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Wie viel Eigenkapital ist bei einer Immobilienfinanzierung notwendig?

Mindestens die Kaufnebenkosten sollten Sie als Eigenkapital in Ihre Baufinanzierung mit einbringen. Darunter versteht man die Gebühren für den Notar, die Grundbucheintragung und die Grunderwerbsteuer. War beim Verkauf ein Makler im Spiel, kommt auch noch die Maklercourtage hinzu. Im Schnitt betragen die Kaufnebenkosten etwa 12-15 Prozent des Kaufpreises. Bei einem Haus, das 450.000 Euro kostet, sind das immerhin bis zu 67.500 Euro, die nur für die Kaufnebenkosten anfallen.

Kann man die Nebenkosten auch mitfinanzieren?

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Dann handelt es sich um eine sogenannte Baufinanzierung ohne Eigenkapital, genauer: eine 110-Prozent-Finanzierung. Denn dann benötigen Sie nicht nur geliehenes Geld für den Kaufpreis des Hauses (100 Prozent), sondern zusätzlich für die Nebenkosten (10-15 Prozent). Bedenken Sie dabei aber: Die meisten Banken finanzieren die Nebenkosten nicht über eine zinsgünstige Baufinanzierung, sondern über einen teureren Privatkredit. Grund: Bei einer Baufinanzierung können Sie der Bank zur Sicherheit einen Gegenwert bieten: das Haus. Die Bank wird als Gläubigerin ins Grundbuch eingetragen und erhält damit das Recht, das Haus im Notfall (Ihrer Zahlungsunfähigkeit) zu verkaufen, um ihr Geld wiederzubekommen. Bei den Kaufnebenkosten ist so ein Gegenwert nicht vorhanden, die bezahlen Sie an den Notar und ans Grundbuchamt, dieses Geld ist weg. Deshalb bieten Banken hierfür nur einen teureren Ratenkredit an, um ihr Finanzierungsrisiko aufzufangen. 

Eine 110-Prozent-Finanzierung erhalten Sie aber auch nur, wenn Sie über eine herausragend gute Bonität verfügen. Also ein hohes, sicheres Einkommen. Gleichzeitig muss die Immobilie in einer bevorzugten Lage stehen und in sehr gutem Zustand sein. Die Hürden für solch eine Vollfinanzierung sind recht hoch.

Wie vie Eigenkapital gilt bei der Immobilienfinanzierung als ideal?

Lange Zeit lautete unsere Standard-Empfehlung: 20 Prozent des Kaufpreises sollten Sie als Eigenkapital einbringen, zusätzlich auch noch 10-15 Prozent für die Nebenkosten. Damit wären bis zu 35 Prozent des Kaufpreises aus eigener Tasche zu stemmen. Das ist tatsächlich ein Idealwert, denn je mehr Eigenkapital Sie beisteuern, desto sicherer ist die ganze Immobilienfinanzierung aufgestellt. Einerseits erhalten Sie damit einen besseren Sollzins von der Bank, sparen also über lange Jahre hinweg ein hohes Maß an Zinskosten ein. Andererseits minimiert sich mit dem Eigenkapital Ihr eigenes Finanzierungsrisiko: Die Wahrscheinlichkeit, im Fall einer Zwangsversteigerung auf hohen Schulden sitzen zu bleiben, ist geringer, wenn Sie von Beginn an Eigenmittel zugeschustert haben.

Die Summe, die Sie nach einer Zwangsversteigerung noch weiterhin abstottern müssen, würde geringer ausfallen. Das ist ein sehr gutes Argument für Eigenkapital bei der Immobilienfinanzierung. Allerdings ist auch klar: 35 Prozent sind eine hohe Hürde. In Zeiten niedriger Zinsen sind Baufinanzierungen auch dann realisierbar, wenn Sie weniger Erspartes vorweisen können. Lassen Sie sich dazu aber in jedem Fall umfassend und fachkompetent beraten: Unsere Berater vor Ort zeigen Ihnen, wie weit Sie mit Ihrem Eigenkapital kommen und ob auch eine Vollfinanzierung für Sie infrage käme.

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