1. Platz für Dr. Klein in der Kategorie Kundenberatung. 15 Baufinanzierer-Vermittler im Vergleich. 06/2025

Zinsentwicklung zur Baufinanzierung 2026: Prognose und Zinschart

Wir zeigen Ihnen:

  • Zinschart
  • Prognose zur Zinsentwicklung 2026
  • Monatlicher Zinskommentar

Zinschart Baufinanzierungszinsen: Zinsentwicklung im Überblick

Unser Zinschart zeigt Ihnen die Entwicklung der Sollzinsen für Immobilienkredite auf Basis der besten Angebote unserer Finanzierungspartner. So sehen Sie auf einen Blick, welche Bauzinsen in der Vergangenheit möglich waren, und können diese direkt mit der aktuellen Zinsentwicklung vergleichen.

Persönlichen Zinssatz und Rate erfahren?
Wir beraten Sie gern.

Jetzt Finanzierungsanfrage starten unverbindlich und kostenlos
Das Wichtigste in Kürze
  • Zinsentwicklung: Im Januar 2026 zeigt sich ein leichter Rückgang bei den aktuellen Bauzinsen. Sie befinden sich also weiterhin auf einem moderaten Niveau.
  • Topzins: Der aktuelle Topzins für Baufinanzierungen liegt zwischen 3,39 % und 4,16 % (Stand: 23.01.2026 // Effektiver Jahreszins p.a. // Sollzinsbindung: 5 bis 30 Jahre).
  • Kurzfristige Bauzins-Prognose: Dr. Klein erwartet in den nächsten zwei Monaten eine Seitwärtsbewegung mit leichten Schwankungen bei den Bauzinsen. Eine Zinsdelle mit einer kleinen Entspannung bei den Konditionen ist möglich.
  • Mittelfristige Bauzins-Prognose für das erste Halbjahr 2026: Dr. Klein erwartet, dass sich der Topzins für 10-jährige Darlehen in einer Spanne von 3,1 % bis 3,7 % bewegt. Kurzfristige Schwankungen innerhalb dieses Zinskorridors sind jederzeit möglich. Insgesamt bleiben die Zinsen stabil mit einem leichten Aufwärtstrend.
  • Stellen Sie einfach eine unverbindliche und kostenlose Finanzierungsanfrage. Unsere Berater vor Ort nehmen sich Zeit für eine kompetente und umfassende Beratung, geben Tipps für die Immobiliensuche und erstellen ein solides Finanzierungskonzept für Sie.

Bauzins-Prognose: Wie entwickeln sich die Bauzinsen im ersten Halbjahr 2026?

Der Dr. Klein Expertenrat prognostiziert für das 1. Halbjahr 2026 stabile Bauzinsen mit leichter Aufwärtstendenz. Zinsexperte Florian Pfaffinger, Mitglied im Expertenrat, fasst zusammen:

Wir erwarten eine Seitwärtsbewegung mit einer leichten Aufwärtstendenz bei den Bauzinsen.

Konkret wird für 10-jährige Darlehen eine Topzins-Spanne zwischen 3,1 % und 3,7 % erwartet. Zwar könnten einige Banken die Zinsen zu Jahresbeginn aggressiver senken, doch im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres 2026 rechnet der Dr. Klein Expertenrat mit einem leichten Anstieg. 

Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus den zunehmenden Staatsverschuldungen und den Renditeerwartungen von Investoren. Die Prognose basiert auf robusten Wirtschaftsdaten wie einem leichten Aufschwung in Deutschland und der Eurozone sowie der Annahme, dass die Inflation durch sinkende Energiepreise weiter zurückgeht. 

Was ist der Dr. Klein Expertenrat? 

Es handelt sich um ein internes Gremium, in dem sich Spezialist:innen regelmäßig über aktuelle Entwicklungen am Baufinanzierungsmarkt austauschen. Die Erstellung des mittelfristigen Zinsausblicks ist dabei ein zentraler Bestandteil.

