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Jetzt Niedrigzinsen sichern: für jede Situation und jeden Typ die passende Strategie

Lübeck, 17. Mai 2018. Ihr Allzeittief haben die Baufinanzierungszinsen vor rund eineinhalb Jahren überwunden. Seitdem geht es aufwärts – wenn auch sehr langsam. Trotzdem sind die Zinsen noch immer günstig. Wie lange das noch so bleibt, kann niemand genau sagen. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, hat praktische Tipps für Eigenheimbesitzer und solche, die es werden wollen. Zudem wagt er einen Ausblick: Wohin bewegen sich die Zinsen im zweiten Halbjahr 2018?

1. Der Eigenheimtyp ohne Immobilie: Bausparen, um Zinsen zu sichern

Foto: Shutterstock
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Für Menschen wie Christian Brandl* liegen seine Lebensziele klar vor ihm: ein Haus bauen, ein Kind bekommen und einen Baum pflanzen. Doch für ersteres fehlen sowohl das passende Grundstück als auch ein wenig Eigenkapital. Christian Brandl liest immer wieder, dass die Zinsen steigen werden. Wie kann er sich das derzeitige Zinsniveau für die Zukunft sichern? „Wird der Immobilienwunsch erst in einigen Jahren konkret, aber ist auf jeden Fall ein Ziel, dann rate ich zu einem klassischen Bausparvertrag. Denn der zur Vertragsunterzeichnung festgelegte Zins gilt für die gesamte Laufzeit. So fungiert der Bausparvertrag als Versicherung gegen steigende Zinsen und schafft Sicherheit“, sagt Vorstand Neumann.

2. Der Endlich-Wunschimmobilie-gefunden-Typ: jetzt aber hurtig – und lange

Familie Schmidt* hat nach langem Suchen und einer schieren Besichtigungsodyssee ihr Häuschen in Stralsund gefunden. Endlich ein Garten für die Kinder und genügend Platz für die Eltern. Die Schmidts setzen auf Sicherheit. Deshalb möchten sie das Risiko, dass sich die Zinsen für ihre spätere Anschlussfinanzierung ändern, möglichst gering halten. Sie wählen daher eine Zinsbindung von 15 Jahren. Mit dieser Entscheidung sind sie nicht alleine. „Wir beobachten derzeit bei Kreditnehmern einen Trend zu langen Zinsfestschreibungen“, sagt Neumann. „Noch vor fünf Jahren sicherten sich Darlehensnehmer die Zinsen im Durchschnitt für weniger als zwölf Jahre, heute sind es mehr als zwei Jahre länger.“ 

Empfehlenswert sei es laut Neumann, in diesem Zusammenhang auf Struktureffekte beim Darlehenszins zu achten. Das heißt: Der Zins für eine 15-jährige Zinsbindung ist höher als der für zehn Jahre. Es kann daher Sinn machen, zu prüfen, wie hoch die Tilgung ausfällt, wenn man den günstigeren Zins, die kürzere Zinsfestschreibung und die gleiche Rate nutzt. „Können sich Darlehensnehmer dann noch ab und an eine Sondertilgung leisten, sind sie mit dieser Variante vielleicht besser beraten, weil schneller schuldenfrei. Die Gestaltung einer Baufinanzierung ist jedoch recht komplex und dieser Effekt lässt sich am besten anhand des konkreten Falls überprüfen“, so Neumann weiter. Er rät deshalb zur Beratung bei einem Spezialisten für Baufinanzierung, der sich mit diesen Feinheiten auskennt und einen Überblick über den Zinsmarkt besitzt.  

Beispielrechnung für folgende Eckdaten:
Darlehenssumme 250.000 EUR, Monatsrate: 900,00 EUR, angenommener Zins nach Zinsbindung 5 % 

Zinsbindung 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
Sollzins 1,22% 1,55% 1,78%
Kalkulatorische Gesamtlaufzeit23 Jahre 6 Monate 26 Jahre 4 Monate 28 Jahre 8 Monate
Restschuld 167.618,71 EUR 132.810,11 EUR 97.588,97 EUR

3. Der vorsichtige Anschlussfinanzierer: je länger, je lieber

Familie Runkhoff* lebt nun seit fast zehn Jahren in ihrer Wohnung in Erlangen. Die erste Finanzierungrunde neigt sich dem Ende. Weniger als ein Jahr, dann läuft die Zinsbindung für ihr bestehendes Darlehen aus. Sie ist froh, dass die Zinsen seit damals deutlich gesunken sind: Das aktuelle Zinsniveau beträgt ein Drittel von dem vor zehn Jahren. Nun fragen sich die Runkhoffs, wie sie am besten eine Anschlussfinanzierung abschließen. Tendenziell sind sie vorsichtig und wollen auf Nummer sicher gehen.

