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Baukindergeld: Wie lange reicht es noch? Der aktuelle Stand der Dinge

Seit Antragsstart im September 2018 sind 185.000 Anträge auf Baukindergeld bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingegangen. Wir haben weitere, aktuelle Zahlen bei der KfW erfragt und zeigen damit: Das Baukindergeld ist noch lange nicht aufgebraucht.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Wie viel Baukindergeld ist bereits aufgebraucht?

      (Stand: Mitte Februar 2020) Das Baukindergeld wird nach dem Windhundverfahren vergeben: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und sind die Gelder aufgebraucht, wird die Bundesregierung keine neuen Mittel freigeben. Deshalb fragen sich viele: Wie lange wird das Baukindergeld noch reichen? Unseren Berechnungen zufolge noch sehr lange, und zwar vermutlich sogar noch über die aktuelle Legislaturperiode, die im Oktober 2021 endet, hinaus. Im Folgenden erläutern wir, wie wir zu dieser Schlussfolgerung kommen.

      Wir haben im Februar einen neuen Zwischenstand in Sachen Baukindergeld bei der KfW erfragt und folgende Informationen erhalten:

      StandAnzahl gestellte Anträge (für X Kinder)Anzahl bewilligte Anträge (für X Kinder)Anzahl AblehnungenWie viel des 10-Milliarden-Topfes sind damit beantragt (und tatsächlich bewilligt)?
      Stand Mitte Februar 2020185.000 Anträge (für geschätzt 333.333 Kinder)keine aktuelle Angabekeine aktuelle Angabe4 Milliarden (40 %) sind beantragt, zu den Bewilligungen gibt es keine aktuelle Angabe
      Stand Ende September 2019147.000 Anträge (für geschätzt 249.900 Kinder)keine aktuelle Angabekeine aktuelle Angabe3,1 Milliarden (31 %) sind beantragt, zu den Bewilligungen gibt es keine aktuelle Angabe
      Stand Mitte September 2019135.000 Anträge (für geschätzt 229.500 Kinder)67.500 (für 109.000 Kinder)keine aktuelle Angabe2,75 Milliarden (27,5 %) sind beantragt und erst 1,3 Milliarden (13 %) bewilligt
      Stand Ende Juni 2019112.265 Anträge (für 191.666 Kinder)43.297 Anträge (für 74.402 Kinder)keine aktuelle Angabe2,29 Milliarden (22,9 %) sind beantragt und 893 Millionen (8,93 %) bewilligt
      Stand Ende April 201993.000 Anträge (für 160.000 Kinder)20.000 Anträge (für 34.000 Kinder)keine aktuelle Angabe1,92 Milliarden (19,2 %) sind beantragt und 408 Millionen (4,08 %) sind bewilligt
      Stand Ende März 201983.000 Anträge (für 143.000 Kinder)8.000 Anträge (für 14.000 Kinder)5001,71 Milliarden (17,1 %) sind beantragt und 168 Millionen (1,68 %) sind bewilligt

      Bis Mitte Februar 2020 wurden 185.000 Anträge auf Baukindergeld für 333.333 Kinder gestellt. Die Bundesregierung hat insgesamt 10 Milliarden Euro für das Baukindergeld eingeplant, davon 3 Milliarden Euro bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode im Oktober 2021. Aus all diesen Angaben lassen sich nun Rückschlüsse darauf ziehen, wie viel Baukindergeld bereits verbraucht ist. Wären alle 333.333 Kinder berechtigt, Baukindergeld zu beziehen, wäre bereits ein Volumen von rund 4 Milliarden Euro an Baukindergeld aufgebraucht (333.333 x 12.000), also 40 Prozent des Gesamttopfes. Allerdings steht nicht fest, ob alle Anträge auch bewilligt werden.

