Inflation, Zinswende und Co.: 5 Tipps, wie ihr den Traum vom Eigenheim jetzt noch wahr machen könnt

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Lesezeit: 4 Minuten

Die Inflation ist infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges gestiegen. Mittlerweile liegt sie bei über 7 % ­und das seit 4 Monaten. Zudem verteuern Lieferengpässe Neubauvorhaben. Dazu kommen noch die steigenden Zinsen: Seit Dezember 2021 haben sich diese verdreifacht. Somit zahlen Darlehensnehmerinnen und -nehmer im Juni 2022 eine um 20 % höhere Rate als im Dezember 2021. Wie es unter diesen Umständen trotzdem machbar ist, in die eigenen vier Wände zu kommen, verraten wir euch in der neuen Kurzfolge unseres Podcast „Hausgefragt“.

Hören statt Lesen: Hier die neueste Podcast-Folge anhören

Gerade keine Lust auf Lesen, dann hört euch unsere aktuelle Podcast-Folge (7:18) von “Hausgefragt” an. Darin haben wir haben euch 5 Tipps zusammengestellt, wie ihr es jetzt noch schaffen könnt, ins eigene Zuhause zu kommen. Viel Spaß beim Zuhören!

Kapitelmarken

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+++ Kapitelmarken +++

  • 0:00 Begrüßung und Einleitung
  • 0:56 Tipp 1: Alt schlägt neu.
  • 2:04 Tipp 2: Auf der Objektseite kleiner denken.
  • 2:48 Tipp 3: Rauf aufs Land?
  • 3:53 Tipp 4: Tilgung runter, aber Vorsicht!
  • 4:47 Tipp 5: Bausparen kann sexy sein.
  • 6:29 Verabschiedung

5 Tipps, wie es mit dem Eigenheim auch jetzt noch klappt

Im Prinzip kann man zwei Seiten betrachten, denn das Vorhaben Eigenheim fußt auf 2 Säulen: dem Objekt und der Finanzierung. Wir beleuchten beide und schauen, was man auf welcher Seite wie verändern kann, um sich den Traum vom Eigenheim doch zu erfüllen.

Tipp 1: Alt schlägt neu.

Die Rate für den Kauf eines Neubaus beträgt 1.436 €, für ein eigenes Bauvorhaben sogar 1.569 €. Dass es sich lohnt auf bestehende Objekte zu setzen, zeigt ein Blick auf die durchschnittliche Rate für Bestandsimmobilien, die im Schnitt bei 1.120 € liegt. Überlegt euch also, ob es wirklich ein neues Haus sein muss oder ob nicht auch eine Bestandsimmobilie für euch infrage kommt.

Tipp 2: Kleiner denken.

Geht in euch und überprüft, wie viele Quadratmeter ihr wirklich braucht. Denn: Weniger Fläche kostet weniger Geld. Seid flexibel und sucht nicht nach starren Parametern wie Zimmer- oder Quadratmeteranzahl. Schaut euch ein Objekt an und überlegt, wie ihr den Grundriss umgestalten könntet, damit er zu euren Bedürfnissen passt. Eine Möglichkeit ist es, Wände einzuziehen oder rauszureißen. Aber auch zu überlegen: Braucht es ein Esszimmer oder genügt eine große Küche?

Tipp 3: Raus aufs Land?

Eine weitere Stellschraube auf der Objektseite sind die Grundstückspreise. Informiert euch über den Bodenrichtwert. Dieser gibt den durchschnittlichen Grundstückpreis in einem bestimmten Gebiet an. Ihr findet ihn auf den Websites der Bundesländer, Landkreise und Städte. Manchmal zeichnen sich in einem kleinen Umkreis unterschiedliche Werte ab.

Zudem hat Corona zu einem Umdenken bei vielen Arbeitgebern geführt. Vielleicht lohnt es sich, den eigenen Lebensentwurf zu überdenken: Müsst ihr noch täglich ins Büro oder seid ihr bereit, ins Umland zu ziehen und dann eben 2x in der Woche zu pendeln? Auch diese Entscheidung kann bares Geld sparen. Denn: In ländlichen Gebieten ist es deutlich günstiger als im Innenstadtbereich.

Tipp 4: Tilgung runter, aber Vorsicht!

Auf der Finanzierungsseite ist die Tilgung eine Stellschraube, um die monatliche Belastung zu reduzieren. Die Tilgung ist der Anteil der Monatsrate, mit der ihr die Restschuld abzahlt. Sinkt die Tilgung, sinkt auch die Rate. Aber Vorsicht: Bei zu niedriger Tilgung bleibt eine höhere Restschuld des Darlehens, ihr müsst es also länger abtragen. Damit steigt auch das Zinsänderungsrisiko, weil ihr eine höhere Darlehenssumme mit der Anschlussfinanzierung abzahlen müsst. Insofern: Wählt eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 %!

Tipp 5: Je länger, je lieber.

Apropos Zinsänderungsrisiko: Derzeit gehen Experten davon aus, dass die Bauzinsen in den nächsten Monaten eher steigen. Insofern lohnt es sich, das derzeitige Zinsniveau lange festzuschreiben. Damit bekommt ihr zusätzlich Planungssicherheit. Es bieten sich zwei Möglichkeiten besonders an, um sich Bauzinsen lange zu reservieren:

  • Zum einen könnt ihr eine lange Sollzinsbindung für euer Darlehen vereinbaren. Allerdings kostet das Geld: Im Schnitt kommen etwa 0,2 Prozentpunkte Zinsaufschlag dazu, wenn ihr eure Sollzinsbindung von 10 Jahren auf 15 Jahren erhöht. Danach verringert sich gegenwärtig der Aufschlag auf rund 0,1 Prozentpunkt für weitere 5 Jahre.

  • Eine Alternative ist es, einen Bausparvertrag abzuschließen. Er besteht aus zwei Phasen: Einer Ansparphase, in der ihr monatlich in den Bausparvertrag einzahlt. Dieser Betrag wird auch noch verzinst. Und einer Auszahlungsphase: Dann bekommt ihr euer Sparguthaben plus ein Darlehen ausgezahlt. Schon bei Abschluss wisst ihr, wie hoch der Zinssatz für das Baudarlehen sein wird. Insofern dient ein Bausparvertrag als Zinssicherungsinstrument.

Das waren unsere 5 Tipps, die euch helfen sollen, in die eigenen vier Wände zu kommen. Sie sind nur ein Anfang. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten für Baufinanzierungen beraten euch gerne zu eurer individuellen Situation. Sie schauen mit euch, was ihr euch leisten könnt – natürlich kostenfrei und unverbindlich.

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