0800 8833880
Montag bis Freitag: 8.00 – 18.00 Uhr mehr Infos mehr Infos

Baukindergeld 2018: Wer bekommt es, wie viel gibt es und wie wird die neue Eigenheimzulage beantragt?

1.200 Euro pro Kind und Jahr über 10 Jahre hinweg – so soll das Baukindergeld 2018 aussehen. Wann die Förderung kommt und den aktuellen Stand der Dinge erfahren Sie in diesem Artikel.

  • Inhaltsverzeichnis
    • Baukindergeld aktuell, Stand August 2018:

      15.08.2018 - Das Baukindergeld kommt 2018! Dabei handelt es sich um eine staatliche Förderung: Familien mit mindestens einem Kind, die zum ersten Mal eine Immobilie erwerben und deren zu versteuerndes Einkommen 75.000 Euro im Jahr nicht übersteigt, sollen 10 Jahre lang pro Kind 1.200 Euro im Jahr erhalten. Bei Familien mit einem Kind sind das insgesamt 12.000 Euro, mit zwei Kindern 24.000 Euro. Das Gute daran: Das Baukindergeld müssen Sie nicht zurück bezahlen. Aller Voraussicht nach erhalten Sie es aber nicht auf einen Schlag, sondern monatlich oder jährlich. Dadurch können Sie es zwar zu Beginn nicht als Eigenkapital einbringen, es aber nach und nach in die Tilgung Ihrer Baufinanzierung investieren. Das Baukindergeld wird rückwirkend ab 01.01.2018 gezahlt. Wichtig dabei ist, dass Sie die Immobilie nach diesem Datum gekauft haben. In 2017 oder früher getätigte Käufe werden nicht gefördert. 

      Viele Eckdaten stehen beim Baukindergeld noch nicht hundertprozentig fest. Unklar ist momentan zum Beispiel:

      • Wann das Baukindergeld beantragt werden kann, voraussichtlich nicht vor September 2018
      • Wie die Beantragung ablaufen wird
      • Wo das Baukindergeld beantragt wird, vermutlich bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
      • In welchem Rhythmus es ausbezahlt wird, monatlich oder jährlich
      • Ob Familien 20-30 Prozent Eigenkapital einbringen müssen, um förderberechtigt zu sein
      • Ob Kinder zum Zeitpunkt der Beantragung minderjährig sein müssen

      Zwischenzeitlich gab es außerdem Überlegungen, nur den Erwerb von Immobilien bis maximal 120 Quadratmetern zu fördern, um die Kosten für das Baukindergeld im Rahmen zu halten. Denn die Finanzspritze wird eine teure Angelegenheit für den Bund: Bis zu 4 Milliarden Euro sind über eine Laufzeit von drei Jahren hinweg insgesamt dafür veranschlagt. Die Begrenzung der Wohnfläche ist aber wieder vom Tisch. Für Klarheit in all diesen Punkten kann nur ein Beschluss des Bundeskabinetts sorgen, dieser wird aber dem Vernehmen nach erst nach der Sommerpause gefasst. 

      Baukindergeld im Überblick

      Höhe1.200 € pro Kind und Jahr
      Laufzeit10 Jahre
      AuszahlungMonatlich oder jährlich (noch nicht klar)
      Grund-
      Voraussetzungen  
      Nur für Familien mit mind. 1 Kind, nur für den allerersten Erwerb eines Hauses oder Neubaus, nur für Häuser oder Neubauten, die nach dem 01.01.2018 erworben wurden, nur für selbst genutzte Immobilien
      Kinder Bei Antragstellung dürfen Kinder noch nicht volljährig sein, müssen im selben Haushalt leben, es muss ein Kindergeldanspruch bestehen (bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres)
      EinkommenMax. 75.000 € zu versteuerndes Einkommen plus 15.000 € pro Kind
      Maximale Anzahl Kinder  Keine Einschränkung bisher bekannt
      Maximale
      Wohnfläche
      Keine Einschränkung der Wohnfläche
      Ab wann?Noch unklar, Baukindergeld kann derzeit noch nicht beantragt werden
      Antrags-
      zeitraum
      Anträge werden rückwirkend ab 01.01.2018 bis 31.12.2020 gestellt werden können
      KfWMöglicherweise wird Beantragung über KfW abgewickelt (noch in Klärung)
      Tabelle: Einzelheiten zum Baukindergeld 2018, alle Angaben ohne Gewähr

      Wer bekommt das Baukindergeld?