Deshalb entscheiden sie sich, zu einem Vermittler zu gehen und ein Vergleichsangebot zu dem der Hausbank einzuholen. „Für Immobilienbesitzer, deren Anschlussfinanzierung jetzt ansteht und die eher konservativ sind, eignet sich ebenfalls eine lange Zinsbindung, um möglichst dauerhaft von den noch niedrigen Zinsen zu profitieren“, fasst Neumann die Situation zusammen. Durch das deutlich günstigere Zinsniveau haben Darlehensnehmer zwei Alternativen: Entweder sie behalten ihre Rate bei, tilgen höher und sind dadurch in der Lage, ihre Immobile schneller abzubezahlen oder – für den Fall, dass sich die Rate nur knapp bestreiten konnten – können sie den Gürtel nun wieder weiter schnallen: Sie reduzieren die Rate – bei gleicher Tilgung.

4. Der Zins-Checker: alles parat haben und dann fix zuschlagen

Holger Petterson* interessiert sich brennend für Finanzthemen. Er und seine Frau Petra sind seit fast 15 Jahren stolze Eigenheimbesitzer auf Fehmarn. Nun steht die Anschlussfinanzierung an. Herr Petterson möchte auf jeden Fall den besten Zins bekommen und hat genügend Zeit, sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen. „Anschlussfinanzierer, die Zeit und Interesse haben, sich mit dem Thema dauerhaft und intensiv auseinander zu setzen, sollten alle notwendigen Unterlagen zusammenstellen und griffbereit haben. Zudem ist es sinnvoll, den Zinsmarkt täglich im Auge zu haben – vor allem die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe oder die Pfandbriefrendite. Dann heißt es: schnell reagieren“, sagt Michael Neumann. Die Baufinanzierungen werden von Kreditinstituten größtenteils durch langfriste Anlagen wie beispielsweise Pfandbriefe refinanziert. Deshalb reagieren die Bauzinsen in Abhängigkeit von den Renditen dieser Anlagen.

5. Der Noch-zu-lange-hin-Typ: Sonderkündigungsrecht oder Forward Darlehen?

Für Kreditnehmer, die sich über ihre vergleichsweise hohen Zinsen ärgern, deren Zinsbindung aber noch länger als ein Jahr dauert, hat Neumann zwei Tipps: „Wer seine Immobilienfinanzierung vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen hat, kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Auch wenn eine längere Zinsbindung vereinbart wurde, fällt dann keine Vorfälligkeitsentschädigung an“, informiert er. „Eine zweite Möglichkeit ist das sogenannte Forward-Darlehen, das Dr. Klein vor zwanzig Jahren erfunden hat. Damit können sich Darlehensnehmer die derzeitigen Zinsen gegen einen Aufschlag für bis zu fünf Jahre im Voraus sichern. Der aktuelle Aufschlag beträgt circa 0,02 Prozent pro Monat.“

Ausblick auf das Restjahr 2018: Was passiert mit den Bauzinsen?

Baufinanzierungszinsen bewegen sich täglich auf und ab. Diese sogenannte Volatilität ist normal. In letzter Zeit sind sie eher gestiegen, wenn auch in geringem Maße. Doch schon 0,1 Prozentpunkte höhere Zinsen können für den Darlehensnehmer auf die gesamte Laufzeit ihrer Immobilienfinanzierung gerechnet mehrere tausend Euro bedeuten. „Die Europäische Zentralbank, die die Geldpolitik in Europa lenkt, ist sehr vorsichtig. Durch behutsame Ankündigungen und wohldosierte Anpassungen reagiert sie auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ich bin mir sehr sicher, dass die EZB die Zinsen nicht abrupt anheben wird“, prognostiziert Zinsexperte Neumann. „Aber die Wirtschaft hat sich gerade in der jüngeren Vergangenheit positiv entwickelt, weshalb die Baufinanzierungszinsen langsam steigen werden. Mit einer ersten Zinsanhebung seitens der EZB rechne ich jedoch nicht vor 2019“, so Neumann weiter. „Die Bauzinsen nehmen die Entwicklung des Leitzinses allerdings aufgrund der Kommunikation der EZB mit dem Markt immer ein Stück weit vorweg“, begründet Neumann seinen Ausblick.

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*Namen geändert. 

Anna Commentz
Pressekontakt

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Zitate

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Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen in der Vermittlung von Finanzierungen in der kommunalen Wohnungswirtschaft in Lübeck baut Dr. Klein seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit rund 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten bundesweit vertreten. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit und Geldanlage.

Dank kundenorientierter Beratungskompetenz und vertrauensvollen Beziehungen zu rund 400 Kredit- und Versicherungsinstituten sichert Dr. Klein seinen Kunden stets den einfachsten Zugang zu individuellen Finanzlösungen. Dafür wird das Unternehmen immer wieder ausgezeichnet. Zuletzt als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und zum vierten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairness-Preis“. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.