Frühjahrsputz

Frühjahrsputz -10 Bereiche, die ihr beim Putzen auf keinen Fall vergessen solltet

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Das Wetter wird sonniger, die Winterjacken rücken an der Garderobe weiter nach hinten, die Vögel zwitschern und die Zeitumstellung haben wir auch schon geschafft – höchste Zeit für den alljährlichen Frühjahrsputz. Ich gebe zu, das ist nicht mein Jahreshighlight, aber das Gefühl, wenn alles einmal richtig ordentlich und sauber ist und man frisch in die neue Jahreszeit startet, ist die Mühe auf jeden Fall wert. Aber woher kommt der Frühjahrsputz überhaupt, wann solltet ihr ihn machen und wie geht ihr am besten vor? Antworten findet ihr in diesem Artikel, los geht’s.

Frühjahrsputz – woher kommt die Tradition?

Den Frühjahrsputz gibt es in Deutschland schon seit einigen Jahrhunderten. Seinen Ursprung hat er in der Tatsache, dass lange Zeit mit Holz gekocht und geheizt wurde. Der Ruß, der sich dadurch in den Wohnräumen bildete, wurde im Frühling bei mehr Tageslicht sichtbar und musste entfernt werden. Möbel und Fußböden wurden gründlich gereinigt, um den Schmutz des Winters los zu werden.

Dazu gehörte auch das Ausklopfen und Waschen von Teppichen und Decken, denn im Winter wurden diese dringend benötigt und hätten bei den kalten Temperaturen zu lange zum Trocknen gebraucht. Daher wurden sie erst im Frühjahr bei wärmeren Temperaturen gereinigt. Heute heizen wir glücklicherweise nicht mehr mit Holz, dennoch hat sich die Tradition des Frühjahrsputzes fest verankert und hat auch heute weiter ihre Berechtigung. Auch wenn es nicht mehr der Ruß vom Heizen ist, so sammelt sich doch überall Schmutz, den wir oft erst mit den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen wirklich wahrnehmen und ihm beim Frühjahrsputz den Kampf ansagen 😉.

Wann ist die beste Zeit für den Frühjahrsputz?

In der Regel ist der beste Zeitpunkt für den Frühjahrsputz um den Frühlingsanfang Ende März herum. In der Regel… , denn mittlerweile haben wir oft auch im März noch Schnee und Eis und stecken weiter im Winter fest. Da der Frühling oft bis zum April auf sich warten lässt, ist der optimale Zeitpunkt schlichtweg dann, wenn die Tage länger werden, das Wetter besser wird und wir, ganz so wie vor 100 Jahren, unsere Teppiche auch mal draußen trocknen lassen können. 😉 

Wie bereitet ihr euch optimal auf euren Putztag vor?

  • Begutachtet eure vier Wände und entscheidet, welche Räume, Möbel oder Bereiche den Frühjahrsputz besonders nötig haben. Wenn ihr das entschieden habt, wisst ihr auch welche Reinigungsmittel ihr braucht.
  • Inventur im Putzschrank: Prüft, welche Reinigungsmittel leer sind, welche fehlen und ob ihr noch Tücher, Schwämme, Handschuhe o.ä. benötigt. Muss der Staubsaugerbeutel gewechselt werden? Braucht ihr ein besonderes Reinigungsmittel für die Gartenmöbel? Indem ihr euer Putzequipment gut vorbereitet vermeidet ihr es, am Tag des Frühjahrsputzes „noch mal schnell“ zur Drogerie zu müssen.
  • Schafft vor eurer Reinigungsaktion unbedingt Ordnung und entrümpelt, wo es nur geht. So habt ihr euren Fokus wirklich nur auf dem Putzen.
  • Gute Laune: erstellt euch eure Playlist mit „Gute Laune“-Musik, zieht euch bequeme Kleidung an, die im Zweifel auch schmutzig werden kann und sorgt für gute Laune, so geht die Arbeit viel leichter von der Hand.

Wie geht ihr beim Frühjahrsputz am besten vor?

