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Die KfW-Förderung Energieeffizient Bauen (KfW-Programm 153)

Wie wird ein Effizienzhaus im Rahmen des KfW-Programms 153 Energieeffizient Bauen gefördert? Wir liefern Ihnen Erklärungen, Voraussetzungen und Konditionen.

Introbild Energieeffizient Bauen
  • Inhaltsverzeichnis
    • Was ist KfW 153?

      Bei KfW 153 (Energieeffizient Bauen) handelt es sich um ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Es stellt Darlehen zu niedrigen Zinsen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit und Tilgungszuschüsse von bis zu 15.000 Euro pro Wohneinheit für Neubauten bereit. Käufer eines Neubaus können ihre Baufinanzierung also um einen günstigen Kredit ergänzen und zusätzlich einen Tilgungszuschuss bekommen, durch den sich die Restschuld vermindert. Eine wichtige Voraussetzung dafür: Der Neubau muss ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus sein. Dabei kommen die Effizienzhaus-Standards 40, 40plus und 55 infrage. Nachfolgend zeigen wir Ihnen,  wie Sie die Förderung der KfW beantragen und für Ihren Neubau nutzen.

      KfW-Programm 153 auf einen Blick

        
      Art der FörderungKredit
      ZweckBau von Wohneigentum
      VoraussetzungenImmobilie muss selbst genutzt werden, KfW-Effizienzhaus-Standard notwendig
      ZinsenAb 1,41 % eff. Jahreszins
      DarlehensartAnnuitätendarlehen oder endfälliges Darlehen
      Mögliche SummenBis 100.000 € pro Wohneinheit
      Zinsbindungen10 oder 20 Jahre
      Laufzeiten4 bis 30 Jahre
      Tilgungsfreie Anlaufjahre1 bis 5 Jahre
      SondertilgungenVollständige Rückzahlung oder in Teilbeträgen von 1.000 € gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich
      Tilgungszuschuss5 bis 15 % der Darlehenssumme, 5.000 bis 15.000 € je Wohneinheit (abhängig vom KfW-Effizienzhaus-Standard)
      AbsicherungArt und Höhe der Absicherung werden mit der durchleitenden Bank vereinbart
      Tabelle zu KfW-Programm 153, alle Angaben ohne Gewähr

      Vor- und Nachteile von Energieeffizient Bauen

      Vorteile
      • In der Regel günstigere Zinsen als bei anderen Baudarlehen
      • Bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (muss nicht zurück gezahlt werden)
      • Kombination mit KfW 431 möglich (Zuschuss zur Baubegleitung, z.B. für den Energieberater)
      • Annuitätendarlehen: Konstante Monatsraten bei fester Zinsbindung
      • Tilgungsfreie Anlaufjahre (finanzielle Entlastung in der Anfangszeit)
      Nachteile
      • Beauftragung eines Energieberaters zwingend notwendig (verursacht Kosten und Aufwand)
      • Nur zwei Zinsbindungen wählbar: 10 oder 20 Jahre
      • Nur 6 Monate bereitstellungsfreie Zeit (ab 7. Monat 0,25 % Zinsen / Monat auf nicht abgerufene Summe, gilt ab 17.04.2018)
      • Keine kostenlosen Sondertilgungen möglich (gilt ab 17.04.2018)
      • Kredit muss innerhalb von 6 Monaten vollständig seinem Verwendungszweck zugeführt werden (sonst Zinszuschlag)

      Förderfähige Maßnahmen bei KfW 153

      Was gefördert wird

      • Kosten für Neubau eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40plus (ohne Grundstückskosten)
      • Kosten für Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40plus (ohne Grundstückskosten) 
      • Umwidmung nicht beheizter Nicht-Wohngebäude (z.B. Scheunen)

      Was nicht gefördert wird

      • Bau / Kauf von Ferienwohnungen
      • Umschuldung bestehender Kredite
      • Nach- oder Anschlussfinanzierung für begonnene oder abgeschlossene Projekte

      Was ist ein KfW-Effizienzhaus?

