zur Startseite von Dr. Klein & Co. AG

Newsletter 2013 - April

Wie sinnvoll ist Pflege-Bahr für mich?

Aktuell gibt es in Deutschland 2,4 Millionen Pflegebedürftige, rund 3,4 Millionen werden es in den nächsten 20 Jahren sein. Das ist das Ergebnis der Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“ der R+V Versicherung und des Instituts für Demoskopie Allensbach. Und Pflegebedürftigkeit wird richtig teuer: rund 45.000 Euro müssen Frauen privat für den Heimpflegeplatz aufbringen, für Männer fällt aufgrund des meist kürzeren Heimaufenthaltes ein Eigenanteil von rund 21.000 Euro an. Dies geht aus dem Barmer Pflegereport hervor. Viel Geld, das die meisten Deutschen nicht immer aus eigener Tasche bezahlen können. Die Vorsorge mit einer entsprechenden Krankenzusatzversicherung wird darum immer wichtiger.

Staatliche Zuschüsse für die private Pflegevorsorge

Seit 1. Januar 2013 wird der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung staatlich gefördert. Namentlich angelehnt an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zahlt die so genannte Pflege-Bahr-Förderung jeden Monat einen Zuschuss von 5 Euro zur privaten Pflegeversicherung. Voraussetzung ist die Zahlung eines Eigenanteils von monatlich mindestens 10 Euro in eine Pflege-Tagegeldversicherung. Pflegekosten- oder Pflegerentenversicherungen werden nicht gefördert. Zusätzlich besteht ein Leistungsanspruch erst nach einer Wartezeit von bis zu fünf Jahren. Ein früher Abschluss der Pflegezusatzversicherung lohnt sich also – zumal diese dann auch wesentlich günstiger ist. Experten raten, den Zusatzschutz ab 40 Jahren, spätestens jedoch mit 50 Jahren abzuschließen.

Übrigens: Den Zuschuss kann jeder erhalten, der bei der Antragstellung mindestens 18 Jahre alt und noch nicht pflegebedürftig ist. Das Alter oder Geschlecht, der Gesundheitszustand, das Einkommen und die Art der Krankenversicherung spielen für Pflege-Bahr keine Rolle. Allerdings werden nur Neuabschlüsse bezuschusst. Haben Sie bereits eine Pflegetagegeld-Versicherung abgeschlossen, können Sie die Pflege-Bahr-Förderung für diesen Tarif nicht in Anspruch nehmen.

 

Lohnt sich Pflege-Bahr für mich?

Längst nicht jede Pflege-Tagegeldversicherung ist automatisch förderungsfähig. Versicherer müssen diverse Voraussetzungen erfüllen, um Pflege-Bahr-Versicherungen anbieten zu können. So dürfen sie beispielsweise keine Gesundheitsprüfungen, Leistungsausschlüsse und Risikozuschläge verlangen. Zudem werden für jede Pflegestufe bestimmte Leistungen vorgeschrieben. Möchten Sie eine Pflegezusatzversicherung abschließen, sollten Sie deshalb die Leistungen der einzelnen Angebote genau vergleichen. Oft bieten ungeförderte Tarife bessere Leistungen und somit einen umfangreicheren Schutz. Hilfe bei der Auswahl der passenden Pflegeversicherung erhalten Sie natürlich bei unseren Finanzberatern vor Ort.

Interessant ist Pflege-Bahr vor allem für gesundheitlich vorbelastete Kunden, die hohe Risikozuschläge für eine Pflegezusatzversicherung zahlen müssten. Sie erhalten so eine garantierte Absicherung für den Pflegefall. Entscheiden Sie sich dabei am besten für Angebote, deren Absicherung über den vorgeschriebenen Mindestbetrag vom 600 Euro in Pflegestufe 3 hinausgeht. Gesunden Menschen raten unsere Experten, Pflege-Bahr lediglich als einen Zusatzbaustein zum privaten Risikoschutz zu sehen und die staatliche Förderung idealerweise mit einer klassischen Pflegezusatzversicherung zu kombinieren. Als alleinige Absicherung reicht Pflege-Bahr dagegen nicht aus.

Richtig versichert?

Laut einer aktuellen Studie bezahlen zahlreiche Versicherungsnehmer zu viel für Ihre Versicherungen.

Einfach aktuell

Bleiben Sie mit Dr. Klein stets informiert: Newsletter, RSS-Feeds, Zinskommentar und News.

Dr. Klein Lexikon

Das Dr. Klein Finanzlexikon: informativ, aktuell, umfangreich. Schnell informiert auf einen Blick.