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Baukindergeld abgelehnt, was nun?

Seit dem Startschuss für das Baukindergeld wurden bereits viele Anträge abgelehnt – aus Formfehlern, wie viele meinen. Dabei hat die KfW eindeutig geregelt, wann ein Antrag genehmigt wird.

Baukindergeld abgelehnt, Bild einer Familie
  • Inhaltsverzeichnis
    • Gründe für die Ablehnung sind vielfältig

      Zunächst einmal gilt: Wer eine Ablehnung für das Baukindergeld von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten hat, erfüllt die Antragskriterien nicht. Einen Widerspruch schließt die KfW von Anfang an aus. Das bedeutet, wurde das Baukindergeld abgelehnt, besteht keine Chance mehr, es erneut zu beantragen. Einzige Ausnahme: Sie befinden sich noch in der dreimonatigen Frist der Antragsstellung. Aber dazu später mehr.

      Die Gründe, warum Baukindergeld abgelehnt wird, sind vielfältig. Abgelehnte Antragsteller schilderten folgende Situationen:

      • Adresse des gekauften Hauses stimmt nicht mit der Adresse aus dem Grundbuchauszug überein.
      • Der Antrag wurde vor Einzug in die Immobilie gestellt.
      • Der Antragsteller ist nicht Miteigentümer der Immobilie. 
      • Das Kind wurde nicht innerhalb der dreimonatigen Frist geboren.
      • Es wohnten nicht alle Familienmitglieder zum Zeitpunkt der Antragstellung in der Immobilie.
      • Die Immobilie ist nicht die einzige Immobilie.

      Aus diesen Gründen wurden die Anträge bisher abgelehnt. Um die Gründe besser nachvollziehen zu können, müssen die Antragsvoraussetzungen klar sein.

      Voraussetzungen Baukindergeld

      Damit das Baukindergeld nicht abgelehnt wird, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dabei hilft es zu verstehen, warum die Förderung von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde. Die Bundesregierung möchte damit Familien beim Bau oder Kauf einer Immobilie unterstützen. Antragsberechtigt sind alle Familien, die jährlich nicht mehr als 90.000 Euro Haushaltseinkommen aufweisen bei einem Kind. Für jedes weitere Kind werden 15.000 Euro addiert. Bei zwei Kindern beträgt der Maximalbetrag folglich 105.000 Euro. Diese und weitere Kriterien entnehmen Sie der Tabelle:

      HaushaltseinkommenMaximal 90.000 € bei einem Kind, plus 15.000 € je weiterem Kind
      Alter der KinderDie Kinder müssen bei Antragstellung unter 18 Jahre alt sein.
      KindergeldberechtigtDie Kinder müssen kindergeldberechtigt sein.
      Einzige ImmobilieDie Immobilie ist zum Zeitpunkt der Antragstellung Ihre einzige Immobilie. Der Haushalt des Antragstellers besitzt die Immobilie mindestens zu 50 %.
      Immobilie in DeutschlandDie Immobilie befindet sich in Deutschland. Sie selbst müssen nicht deutscher Staatsangehöriger sein.
      Unterzeichnung Kaufvertrag oder BaugenehmigungSie haben den Kaufvertrag frühestens am 1.1.2018 unterzeichnet oder die Baugenehmigung zu diesem Zeitpunkt erhalten.
      AntragstellungSie dürfen den Antrag erst nach Einzug in die selbstgenutzte Immobilie stellen.
      Frist der EinreichungDrei bzw. sechs Monate nach Einzug darf ein Antrag gestellt werden. Maßgeblich ist das Datum auf der Meldebescheinigung.
      Wichtige UnterlagenUnter anderem die Meldebescheinigung, Grundbuchauszug sowie die Einkommenssteuerbescheide aus dem vorletzten und vorvorletzten Kalenderjahr.
      Tabelle: Übersicht Voraussetzungen Baukindergeld

      Alle Kriterien müssen am Tag der Antragstellung erfüllt sein. Ist das nicht der Fall, droht das Baukindergeld abgelehnt zu werden. Nicht gefördert werden:

      • Ferien- und Wochenendhäuser
      • Wohneigentum durch Schenkung oder Erbschaft
      • Wohneigentum, das bereits einmal in Besitz einer Haushaltsmitglied war
      • Erwerb oder Eigentumsübertragung zwischen Verwandten in gerader Linie

      In diesen Fällen wird Baukindergeld abgelehnt.

      Warum wurde das Baukindergeld abgelehnt?

      Die Anträge werden abgelehnt, weil die Kriterien nicht erfüllt wurden. Um die Gründe genau zu verstehen, erklären wir genau, warum die oben aufgeführte Anträge abgelehnt worden sind.

