Zinskommentar April 2019: Pessimistische Konjunkturprognosen

Zinskommentar April 2019: Pessimistische Konjunkturprognosen

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Seit Monaten jagt eine schlechte Wirtschaftsmeldung die nächste – so auch im April: Die Konjunktur kühlt weltweit ab, die Inflation im Euroraum sinkt wieder, deutsche Exporte brechen ein. Das ernüchternde Fazit der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank: Die Welt befindet sich wirtschaftlich an einem heiklen Punkt, 70 Prozent der Weltwirtschaft sind gebremst. Im aktuellen Zinskommentar befassen wir uns daher mit der Frage: Wie schlimm wird der Wirtschaftsabschwung eigentlich?

Die Antwort ist – wie so oft, wenn es um Prognosen geht – nicht so einfach. Klar ist: Um die Konjunktur ist es zumindest vorübergehend nicht gut bestellt. Schwarzmalerei oder Panikattacken sind aber auch nicht angebracht.

Bevor es besser wird, könnte es allerdings noch einmal ungemütlich werden auf den Finanzmärkten. Auch die EZB warnte in ihrer April-Sitzung vor wachsenden Risiken im Euroraum. Die Währungshüter gehen davon aus, dass die ökonomische Schwäche über das Jahr hinweg bestehen bleibt und die Inflation im September ihren Tiefstand erreichen könnte. Bereits auf der März-Sitzung passten die Notenbänker den geldpolitischen Ausblick an und entschieden, dass der EZB-Leitzins bis mindestens 2020 bei 0 Prozent bleibt. An diesem Ausblick änderten die Währungshüter auch in der aktuellen Sitzung nichts und betonten darüber hinaus, dass die EZB noch über zahlreiche weitere Instrumente verfügt. Und: Falls dies bei einem anhaltenden Wirtschaftsabschwung notwendig werden sollte, werden diese Instrumente auch zum Einsatz kommen.


Was auf der aktuellen EZB-Sitzung darüber hinaus diskutiert wurde, wie es dem EU-Sorgenkind Italien geht und was das Ganze mit den aktuellen Bauzinsen zu tun hat, lest ihr auf unserer Website:

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