Immobilienpreise Hamburg

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Hamburg, Berlin, Hannover und Dresden?

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Die Daten für das zweite Quartal sind da – und das heißt: für die Monate, in denen die Pandemie alle anderen Themen beherrscht hat. Wie sieht der Immobilienmarkt in diesem Zeitraum aus, zeichnet sich eine Veränderung ab und reagieren die Preise für Immobilien mittlerweile auf die neuen Bedingungen durch Corona?

Keine Entspannung in Sicht – überall im Norden steigen die Immobilienpreise auch während der Pandemie weiter. Häuser kosten über den Daumen zwei bis drei Prozent mehr als im ersten Quartal, und auch Wohnungen werden teurer. Zum Teil allerdings nur geringfügig: In Berlin, Dresden und Hamburg verzeichnen sie ein Plus von weniger als einem Prozent.

Regionale Besonderheit in Hamburg und Schleswig-Holstein

Angesichts der ohnehin hohen Preise ist das für viele Suchende wahrscheinlich nur ein schwacher Trost. Ich habe hierzu mit Frank Lösche gesprochen, der Baufinanzierungen in der Hamburger Region begleitet – und am Telefon konnte ich fast ein Stirnrunzeln hören. Er meint: „In der Stadt sieht man nicht unbedingt auf den ersten Blick, wie viel Geld dort lebt. Aber auf dem Immobilienmarkt wird das schnell deutlich“ – spätestens, wenn Quadratmeterpreise von bis zu 15.000 Euro für eine Wohnung gezahlt werden.

15.000 Euro pro Quadratmeter ist „nur“ der höchste gezahlte Preis in Hamburg – im Mittel geben Käufer weniger aus: 4.400 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung und 3.178 Euro pro Quadratmeter für ein Haus. Dennoch haben es Normalverdiener schwer, hier eine bezahlbare Immobilie zu finden und zu finanzieren. In unserem Gespräch hat Frank Lösche auf eine Besonderheit hingewiesen, die vielen Interessenten hilft: „Die Förderbanken in Hamburg und Schleswig-Holstein – IFB Hamburg und IB.SH – übernehmen die KfW-Darlehen im Nachrang. Das bedeutet, dass sich das erstrangige Darlehen um bis zu 100.000 Euro reduziert – und damit für die Bank sicherer und für den Kunden günstiger wird.“ Ihm zufolge wird die Finanzierung für viele seiner Kunden erst durch diesen regionalen Vorteil möglich.

Hannover: gar nicht mal so uninteressant

Seien wir ehrlich: Unter den größeren Städten liegt Hannover nicht ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Aber die Stadt ist interessanter als ihr Ruf und 90 Prozent der Hannoveraner leben gerne dort. Und auch in Sachen Immobilien ist die Stadt an der Leine attraktiv, denn die Preise sind im deutschlandweiten Vergleich immer noch relativ moderat. Zusammen mit den niedrigen Zinsen also eine gute Ausgangslage sowohl für Eigennutzer als auch als Kapitalanlage. Entsprechend ist auch die Nachfrage höher als das Angebot und die Preise steigen: um rund zwei Prozent für Wohnungen und drei Prozent für Häuser.

Ähnliche Preissteigerungen in Berlin und Dresden

Im Schnitt haben (Neu-)Berliner im zweiten Quartal 4.566 Euro pro Quadratmeter für ihre Eigentumswohnung ausgegeben. Die Zahl bezieht sich auf die gesamte Metropolregion – in beliebten und zentralen Lagen wird mehr gezahlt: knapp 11.000 Euro pro Quadratmeter kostet im zweiten Quartal die teuerste Eigentumswohnung. Wohnungen kosten wie in Hamburg rund 0,9 Prozent mehr als Anfang des Jahres, Häuser knapp zwei Prozent.

Unter den nördlichen und östlichen Metropolregionen ist Dresden die einzige, in der die Preissteigerung im Jahresvergleich weniger als zehn Prozent beträgt. Das täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass Immobilien auch hier teurer werden. Nicht schnell, aber kontinuierlich: 0,7 Prozent bei Wohnungen und 1,8 Prozent bei Häusern. Im zweiten Quartal geben Käufer im Schnitt 2.706 Euro pro Quadratmeter aus – für beide Immobilienarten.


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