      GrundErklärungWas kann ich tun?
      Adresse des gekauften Hauses stimmt nicht mit der Adresse aus dem Grundbuchauszug überein.Baukindergeld gibt es für eine selbstgenutzte Immobilie. Als Nachweis gelten der Grundbuchauszug sowie die Meldebescheinigung. Stimmen die Adressen nicht überein, geht die KfW von zwei unterschiedlichen Immobilien aus. Prüfen Sie auf jedem Formular, ob die Adressen übereinstimmen. Steht beispielsweise auf dem Grundbuchauszug noch eine andere Adresse, weil beispielsweise das Wohngebiet erst entsteht, kann das zu einer Ablehnung des Antrags führen.
      Der Antrag wurde vor Einzug in die Immobilie gestellt.Die Anforderungen der KfW machen deutlich, dass ein Antrag erst nach Einzug in die Immobilie gestellt werden kann. Als Nachweis muss die Meldebescheinigung beigefügt werden. Sie können gerne bereits alle erforderlichen Unterlagen beiseitelegen, damit Sie bei Antragsstellung alles griffbereit haben. Eine Antragstellung ist allerdings erst nach dem Einzug möglich.
      Der Antragsteller ist nicht Miteigentümer der Immobilie.Besitzen Sie keinerlei Eigentümeranteile an der Immobilie, dürfen Sie keinen Antrag stellen. Das Baukindergeld würde abgelehnt werden. Haben Sie keinen Anteil am Haus, dürfen Sie keinen Antrag stellen, auch wenn Sie im selben Haushalt leben.Stellen Sie vor Antragstellung sicher, ob Sie Anteile an der Immobilie besitzen. Dabei genügt es, wenn Sie zu 1 % Anteil an der Immobilie haben. Besitzen Sie keine Anteile als Antragsteller, wird das Baukindergeld abgelehnt.
      Der Haushalt besitzt die Immobilie nicht zu mindestens 50 %.Bei Antragstellung muss der Haushalt, für den Baukindergeld beantragt wird, mindestens zur Hälfte im Besitz einer Immobilie sein. Es ist legitim, wenn Sie und Ihr Partner/ Ihre Partnerin einen Anteil von 50 % vorweisen, während den Schwiegereltern die andere Hälfte der Immobilie gehört. Prüfen Sie vor Antragstellung genau, wie viel Immobilie Sie und Ihre Familie besitzen. Die Immobilie muss Ihrem Haushalt zu mindestens der Hälfte gehören.
      Das Kind wurde nicht innerhalb der dreimonatigen Frist geboren.Sie sind in Ihrer neuen Immobilie eingezogen, das Kind im Mutterleib lässt allerdings auf sich warten? Solange es innerhalb der drei Monate nach Einzug (bzw. 6 Monate für Anträge ab dem 17.5.2019) geboren wird, ist alles in Ordnung. Kommt es auch nur einen Tag nach der Frist zur Welt, wird Ihr Baukindergeld abgelehnt.Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn der Einzug erfolgt und das Kind bereits da ist oder das Kind vor bzw. innerhalb der Frist geboren wird.
      Es wohnten nicht alle Familienmitglieder zum Zeitpunkt der Antragstellung in der Immobilie. Wenn noch nicht alle Räume fertig sind, ziehen manchmal nicht gleich alle Familienmitglieder in das Haus. Papa zieht als erster ins Haus und zwei Wochen später der Rest der Familie. Beantragt Papa nun Baukindergeld, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach abgelehnt, da noch nicht alle Familienmitglieder (vor allem die Kinder) eingezogen sind. Die 3- bzw. 6-Monatsfrist beginnt zwar ab Datum der ersten Meldebescheinigung. Der Antrag für das Baukindergeld kann jedoch erst eingereicht werden, wenn alle Familienmitglieder umgezogen sind. Es werden dann alle Meldebescheinigungen als Nachweis im KfW-Zuschussportal hochgeladen.
      Der Verkauf Ihrer alten Immobilie fand nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages oder nach dem Erhalt der Baugenehmigung für die neue Immobilie statt. Besitzen Sie bereits eine Immobilie und beantragen nun für eine zweite Immobilie Baukindergeld, wird dies abgelehnt. Ihnen darf nur genau eine Immobilie, auch anteilig, gehören.Besitzen Sie bereits eine Immobilie und wollen für eine neue Immobilie Baukindergeld beantragen müssen Sie folgendes beachten. Verkaufen Sie Ihre alte Immobilie BEVOR Sie den notariellen Kaufvertrag für die neue Immobilie unterzeichnen oder die Baugenehmigung für die neue Immobilie erhalten. Das bedeutet: Der Vertrag zum Verkauf der alten Immobilie muss vorher unterschrieben werden.
      Tabelle: Gründe und Erklärungen abgelehnte Baukindergeld-Anträge