      Die Förderung erhalten Familien mit mindestens einem Kind. Das zu versteuernde Einkommen der Familie darf 75.000 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Pro Kind kommt noch mal ein Freibetrag von 15.000 Euro hinzu. Somit dürfen Familien mit einem Kind ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 90.000 Euro pro Jahr haben, mit zwei Kindern maximal 105.000 Euro. Liegt das zu versteuernde Einkommen darüber, erhält die Familie kein Baukindergeld. Entscheidend dafür ist das Einkommen der letzten beiden Kalenderjahre. Somit darf das Einkommen bei allen in 2018 gestellten Anträgen die vorgegebenen Grenzen in 2016 und 2017 nicht überschritten haben. Zudem gibt es das Geld nur für die allererste Immobilie, die eine Familie erwirbt, und nur für Käufe, die nach dem 01.01.2018 getätigt wurden. Dabei ist unerheblich, um welche Art von Immobilie es sich handelt: Gefördert wird sowohl der Kauf von Bestandsimmobilien als auch von Neubauten, bei denen die Baugenehmigung nach dem 01.01.2018 erteilt worden sein muss.

      Wie viel Baukindergeld gibt es?

      Pro Jahr und Kind sind 1.200 Euro geplant, und gezahlt wird das Baukindergeld über 10 Jahre hinweg. Somit ergibt sich pro Kind eine Förderung von 12.000 Euro, bei zwei Kindern wären es 24.000 Euro. Unsere nachfolgende Tabelle zeigt, welche Einkommensgrenzen und Fördersummen pro Kind gelten.

      Anzahl KinderMaximales, zu versteuerndes EinkommenHöhe Baukindergeld gesamt
      Familien mit 1 Kind90.000 €12.000 €
      Familien mit 2 Kindern105.000 €24.000 €
      Familien mit 3 Kindern120.000 €36.000 €
      Familien mit 4 Kindern135.000 €48.000 €
      Tabelle: Staffelung Baukindergeld nach Anzahl der Kinder, alle Angaben ohne Gewähr

      Wann geht’s los mit dem Baukindergeld?

      Das steht noch nicht fest. Aktuell kann das Baukindergeld noch nicht beantragt werden, weil es noch gar nicht beschlossen wurde. Das wird aller Voraussicht nach nach der Sommerpause des Bundestages passieren, kann sich aber auch noch ein wenig hinziehen. Fest steht hingegen, dass das Baukindergeld rückwirkend ab dem 01.01.2018 gezahlt wird, und der letztmögliche Tag der Beantragung wird der 31.12.2020 sein. Eine Verlängerung des Beantragungszeitraumes ist zwar denkbar, aber bislang nicht vorgesehen. Im Jahr 2021 ist wieder Bundestagswahl. Ob das Baukindergeld auch über 2020 hinaus beantragbar sein wird, hängt dann auch davon ab, ob die neue Regierung die Förderung wieder aufnimmt oder fortsetzt.

      Wobei hilft das Baukindergeld?

      Das Baukindergeld ist zwar nicht als Eigenkapital nutzbar, stattdessen können Sie es aber für die Tilgung Ihrer Baufinanzierung einsetzen und auch von Beginn an dafür einkalkulieren.

      Tipp: Kostenlose Sondertilgungen für Baukindergeld einplanen!

      Planen Sie das Baukindergeld gemeinsam mit Ihrer Finanzierung und den Förderungen der KfW: Wichtig ist hierbei vor allem, dass Sie alles gut aufeinander abstimmen. Berücksichtigen Sie das Baukindergeld bei der Tilgung: Wird es jährlich ausgezahlt, dann möchten Sie die 1.200 Euro (bei einem Kind) oder 2.400 Euro (bei zwei Kindern) vielleicht direkt in die Finanzierung stecken, die Restschuld abrupt reduzieren und dadurch über die Jahre hinweg ein hohes Maß an Zinskosten einsparen. Das ist bei vielen Kreditverträgen möglich, aber nicht immer kostenlos. Achten Sie also darauf, dass Ihr Vertrag die Option enthält, eine oder mehrere Sondertilgungen pro Jahr ohne weitere Gebühren zu leisten.