      KfW-Effizienzhäuser zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf aus. Das senkt beispielsweise den Verbrauch von Gas oder Öl bei der Heizung, und damit können Sie über die Jahre hinweg in hohem Maße Kosten einsparen. Es gibt dabei verschiedene Standards:

      • KfW-Energieeffizienzhaus 40
      • KfW-Energieeffizienzhaus 40plus
      • KfW-Energieeffizienzhaus 50
      • KfW-Energieeffizienzhaus 55

      Je niedriger die Zahl, desto besser die Energieeffizienz, denn umso geringer ist der Energiebedarf. Gleichzeitig steigt die Förderung: Für ein KfW-Effizienzhaus 40 gibt es also mehr Förderung als für ein KfW-Energieeffizienzhaus 55. Als Grundlage für die Einstufung dienen die Vorgaben in der Energieeinsparverordnung (EnEV) für ein Referenzgebäude im Neubau. Im Rahmen der Förderlogik der KfW steht die Referenzzahl 100 dafür, dass ein Neubau die Anforderungen der EnEV in Bezug auf den Primärenergiebedarf komplett erfüllt. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 werden diese Vorgaben um 60 Prozent unterschritten. Und ein ebenfalls förderfähiges KfW-Effizienzhaus 55 weist einen um 45 Prozent geringeren Primärenergiebedarf auf. Erreicht wird der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses durch anlagentechnische und bauliche Maßnahmen, die der Einbindung regenerativer Energien sowie der Verbesserung der Energieeffizienz dienen.

      Kostenförderung für den Energieberater

      Nach Abschluss des Bauvorhabens muss ein qualifizierter Energieberater den KfW-Effizienzhaus-Standard beurteilen, úm den Förderanspruch für KfW 153 zu behalten. Dabei müssen Sie einen vom Bund empfohlenen Berater auswählen. Eine vollständige Liste der infrage kommenden Energieberater finden Sie hier:

      www.energie-effizienz-experten.de/expertensuche

      Die Kosten für den Energieberater müssen Sie nicht komplett tragen: Beantragen Sie gleichzeitig mit KfW 153 auch das Programm 431 (Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung), dann bekommen Sie bis zu 50 Prozent der Kosten (maximal 4.000 Euro pro Vorhaben) erstattet. 

      Mögliche Kreditarten bei KfW 153

      Bei KfW 153 haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Kreditarten:

      • einem Annuitätendarlehen und
      • einem endfälligen Darlehen.

      Unabhängig davon, für welche Kreditform Sie sich entscheiden: Die maximale Finanzierungssumme liegt in beiden Fällen bei 100.000 Euro.

      KfW-Programm 153 als Annuitätendarlehen

      Das Annuitätendarlehen ist die gängigere, öfter gewählte Variante. Hierbei wählen Sie  Laufzeiten zwischen vier und 30 Jahren aus und können sich außerdem zwischen zwei Sollzinsbindungen entscheiden, 10 oder 20 Jahre. Die Raten eines normalen Annuitätendarlehens sind über die Sollzinsbindung hinweg immer gleich hoch. Bei KfW-Krediten allerdings fallen sie zu Beginn geringer aus, aufgrund der sogenannten tilgungsfreien Anlaufjahre. In dieser Zeit werden mit der monatlichen Rate nur die Zinsen bezahlt. In Abhängigkeit von der gewählten Laufzeit kann diese tilgungsfreie Anlaufzeit bei KfW 153 zwischen einem und fünf Jahren andauern. Anschließend erhöht sich die Monatsrate, weil sie sich fortan aus Zins und Tilgung zusammensetzt. Damit beginnt die Rückzahlung der Restschuld. Bis zum Ende der gewählten Zinsbindung bleibt die Rate von nun an konstant.  

      KfW-Programm 153 als endfälliges Darlehen

      Alternativ besteht auch die Möglichkeit, ein endfälliges Darlehen mit bis zu zehnjähriger Laufzeit zu vereinbaren. Beim endfälligen Darlehen wird der gesamte Kreditbetrag erst am Ende der Laufzeit getilgt. Weil Sie mit der Monatsrate dementsprechend nur Zinszahlungen leisten, ist sie verhältnismäßig niedrig. Den Teil, den Sie eigentlich in die Tilgung investieren würden, sollten Sie nebenbei in eine rentable Geldanlage stecken. Auf diese Weise können Sie beispielsweise Zinsausschüttungen einnehmen, die Ihnen mit einem normalen Tilgungsmodell nicht zugute kämen. Das Ganze hat aber auch einen Nachteil: Beim endfälligen Darlehen müssen Sie selbst dafür Sorge tragen, den zum Schluss fälligen Gesamtbetrag begleichen zu können. Das baut einen gewissen Druck auf. 

