Say no to Risiko: So sparen die Deutschen

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Heute ist Weltspartag! Diesen Tag nehmen wir zum Anlass, um uns die Spargewohnheiten der Deutschen einmal genauer anzusehen. Wie sparen sie ihr Geld? Und was wollen sie mit ihrem Ersparten dann machen? Unsere Redakteurin Caro ist dem auf den Grund gegangen.

Es klingt ja schon fast klischeehaft, aber es ist mal wieder wahr: wir mögen kein Risiko! Liegt der Sparzins bei 2,5 Prozent, was zuletzt im Jahr 2008 der Fall war, schaufelt der Durchschnittsdeutsche sein Erspartes auf sein Sparbuch. Liegt der Sparzins wie aktuell bei 0,2 Prozent, schaufelt der Durchschnittsdeutsche sein Geld wohin? Rrrrichtig! Nach wie vor auf sein Sparbuch. Im Schnitt rund zehn Prozent seines Einkommens monatlich.

„Nummer sicher“ ist die Nummer 1

Einer diesjährigen Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen zufolge sparen 45 Prozent der Deutschen ihr Geld auf einem Sparbuch. Das Sparbuch hat im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder zulegt, nachdem 2018 das Girokonto die Topplatzierung ergatterte. Mit 40 Prozent ist dieses aktuell die Nummer 2, gefolgt von Renten- oder Kapitallebensversicherungen und dem guten alten Bausparvertrag.

Immobilien als Geldanlage sind für 22 Prozent der Befragten hoch im Kurs, genauso wie Investmentfonds und Tagesgeldkonten, die ebenfalls 22 Prozent der Stimmen bekamen.  Platz 8, 9 und 10 gehen an die Riester-Rente (20 Prozent), Aktien (15 Prozent) und festverzinsliche Wertpapiere (fünf Prozent) wie etwa Bundes- oder Staatsanleihen.

Safety first: das ist den Deutschen beim Geldsparen wichtig

Vermutlich könnt ihr euch beim Top-Sparprodukt Sparbuch schon denken: den Deutschen ist Sicherheit besonders wichtig, wenn sie Geld sparen wollen. Das hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgefunden. Dass das beim aktuellen Zinsniveau nicht der richtige Weg ist, um sein Geld zu vermehren, bemängeln Anlageberater immer wieder. Zum Vergleich: während die Sparzinsen seit 2008 sinken und aktuell bei nahezu Null liegen, hat sich der DAX seit der Finanzkrise mittlerweile vervierfacht.

Die Mehrheit der Bundesbürger (64 Prozent) lässt sich der Umfrage zufolge durch Niedrigzinsen aber noch lange nicht vom sicheren Geldsparen abbringen. Aktien und Aktienfonds sind nur für jeden Fünften interessante Finanzprodukte.

Den Deutschen ist vor allem der Schutz ihrer Ersparnisse wichtig und dass diese bei Bankenpleiten sicher sind, wie die Bank of Scottland herausfand. Also nichts mit „no risk, no fun“. Wertstabilität, niedrige Gebühren sowie Einfachheit und Verständlichkeit der Produkte stehen ebenfalls hoch im Kurs. Die Höhe der zu erzielenden Renditen ist nur für jeden dritten Sparer relevant.

Jeder Dritte wünscht sich Wohneigentum

Fast die Hälfte der Bundesbürger spart ihr Geld also auf einem Sparbuch. Dicht dahinter kommt das Girokonto. Doch worauf wollen die Deutschen Geld sparen? Was sind ihre Sparziele? Auch das hat der Verband der Privaten Bausparkassen gefragt und mehr als die Hälfte der Befragten spart Geld für das Alter (53 Prozent). Konsum oder langfristige Ausgaben wie etwa ein neues Auto, eine Reise oder Technik folgen als Sparmotive dicht dahinter (51 Prozent).

Rund jeder dritte Befragte (29 Prozent) will für Wohneigentum Geld sparen. Das passt ganz gut mit den Bausparern aus der ersten Umfrage zusammen (28 Prozent). Die eigenen vier Wände sind nach wie vor ein hohes Ziel für die Deutschen. Bei den niedrigen aktuellen Bauzinsen ist das Interesse an Immobilien kaum verwunderlich, denn Bauen oder Kaufen wird dadurch für viele Sparer erschwinglich.

Geld sparen als Kapitalanlage (28 Prozent), als Notgroschen (vier Prozent) oder für die Ausbildung der Kinder (drei Prozent) sind weitere Sparmotive.


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