0800 6649364
Mo–Fr 9 – 17 Uhr

Effektiver Jahreszins – Beim Kreditvergleich unerlässlich

Effektiver Jahreszins und Sollzins: Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Zinssätzen? Wir geben Ihnen einen Überblick über wichtigsten Merkmale und sagen Ihnen, wann welcher Zins wichtig wird.

Effektiver Jahreszins bei Kreditvergleich beachten
Redaktion Dr. Klein

Effektiver Jahreszins zeigt Kreditkosten

Wer einen Ratenkredit oder Baufinanzierung abschließen möchten, sollte vorher die verschiedenen Angebote vergleichen. So weit so gut. Aber wie geht man da am besten vor? Ein Anhaltspunkt ist der Zinssatz. Doch um Kreditangebote wirklich vergleichbar zu machen, sollte nicht nur auf den Sollzinssatz geschaut werden. Denn dieser gibt zwar die Höhe der Verzinsung an, verschweigt aber, wie teuer der Kredit wirklich ist. Viel aussagekräftiger ist der Effektivzins. Er muss mittlerweile von jeder Bank angegeben werden und beschreibt die jährlichen Gesamtkosten des Kredites. So wird das Vergleichen von Krediten für den Verbraucher einfacher.

Die Einflussfaktoren auf den Effektivzins

Die Angabe des effektiven Jahreszinssatzes ist seit der Einführung der Verbraucherkreditrichtlinie im Jahr 2010 für Banken verpflichtet. Dabei werden folgende Faktoren in die Berechnung des Effektivzinses mit einbezogen:

  • der Sollzinssatz
  • der Höhe des Kredites 
  • die Dauer der Zinsfestschreibung
  • der Tilgungssatz
  • das Disagio, also der zur Zeit der Kreditvergabe bestehende Auszahlungskurs

Eventuelle Kreditbearbeitungsgebühren hat der Bundesgerichtshof bereits 2014 für unzulässig erklärt, Banken dürfen diese also nicht in den effektiven Jahreszins einberechnen.

Ihre Bonität spielt eine wichtige Rolle

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Berechnung des Effektivzinssatzes ist Ihre Bonität. Diese wird aus Ihrem Einkommen, Ihren Ein- und Ausgaben sowie zusätzlichen Sicherheiten errechnet. Auch Ihre SCHUFA-Auskunft ist entscheidend. Je besser Ihre Kreditwürdigkeit nach der Prüfung durch die Bank eingestuft wird, desto günstiger ist der angebotene effektive Jahreszins.

Bonitätsabhängige Zinsen zu vergleichen ist allerdings gar nicht so einfach. Der Gesetzgeber hat deshalb festgelegt, dass bei der Werbung für einen Ratenkredit mit abhängiger Bonität immer ein 2/3-Zinssatz angegeben werden muss. Dabei soll ein repräsentatives Beispiel darstellen, welchen Effektivzinssatz mindestens zwei Drittel der Kreditnehmer erhalten.

Anfang Dezember 2023 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass der SCHUFA-Score keine „maßgebliche“ Rolle bei der Vertragsentscheidung für ein Darlehen spielen darf. Banken dürfen somit nicht allein wegen eines negativen SCHUFA-Scores ein Darlehen ablehnen, sondern müssen auch andere Kriterien dafür berücksichtigen.

Zusätzliche Gebühren zum Effektivzins können Kredit verteuern

Allerdings enthält auch der effektive Jahreszins nicht alle anfallenden Kreditkosten. Zusätzliche Gebühren können beispielsweise durch eine Restschuldversicherung, eventuelle Kontoführungsgebühren oder eine Sondertilgungsoption entstehen. Achten Sie deshalb bei einem Kreditvergleich auch auf diese Nebenkosten und vergleichen Sie diese extra. 

Effektivzins nur mit gleicher Zinsfestschreibungsdauer vergleichen

Mit Hilfe des effektiven Jahreszinssatzes können allerdings nur Darlehensangebote mit gleicher Zinsfestschreibungsdauer verglichen werden. Auch die Kreditsumme und die Tilgung sollten möglichst identisch sein, um eine genaue Vergleichbarkeit der verschiedenen Angebote zu gewährleisten. Eine weitere Hilfe sind Tilgungspläne, die viele Banken auf Anfrage für ihre Kunden erstellen. So erhalten Sie gleichzeitig auch eine Übersicht über die anfallenden Ratenzahlungen und den Rückzahlungsverlauf.

Ratenkredite zu kleinen Zinsen

An deutschlandweit über 240 Standorten finden unsere Berater die richtige Finanzierung für Sie.

Jetzt Kreditangebot anfordernunverbindlich und kostenlos
Beraterin Dr. Klein
Sie wünschen eine kostenlose, unverbindliche Beratung?