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Finanzlexikon

Zinsloses Darlehen

Was ist ein zinsloses Darlehen?

Ein zinsloses Darlehen ist ein Kredit, bei dem Sie sich Geld von einer Person leihen und dafür keine Zinsen zahlen müssen. Sie zahlen somit keine Zusatzkosten und der Kredit ist für Sie kostenlos.

Wie funktioniert ein zinsloses Darlehen?

Ein zinsloses Darlehen funktioniert wie ein normaler Kredit bei einer Bank. Sie bekommen von einer Privatperson Geld und einigen sich dann, wie Sie das Geld zurückzahlen wollen. Das können zum Beispiel Ihre Eltern sein, die Ihnen Geld für einen Hauskauf leihen.

Da es bei einem Kredit ohne Zinsen keine gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Gestaltung und Organisation der Rückzahlungen gibt, haben Sie und ihr Gegenüber frei Hand. Am besten halten Sie die Details schriftlich fest, damit es am Ende keine Streitigkeiten gibt.

Wo gibt es zinslosen Darlehen?

Einen zinslosen Kredit erhalten Sie in der Regel nicht bei einem Kreditinstitut, sondern im Verwandten-, Freundes- oder Bekanntenkreis. Ein zinsloses Darlehen können Sie aber auch von Ihrem Arbeitgeber bekommen. Die Freibetragsgrenze liegt dort bei 2.600 €.

Was sind die Vorteile eines zinslosen Darlehens?

Wenn Sie das zinslose Darlehen mit einer Person abschließen, die Sie gut kennen und die Ihnen vertraut, kann der Ablauf viel unbürokratischer sein als bei einer Bank. Im Detail kann ein Kredit ohne Zinsen mit einer Privatperson folgende Vorteile haben:

  • Sie müssen keine Zinsen für das Darlehen zahlen
  • Sie müssen Ihre Bonität nicht nachweisen
  • Da es keine Zinsen gibt, kann der Kreditgeber auch keine Zinsnachteile durch eine Veränderung bei der Rückzahlung des Darlehens erhalten. Sondertilgungen, Stundungen oder Änderungen der Raten können Sie so in Absprache und ohne Zusatzgebühren vornehmen.

Wann ist ein zinsloses Darlehen sinnvoll?

Wenn Sie für einen Hauskredit nicht genug Eigenkapital haben, können Sie sich von Ihren Verwandten ein zinsloses Darlehen leihen. Die Bank wertet das zinslose Darlehen als Eigenkapital. Somit müssen Sie sich weniger Geld von der Bank leihen und bekommen bessere Konditionen. Das honoriert die Bank mit niedrigeren Zinsen. Ihr Immobilienkredit wird dadurch günstiger.

Was sollte ich bei einem zinslosen Darlehen beachten?

Da es sich bei einem zinslosen Kredit meistens um eine private Abmachung handelt, reicht auch die mündliche Absprache. Es empfiehlt sich jedoch, die Details schriftlich festzuhalten. Da Sie sich das Geld von Verwandten oder Freunden leihen, ist es wichtig, dass alles klar und transparent ist. Ansonsten könnte es sein, dass Unklarheiten oder Missverständnisse entstehen und dadurch Beziehungen zu Bruch gehen.

Wenn Sie sich entscheiden, einen schriftlichen Darlehensvertrag anzufertigen, sollten Sie mindestens folgende Details einbeziehen:

  • Namen, Adresse und Kontodaten der Vertragsparteien
  • Höhe des zinslosen Darlehens
  • Zinssatz von 0 %
  • Auszahlungsdatum
  • Termine und Höhe der Ratenzahlungen / Rückzahlungstermin
  • Schlussbestimmungen
  • Verweis auf ungültige mündliche Nebenabreden
  • salvatorische Klausel, die besagt, dass der Vertrag gilt, auch wenn einzelne Bestandteile eventuell unwirksam sind oder werden
  • Unterschriften der Vertragsparteien

Es bietet sich zudem an, folgende Punkt in den Vertrag aufzunehmen.

  • Regelungen für den Fall des Zahlungsverzuges
  • Verwendungszweck
  • Sicherheiten für den Kreditgeber

Muss ein zinsloses Darlehen versteuert werden?

Laut Urteil des Bundesrechnungshofes sind die nicht verlangten Zinsen bei einem zinslosen Darlehen eine Schenkung. Dadurch können auf einen zinslosen Kredit Schenkungssteuern anfallen, falls die eingesparten Zinsen einen bestimmten Freibetrag überschreiten. Zur Berechnung der Zinsen wendet das Finanzamt die aktuellen Bauzinsen an.

Je nach Verwandtschaftsgrad gelten folgende Freibeträge:

  • Ehepartner: 500.000 €
  • Kinder und Stiefkinder: 400.000 €
  • Enkel: 200.000 €
  • Eltern, Geschwister, Nichten & Neffen: 20.000 €
  • andere Personen: 20.000 €

Die Freibeträge lassen sich einmal im Zeitraum von 10 Jahren für eine Schenkung nutzen. Sollten Sie den Freibetrag überschreiten, müssen Sie auf den überschüssigen Anteil die Schenkungssteuer zahlen.

Wann verjährt ein zinsloses Darlehen?

Der Anspruch auf Rückzahlung eines zinslosen Kredits verjährt 3 Jahren nach der vorab festgelegten Rückzahlungsfrist. Die Frist beginnt dabei mit Ende des Jahres. Wenn Sie sich auf die Rückzahlung in Raten geeinigt haben, bezieht sich die Verjährung auf die jeweils einzelne Rate und nicht auf den Gesamtbetrag. Im Falle einer Ratenzahlung beginnt die Verjährung mit der Fälligkeit der einzelnen Rate.

Die Verjährung lässt sich auf bis zu 30 Jahre verlängern. Das kann durch eine Klage des Darlehensgebers oder ein notarielles Schuldanerkenntnis des Darlehensnehmers geschehen.

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