0800 8833880
Montag bis Freitag: 8.00 – 18.00 Uhr mehr Infos mehr Infos

Finanzierungszinsen zuletzt leicht rückläufig

Zinskommentar der Dr. Klein & Co. AG

Lübeck, 16.April 2014. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, gab im Anschluss an die jüngste EZB-Ratssitzung bekannt, dass der Leitzins im Euroraum vorerst bei 0,25 Prozent verbleibt. Der EZB-Rat bestätigte, dass sich die Konjunktur im ersten Quartal 2014 dank einer steigenden Binnennachfrage in einem moderaten Maß erholt hat. Dieser Trend könnte sich nach Ansicht der Ratsmitglieder in nächster Zeit fortsetzen.

Infografik: Zinskommentar April 2014
Infografik: Zinskommentar April 2014

Obgleich die Inflationsrate für den Euroraum im März auf 0,5 Prozent gesunken ist und sich weiter von der Zielvorgabe der EZB von 2,0 Prozent entfernt hat, glaubt Mario Draghi nicht, dass das Deflationsrisiko für die Eurozone zuletzt gestiegen ist. Diskussionen, ob die Europäische Zentralbank ein neues Hilfsprogramm ins Leben rufen könnte, das in größerem Stil Wertpapiere aufkauft, reißen indessen nicht ab. Im Zuge eines unterstützenden Kaufprogramms würde die EZB Staats- oder Bankanleihen aufkaufen, wie es vor ihr bereits die US-Notenbank Fed im Verlauf der Finanzkrise getan hat. Beim letzten Zusammentreffen des EZB-Rats wurde nach Aussage von Präsident Draghi zwar nicht über die Einzelheiten eines solchen Programms diskutiert, Berichten zufolge hat die Europäische Zentralbank ein solches Szenario aber bereits intern mit einem Kaufvolumen von einer Billion Euro durchgespielt.

Mithilfe einer Bankenunion plant die EU, künftig die Rettung von Finanzinstituten in die Hände der Banken zu legen, anstatt Steuerzahler für finanzielle Engpässe der Institute aufkommen zu lassen. Einige Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wollen die Details der Richtlinie aber dahingehend  verwässern, dass in Zukunft in Ausnahmefällen weiterhin Bankenrettungen durch Nationalstaaten möglich sind. Hintergrund der Vorstöße sind unter anderem Befürchtungen, dass nach Abschluss des Bilanz- und Stresstests der EZB eine Reihe von Banken zusätzliches Kapital benötigen und nicht parallel abgewickelt werden sollten, um Panikreaktionen der Anleger zu vermeiden.

Für eine Beruhigung sorgten die Protokolle der letzten Zinssitzung der US-Notenbank. Diese legten Bedenken der Mitglieder offen, dass die Finanzmärkte einen aggressiven geldpolitischen Kurs der Fed befürchten. Angesichts des einheitlichen Auftretens der Fed-Mitglieder in der Sitzung wird nun im Gegenzug damit gerechnet, dass der US-amerikanische Leitzins später erhöht werden wird, als es zwischenzeitlich erwartet wurde.

Baufinanzierungszinsen zuletzt unter 2,0 Prozent

Im Lauf der letzten Wochen sanken die Zinsen für 10-jährige Hypothekendarlehen unter die Marke von zwei Prozent. Kurzfristig ist davon auszugehen, dass die Zinsen weiter auf einem sehr niedrigen Niveau verharren oder sogar noch weiter sinken, falls sich die EU-Konjunktur eintrübt und die Europäische Zentralbank weitere Hilfsmaßnahmen ergreift. Auf längere Sicht ist ein Anstieg des Zinsniveaus aber sehr wahrscheinlich. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet laut Medienberichten beispielsweise damit, dass die zehnjährigen Renditen für Bundesanleihen bereits in einem Jahr von rund 1,5 Prozent auf über zwei Prozent steigen könnten. Ein solcher Anstieg der langfristigen Anleihen ist in der Regel mit höheren durchschnittlichen Zinsen für eine Baufinanzierung verknüpft. 

Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, bleibt deshalb bei seiner Empfehlung an Baufinanzierungskunden, Darlehen mit einer langen Zinsbindung  und einer erhöhten Tilgung abzuschließen und nach Möglichkeit über eine vorzeitige Anschlussfinanzierung in Form eines Forward Darlehens nachzudenken: „Mithilfe dieser Maßnahmen können sich Finanzierungskunden unabhängig von den Zinsentwicklungen der kommenden Jahre positionieren und ihre finanzielle Zukunft langfristig planen. Mit einem Beratungsgespräch bei einem Dr. Klein Spezialisten vor Ort können Interessierte ihre Finanzierungsoptionen kennenlernen und abwägen.“

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Dr. Klein ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren am Markt etabliert. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Kunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Das Unternehmen baut seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit mehr als 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten vertreten.

Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.