Video: Prognose zur Zinsentwicklung 2026

Zins-Strategie 2026: Die Experten Prognose – Die Bauzinsen verharren auf dem aktuellen Niveau (Dezember 2025), zeigen aber eine leichte Aufwärtstendenz im ersten Halbjahr 2026. Angesichts der Experten Prognose ist die richtige Zins-Strategie entscheidend! Florian Pfaffinger, Mitglied im Dr. Klein Expertenrat, erklärt Ihnen, wie Sie trotz des erwarteten leichten Zinsanstiegs das Maximum bei Ihrer Baufinanzierung herausholen – und Ihren Zinssatz um bis zu 0,4 Prozentpunkte senken können!

Durch Aktivierung dieses Videos werden Daten zu einem Google Server übertragen. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Marketing-Cookies akzeptieren
Experten Prognose zur Zinsentwicklung 2026 II © Dr. Klein Privatkunden AG

Video: Kurzfristige Zinsprognose

Die Bauzinsen sinken! Experte Florian Pfaffinger zeigt die Zinsentwicklung 2026 und wie ihr euch jetzt Sonderaktionen mit bis zu 0,3 % Zins-Rabatt für euer Immobilienprojekt sichert. Das Zins-Update Januar 2026 haben wir Mitte Januar aufgenommen. Den nächsten Zinskommentar veröffentlichen wir am 06. Februar 2026. 👉 Jetzt Video ansehen und Kosten senken!

Durch Aktivierung dieses Videos werden Daten zu einem Google Server übertragen. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Marketing-Cookies akzeptieren
Zins-Update Januar 2026 II © Dr. Klein Privatkunden AG

Zinskommentar vom Experten: Unsere Zinsprognose vom Januar 2026

Florian Pfaffinger, Mitglied des Expertenrats von Dr. Klein, ordnet jeden Monat neu die aktuelle Lage ein und blickt auf die weitere Entwicklung der Bauzinsen in den nächsten Wochen.

Kurzfristige Bauzins-Prognose im Überblick: Wie entwickeln sich die Bauzinsen in den nächsten 1 bis 2 Monaten?

Das Wichtigste zuerst: Die Bauzinsen verharren aktuell in einer Warteschleife. Mit Top-Konditionen zwischen 3,1 % und 3,5 % (10-jährige Zinsbindung) bleibt das Umfeld für Sie stabil und planbar.

Die Weltwirtschaft mag schwanken, aber das Fundament Ihrer Baufinanzierungsplanung steht: Das Zinsniveau bleibt voraussichtlich eine sichere Bank für Kaufinteressierte.
Florian Pfaffinger, Zinsexperte im Dr. Klein Expertenrat

Ihre Chance: Der Markt ist kein Stillgewässer, sondern bewegt sich in sanften Wellen. Achten Sie auf kurzfristige Rücksetzer – eine solche „Zinsdelle“ kann Ihre Chance für einen günstigeren Einstieg in die Immobilienfinanzierung sein. Mehr zur Zinsprognose in der Langfassung unseres Zinskommentars.

  • Kurzfristige Zinsentwicklung (1–2 Monate): Seitwärtsbewegung. Halten Sie die Augen offen nach Gelegenheiten!
  • Mittelfristige Zinsentwicklung (6 Monate): Zinsniveau bleibt weitgehend stabil, mit einem leichten Trend nach oben.

Zinsprognose (Januar 2026): die aktuellen Tendenzen der Baufinanzierungszinsen

Zinskommentar (Januar 2026): Ausführliche Prognose zur Zinsentwicklung

Im Dezember 2025 sind die Bauzinsen um etwa 0,15 bis 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Dagegen erleben wir im Januar 2026 einen leichten Rückgang von etwa 0,1 Prozentpunkten. Und historisch gesehen bewegen wir uns auf moderatem Boden. So lagen die Bauzinsen beispielsweise in den Nuller Jahren teilweise über 5 oder 6 %.

Auch in den nächsten zwei Monaten erwartet der Dr. Klein Expertenrat ein stabiles Zinsumfeld. So sind beispielsweise weiterhin Topzinsen für 10-jährige Zinsbindungen von 3,1 % bis 3,5 % möglich.

