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Vorerst eingeschränkter Planungshorizont für EZB

Zinskommentar der Dr. Klein & Co. AG

Lübeck, 17. Februar 2014. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) machte es sich in seiner jüngsten Sitzung Anfang Februar nicht leicht. Die Ratsmitglieder diskutierten nach Aussage von EZB-Präsident Mario Draghi hinter verschlossenen Türen ausführlich über weitere geldpolitische Einflussmöglichkeiten. Vorerst sah der EZB-Rat aber von der Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Stabilisierung des europäischen Wirtschaftsraums ab und beließ den Leitzins bei 0,25 Prozentpunkten.

Infografik: Zinskommentar Februar 2014
Infografik: Zinskommentar Februar 2014

Draghi prophezeit gedämpfte Inflation für Euroraum

Kursierende Befürchtungen, die Eurozone könnte in eine Deflationsspirale geraten, teilte Mario Draghi auf Nachfrage nicht. Seiner Ansicht nach wird es für eine längere Zeit eine gedämpfte Inflation, aber keine Deflation geben. Gleichzeitig stellte der EZB-Präsident erneut klar, dass große Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone im laufenden Jahr besteht. Die neue Inflationsprognose der Europäischen Zentralbank, die im März veröffentlicht wird, könnte laut Draghi den Planungshorizont der EZB erweitern.

Neue Fed-Vorsitzende Yellen setzt auf Kontinuität

Während die EZB neue geldpolitische Maßnahmen in die Zukunft verschob, barg auch der letzte Zinsentscheid unter dem inzwischen abgetretenen Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, keine Überraschungen. Die Mitglieder des Federal Open Market Commitee (FOMC) beschlossen zuletzt, das Anleihekaufprogramm um zehn Milliarden Dollar auf 65 Milliarden Dollar monatlich zu reduzieren. Die neue Fed-Vorsitzende Janet Yellen sprach sich bei ihrer ersten Anhörung vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen im Repräsentantenhaus für eine Fortführung der bisherigen geldpolitischen Strategie der US-Notenbank aus.

Über Details des Vorgehens der amerikanischen Notenbank in den nächsten Monaten hielt sich Janet Yellen bei der Anhörung relativ bedeckt. Sie signalisierte, dass das Anleihekaufprogramm in gemäßigtem Maß weiter reduziert wird, wenn dies die wirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten zulässt. Dieser geldpolitische Kurs kann unter Umständen in Zukunft zu einem Anstieg der langfristigen Zinsen führen. Da die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen stark an die langfristigen Zinsen, beispielsweise die 10-jährigen Zinsen für Hypothekendarlehen, gebunden ist, kann der Kurs der Fed indirekt ein Ansteigen der Baufinanzierungszinsen befördern.

Anders als die US-Notenbank befürchtet die Europäische Zentralbank, dass sich schwankende wirtschaftliche Entwicklungen in den Schwellenländern in bremsender Weise auf den Euroraum auswirken könnten. Eine niedrigere Exportrate in die Emerging Markets birgt nach Ansicht des EZB-Rats das Potenzial, das nach wie vor verhaltene Konjunkturwachstum in der Eurozone negativ zu beeinträchtigen.

Baufinanzierungen langfristig sicher planen

Angesichts vorhandener Unsicherheiten über die Erholung des Euroraums und möglicher Auswirkungen auf das langfristige Zinsniveau empfiehlt Dr. Klein seinen Kunden weiterhin, bei ihren Finanzierungsvorhaben auf eine langfristige Planungssicherheit zu achten und Baufinanzierungen mit langen Zinsbindungen von 15 bis zu 30 Jahren abzuschließen. Eine Tilgungsrate von mindestens zwei Prozent sorgt dafür, dass die Rückzahlung des Immobiliendarlehens zügig von statten geht. Beide empfohlenen Maßnahmen mildern das Zinsänderungsrisiko für eine mögliche Anschlussfinanzierung deutlich ab und machen Immobilienkäufer von der weiteren Zinsentwicklung weitestgehend unabhängig. Vor Abschluss einer Baufinanzierung sollte vom Kreditnehmer außerdem überprüft werden, ob die Möglichkeit besteht, Sondertilgungen vorzunehmen. Auf diese Weise kann die Restschuld – über die monatliche Finanzierungrate hinaus – außerplanmäßig deutlich reduziert werden.

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Dr. Klein ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren am Markt etabliert. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Kunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Das Unternehmen baut seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit mehr als 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten vertreten.

Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.