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Finanzlexikon

Zinsfestschreibung

Die Zinsfestschreibung, auch Sollzinsbindung oder Zinsbindung, gibt an, wie lange Sie eine Baufinanzierung oder einen Ratenkredit zu einem vorher festgelegten Zinssatz abzahlen. Die Bank gewährt Ihnen über einen bestimmten Zeitraum einen festen Zinssatz, zu dem Sie Ihre Monatsraten zahlen. Beispielsweise tilgen Sie Ihre Baufinanzierung über den Zeitraum von 15 Jahren zu einem Zinssatz von 1,5 Prozent effektivem Jahreszins.

Dafür ist eine Zinsfestschreibung gut

Die Zinsfestschreibung ist gleichermaßen für den Darlehensnehmer und für die kreditgebende Bank eine Art Sicherheit. Sie schützt zum einen den Kreditnehmer vor steigenden Marktzinsen und damit vor einer unvorhersehbaren Erhöhung der monatlichen Raten. Die Zinsfestschreibung sorgt somit dafür, dass der Kreditnehmer genau weiß, wie hoch seine monatlichen Kreditraten sind.

Die Zinsfestschreibung schützt aber zum anderen die Bank in gleichem Maße davor, dass die Marktzinsen drastisch sinken und die Bank weniger Einnahmen hat als zuvor errechnet. Denn ein Kreditinstitut finanziert sich über die Zinsen, die Kreditnehmer dafür zahlen, dass die Bank ihnen Geld leiht.

Das Gegenteil zu einem Darlehen mit Zinsfestschreibung ist ein variables Darlehen. Hier wird der Zinssatz automatisch alle drei Monate an den so genannten EURIBOR angepasst. Das hat zwar den Vorteil, dass die Darlehensnehmer von fallenden Zinsen profitieren, birgt aber gleichzeitig die Gefahr, dass sich die Zinsen erhöhen und der Kredit teuer wird. Daher sind variable Darlehen eher als kurzfristige Zwischenfinanzierung geeignet.

Zinsfestschreibung hat Auswirkungen auf den Zinssatz

Bei einer Baufinanzierung beispielsweise gibt es meistens eine Zinsfestschreibung von 5, 10, 15, 20 oder 30 Jahren. Welche für Sie die beste Laufzeit ist, hängt unter anderem von den aktuellen Bauzinsen und von den Prognosen ab, ob die Zinsen zukünftig steigen oder fallen werden. Es gibt mehrere Situationen, die sich unterschiedlich auf die Auswahl der Zinsfestschreibung auswirken können.

Sind die aktuellen Zinsen zum Zeitpunkt des Darlehensabschlusses hoch und deutet alles darauf hin, dass die Zinsen in Zukunft sinken, dann sollten Sie eine kurze Zinsfestschreibung von 5 Jahren wählen. So haben Sie nach 5 Jahren die Möglichkeit, mit Ihrer Anschlussfinanzierung von den dann niedrigeren Zinsen zu profitieren und Ihr Darlehen günstiger weiter zu finanzieren als bisher. Sind die aktuellen Zinsen niedrig und deutet alles auf steigende Bauzinsen hin, dann sollten Sie sich möglichst lange an einen Zinsatz binden. So können Sie sich die niedrigen Zinsen über einen Zeitraum von bis zu mehreren Jahrzehnten sichern und steigende Zinsen brauchen Sie finanziell nicht zu beunruhigen.

Je länger die Zinsfestschreibung ist, desto höher fällt der Sollzins aus, den Sie für das Darlehen zahlen müssen. Das hat die Bewandtnis, dass die Bank mit einer beispielsweise 20-jährigen Zinsfestschreibung ein finanzielles Risiko eingeht. Denn in dieser Zeit könnten die Zinsen steigen und die Bank macht mit dem niedrigen Zins, den sie Ihnen gewährt hat, weniger Gewinn. Also erhöht die Bank den Sollzins von vorn herein und verringert dadurch ihr Verlustrisiko.

Sonderkündigungsrecht

Doch unabhängig davon welche Zinsfestschreibung Sie wählen, Sie haben ein Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren. Das ist im § 489 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) festgehalten. Das bedeutet, dass Sie Ihren Darlehensvertrag nach 10 Jahren mit einer sechsmonatigen Frist kostenlos (ohne Vorfälligkeitsentschädigung) kündigen können; auch wenn Ihre eigentliche Zinsfestschreibung 15 oder 20 Jahre beträgt.

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