Experteneinschätzung: Warum die Zinsen stabil bleiben

Der Zinsmarkt liebt Berechenbarkeit. Da die Wirtschaft sich langsam, aber stetig erholt, fehlen die Impulse für radikale Sprünge. Diese stabile Lage führt zu einem verstärkten Wettbewerb unter den Banken, von dem Sie profitieren:

  • Zins-Rabatte: Viele Banken locken mit Sonderaktionen.
  • Ihr Bonus: Abschläge bei den Bauzinsen von bis zu 0,3 Prozentpunkten sind möglich – das spart Ihnen über die Jahre oft einen hohen fünfstelligen Betrag.
  • Kein Stress: Sie müssen nichts überstürzen. Nutzen Sie die Zeit für einen gründlichen Vergleich.
Holen Sie sich jetzt ein frisches Update-Angebot. Ein kurzer Check stellt sicher, dass Sie keinen aktuellen Rabatt liegen lassen.
Florian Pfaffinger, Zinsexperte im Dr. Klein Expertenrat

Wegweiser: Was Bundesanleihen verraten

Bauzinsen richten sich unter anderem danach, wie sich die Zinsen für sichere Geldanlagen entwickeln wie die Rendite 10-jährigen Bundesanleihe und den Pfandbrief-Renditen. Wenn Investoren Sicherheit suchen, fließen Gelder in diese Anleihen. So sehen wir beispielsweise seit Oktober 2025 einen leichten Aufwärtstrend bei den Bundesanleihen. Das bedeutet für Sie: Die Bauzinsen könnten mittelfristig dem Ruf der Anleihen nach oben folgen. Doch noch ist es ruhig, aber der „Wind" dreht leicht.

Das Chart der 10-jährigen Bundesanleihen verdeutlicht: In den ersten Jahreshälfte 2025 schwankten die Rendite recht deutlich zwischen 2,3 und 2,9 %. Diese Unruhe übertrug sich direkt auf die Bauzinsen, die in dieser Phase entsprechend verhältnismäßig unruhig verliefen. Nach ruhigen Sommermonaten sehen wir seit Oktober 2025 jedoch einen klaren Aufwärtstrend. Aktuell nähert sich die Renditeentwicklung wieder den Höchstwerten an, die wir zuletzt im März 2025 sahen.

Der Hintergrund: Bei geopolitischen oder wirtschaftlichen Krisen schichten Investoren in der Regel ihr Geld um: weg von den Aktienmärkten, hinzu in festverzinsliche Wertpapiere. Dazu gehören die Bundesanleihen, deren Renditen bei steigender Nachfrage sinken – und umgekehrt. Diese Bewegung lässt sich oft an der Entwicklung der Bauzinsen ablesen.

EZB-Entscheidung im Februar 2026: Stillstand oder Kurswechsel?

Am 05. Februar 2026 blickt die Finanzwelt nach Frankfurt am Main. Die große Frage lautet: Setzt die EZB ihre „Politik der ruhigen Hand“ fort? Also belässt sie die Leitzinsen abermals auf dem aktuellen Niveau?

Szenario „Ruhige Hand“: Bleiben die Leitzinsen unverändert, sorgt das für Stabilität bei den Bauzinsen. Banken können dann weiterhin sicher planen und müssen die Kosten für Kredite nicht kurzfristig anpassen. Für Immobilienkäufer ist das tendenziell eine gute Nachricht: Denn die Zinsen für die eigene Immobilie bleiben auf einem berechenbaren Niveau.

Szenario „Kurswechsel“: Dieser hat in der Regel direkte Folgen für den Geldbeutel der Bauherren und Käufern. Würden die Leitzinsen gesenkt, könnten auch die Bauzinsen weiter fallen, was Kredite günstiger macht. Sollte die EZB die Zinsen jedoch überraschend anheben, würden Banken die gestiegenen Kosten sehr wahrscheinlich an ihre Kunden weitergeben. In diesem Fall würden Immobilienkredite teurer werden.

Die Einschätzung von Dr. Klein: Wir rechnen mit einer weiteren Zinspause. Die EZB hat aktuell keinen Grund, hektisch zu werden. Das untermauert Ihre Planungssicherheit.

Inflation im Euroraum sinkt unter EZB-Zielmarke. Was bedeutet das für die Bauzinsen?