      Für den Fall, dass die Auszahlung des Baukindergeldes monatlich geschehen wird, gibt es noch einen anderen Weg, es zu nutzen: Sie können aufgrund des zusätzlichen Finanzspielraums die monatliche Rate höher ansetzen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, bereits Monat für Monat mehr zu tilgen. So reduzieren Sie die Restschuld ebenfalls, nur kontinuierlicher als bei einer Sondertilgung und sparen ebenfalls über die Jahre hinweg Zinskosten ein.

      Welche Kinder zählen fürs Baukindergeld?

      Beim Baukindergeld ist Kind nicht gleich Kind. Die Frage lautet: Welches Kind zählt? Aller Voraussicht nach bekommen Familien nur für solche Kinder Baukindergeld, die zum Zeitpunkt der Antragstellung

      • bereits geboren wurden,
      • noch nicht volljährig sind (also unter 18 Jahre alt),
      • Kindergeld-berechtigt sind
      • und im selben Haushalt wohnen.

      Das heißt: Baukindergeld beziehen Sie für jedes Kind, das bei der Antragstellung jünger als 18 ist, dann wird es aber bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt, denn so lange erhält das Kind auch Kindergeld. Ein Kind, das zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits volljährig oder älter ist, kann also nicht mehr berücksichtigt werden. Ein Kind, das zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht geboren wurde, ebenfalls nicht.

      Wo und wie stellt man für das Baukindergeld den Antrag?

      Der Antragsweg ist noch nicht geklärt. Vermutlich wird das Baukindergeld über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt und kann dann gemeinsam mit weiteren KfW-Förderungen beantragt werden. Die KfW stellt dazu allerdings bislang noch keine genaueren Informationen bereit. 

      Weitere FAQs zum Baukindergeld

      Rund um das neue Baukindergeld entstehen bei Familien viele weitere, wichtige Fragen, die wir an dieser Stelle einmal sammeln und beantworten wollen.

      Baukindergeld und Finanzierung: Bekomme ich durch das Baukindergeld bessere Zinsen?

      Nein, am Zinssatz, den die Bank Ihnen gibt, wird das Baukindergeld wenig ändern. Es hätte nur dann Einfluss auf Ihren Bauzins, wenn es in Gänze ausgezahlt würde und als Eigenkapital eingebracht werden könnte. Das wird aber nicht der Fall sein, die Auszahlung wird monatlich oder jährlich geschehen. Allerdings erweitert das Baukindergeld Ihren finanziellen Spielraum. Bei einem Kind haben Sie 100 Euro monatlich bzw. 1.200 Euro jährlich mehr zur Verfügung, das werden Banken auch anerkennen und in Ihre Budgetplanung mit einrechnen. Letztlich erhöht sich dadurch auch der Kreditrahmen, bei einem Kind und 1.200 Euro allerdings auch nur minimal.

      Welche Voraussetzungen müssen Immobilien für das Baukindergeld erfüllen?

      Die Art der Immobilie spielt keine Rolle, ein Wohnungskauf ist mit dem Baukindergeld ebenso möglich wie ein Hauskauf, und auch dabei sind Ihnen keine Grenzen gesetzt: Ob es sich um eine Doppelhaushälfte, ein alleinstehendes Haus, ein Reihenhaus, einen Neubau oder eine bestehende Immobilie handelt, ist egal. Auch die die Größe des Wohnraums spielt keine Rolle. Folgendes ist aber wichtig:

      • Stichtag Baukindergeld 01.01.2018: Sie dürfen die Immobilie nicht vor diesem Datum erworben haben.
      • Erstkauf: Es muss sich um Ihren ersten Immobilienerwerb handeln.
      • Eigennutzung: Sie müssen die Immobilie selbst privat nutzen. Für eine vermietete Immobilie oder Gewerbeimmobilien gibt es kein Baukindergeld.

      Baukindergeld und die Anschlussfinanzierung, was gibt es da zu bedenken?

      Das Baukindergeld wird über zehn Jahre hinweg gezahlt. Dies ist auch die am häufigsten gewählte Länge für die erste Sollzinsbindung der Hauptfinanzierung. Das heißt: Baukindergeld und Baufinanzierung laufen dann gleichzeitig aus, und es bleibt eine Restschuld über, die weiterfinanziert werden will. Sie benötigen dann eine Anschlussfinanzierung, dabei können finanzielle Engpässe entstehen. Zum Einen, weil nun die Baukindergeldzahlung wegfällt, und zum Anderen durch das sogenannte Zinsänderungsrisiko. Da die Zinsen in den kommenden Jahren vermutlich steigen werden, wird es die Anschlussfinanzierung nur zu höheren Zinsen geben. Das steigert die Monatsrate. Durch den Wegfall des Baukindergeldes wird die Weiterfinanzierung unter Umständen schwierig. Dieses Risiko sollte von vorneherein mit eingeplant und zum Beispiel von einem Forward Darlehen oder parallel laufenden Bausparverträgen abgefedert werden.

