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Gespanntes Warten auf die nächste EZB-Sitzung im Juni

Lübeck, 16. Mai 2014 – Der Zinskommentar von Dr. Klein

Trotz Forderung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), angesichts der ungewöhnlich niedrigen Inflation, der schwachen Konjunktur und der hohen Arbeitslosigkeit in einigen Euroländern die Geldpolitik weiter zu lockern, beließ die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang Mai den Leitzins auf seinem historischen Tiefstand von 0,25%.

Gespanntes Warten auf nächste EZB-Sitzung

Zudem wurde auf weitere Maßnahmen zur Erhöhung des Preisdrucks oder zur Ankurbelung der Wirtschaft verzichtet. Experten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet, da die Inflation im Euroraum von 0,5% im März auf 0,7% im April gestiegen ist. Der EZB-Präsident Mario Draghi machte aber deutlich, dass die Europäische Zentralbank schon auf der nächsten Sitzung bereit sei, auch unkonventionelle Mittel einzusetzen, sollten die im Juni anstehenden Wachstum- und Inflationsprognosen der EZB-Ökonomen diese rechtfertigen.

Niedrige Inflationsrate und starker Euro alarmieren EZB

Sollten diese Prognosen niedriger ausfallen als erwartet und somit das Risiko von deflationären Tendenzen steigen, wird die EZB laut Draghi handeln. Die Abwehr von deflationären Tendenzen ist deshalb so wichtig, da diese dazu führen können, dass Verbraucher in Erwartung immer weiter fallender Preise weniger konsumieren und Unternehmen Investitionen auf die lange Bank schieben, so dass der Preisdruck weiter sinkt. Neben der zu niedrigen Inflationsrate im Euroraum sei der starke Euro Anlass für „schwerwiegende Besorgnis“, teilte Draghi mit. Die Aufwertung des Euros hat zur Folge, dass sich Importe verbilligen und dadurch das Preisniveau zusätzlich gedrückt wird. Gleichzeitig werden Waren aus dem Euroraum auf den Weltmärkten teurer, so dass Exporte abnehmen und sich infolgedessen die Konjunktur abschwächt. Aus diesem Grund gibt es Forderungen sowohl der Politik als auch von Wirtschaftsweisen, den Euro beispielsweise durch Interventionen am Devisenmarkt gezielt zu schwächen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu verbessern. Ein solches Vorgehen weist die EZB mit Hinweis auf ihre Unabhängigkeit jedoch klar zurück.


Weitere Schritte der EZB offen

Welche Schritte die Zentralbank konkret einleiten wird, ließ der EZB-Präsident allerdings offen. Verschiedene mit den Beratungen der EZB vertraute Personen taten in den letzten Tagen kund, dass bereits ein Paket mit verschiedenen geldpolitischen Instrumenten vorbereitet wird. Mögliche Maßnahmen ? auch in Kombination ? wären eine weitere Leitzinssenkung, Minuszinsen für Einlagen der Banken bei der EZB, eine langfristige Kreditvergabe mit Auflagen zur Weitergabe der Mittel oder auch ein Ankaufprogramm von Anleihen. Ziel der Maßnahmen ist eine Liquiditätsspritze zur Ankurbelung der Konjunktur. Durch die Vergabe günstiger Kredite für Unternehmen und Verbraucher steigen Investitionen und privater Konsum, die Sparneigung nimmt ab, und letztendlich steigt die Inflationsrate. Allerdings rechnet Draghi damit, dass die Inflation in den kommenden Monaten auf einem niedrigen Niveau verharren und danach nur langsam wieder anziehen wird. Erst Ende 2016 ist eine Annäherung an die Zielmarke der EZB von 2% realistisch.


Konjunkturerholung im Euroraum erwartet

Das Wirtschaftsklima in der Eurozone ist nach Einschätzung des ifo-Instituts so gut wie zuletzt Ende 2007, daher dürfte die Konjunkturerholung in den nächsten Wochen Fortschritte machen. Der Ausblick für die nächsten sechs Monate ist insgesamt unverändert günstig. Durch seine sehr gute wirtschaftliche Lage hebt sich Deutschland hervor; während Griechenland, Italien, Portugal und Spanien immer noch mit einer hohen Arbeitslosigkeit, großen öffentlichen Haushaltsdefiziten und einer fehlenden Nachfrage kämpfen. Die Konjunkturerholung sollte für einen steigenden Preisdruck sorgen, was wiederum den gewünschten Anstieg der Inflationsrate zur Folge hätte. Die EU-Kommission und die OECD prognostizieren den Euroländern 2014 ein Wachstum von 1,2% (nach einem Minus von 0,4% in 2013). Die Verbraucherpreise in Deutschland sind bereits, wie das Statistische Bundesamt mitteilte, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3% angestiegen, im März lag der Zuwachs noch bei 1%.

Historisch niedrige Zinssätze mit der Aktion „Umschulden mit Bonus“ kombinieren

Nachdem die Baufinanzierungszinsen bereits Mitte April ein weiteres Rekordtief erreicht hatten, sind sie in der dritten Maiwoche noch einmal gesunken. Die Gründe für niedrige Zinsen sind weiterhin die verhaltene Konjunkturentwicklung im Euroraum, die lockere Geldpolitik der EZB und die verhältnismäßig starke Wirtschaft in Deutschland. Die Renditen für langfristige deutsche Staatsanleihen, an denen sich die Baufinanzierungszinsen orientieren, sind aktuell relativ konstant, so dass kurzfristig kein starker Anstieg der Baufinanzierungszinsen abzusehen ist. Sollten die geldpolitischen Maßnahmen der EZB aber Wirkung zeigen, so ist langfristig ein deutlicher Anstieg zu erwarten.

„Genau der richtige Zeitpunkt also“, so Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, „um Finanzierungen für bereits geplante Bauvorhaben und Kaufabsichten abzuschließen oder bestehende Baufinanzierungen umzuschulden.“ Er empfiehlt ferner für das aktuelle Szenario, auf langfristige Sicherheit mit einer erhöhten Tilgung von mindestens 2% zu setzen und sich die historisch niedrigen Konditionen rechtzeitig zu sichern sowie für eine möglichst lange Zeit festzuschreiben.

In den Monaten Mai und Juni startet Dr. Klein eine große Umschuldungsaktion und übernimmt für Privatkunden die normalerweise anfallenden Umschuldungskosten für die Abtretung der vorhandenen Grundschuld beim Wechsel des Finanzierungsinstituts. „Bei einem solchen Wechsel fallen in der Regel Zusatzkosten an, beispielsweise für das Grundbuchamt und den Notar“, erläutert Gawarecki. „Diese Umschuldungskosten übernimmt Dr. Klein im Rahmen seiner Aktion bis zu einer Höhe von maximal 400 Euro.“ Weitere Informationen erhalten Sie auf der Dr. Klein Webseite unter: https://www.drklein.de/forward-darlehen-aktion.html. „Wer Immobilien als Anlageform besitzt, sollte sich jetzt an einen Dr. Klein-Finanzierungsexperten wenden, um auszuloten, ob durch eine Umschuldung Kostenvorteile realisierbar sind“, empfiehlt Gawarecki.


Tendenz:

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend


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Anna Commentz
Leiterin PR & Presse
Tel.: +49 (0) 451/ 1408 - 7245 
Mail: presse@drklein.de

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Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

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