      Die Antwort auf die Frage "Wie viel Baukindergeld ist bereits aufgebraucht?" lautet also:

      Es wurden bis Mitte Februar 2020 Anträge auf Baukindergeld in Höhe von insgesamt 4 Milliarden Euro und damit 40 Prozent des 10-Milliarden-Topfes verbraucht. Es kann insgesamt für 833.333 Kinder Baukindergeld vergeben werden, es wurde erst für 333.333 Kinder beantragt. Genaue Auszahlungszahlen kommuniziert die KfW nicht. Sie lässt lediglich verlauten, dass jeder, der berechtigt ist und die Unterlagen vollständig einreicht, Baukindergeld bekommt.

      Kann das Baukindergeld 2020 wirklich knapp werden?

      Nein. Zwar war in den Medien in der letzten Zeit öfter zu lesen, der Baukindergeld-Topf sei bereits aufgebraucht und das Baukindergeld könne bereits 2020 knapp werden. Aus unserer Sicht ist das aber eine Fehlannahme. Oft wird dabei vom 3-Milliarden-Topf der aktuellen Legislaturperiode ausgegangen und behauptet: Weil durch 185.000 Anträge und circa 333.333 Kinder und schon 4 Milliarden Euro an Mitteln gebunden sind (333.333 Kinder x 12.000 Euro = 4 Milliarden), würde das Baukindergeld von 3 Milliarden Euro schon weit überschritten sein. Zwei Dinge sprechen aber deutlich gegen diese These:

      1. Es sind bei Weitem noch nicht alle Anträge geprüft:
        Bei den aktuell 185.000 Anträgen und 333.333 Kindern, die hinter diesen 4 Milliarden Euro stehen, ist größtenteils noch gar nicht klar, ob auch alle die Förderung erhalten. Die KfW hat Ende März 2019 damit begonnen, die Anträge zu prüfen und ist noch gar nicht so weit, das überblicken zu können (allerdings wird davon ausgegangen, dass eine hohe Anzahl der Anträge bewilligt werden kann). Wie viele der  Anträge bewilligt werden können, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.
      2. Für das Baukindergeld stehen nicht nur 3 Milliarden, sondern insgesamt 10 Milliarden zur Verfügung:
        Selbst wenn alle 185.000 Anträge eine Bewilligung bekämen, wäre das Baukindergeld trotzdem noch nicht ausgeschöpft. Weil nämlich nicht nur 3 Milliarden, sondern insgesamt 10 Milliarden zur Verfügung stehen. Die 3 Milliarden sind lediglich eine von der Bundesregierung festgelegte Obergrenze für die aktuelle Legislaturperiode: Bis Oktober 2021 dürfen nicht mehr als 3 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt ins Baukindergeld fließen. Sprich: Es dürfen bis zu diesem Datum nicht mehr als 3 Milliarden Euro an die Baukindergeld-Empfänger ausgezahlt worden sein, danach stehen aber trotzdem noch weitere 7 Milliarden zur Verfügung. Die 333.333 Kinder erhalten die 4 Milliarden Euro Baukindergeld über zehn Jahre hinweg, daher: alles im Rahmen. Diesen Zusammenhang wollen wir im nachfolgenden Abschnitt nochmal verdeutlichen.

      Wie viele Kinder Baukindergeld bekommen können

      Das Baukindergeld-Budget von 3 Milliarden bzw. 10 Milliarden Euro wird erst gesprengt, sobald Baukindergeld für mehr als 833.333 Kinder beantragt und bewilligt wurde. Wie wir zu dieser Schlussfolgerung kommen?

      Ganz einfach: Bei 10 Milliarden Euro Gesamtbudget können maximal 833.333,33 Kinder Baukindergeld bekommen (10 Milliarden : 12.000 Euro pro Kind = 833.333,33 Kinder). Vom Start des Baukindergeldes an bis zum Ende der Legislaturperiode (Oktober 2018 bis September 2021) kann der Bund also an maximal 833.333 Kinder pro Jahr jeweils 1.200 Euro Baukindergeld auszahlen: 

      • 1. Jahr (Oktober 2018 bis September 2019): 833.333 Kinder x 1.200 Euro = 999.999.600 = ca. 1 Milliarde Euro.
      • 2. Jahr (Oktober 2019 bis September 2020): 833.333 Kinder x 1.200 Euro = 999.999.600 = ca. 1 Milliarde Euro.
      • 3. Jahr (Oktober 2020 bis September 2021): 833.333 Kinder x 1.200 Euro = 999.999.600 = ca. 1 Milliarde Euro.