      Zählt das Baukindergeld zum Eigenkapital?

      Nein, das Baukindergeld lässt sich nicht als Eigenkapital nutzen. Der Grund: Eigenkapital bringen Sie immer zu Beginn als größere Summe in Ihre Finanzierung ein. Das Baukindergeld erhalten Sie aber nicht auf einmal, sondern monatlich oder jährlich. Somit ist es nicht möglich, das Baukindergeld am Anfang in Gänze als Eigenkapital zu nutzen.

      Wie unterscheidet sich das neue Baukindergeld von der früheren Eigenheimzulage?

      Das Prinzip des Baukindergeldes erinnert viele an die Eigenheimzulage, die von 1996 bis 2005 gewährt wurde. Es gibt aber doch einige Unterschiede: Die Eigenheimzulage fiel geringer aus und wurde aber über einen kürzeren Zeitraum hinweg gezahlt. Acht Jahre lang bekam man einen jährlichen Zuschuss von bis zu 800 Euro pro Kind. Die Voraussetzungen für die Eigenheimzulage waren denen des Baukindergeldes ähnlich: Bezuschusst wurde, wer sein Eigenheim von mindestens 25 Quadratmetern selbst bewohnte, ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 70.000 Euro sowie den Bezug von Kindergeld für seine Kinder nachweisen konnte. Wer sich nach dem 31.12.2015 zu einem Hauskauf entschieden hatte, bekam keine staatliche Förderung in Form der Eigenheimzulage mehr. Der Grund: Die Bundesregierung hatte ihr Subventionsziel längst erreicht, sodass sie den Steuerzahler nicht länger belasten wollte. 

      Was ist das Baukindergeld Bayern Plus?

      In Bayern gibt's noch was obendrauf: Das Baukindergeld Bayern Plus ist ein Zusatzprogramm des süddeutschen Bundeslandes. Noch mal 300 Euro pro Jahr und Kind, ebenfalls über zehn Jahre hinweg, bekommen bayrische Familien neben dem bundesweiten Baukindergeld zum Immobilienkauf dazu. Damit steigt das Baukindergeld für sie von 12.000 Euro auf 15.000 Euro pro Kind. Zusätzlich wird es in Bayern auch noch eine einmalige Eigenheimzulage in Höhe von 10.000 Euro geben. Diese ist nicht nur für Familien, sondern auch für Alleinstehende und Paare ohne Kinder gedacht, die eine Immobilie anschaffen möchten.

      Wie ermittelt man das zu versteuernde Einkommen fürs Baukindergeld?

      Ihr zu versteuerndes Einkommen finden Sie als Angabe in Ihrem Steuerbescheid. Der Steuerbescheid geht Ihnen etwa fünf Wochen nach der Steuererklärung zu. Das zu versteuernde Einkommen ist weder mit dem Brutto- noch mit dem Nettoeinkommen identisch. Es leitet sich aus dem Bruttoeinkommen ab. Um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln, werden aber zum Bruttoeinkommen alle weiteren Einkünfte hinzugerechnet. Das können beispielsweise Mieteinnahmen oder Unterhaltszahlungen sein. Davon werden dann bestimmte Freibeträge, zum Beispiel für Kinder, abgezogen. Das Ergebnis aus dieser Rechnung bildet das Einkommen, das Sie zu versteuern haben.

      Das Baukindergeld steht auch in der Kritik - warum?