Mit Plan geht es schneller und ihr wisst, was zu tun ist. Macht euch darum vor dem Start eures Frühjahrsputzes Gedanken darüber, mit welchen Räumen oder Reinigungsaktionen ihr beginnen wollt. Wenn morgens die Kinder aus dem Haus sind und ihr den Vormittag zur Verfügung habt, ist es beispielsweise sinnvoll mit den Kinderzimmern zu beginnen.

  • Putzt immer von oben nach unten, vom grobem Schmutz zum feinen Schmutz.
  • Startet mit den Reinigungsarbeiten, die für Schmutz auf dem Fußboden sorgen, wie beispielsweise Fenster putzen oder Staub wischen.
  • Aufgaben, wie Fenster putzen oder Türrahmen reinigen solltet ihr in einem Rutsch erledigen.
  • Nehmt euch einen Raum nach dem anderen vor und reinigt diesen vollständig.
  • Bad oder Küche solltet ihr zuletzt reinigen, denn hier holt ihr euch während eures Frühjahrsputzes frisches Wasser oder wascht die Reinigungstücher aus und somit werden diese Räume schnell wieder schmutzig.

10 Tipps: Was ihr beim Frühjahrsputz auf keinen Fall vergessen solltet

Klar, beim Frühjahrsputz soll alles einmal sauber gemacht werden. Dass dazu Staub saugen oder Fenster putzen gehören ist uns allen bewusst. Unser Haushalt hat jedoch einige Bereiche, die wir nur zu gerne vergessen, dabei sind sie stark beansprucht und wenigstens eine Grundreinigung im Jahr sollte drin sein. Diese 10 Bereiche, solltet ihr auf keinen Fall vergessen:

  1. Waschmaschine reinigen: Jetzt mal Butter bei die Fische, habt ihr schon mal eure Waschmaschine gereinigt? Vermutlich haben das die wenigsten von euch, ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen: macht das! Kaum ein Elektrogerät wird im Haushalt so stark beansprucht wie die Waschmaschine. Die Gummidichtung der Tür ist Sammelbecken für Münzen, Taschentuchreste und Lego-Figuren. Hier sammeln sich besonders gerne Keime an. Kontrolliert daher die Gummidichtung und reinigt sie mit einem Haushaltsreiniger und feuchtem Lappen. Das Fach für das Waschmittel solltet ihr ebenfalls vollständig von Waschmittelresten befreien und feucht auswischen, hier sammeln sich Keime und Bakterien, die schnell einen unangenehmen Geruch erzeugen können. Den Innenraum der Waschmaschine entkalkt ihr am einfachsten mit Zitronensäure. Einfach ein paar Esslöffel in die Trommel geben und die Maschine ohne Wäsche (!) laufen lassen. Abschließend ist jetzt auch der perfekte Zeitpunkt die Wasseranschlüsse auf ihre Dichtigkeit zu überprüfen, denn ein Leitungswasserschaden ist kein Spaß (auch wenn dieser im Schadensfall meist durch die Hausratversicherung abgedeckt wird).
  2. Lego und Duplo waschen: Wer von euch kleine Kinder hat, wird es kennen. Schwupps, ist der Duplo Stein am Mund. Und das nicht nur beim eigenen Nachwuchs, sondern auch beim Spielbesuch 😊 Darum macht es Sinn, das geliebte Spielzeug ab und an einer Reinigung zu unterziehen. Füllt die Steine in ein Wäschenetz und wascht sie bei 30 Grad in der Waschmaschine. Danach könnt ihr die Steine einfach auf einem großen Handtuch ausschütten und trocknen lassen.
  3. Bettzeug waschen: Kissen und Bettdecke lassen sich in der Regel gut in der Waschmaschine waschen, schaut aber vorher unbedingt auf die Waschanaleitung 😉 Wenn ihr einen Trockner habt, könnt ihr das Bettzeug dort trocknen, achtet aber darauf, dass die Trocknungstemperatur nicht zu heiß ist, sonst beginnt Bettzeug aus Kunstfasern zu schmelzen. Kleiner Tipp: Damit das Bettzeug wieder schön fluffig wird, könnt ihr einen Tennisball in eine Socke stecken und mit in den Trockner geben.
  4. Kühlschrank sauber machen: Tagtäglich im Gebrauch, aber viel zu selten gereinigt. So ergeht es zumindest meinem Kühlschrank. Der Frühjahrsputz ist DIE Gelegenheit abgelaufene Lebensmittel auszusortieren und den gesamten Kühlschrank zu leeren und zu reinigen. Achtet dabei darauf nicht zu stark riechendes Putzmittel zu verwenden, sonst habt ihr die Tage nach dem Putztag das Gefühl alles mit Zitrusgeschmack zu essen 😉 Alle Platten, Schubfächer und auch die Kühlschrankdichtung könnt ihr mit einem feuchten Tuch und ein wenig Spülmittel reinigen.
  5. Backofen reinigen: Ich bewundere ja Menschen, deren Backofen immer sauber ist 😊 Meiner ist es leider nicht, darum muss er beim Frühjahrsputz unbedingt berücksichtigt werden. Backbleche könnt ihr mit Backofenreiniger einsprühen, dann in einen großen Müllbeutel einwickeln und am besten über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag könnt ihr den Schmutz mit wenig Mühe und warmem Wasser entfernen. Der Backofen lässt sich, unter anderem, mit einem Spülmaschinentab reinigen. Dieses löst ihr in warmem Wasser auf und reinigt dann mit einem Schwamm und der Flüssigkeit den Backofen.
  6. Fußmatten ausklopfen und waschen: Nach dem Winter sehen Fußmatten meist entsprechend aus. Damit ihr den Schmutz nicht immer wieder in die Wohnung tragt, solltet ihr die Fußmatten beim Frühjahrsputz nicht vergessen. Außenfußmatten könnt ihr ausklopfen, darunter fegen und sie anschließend mit dem Gartenschlauch ausspülen. Schmutzfangmatten für den Innenbereich klopft ihr erst aus, saugt sie ab und reinigt sie dann am besten mit warmem Wasser oder Teppichreiniger. 
  7. Pflanzen entstauben: Nirgendwo liegt Staub so gerne, wie auf den Blättern großer Pflanzen. Am einfachsten reinigt ihr sie, indem ihr sie in die Dusche stellt und mit der Duschbrause sanft die Blätter abduscht. Damit die Blumenerde aus dem Pflanzentopf nicht herausgeschwemmt wird, solltet ihr den Topf vorher mit einem Müllbeutel schützen. Anschließend zum Trocknen in die Sonne stellen und eure Pflanzen erstrahlen in neuem Glanz.
  8. Fernbedienungen und Tastaturen reinigen: Sie sind nahezu täglich im Gebrauch, daher sind Fernbedienungen und Tastaturen absolute Schmutzmagnete. Ihr werdet euch wundern, was für Dreck von einer Fernbedienung herunterkommen kann 😉. Nehmt ein leicht feuchtes Tuch für die Reinigung der großen Flächen, für die Reinigung rund um die Tasten eignet sich ein feuchter Q-Tipp. Anschließend mit einem trockenen Tuch abwischen, fertig.
  9. Schminkpinsel sauber machen: Habt ihr schon mal eure Schminkpinsel sauber gemacht? Wenn nicht, solltet ihr das unbedingt tun, denn Make Up Reste und Hautpartikel ergeben eine unschöne Mischung in den feinen Pinselborsten und können für Unreinheiten sorgen. Tunkt die Pinsel in Wasser mit ein wenig Spülmittel und spült sie dann gründlich aus. Anschließend lasst ihr sie auf einem Handtuch an der Luft trocknen.
  10. Gartenmöbel-Bezüge reinigen: Endlich sind die Temperaturen zweistellig und die Sonne scheint, aber beim Auspacken der Gartenmöbel entdeckt ihr Stockflecken auf den Auflagen? Dann ist die gute alte Gallseife euer Freund. Legt den Bezug 2-3 Stunden in eine warme Lauge. Anschließend spült ihr ihn mit klarem Wasser aus und lasst ihn an der Luft trocknen. Tadaaaa, frisch und sauber könnt ihr Balkon oder Terrasse endlich frühlingsfit machen.

Ihr wollt zukünftig euer eigenes Haus putzen?


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