      Bis zum Ende der Legislaturperiode im Oktober 2021 sind also genau genommen 2.999.998.800 Euro, also knapp 3 Milliarden für das Baukindergeld verbraucht. In den sieben Folgejahren stehen dann weitere sieben Milliarden zur Verfügung, aus denen die 833.333 Kinder weiterhin je 1.200 Euro pro Jahr erhalten. Nach zehn Jahren sind auf diese Weise 10 Milliarden Euro aufgebraucht. Fazit: Erst, wenn für mehr als 833.334 Kinder Baukindergeld beantragt und bewilligt wurde, würde der Bundeshaushalt bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode mehr als 3 Milliarden Euro ins Baukindergeld investieren und damit das geplante Budget überschreiten.

      Der Stand der Dinge lautet dementsprechend: Die maximale Anzahl an Kindern, die Baukindergeld bekommen könnten, liegt bei 833.333, und derzeit wurde erst für 333.333 Kinder Baukindergeld beantragt. Auch das zeigt, der Baukindergeld-Topf ist noch lange nicht leer. Doch wann leert er sich tatsächlich? Dies lässt sich inzwischen ebenfalls grob hochrechnen.

      Hochrechnung: Das Baukindergeld reicht bis 2021

      Geht es mit dem Antragstempo so weiter wie bisher, reicht das Baukindergeld noch bis über das Ende der Legislaturperiode im Oktober 2021 hinaus:  Bleibt es bei einem Durchschnitt von 1,7 Kindern pro Antrag, könnten maximal zirka 490.195 Anträge für 833.333 Kinder bewilligt werden. Gehen auch in Zukunft 2.270 neue Anträgen pro Woche bei der KfW ein, dann würden bis Ende 2019 insgesamt erst 169.050 Anträge vorliegen, bis Ende 2020 erst 287.090 und bis Oktober 2021 erst 405.130 Anträge. Und auch diese Anträge müssten erst noch geprüft werden. Es zeigt sich: Wer sich für das Baukindergeld interessiert, muss nicht in Hektik verfallen.

      Wichtiger ist, dass man alle Fristen einhält, zum Beispiel:

      • Sie müssen die Immobilie zwischen dem 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2020 gekauft haben
      • Sie können den Antrag erst nach dem Einzug in die Immobilie stellen.
      • Nach dem Einzug dürfen Sie sich aber nicht länger als 6 Monate für die Antragstellung Zeit lassen.

      Der letztmögliche Tag für die Beantragung des Baukindergeldes ist – sofern der Baukindergeld-Topf bis dahin nicht leer ist – der 31. Dezember 2023, also zwei Jahre nach dem Ende der Legislaturperiode.

      Wir werden den Stand der Dinge in Sachen "Wie lange reicht das Baukindergeld noch?" ab sofort beobachten, regelmäßig bei der KfW abfragen und an dieser Stelle kommunizieren. Wenn Sie in Ihrem Browser die Push-Benachrichtigungen von Dr. Klein abonniert haben, erhalten Sie darüber automatisch Bescheid, sobald sich etwas ändert.

      Die wichtigsten Infos zum Baukindergeld im Video

      Das Video fasst noch mal kurz und bündig zusammen, wie Sie das Baukindergeld beantragen und welche Voraussetzungen dafür gelten.

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      Haftungsausschluss: Die Informationen rund um das Baukindergeld basieren auf sorgfältiger Recherche. Dennoch können wir Fehler in diesem Beitrag nicht ausschließen und übernehmen daher auch keine Haftung. Für rechtssichere Auskünfte zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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