      Die Tabelle gibt einige der möglichen Gründe für eine Ablehnung an. Dennoch kann es darüber hinaus noch weitere Gründe geben, warum Ihr Antrag auf Baukindergeld abgelehnt wird. Die KfW stellt ein Merkblatt bereit, auf dem alle nötigen Informationen zum Baukindergeld zusammengefasst sind. Sie beschreiben außerdem auf ihren Seiten, wie die Dokumente im Zuschussportal der KfW hochgeladen werden können.

      Ist ein Widerspruch möglich?

      Die KfW schließt einen Widerspruch aus, wenn das Baukindergeld abgelehnt wurde. Befinden Sie sich allerdings noch in der Frist, können Sie Baukindergeld in der Regel noch einmal beantragen. Ist die Frist verstrichen, kann auch kein erneuter Antrag mehr gestellt werden. Es besteht somit keine Möglichkeit, Baukindergeld zu beantragen. Der Rechtsweg bleibt Ihnen selbstverständlich offen. 

      Fristen für das Baukindergeld

      Einen Antrag auf Baukindergeld darf stellen, wer seine Immobilie ab dem 1. Januar 2018 gebaut oder gekauft hat. Es gilt das Datum des Kaufvertrags oder das Datum der Baugenehmigung. Für Immobilien, die bis zum 17. September 2018 diesem Kriterium entsprachen, durften die Anträge nach bis zum 31. Dezember 2018 eingereicht werden. Seit dem 18. September 2019 gilt: Einen Antrag einreichen darf, wer bereits in seiner Immobilie wohnt und innerhalb von drei Monaten eine Meldebescheinigung vorweisen kann. Seit dem 17. Mai 2019 dürfen Anträge innerhalb von sechs Monaten eingehen.

      EinzugsdatumFrist
      18.09.2018-16.05.20193 Monate
      Ab 17.05.20196 Monate
      Tabelle: Fristen für Antragstellung

      Sobald die Fristen verstrichen sind, wird ein Antrag auf Baukindergeld abgelehnt. Das ist auch der Fall, wenn die Unterlagen dennoch vollständig sind. Sind Sie auch nur einen Tag über der Frist, ist nicht mehr mit einem positiven Antrag zu rechnen.

      Ablauf Antragstellung

      Der Antrag auf Baukindergeld erfolgt über das KfW-Zuschussportal. Die Antragstellung erfolgt also online. Eine Anmeldung über den Postweg ist nicht möglich.

      1. Registrierung Zuschussportal

        Sie registrieren Sich im KfW-Zuschussportal und stellen Ihren Antrag online.

      2. Identifizierung

        Um Ihre Identität nachzuweisen haben Sie zwei Möglichkeiten: das Video-Ident-Verfahren oder das Post-Ident-Verfahren. Aufgrund des erhöhten Andrangs kommt es laut KfW momentan zu Wartezeiten beim Video-Ident-Verfahren. Das Post-Ident-Verfahren können Sie in einer Filiale der Deutschen Post durchführen. Nach der Antragstellung erhalten Sie eine Antragsbestätigung. Diese finden Sie im Zuschussportal unter dem Punkt „Meine Zuschussanträge“. Das ist der Startschuss für die Identifikation.

      3. Nachweise hochladen

        Wurde Ihr Antrag auf Baukindergeld bestätigt, können Sie innerhalb der Frist von drei Monaten die Nachweise hochladen. Dazu gehören: die Meldebescheinigung, der Grundbuchauszug sowie die Einkommenssteuerbescheide des vorletzten und vorvorletzten Kalenderjahres. Reichen Sie Ihren Antrag im Jahr 2019 ein, werden die Bescheinigungen aus 2017 und 2016 benötigt.

      4. Auszahlung

        Wurden alle Unterlagen geprüft und werden die Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie eine Auszahlungsbestätigung. Sie finden diese im Zuschussportal unter „Meine Anträge“. Darin werden Sie auch über den Auszahlungstermin informiert. Er gilt für die nächsten zehn Jahre. Das bedeutet: Die Auszahlung erfolgt jährlich immer zum selben Termin.

      Baukindergeld bei der KfW, Finanzierung bei Dr. Klein

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      Haftungsausschluss: Die Informationen rund um das Baukindergeld basieren auf sorgfältiger Recherche. Dennoch können wir Fehler in diesem Beitrag nicht ausschließen und übernehmen daher auch keine Haftung. Für rechtssichere Auskünfte zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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