Die Preise im Euroraum stabilisieren sich: Laut Eurostat stiegen die Kosten für Waren und Dienstleistungen im Dezember 2025 nur noch um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit wurde die ursprüngliche Schätzung von 2 % sogar leicht unterboten. Im Vergleich zum Vormonat sank die Teuerungsrate um 0,2 Prozentpunkte – ein klares Signal, dass das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % erreicht ist.

Während Dienstleistungen sowie Lebensmittel und Tabak die Preise weiterhin leicht trieben, wirkten sinkende Energiekosten (-0,18 Prozentpunkte) als Inflationsbremse. Florian Pfaffinger, Zinsexperte im Dr. Klein Expertenrat, sieht darin eine positive Nachricht für Immobilieninteressierte: 

„Die Inflation in Europa ist mittlerweile unter die wichtige Zwei-Prozent-Marke gefallen. Das bremst den Anstieg der Bauzinsen und gibt allen, die ein Haus bauen, eine Wohnung kaufen oder eine Anschlussfinanzierung planen, mehr Sicherheit für ihre Planung.“

Blick nach vorn: Bleibt die Lage entspannt?

Trotz der aktuellen Stabilität könnte sich die Lage mittelfristig auch wieder ändern.

Die hohen Staatsausgaben in Europa könnten die Inflation in den kommenden Monaten und Jahren erneut entfachen. Steigende Kapitalmarktzinsen wären die Folge – und das würde letztlich auch die Bauzinsen wieder nach oben treiben.
Florian Pfaffinger, Zinsexperte und Mitglied im Expertenrat von Dr. Klein

Ihr Joker: Die neue KfW-Förderung für das Effizienzhaus 55

Um den Wohnungsbau in Deutschland wieder anzukurbeln, hat die KfW zum 16. Dezember 2025 ihr Programm für klimafreundliche Neubauten erweitert. Die neue, zeitlich begrenzte Förderstufe „Effizienzhaus 55“ (EH 55) soll vor allem bereits genehmigte Bauvorhaben mobilisieren, die aufgrund der Kostenentwicklung ins Stocken geraten sind.

Wichtig: Für dieses Programm steht ein festes Budget von 800 Millionen Euro bereit. Die Anträge werden nach Eingang bearbeitet – schnelles Handeln lohnt sich also.

Die wichtigsten Details im Überblick:

  • Förderhöhe: Zinsverbilligtes Darlehen von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit
  • Konditionen: Zinssätze deutlich unter dem aktuellen Marktniveau
  • Voraussetzungen: Gültige Baugenehmigung, Baubeginn darf noch nicht erfolgt sein
  • Technik: EH 55-Standard sowie eine Beheizung zu 100 % aus erneuerbaren Energien (z. B. Wärmepumpe), fossile Heizsysteme sind nicht zulässig

Ein Hebel für die Neubau-Branche? Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des Zentralen Immobilien Ausschusses, bezeichnet die Förderung als „Gamechanger für Bauherren und Investoren.“ Florian Pfaffinger, Zinsexperte bei Dr. Klein, ergänzt:

„Die EH 55-Förderung ist eine echte Chance: Die technischen Anforderungen sind leichter zu erfüllen als bei EH 40-Programmen. Trotz der Kosten für Energieberater sparen Bauherren durch die Zinsvorteile oft tausende Euro während der gewählten Zinsbindung.“

Weitere Informationen zur neuen Förderstufe „Effizienzhaus 55" (EH 55) und zur Antragstellung finden Sie auf der Website der KfW.

Tiefer einsteigen und informiert bleiben

📊 Ratgeber: In unserem Artikel „Wie wirkt sich die Inflation auf die Baufinanzierung aus?“ erklären wir Ihnen den Zusammenhang in aller Ausführlichkeit. 

📧 Newsletter: Wir empfehlen Ihnen unseren monatlichen Newsletter, der Sie stets über die aktuelle Zinsentwicklung informiert. Hier direkt anmelden. 

Damit sind wir am Ende des Dr. Klein Zinskommentars angekommen. Die nächste Ausgabe erscheint am 06. Februar 2026.

Ist-Zustand: Wo liegen die Baufinanzierungszinsen?

