Zinskommentar August

Wie wahrscheinlich sind Negativzinsen?

Jetzt teilen auf
Lesezeit: 1 Minute

Deutschland kurz vor der Rezession, China schwächelt und auch das US-Wachstum bremst ab: Es läuft gerade nicht gut für die Weltwirtschaft. Die Unsicherheit drückt Pfandbrief- und Anleiherenditen und lässt eine neue Ära der Negativzinsen wahrscheinlicher werden. Im aktuellen Zinskommentar vom August 2019 gehen wir daher der Frage nach: Gibt es bald Negativzinsen bei Baufinanzierungen?

Die EZB hat ein Problem: Um der schwachen Konjunktur auf die Beine zu helfen, bleibt den Notenbänkern nichts anderes übrig, als erneute geldpolitische Maßnahmen umzusetzen – und das, obwohl die Geldschleusen bereits jetzt sperrangelweit offen stehen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sinkt derweil auf immer neue Rekord-Tiefstände, im August fiel sie erstmals unter 0,7 Prozent. Anleger nehmen mittlerweile also deutliche Verluste in Kauf, wenn sie dem deutschen Staat Geld leihen. Mit gesunden Menschenverstand lässt sich diese Entwicklung nur noch schwer nachvollziehen.

Die Bauzinsen fallen im August ebenfalls auf neue Tiefstände. Der Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen liegt bei nur noch 0,42 Prozent. In Dänemark meldete vor kurzem die erste Bank, dass sie Baukredite mit einer Laufzeit von 20 Jahren ohne Zinsen herausgeben wird.


Negativzinsen bei Baufinanzierungen?

Jetzt teilen auf