      Eines vorweg: Für Familien ist das Baukindergeld durchweg positiv. Sie bekommen Geld zum Immobilienkauf vom Staat dazu, es muss nicht zurück bezahlt werden, es gibt keinen Haken. Insofern raten wir Ihnen auf jeden Fall: Nehmen Sie Ihre Ansprüche wahr und fordern Sie das Baukindergeld ein, sobald es losgeht. Dennoch stand die geplante Förderung von Beginn an in der Kritik. Die Hauptkritikpunkte lauten:

      • Kein Mittel gegen Wohnungsnot:
        Mit dem Baukindergeld fördert die Große Koalition in erster Linie die Nachfrage und nicht das Immobilienangebot. Durch die zusätzlichen Geldmittel werden sich mehr Familien den Traum vom Eigenheim erfüllen können. Auf der anderen Seite der Medaille steht ein vor allem in Ballungszentren ohnehin schon ausgereizter Immobilienmarkt mit stetig steigenden Immobilienpreisen. Das Baukindergeld kann die Preise weiter in die Höhe treiben. Es wird berfürchtet, dass Bauträger und Anbieter von Immobilien das Baukindergeld einfach auf den Kaufpreis aufschlagen. Gleichzeitig sind seitens der Großen Koalition keine Maßnahmen geplant, die dem Immobilienangebot zugute kommen und die Wohnungsnot lindern.
      • Kostensteigerung:
        Anfangs war das Baukindergeld mit zwei Milliarden Euro bei einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren eingeplant. Inzwischen ist in offiziellen Dokumenten bereits von über vier Milliarden die Rede, die der Bundeshaushalt dafür stemmen muss. Kritiker sehen darin eine unsinnige Umverteilung von Steuergeldern. Konkret könnten die Gelder besser in die Bildung oder den sozialen Wohnungsbau investiert werden.
      • Falscher Anreiz:
        Es ist richtig und gut, dass sich mehr Familien durch das Baukindergeld leichter ein Eigenheim leisten können. Gleichzeitig steigt aber die Gefahr, dass auch solche Familien den Schritt ins Eigenheim wagen, deren Budget es auch mit Baukindergeld eigentlich nicht hergeben würde. 
      • Belastung nur beim Bund:
        Der Bundesrechnungshof hat sich kritisch zur Tatsache geäußert, dass das Baukindergeld allein vom Bund getragen wird, denn eine Beteiligung der Länder ist bislang nicht vorgesehen. Gleichzeitig streichen aber die Länder weiter die anfallende Grunderwerbsteuer ein.
      • Kein Eigenkapital:
        Finanzschwächeren Familien fehlt es in erster Linie an Eigenkapital, um die Finanzierung auf gesicherte Beine zu stellen. Das Baukindergeld lässt sich aber nicht als Eigenkapital verwenden, sondern nur zur kontinuierlichen Tilgung des Darlehens. Wenig Eigenkapital bringt einen höheren Zinssatz mit sich. Solche Familien zahlen über die Jahre hinweg also wesentlich mehr Zinsen. Dem könnte das Baukindergeld nur entgegen treten, wenn es auf einmal ausbezahlt würde. 
      • Verschiebung von Stadt zu Land:
        Ökonome des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln kritisierten zudem, das Baukindergeld fördere vorwiegend Bautätigkeiten auf dem Land, wo sie gar nicht so dringend benötigt würden. Auslöser dafür: Die Preise auf dem Land sind günstiger, somit fällt das Baukindergeld hier stärker ins Gewicht. Auf den städtischen Wohnungsmarkt hätte das Baukindergeld im Hinblick auf die Bautätigkeiten kaum positive Auswirkungen.
      • Unterstützung der gut situierten Mittelschicht:
        Von Beginn an hieß es, mit dem Baukindergeld solle vor allem finanziell schwächer gestellten Familien unter die Arme gegriffen werden. Doch die Einkommensgrenzen wurden recht hoch angesetzt. Bei zwei Kindern darf eine Familie ein zu versteuerndes Einkommen von bis zu 105.000 Euro haben, um noch förderberechtigt zu sein. Damit zählt eine Familie am oberen Rand der Grenze aber bereits zu den Besserverdienern des Landes.

      So gehen Sie vor beim Baukindergeld

      1. Den Start nicht verpassen!

        Bisher ist noch nicht bekannt, wann es losgeht, aber den Start möchten Sie bestimmt trotzdem nicht verpassen. Unser monatlicher Newsletter greift das Thema ab sofort regelmäßig auf und hält Sie auf dem neuesten Stand. Melden Sie sich einfach an und bleiben Sie up to date! 

