DTI Q3 2021 Süd

Kein Ende in Sicht: Immobilienpreise im Süden steigen weiter an

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Immobilien im Süden Deutschlands sind in der Regel ziemlich teuer. Und auch im dritten Quartal 2021 legen die Preise noch einmal ordentlich zu. Teuerungen von bis zu 16 Prozent innerhalb eines Jahres machen den Weg ins Eigenheim ziemlich schwer, oft selbst für Topverdiener. Der Markt spitzt sich weiter zu.


„München war schon immer teuer. Wer hier aber vor einigen Jahren zwei bis drei Wohnungen in schlechter Lage gekauft hat, ist heute mehrfacher Millionär“, weiß Michael Müller, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in München. Das beschreibt die Lage am Immobilienmarkt in München treffend. Selbst Topverdiener mit knapp fünfstelligem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen kommen hier an ihre Grenzen. Denn die Banken gehen die hohen Kaufpreise oftmals nicht mit und bewerten das Objekt niedriger. Dadurch entsteht eine Diskrepanz von bis zu 40 Prozent zwischen Beleihungswert und Kaufpreis. Der Beleihungsauslauf steigt dadurch und wird oft zu hoch. Das setzt voraus, dass viel Eigenkapital vorhanden ist. Der Medianpreis, also der gemittelte tatsächlich gezahlte Preis, liegt für Wohnungen in München im dritten Quartal bei 8.704 €/qm – eine Steigerung von 912 €/qm innerhalb eines Jahres. Der Index, der die tatsächliche Teuerung unter Berücksichtigung von Lage und Alter der Immobilie wiedergibt, zeigt im selben Zeitraum eine Teuerung von 12,37 Prozent. Münchner Häuser verteuern sich innerhalb eines Jahres um 11,12 Prozent.

Wenn sich eigentlich niemand mehr diese Preise leisten kann – wer kauft dann überhaupt noch Immobilien in München? „Einen sehr großen Anteil machen ausländische Investoren aus, die ihr Geld beständig anlegen wollen. Das sind in der Regel Barkäufer, der Kauf wird also ohne Finanzierung abgewickelt. Diese Käuferklientel ist daher auch nicht davon betroffen, wenn die Zinsen weiter steigen“, erklärt der Spezialist für Baufinanzierung. Auch international gilt München als starker Wirtschaftsstandort – es bleibt also auch in Zukunft attraktiv, hier zu investieren. „Und deswegen gibt es keinen Anhaltspunkt, der daraufhin deutet, dass die Preissteigerung in absehbarer Zukunft ein Ende finden könnte“, konstatiert Michael Müller.

Stuttgarter Ein- und Zweifamilienhäusern verteuern sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2021 um 1,71 Prozent. Der Medianpreis überschreitet erstmals die 4.000 Euro-Marke – Käufer zahlen nun im Durchschnitt 4.010 €/qm für ihr Eigenheim. Appartements sind noch deutlich teurer: Hier liegt der Medianpreis bei 4.425 €/qm, also 121 €/qm höher als noch im letzten Quartal, der Index steigt im gleichen Zeitraum um 2,88 Prozent.

Auch in Frankfurt kommt weiterhin Schwung in die Entwicklung der Immobilienpreise: Besonders Appartements verteuern sich in der Bankenmetropole deutlich. Der Index zeigt ein Plus von 6,54 Prozent innerhalb eines Quartals, im Jahresvergleich sind es sogar 16,04 Prozent Teuerung. Der Medianpreis steigt innerhalb eines Jahres um 676€/qm auf 4.586 €/qm. Bei einer 80-qm-Wohnung ist das ein Preisunterschied von circa 54.000 Euro. Auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern zieht die Preisdynamik weiter an: Frankfurter Häuser zeigen ein Plus von 12,17 Prozent im Jahresvergleich, Käufer zahlen durchschnittlich 3.579 €/qm und damit 404 €/qm mehr als noch vor einem Jahr.


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