Die Bauzinsen sind im Januar 2026 um etwa 0,1 bis 0,15 Prozentpunkte gesunken. So liegt beispielsweise der Topzins für ein 10-jähriges Baudarlehen aktuell bei 3,48 % (Stand: 23.01.2026). Zum Vergleich: Zum Jahresanfang 2025 lag der Topzins für die identische Zinsbindung noch bei 3,35 %. Den tagesaktuellen Stand der Zinsen finden Sie auf unserer Ratgeberseite: Aktuelle Bauzinsen.

SollzinsbindungTopzins: 01/2026Topzins: 01/2025
5 Jahre3,39 %2,99 %
10 Jahre 3,48 %3,35 %
15 Jahre3,81 %3,40 %
20 Jahre4,02 %3,39 %
30 Jahre4,16 %3,66 %
Topzins-Vergleich: Topzins 01/2026 versus 01/2025 // Effektiver Jahreszins p.a. // Stand: 23.01.2026

Der Topzins-Vergleich zeigt: Die aktuellen Zinsen für Baufinanzierungen liegen in etwa 0,1 bis 0,6 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Zinssätze basieren auf den tatsächlichen Konditionen unserer rund 600 Bankpartner. Um Ihren persönlichen Zins zu berechnen, nutzen Sie einfach unseren Finanzierungsrechner!

Wöchentliches Zins-Update erhalten!

Wöchentliches Zins-Update erhalten!

Zinsanstieg: Wie viel teurer könnte eine Baufinanzierung werden?

Anhand eines kleinen Rechenbeispiels wollen wir Ihnen die finanziellen Auswirkungen eines vermeidlich moderaten Zinsanstiegs zeigen.

 Zeitpunkt AZeitpunkt B
Effektivzins2,85 % p.a.3,16 % p.a.
Monatliche Rate1.122,33 €1.192,33 €
Restschuld nach 15 Jahren175.674,20 €173.142,96ß €
Gezahlte Zinsen nach 15 Jahren97.693,60 €107.762,36 €
Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens31 Jahre und 4 Monate30 Jahre und 3 Monate
Annahmen: Kaufpreis 350.000 €, Kredit 280.000 €, anfängliche Tilgung von 2 %, Zinsbindung 15 Jahre

In unserem Fallbeispiel wächst die Monatsrate um rund 70 €. Zudem erhöhen sich Ihre Zinskosten hier um etwa 10.000 €. Behalten Sie die Zinsentwicklung der Baufinanzierungszinsen also immer im Blick, bleiben Sie aber ruhig. Wie Sie den Zinssatz niedrig halten und was Sie noch tun können, um Immobilienzinsen zu sparen, haben wir für Sie im Ratgeberartikel „Zinsen sparen: 10 Tipps für Ihre Baufinanzierung“ zusammengefasst.

Bundesanleihen und Pfandbriefe: Wie beeinflussen sie die Zinsentwicklung?

Manch einer meint, dass die Zinsen für Baufinanzierungen unmittelbar vom EZB-Leitzins beeinflusst wird. Das ist ein Irrtum. Vielmehr wirken sich im Wesentlichen 2 andere Faktoren direkt auf die Zinsentwicklung aus:

  1. die Preise für Bundesanleihen
  2. die Preise für Pfandbriefe

Nachfolgend erläutern wir Ihnen die beiden zentralen Einflussfaktoren für die Zinsentwicklung etwas genauer. 

Bundesanleihen: Die Rendite der deutschen Bundesanleihen hat maßgeblich Einfluss auf die Höhe der Baufinanzierungszinsen und ist somit ein verlässlicher Indikator für die Zinsentwicklung im Bereich der Baufinanzierung. Sinkt die Rendite der Bundesanleihen, ziehen die Immobilienzinsen fast zeitgleich nach.

Bundesanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben werden. Sie werden vorrangig für die Haushaltsfinanzierung genutzt. Für Anleger stellen Bundesanleihen eine Möglichkeit dar, Geld sicher und mit einer festen Verzinsung anzulegen. Es gibt verschiedene Arten von Bundesanleihen, die sich hinsichtlich ihrer Laufzeit und Verzinsung unterscheiden können.