      2. Unterlagen bereithalten

        Sie können sich schon mal auf die Beantragung vorbereiten und die voraussichtlich erforderlichen Unterlagen zusammen sammeln. Das wären vor allem:

        • die Meldebestätigung aller Kinder, damit Sie nachweisen können, dass die Kinder in Ihrem Haushalt leben,
        • die letzten Kindergeldbescheide aller Kinder, da Sie vermutlich die Kindergeld-Berechtigung nachweisen müssen,
        • der Kaufvertrag der Immobilie, um zu zeigen, dass der Kauf nach dem 01.01.2018 stattgefunden hat,
        • bei Neubauten die Baugenehmigung, um zu zeigen, dass sie nach dem Stichtag ausgestellt wurde,
        • Ihre letzten Steuerbescheide der letzten beiden Kalenderjahre, um das zu versteuernde Einkommen zu ermitteln und bei der Beantragung beweisen zu können, dass Sie innerhalb der Fördergrenzen liegen.
      3. Immobilienmarkt beobachten

        Das Baukindergeld unterstützt zwar junge Familien bei der Baufinanzierung, doch muss auch genügend Bauland zur Verfügung stehen, um die Nachfrage zu bedienen. Ist die Nachfrage höher als das Angebot, werden die Immobilienpreise weiter anziehen. Beobachten Sie den Markt und wählen Sie entsprechend Ihres Budgetrahmens aus. Das Baukindergeld soll Familien mittleren Einkommens unterstützen, kann jedoch keine Baufinanzierung ersetzen.

      4. Baukindergeld in Finanzierung einplanen

        Das Baukindergeld kommt, so viel steht fest. Wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie förderberechtigt sein werden, dann ist es klug, schon mal mit der Planung der Finanzierung zu beginnen. Dabei gibt es verschiedene Wege, das Baukindergeld einzuplanen: Sie können damit Ihre monatliche Rate erhöhen oder es einmal jährlich als Sondertilgung einfließen lassen. Unsere Spezialisten für Baufinanzierung helfen Ihnen bei dieser und anderen Fragen auf die Sprünge.

      Alle Fördermöglichkeiten kennen und nutzen

      Bei einem Immobilienkauf möchten Sie alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen, das ist vollkommen richtig und verständlich. Bei Kaufsummen von mehreren hunderttausend Euro ist jede Finanzhilfe hoch willkommen. Neben dem Baukindergeld haben Sie in jedem Fall die Möglichkeit, passende KfW-Darlehen in Ihre Finanzierung einzubeziehen. Auch hier gibt es Förderungen in Form günstiger Kredite. Dazu erhalten Sie auch noch einmalige Zuschüsse, falls Ihre Immobilie bestimmte Energieeffizienz-Standards erfüllt. Von Region zu Region gibt es außerdem unterschiedliche Maßnahmen im Bereich der Wohnungsbauförderung, die Ihnen zusätzlich zugute kommen. Lassen Sie sich alle Möglichkeiten zeigen, unsere Spezialisten für Baufinanzierung helfen Ihnen dabei, die passenden Finanzierungen und Förderungen zu finden.

      Profitieren Sie jetzt schon von den niedrigen Bauzinsen

      Unsere Berater vor Ort unterstützen Sie gerne und vollkommen kostenlos bei der Baufinanzierung. Kontaktieren Sie uns telefonisch, per E-Mail oder direkt vor Ort und vereinbaren Sie einen Termin. So können wir all Ihre Fragen zum Thema Baufinanzierung Schritt für Schritt beantworten. Fordern Sie unsere aktuellen Finanzierungsvorschläge an. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden zurück. 

      Jetzt Finanzierungsvorschläge anfordern unverbindlich und kostenlos
      Baufinanzierungsrechner
      Rechnen Sie's mal durch

      Einfach Werte eingeben und Darlehenshöhe, Monatsrate, Tilgung etc. selbst ausrechnen.

      Hier finden Sie unsere Rechner im Überblick:

      Finanzierung
      Ihr Kredit für Ihre Wünsche

      Ob Sie eine neue Küche oder ein ganzes Haus finanzieren wollen – gemeinsam machen wir es nicht nur möglich, sondern auch günstig.

      Alle Infos von Autokredit bis Zinsprognose:

      Finanzlexikon
      Finanzbegriffe verstehen

      Ausführliche Artikel liefern Hintergrundinfos rund um die wichtigsten Finanzthemen.

      Fachbegriffe so kurz wie möglich erklärt:

      Zufrieden? So bewerten andere Kunden den Dr. Klein Service.
      Alle Kundenbewertungen im Überblick
      Wir haben unserer Kunden befragt.
      Kundenbewertung
      /5
      Kundenempfehlung
      %
       

      Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wenn Sie nähere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung wünschen, lesen Sie bitte unsere Datenschutzhinweise .