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Deutsche Wirtschaft im Rekord-Aufschwung: Was machen die Bauzinsen?

Zinskommentar der Dr. Klein Privatkunden AG

Lübeck, 30. August 2018 +++ Deutschland übertrifft Wachstumserwartungen +++ Kerninflation im Euroraum steigt, in Deutschland sinkt sie leicht +++ Gespräche ergebnislos: Einigung zwischen USA und China rückt vorerst in weite Ferne +++ Fed-Chef Powell unbeeindruckt von Trumps verbalen Attacken +++ Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen (Stand: 28. August 2018): 1,18 Prozent +++

Zinskommentar August 2018
Zinskommentar August 2018

Entspannung im Handelsstreit sorgt für Sommerhoch der deutschen Wirtschaft

Von wegen Sommerloch: Deutsche Unternehmer freuen sich im August laut aktuellem Ifo-Index über ein besonders gutes Geschäftsklima. Der Index gilt als einer der besten Indikatoren für die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der überraschend kräftige Anstieg ist unter anderem auf die Entspannung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA zurückzuführen. Ein weiterer Indikator für die gute Konjunktur: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wächst im zweiten Quartal 2018 stärker als erwartet. Grund dafür ist vor allem eine erhöhte Binnennachfrage. Auch im gesamten Euroraum verläuft die wirtschaftliche Entwicklung positiv. Im Protokoll der letzten EZB-Sitzung zeigen sich die Ratsmitglieder zuversichtlich, dass das Wachstum anhalten werde. Die Unsicherheiten nähmen langfristig ab. Die Kerninflation im Euroraum steigt leicht von 1,2 auf 1,3 Prozent.

Erhöht sich damit der Druck auf Draghi, zeitnah an der Zinsschraube zu drehen? „Die Kerninflation im Euro-Währungsraum liegt weiterhin unter dem von der EZB angepeilten Inflationsziel von knapp zwei Prozent. In Deutschland ist sie im Juli sogar leicht rückläufig und fällt auf 1,3 Prozent“, erklärt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG. „Draghi dürfte das als Bestätigung für seinen aktuellen Kurs werten: Die Anleihekäufe werden ab Oktober 2018 auf 15 Milliarden Euro je Monat reduziert und zum Ende des Jahres eingestellt, die erste Zinserhöhung ist allerdings frühestens Ende 2019 zu erwarten“, so Michael Neumann weiter.

Kampf der Giganten geht weiter: kaum Fortschritte bei Gesprächen zwischen USA und China

Bereits im Vorfeld der Verhandlungen am 21. und 22. August hatten die USA und China jeweils neue Strafzölle verhängt. Betroffen davon sind Güter im Wert von 16 Milliarden Dollar. So gingen beide Parteien angespannt in die Gespräche und tatsächlich erwiesen sich diese als wenig produktiv. Die chinesische Delegation forderte unter anderem einen vereinfachten Marktzugang für Lebensmittel. Die amerikanische Seite reagierte mit Kritik an Überkapazitäten der chinesischen Industrie und beklagte den Diebstahl geistigen Eigentums. Anstelle einer Beilegung des Konfliktes ist nun eine weitere Eskalation wahrscheinlich. 

Verschiedene chinesische Unternehmen, darunter auch der Daimler-Aktionär Geely rüsten sich für Preissteigerungen und wirtschaftlich turbulente Zeiten. „Moderne Handelsbeziehungen sind nicht ausschließlich bilateral, sondern global miteinander verflochten. Von einem Handelskrieg der beiden Supermächte USA und China wären somit auch europäische Unternehmen betroffen“, meint Michael Neumann. Auch die EZB weist in ihrem Sitzungsprotokoll auf die Gefahr einer Eskalation des China-USA-Konfliktes hin. Der positive wirtschaftliche Ausblick für den Euroraum wird davon jedoch bisher nicht überschattet.  

Nur eine harmlose Kritik? Trump bricht mit Tradition und mischt sich in Geldpolitik ein

Seit ihrer Gründung im Jahre 1913 kann die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) die Geldpolitik der Vereinigten Staaten unbeeinflusst von der Exekutive gestalten. „Eine unabhängige Zentralbank sorgt für Vertrauen bei Investoren und hält damit die Währung stabil. Sie ist essentiell für jede gesunde Volkswirtschaft“, erklärt Michael Neumann. Bisher war es in den USA ungeschriebenes Gesetz, dass Präsidenten die Zinspolitik der Notenbank nicht infrage stellen. Donald Trump kritisiert das Vorgehen der Fed und bricht damit auch dieses Tabu. Federal-Reserve-Chef Jerome Powell zeigt sich bisher allerdings äußerlich unbeeindruckt von Trumps Aussagen. Auf dem jährlichen Symposium der Notenbank in Jackson Hole am 24. August bekräftigte er seine Absicht, wie geplant im September die nächste Zinserhöhung durchführen zu wollen. Auch an der vierten Zinserhöhung in diesem Jahr werde er festzuhalten. 

Rendite der Bundesanleihen weiterhin niedrig, Baufinanzierungszinsen steigen leicht

„Gute Konjunkturdaten aus Deutschland und die Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und Mexiko sorgen dafür, dass Bundesanleihen zum jetzigen Zeitpunkt weniger gefragt sind. Die Renditen steigen daher leicht“, erklärt Michael Neumann. „Kurz- bis mittelfristig dürften hier allerdings keine großen Kursausschläge zu erwarten sein“, so Neumann weiter. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen ist mit rund 0,40 Prozent nach wie vor weit entfernt von ihrem Jahreshoch im Februar (0,76 Prozent). 

Das sind gute Nachrichten für deutsche Immobilienkreditnehmer. Denn: An den Renditen der Staatsanleihen orientieren sich auch die Konditionen der Pfandbriefe, mit denen Banken langfristige Darlehen wie Immobilienkredite refinanzieren. Und die Kreditinstitute geben die Kosten durch steigende Pfandbriefzinsen in Form höherer Baufinanzierungszinsen an ihre Kunden weiter. Da die Rendite der Bundesanleihen voraussichtlich nur sehr langsam steigt, wird es auch bei den Baufinanzierungszinsen keinen schnellen oder sprunghaften Anstieg geben. Aktuell liegt der Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen bei 1,18 Prozent. 

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Kim Runge
Pressekontakt

E-Mail: presse@drklein.de
Telefon: 0451 14089643

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Zitate

Hier finden Sie freigegebene Zitate von Vorstand Michael Neumann und weiteren Spezialisten von Dr. Klein.

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen in der Vermittlung von Finanzierungen in der kommunalen Wohnungswirtschaft in Lübeck baut Dr. Klein seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit rund 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten bundesweit vertreten. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit und Geldanlage.

Dank kundenorientierter Beratungskompetenz und vertrauensvollen Beziehungen zu rund 400 Kredit- und Versicherungsinstituten sichert Dr. Klein seinen Kunden stets den einfachsten Zugang zu individuellen Finanzlösungen. Dafür wird das Unternehmen immer wieder ausgezeichnet. Zuletzt als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und zum vierten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairness-Preis“. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

 

 

 

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