Pfandbriefe: Die Refinanzierung von Baufinanzierungen wird in erster Linie über den Handel mit Pfandbriefen gesteuert. Hierbei handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, die von zertifizierten Banken und Sparkassen an Anleger vergeben werden, um Geldmittel für die Immobilienkredite zu beschaffen. Dazu beleihen die Kreditgeber ihre eigenen Immobilien und die ihrer Kunden, indem sie Pfandbriefe an Anleger herausgibt.

Die Anleger leihen ihnen also Geld und bekommen dafür Zinsen sowie die Rechte an den Immobilien als Sicherheit. Der Zinssatz der Pfandbriefe orientiert sich dabei an der Rendite für deutsche Staatsanleihen. Sie wollen es genauer wissen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeberartikel „Pfandbriefe: Wie Banken ihre Baufinanzierungen refinanzieren“.

Wir halten fest: Da eine Baufinanzierung zu den langfristigen Anlagen zählt, hängt die Zinsentwicklung für Baudarlehen maßgeblich von den beiden Faktoren Bundesanleihe und Pfandbrief ab. Steigen die Zinsen für Bundesanleihen, steigen die Zinsen für Pfandbriefe und somit steigen auch die Zinsen für Baufinanzierungen.

EZB-Leitzins: Wie stark beeinflusst er die Baufinanzierungszinsen?

Der EZB-Leitzins der Europäischen Zentralbank wirkt nur indirekt auf die Zinsentwicklung der Baufinanzierung. Entscheidend ist, wie der Kapitalmarkt zukünftige Zinsschritte der EZB einschätzt – darauf reagieren Banken oft im Voraus, indem sie ihre Konditionen anpassen.

Unser Chart zeigt das deutlich: Seit Mitte 2024 ist der EZB-Leitzins um mehr 2 Prozentpunkte gesunken, während die Bauzinsen im gleichen Zeitraum eher stabil blieben. Das liegt daran, dass sie sich stärker an den langfristigen Kapitalmarktzinsen orientieren – etwa den Renditen 10-jähriger Bundesanleihen.

Mit dem EZB-Leitzins wird im Allgemeinen der Hauptrefinanzierungssatz der EZB bezeichnet. Er gibt an, zu welchem Zinssatz sich die angeschlossenen europäischen Banken Geld bei der EZB leihen können. Seit dem 11. Juni 2025 beträgt der EZB-Leitzins 2,15 %. Banken müssen also etwas weniger bezahlen, wenn sie sich frisches Geld bei der EZB leihen.

10 Tipps zur aktuellen Zinsentwicklung

Nachfolgend haben wir Ihnen 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie in Hinblick auf die Zinsentwicklung agieren sollten:

  1. Behalten Sie die Zinsentwicklung im Blick
    Informieren Sie sich regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Baufinanzierungszinsen, indem sie beispielsweise unseren YouTube-Kanal abonnieren. Dort finden Sie u. a. eine Zinskommentar-Playlist.
  2. Kennen Sie Ihr Budget
    Bescheid wissen, zahlt sich aus. Denn eine budgetgerechte Immobilie belohnen Banken in der Regel mit einem besseren Zinssatz. Sie zahlen also weniger Immobilienzinsen an die Bank. Ermitteln Sie mit unserem Budgetrechner, was Ihre Immobilie kosten darf und wie viel Kredit Sie bekommen!
  3. Vergleichen Sie mehrere Angebote miteinander
    Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie miteinander, um den besten Zinssatz zu bekommen. Übrigens: Vermittler vergleichen für Sie die Angebote vieler Banken und können Ihnen somit in der Regel günstige Zinsen bieten. Erfahren Sie mehr zum Immobilienkredit beim Vermittler!
  4. Wählen Sie bei niedrigen Baufinanzierungszinsen eine lange Sollzinsbindung
    In einem stabilen und historisch betrachtet attraktiven Zinsumfeld sollten Sie sich durchrechnen lassen, ob eine längere Sollzinsbindung von beispielsweise 15 Jahren zu Ihrem Finanzierungswunsch und Ihrer Lebensplanung passt. Denn so senken Sie das Zinsänderungsrisiko. Gut zu wissen: Das Sonderkündigungsrecht erlaubt Ihnen, Ihre Baufinanzierung nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten zu kündigen.
  5. Wählen Sie bei niedrigen Baufinanzierungszinsen eine höhere Tilgung
    Im aktuellen Zinsumfeld empfehlen wir Ihnen, eine anfängliche Tilgung von 2 % zu wählen − sofern Sie die Rate gut schultern können. Denn dadurch verkürzen Sie die Laufzeit der Finanzierung und senken zugleich die gesamte Zinslast.
  6. Achten Sie auf die Flexibilität
    Ihre Bank bietet Ihnen eine kostenlose Option zur Sondertilgung oder zum Tilgungssatzwechsel an, dann nehmen Sie diese Optionen in Ihren Vertrag mit auf. So haben Sie die Möglichkeit, Ihr Darlehen durch außerplanmäßige Zahlungen schneller zurückzuzahlen beziehungsweise ihre monatliche Rate flexibel an Ihre finanzielle Situation anzupassen.
  7. Denken Sie über ein Volltilgerdarlehen nach
    Ein Volltilgerdarlehen ist ein Darlehen, bei dem am Ende der vereinbarten Laufzeit keine Restschuld mehr bleibt. Wenn Sie über ein gesichertes und hohes Einkommen verfügen und sich die höheren Raten leisten können, sind Sie bereits nach der ersten Finanzierungsrunde schuldenfrei.
  8. Ein Forward-Darlehen hilft bei Ihrer Anschlussfinanzierung
    Ihre Sollzinsbindung läuft noch 12 bis 66 Monate, dann können Sie sich durch ein Forward-Darlehen das aktuelle Zinsniveau bereits jetzt für Ihre Anschlussfinanzierung sichern. So mindern Sie beispielsweise das Zinsänderungsrisiko.
  9. Sichern Sie sich die niedrigen Zinsen mit einem Bausparvertrag
    Ein Bausparvertrag kann sinnvoll sein, da die Darlehenszinsen, die Sie bei Vertragsabschluss festlegen, aktuell teilweise deutlich günstiger sind als die Bauzinsen für ein Immobiliendarlehen. Das Bauspardarlehen lohnt sich vor allem, wenn Sie wissen, dass Sie in ein paar Jahren bauen wollen.
  10. Ersparen Sie sich die Bereitstellungszinsen
    Beim Bau einer Immobilie wird der Darlehensbetrag in Teilbeträgen ausgezahlt – je nach abgeschlossenem Bauabschnitt. Während dieser Zeit muss die Bank das geliehene Geld für Sie bereithalten. Dafür verlangen Banken oft Zinsen, die sogenannten Bereitstellungszinsen. Allerdings bieten einige eine bereitstellungszinsfreie Zeit an, 6 Monate oder mehr sind ideal.

Weitere Details zur Zinsentwicklung erläutern Ihnen gerne unsere Spezialisten für Baufinanzierung. In unserem Ratgeber Beratung bei Dr. Klein erfahren Sie, wie die Beratung funktioniert und wie Sie ein Immobiliendarlehen bei Dr. Klein erhalten.

Baufinanzierung zu günstigen Konditionen

Nutzen Sie unser Angebot aus über 600 Spezialisten für Baufinanzierung und lassen Sie sich beraten.

Jetzt Finanzierungsanfrage starten unverbindlich und kostenlos
Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen finden Sie in unserem Ratgeber Immobilienfinanzierung

Baufinanzierungsrechner
Rechnen Sie's mal durch

Einfach Werte eingeben und Darlehenshöhe, Monatsrate, Tilgung etc. selbst ausrechnen.

Hier finden Sie unsere Rechner im Überblick:

Finanzierung
Kredit für Ihre Wünsche

Neue Küche oder ein ganzes Haus finanzieren – gemeinsam machen wir es nicht nur möglich, sondern auch günstig.

Alle Infos von Autokredit bis Zinsprognose:

Finanzlexikon
Finanzbegriffe verstehen

Ausführliche Artikel liefern Hintergrundinfos rund um die wichtigsten Finanzthemen.

Fachbegriffe so kurz wie möglich erklärt:

Unsere Kundenbewertungen

0,00% der Dr. Klein Kunden würden unsere Beratung weiterempfehlen. Wir haben über  Kunden befragt.