Zinskommentar Juli 2019

Angst essen Zinsen auf: Anleger fürchten Rezession

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Aus Angst vor einer weltweiten Rezession investieren immer mehr Anleger in die als sicher geltenden Staatsanleihen. Das drückt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf bisher unbekannte Tiefstände und treibt auch die Bauzinsen weiter in Richtung 0-Prozent-Grenze. Im aktuellen Zinskommentar vom Juli 2019 gehen wir daher der Frage nach: Wie wahrscheinlich ist eine Rezession und was bedeutet sie für Baufinanzierer und Verbraucher?

Ein drohender No-Deal-Brexit, Handeslkonflikte, überschuldete Nationalstaaten und zunehmende geopolitische Risiken trüben die Stimmung an den Märkten: „Solange die Vielzahl der aktuell ungelösten wirtschaftlichen und politischen Probleme wie ein Damoklesschwert über der Weltwirtschaft schwebt,  sehe ich für die Konjunktur nur eingeschränktes Aufwärtspotenzial“, erklärt daher auch Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG. Die Unsicherheiten sorgen dafür, dass Anleger vermehrt in deutsche Staatsanleihen investieren. Die Folge: In der Bundesrepublik sind bereits etwa 90 Prozent aller Staatsschulden negativ verzinst. Anleger leihen dem deutschen Staat aktuell also deutlich mehr Geld, als sie später zurückerhalten.

Nach einem erneuten Rekordtief von -0,40 Prozent bewegt sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zwar marginal nach oben, verharrt aber weiterhin im negativen Bereich. Die Bauzinsen orientieren sich an der Rendite der Bundesanleihe und sinken ebenfalls auf neue Tiefstände. Der Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen liegt bei gerade einmal 0,61 Prozent. Die ohnehin schon günstigen Immobiliendarlehen sind damit aktuell noch billiger geworden.


Was die aktuellen Entwicklungen für Verbraucher und Baufinanzierer bedeutet, erfahrt ihr in unserem aktuellen Zinskommentar!

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