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EZB-Stabilisierungsmaßnahmen begünstigen Finanzierungspläne

Lübeck, 18. Juni 2014 – Der Zinskommentar von Dr. Klein

Die mit Spannung erwartete Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) Anfang Juni hielt, was Finanzmarktexperten erwartet hatten: Mit einer Reihe neuer Maßnahmen versucht die EZB, frisches Geld direkt zu kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privathaushalten zu lenken und deflationäre Tendenzen innerhalb der Europäischen Union nachhaltig einzudämmen.


EZB-Stabilisierungsmaßnahmen begünstigen Finanzierungspläne

EZB-Präsident Mario Draghi hatte in den vergangenen Monaten wiederholt anklingen lassen, dass weitere Stabilisierungsmaßnahmen ergriffen werden, falls sich die Wachstums- und Inflationsprognosen der hauseigenen Ökonomen verschlechtern. Nachdem im Mai unter anderem die europäische Inflationsrate laut Eurostat auf 0,5 Prozent sank und sich die Zentralbank weiter besorgt über die Abwärtsrisiken der EU-Wirtschaftsprognose zeigte, beschloss der EZB-Rat in seiner Sitzung Anfang Juni einstimmig neue fiskalpolitische Maßnahmen sowie zusätzliche Schritte, um Kredite von Banken an die Realwirtschaft weiterzuleiten.

Das neue Maßnahmenprogramm der EZB im Detail:

Die Europäische Zentralbank reduzierte die Leitzinsen zum ersten Mal seit November 2013 von 0,25 Prozent auf 0,15 Prozent. Mit der erneuten Senkung des Zinses sieht Mario Draghi eine Untergrenze erreicht, nur kleinere technische Anpassungen sind aus seiner Sicht noch möglich. Den Zins für kurzfristige Kredite bei der Notenbank verringerte die EZB von 0,75 auf 0,40 Prozent. Der Einlagensatz wurde sogar zum ersten Mal unter die Grenze von null Prozent gesenkt. Dies bedeutet, dass Banken, welche Einlagen bei der EZB zwischenlagern möchten, künftig ein Strafzins von 0,10 Prozent berechnet wird. Diese Regelung soll Banken davon überzeugen, ihre Einlagen in Form von Krediten an Unternehmen und Privathaushalte weiterzureichen bzw. bei anderen Kreditinstituten anzulegen, anstatt sie bei der Zentralbank zu parken.

Gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit einem Volumen von rund 400 Milliarden Euro, die direkt für den nichtfinanziellen privaten Sektor des Euroraums bestimmt sind, sollen die Kreditvergabe in den nächsten Jahren zusätzlich ankurbeln. Die Refinanzierungen sollen an klare Auflagen geknüpft sein, damit das Geld tatsächlich in der Realwirtschaft ankommt. Bisher steht bereits fest, dass die Mittel nicht für die Vergabe von Hypotheken sondern zweckgebunden z. B. für Unternehmenskredite verwendet werden dürfen. Darüber hinaus verlängerte die EZB für die Banken die unbegrenzte Versorgung mit Liquidität. Bisher galt diese Garantie der Notenbank bis Mitte 2015, nun wurde sie auf Ende 2016 erweitert.

Weiterer Bestandteil der beschlossenen Maßnahmen ist ein Programm zum Aufkauf von verbrieften Unternehmenskrediten, sogenannten „Asset-Backed Securities“ (ABS), das sich aktuell noch in der Vorbereitungsphase befindet. Die EZB hat angekündigt, sich auf den Kauf von einfachen und transparenten ABS zu konzentrieren, unter deren Vermögenswerten sich Forderungen an den nichtfinanziellen privaten EU-Sektor befinden.

Auswirkungen des Maßnahmenpakets auf Privatkunden:

Im Anschluss an die Bekanntgabe der Maßnahmen kritisierte eine Reihe von Ökonomen und Politikern die Pläne der EZB, insbesondere, weil sich in der Konsequenz die Renditen von kurzfristigen Anlagemöglichkeiten für Privatkunden weiter verringern werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) befürchtet darüber hinaus die Bildung von Finanzblasen sowie riskante Transaktionen von Geschäftsbanken. Für die Besitzer von Lebensversicherungen rechnen Experten mit einer noch geringeren Verzinsung der Vorsorgeprodukte.

Privatkunden, die eine Baufinanzierung abschließen, profitieren aktuell von historisch niedrigen Finanzierungszinsen. In den ersten Juni-Tagen reduzierte sich der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen leicht auf knapp über 1,8 Prozent. Greift der neue Kurs der Zentralbank und die wirtschaftliche Erholung gewinnt insbesondere in den südeuropäischen Krisenstaaten an Stärke, werden die Renditen für langfristige Staatsanleihen und Baufinanzierungszinsen auf lange Sicht deutlich zulegen, da dann die EZB den Leitzins perspektivisch wieder anheben muss.

„Nicht nur Neukunden, sondern auch Haus- und Wohnungsbesitzer mit laufenden Finanzierungen können den aktuellen Zinsvorteil nutzen, wenn ihr Baukredit in den nächsten zwölf bis 60 Monaten ausläuft.“ erläutert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. „Mit dem Abschluss eines Forward Darlehens sichern sie sich das niedrige Zinsniveau Monate und Jahre vor Ablauf ihres Baukredits für eine Anschlussfinanzierung.“


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Für Kurzentschlossene erstattet Dr. Klein bis zum 30. Juni 2014 Umschuldungskosten bis zu einer Höhe von maximal 400 Euro. Weitere Details zur großen Forward Darlehen Aktion finden Privatkunden unter: https://www.drklein.de/forward-darlehen-aktion.html oder direkt bei einem Dr. Klein Baufinanzierungs-Spezialisten in ihrer Region.


Tendenz:

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend


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Über den Zinskommentar von Dr. Klein (ZiKo)

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Tel.: +49 (0) 451/ 1408 - 7245 
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Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

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