Preiskampf im Westen: Lage am Immobilienmarkt verschärft sich

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Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo jemand daher und bietet noch mehr. Immobilien sind in westlichen Metropolregionen so rar, dass Käufer sich gegenseitig überbieten, um den Wunsch vom Eigenheim zu verwirklichen. Wer hier sucht, braucht also einen langen Atem. Oder muss ins weite Umland ausweichen.


„Die Lage am Immobilienmarkt hat sich in den letzten Monaten noch einmal deutlich verschärft: In Dortmund herrscht derzeit ein regelrechter Käuferkrieg“, beobachtet Thomas Przytulla, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in Dortmund. „Die Kaufpreise werden nicht runter-, sondern hochgehandelt – und dadurch wächst die Diskrepanz zwischen Marktwert und Kaufpreis.“ Kein Wunder also, dass die Preise für Wohnungen in Dortmund sich in den letzten zwölf Monaten um 15,19 Prozent verteuert haben. Der Index, der die tatsächliche Teuerung unter Berücksichtigung von Lage und Alter der Immobilie wiedergibt, erreicht im dritten Quartal 2021 einen Wert von 188,45. Häuserpreise legen im gleichen Zeitraum um 10,71 Prozent zu, der Index steigt auf 184,83. „Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist so groß, dass Käufer die Preise hinnehmen. Oder stattdessen ins weite Umland ziehen und dafür sogar den Job wechseln, wenn eine Tätigkeit im Home Office nicht möglich ist“, berichtet Thomas Przytulla.

Doch es geht auch noch extremer: Düsseldorfer Wohnungen verteuern sich innerhalb eines Jahres um 15,56 Prozent – das ist die größte Steigerung in den westlichen von Dr. Klein untersuchten Metropolregionen. Der Medianpreis, also der gemittelte tatsächlich bezahlte Preis, steigt um 400 €/qm. Bei einer 80qm-Wohnung ergibt sich dadurch ein Preisunterschied von 32.000 Euro. Häuser verteuern sich um 12,28 Prozent gegenüber zum Vorjahr, der Medianpreis steigt auf 3.285 €/qm. Die Kaufkraft im mondänen Düsseldorf ist groß – ebenso wie die Nachfrage nach Immobilien. Das treibt die Preise immer weiter in die Höhe.

Kölner Immobilien zeigen in der Preisentwicklung die geringste Dynamik, bleiben in Bezug auf den Index aber weiterhin Spitzenreiter. Häuser verteuern sich hier innerhalb eines Jahres um 10,29 Prozent und erreichen einen Index von 223,09. Der Medianpreis steigt auf 3.165 €7qm. Wohnungen legen um 10,52 Prozent zu, der Index liegt bei 191,92. Ein Quadratmeter kostet durchschnittlich 3.931 Euro – nicht gerade Schnäppchenpreise.


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