ist es hilfreich, einen Makler zu engagieren. Dieser übernimmt für Sie die Kommunikation mit den Interessenten und führt die Besichtigungen durch. Einige Makler bieten auch kontaktlose Besichtigungen an: Der Makler geht dabei mit einer Videokamera durch die Immobilie und filmt, während die Kaufinteressenten dies vor ihrem Computer verfolgen und Fragen stellen können.

      Tipp 25: Die Immobilie verkaufen oder besser vermieten?

      Ob Sie Ihre Immobilie besser verkaufen oder vermieten, ist von verschiedenen Aspekten abhängig.

      1. Immobilienwert: Hier hängt die Rentabilität davon ab, welchen Preis Sie aktuell auf dem Immobilienmarkt zu erwarten haben und welche Mietrendite in den nächsten Jahren wahrscheinlich ist.
      2. Selbstorganisiation: Wie viel Zeit können und wollen Sie noch in Ihre Immobilie investieren? Als Vermieter haben Sie eine Reihe von Verpflichtungen, die viel Zeit und Geld kosten können.

      Wir haben Ihnen einmal gegenübergestellt, wann sich eine Vermietung lohnt und wann ein Immobilienverkauf die bessere Wahl ist:

      Immobilie verkaufenImmobilie vermieten
      Sie möchten einmalig eine größere Summe erhalten.Sie möchten langfristig und kontinuierlich ein Einkommen beziehen.
      Sie möchten keine Verantwortung und Verpflichtungen für die Vermietung tragen.Sie sind bereit, Zeit und Kosten zu investieren.
      Ihre Immobilie liegt in einer wenig gefragten Lage, so dass die Mietrendite niedrig ist und Sie mit einem Verkauf eine höhere Summe erzielen können.Ihre Immobilie befindet sich einer Region mit einer hohen Nachfrage nach Mietimmobilien.
      Sie möchten eine Wertminderung durch die Abnutzung der Immobilie bei einer Vermietung verhindern.Sie möchten die Immobilie eventuell später als Eigenbedarf nutzen.
      Tabelle: Immobilie verkaufen oder vermieten?

      Checkliste: 10 Fragen zum Immobilienverkauf

      Ihr Ziel ist es, Ihre Immobilie erfolgreich zu verkaufen. Unsere Checkliste zeigt Ihnen zusammenfassend noch einmal 10 Fragen, die Sie auf dem Weg zu Ihrem Immobilienverkauf beantworten sollten:

      1. Ist aktuell der richtige Zeitpunkt, meine Immobilie zu verkaufen?
      2. Was ist meine Immobilie wert?
      3. Habe ich genug Zeit, die Immobilie selbst zu verkaufen oder möchte ich mich von einem Makler unterstützen lassen?
      4. Was ist meine Zielgruppe?
      5. Was sind Vor- und Nachteile meiner Immobilie?
      6. Welche Kosten und Renovierungen kommen auf mich zu?
      7. Habe ich alle Unterlagen zusammen?
      8. Wie hoch ist mein Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis?
      9. Wie bin ich für Interessenten erreichbar?
      10. Was muss unbedingt in den Kaufvertrag aufgenommen werden?

      Ist Ihnen der Immobilienverkauf zu zeitaufwendig, kann ein Makler diese Aufgabe und alle dazugehörigen Arbeiten für Sie übernehmen. Wenden Sie sich dazu einfach an einen unserer Berater vor Ort, sie stellen gern einen Kontakt zu einem Makler für Sie her.

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