      Der Tilgungszuschuss bei KfW 153

      Ein weiterer Vorzug des Förderprogramms Energieeffizient Bauen ist, dass die KfW einen Tilgungszuschuss gewährt. Das bedeutet, dass nicht der gesamte Kreditbetrag zurückgezahlt werden muss. Auf diese Weise können Sie das KfW-Darlehen reduzieren und die Laufzeit verkürzen. Dabei gilt: Je besser die Energieeffizienz des neu errichteten Wohngebäudes, desto höher fällt der Tilgungszuschuss aus:

      Effizienzhaus-StandardZuschuss
      KfW-Effizienzhaus 55Bis zu 5 % des Kreditbetrags (max. 5.000 € pro Wohneinheit)
      KfW-Effiziezhaus 40Bis zu 10 % des Kreditbetrags (max. 10.000 € pro Wohneinheit)
      KfW-Effizienzhaus 40plusBis zu 15.000 € pro Wohneinheit
      KfW-Effizienzhaus 50Kein Tilgungszuschuss

      KfW 153 mit anderen Programmen kombinieren

      Mit KfW 153 werden Sie nicht den gesamten Neubau finanzieren können, da die Kreditsumme auf 100.000 Euro begrenzt ist. Sie haben aber die Möglichkeit, weitere KfW-Programme zu nutzen, sofern Ihr Vorhaben die entsprechenden Voraussetzungen, die für diese Programme gelten, erfüllt. Je mehr KfW-Kredite Sie nutzen, desto größer ist die Kreditsumme, mit der Sie einen Teil Ihrer Baufinanzierung durch die KfW bestreiten. Mit KfW 153 lassen sich die folgenden Programme kombinieren:

      So beantragen Sie das Darlehen aus KfW 153

      Ein KfW-Darlehen kann niemals direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt werden. Dies müssen Sie mithilfe einer sogenannten "durchleitende Bank" vollziehen. Das kann beispielsweise Ihre Hausbank sein, mit der Sie die hauptsächliche Baufinanzierung auf die Beine gestellt haben. Die meisten namhaften Banken in Deutschland kooperieren mit der KfW und sind dazu in der Lage, den Antragsprozess für Sie anzustoßen. 

      KfW 153 beantragen - so funktioniert's:

      1. KfW-Effizienzhaus-Standard beim Bauträger erfragen

        Sie haben einen Neubau ins Auge gefasst und beschäftigen sich nun mit den Fördermöglichkeiten der KfW. Erfragen Sie beim Bauträger / Fertighaushersteller den KfW-Effizienzhaus-Standard und achten Sie darauf, dass dieser im Kaufvertrag festgehalten wird. 

      2. KfW 153 über Hausbank beantragen

        Erkundigen Sie sich bei der Bank, mit der Sie die Hauptfinanzierung für den Neubau realisieren, nach den Förderungen der KfW. Gemeinsam mit Ihrem Berater reichen Sie dann den Antrag bei der KfW ein. Finden Sie außerdem heraus, ob Sie gleichzeitig auch bereits den Zuschuss aus KfW-Programm 431 zur Finanzierung des Energieberaters und zur Baubegleitung beantragen können.

      3. Förderzusage abwarten

        Warten Sie erst die Finanzierungszusage für Ihre Hauptfinanzierung und die Zusagen für KfW 153 ab, bevor Sie einen Beurkundungstermin beim Notar vereinbaren und den Kaufvertrag abschließen.

      4. Summen entsprechend Bauabschnitt abrufen

        Ist die Förderzusage da, können Sie den Kaufvertrag abschließen und anschließend die vereinbarten Teilsummen für die Finanzierung einzelner Bauabschnitte abrufen. 

      5. Nach Fertigstellung: Energieberater konsultieren

        Der Neubau ist abgeschlossen? Die Darlehenssumme aus KfW 153 haben Sie bereits erhalten, um einzelne Bauabschnitte zu bezahlen. Dennoch muss der KfW-Effizienzhaus-Standard im Nachhinein noch bestätigt werden. Holen Sie deshalb einen Energieberater hinzu, der Sie durch den Prozess begleitet. Er begutachtet das Neubauvorhaben und kann bestätigen, ob der geplante KfW-Effizienzhaus-Standard durch die Baumaßnahmen eingehalten wurde oder nicht. Er wird ggf. die sogenannte "Bestätigung nach Durchführung" online an die KfW verschicken. Anschließend sendet er Ihnen eine Rechnung, deren Kosten Sie sich mit KfW 431 teilweise wiederholen können.

      Das Maximum rausholen aus KfW 153

      Wer neu baut, braucht jeden Cent und eine Finanzierung, die Sparfüchsen entgegen kommt. Die Förderung der KfW ist dafür prädestiniert, weil sie vergleichsweise niedrige Zinsen und Vorteile wie den Tilgungszuschuss bietet. Da können normale Finanzierungsangebote in der Regel nur schwer mithalten. Die Möglichkeit, mehrere Kredite mit KfW 153 zu kombinieren, macht das Ganze zusätzlich attraktiver. Doch anfangs kann das Angebot der KfW recht unübersichtlich wirken. Kommen Sie bei Unsicherheiten einfach auf unsere Spezialisten für Baufinanzierung zu und gehen sie gemeinsam alle Finanzierungsvarianten durch.

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