Immobilienmärkte im Westen: Stadtflucht und ungebremste Nachfrage nach Wohnungen

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Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsmarkt verändert: seit über einem Jahr sind viele Arbeitnehmer:innen gezwungen im Home-Office zu arbeiten. Das hat auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Immer mehr Menschen kehren der Stadt den Rücken und freunden sich mit einem Leben in ländlicheren Regionen an. Entspannt sich dadurch der Wohnungsmarkt in den Metropolregionen? Mehr dazu im aktuellen Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI).

Mehr Platz, ein extra Raum für das Arbeitszimmer, ein Garten … Das eigene Zuhause hat im Zuge der Corona-Pandemie eine noch größere Bedeutung gewonnen. André Hasberg, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Köln beobachtet: „Viele arbeiten seit mittlerweile über einem Jahr im Home-Office und haben gemerkt, dass dieses Modell wunderbar funktioniert. Für eine Zeit nach Corona besteht vielfach der Wunsch, zukünftig nur noch zwei oder drei Tage in der Woche ins Büro zu fahren – das relativiert dann längere Fahrtzeiten und macht Objekte außerhalb der Stadt hochattraktiv.” Für eine Entspannung am Wohnungsmarkt sorgt das jedoch noch nicht. „Es gibt nach wie vor einfach zu wenig Angebot, die Nachfrage wird also weiterhin nicht gedeckt. Und die Preise für Eigentumswohnungen ziehen weiter an. Hinzu kommt, dass es aktuell gut und gerne sechs bis neun Monate dauert, bis Baugenehmigungen durch sind”, analysiert André Hasberg. Im ersten Quartal liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung in der Metropolregion Köln bei 3.877 €/qm – das sind noch einmal 268 Euro mehr als im letzten Quartal.

Die günstigste Region im Westen Deutschlands bleibt Dortmund. Hier müssen Immobilienkäufer sowohl bei Wohnungen als auch bei Häusern am wenigsten Geld auf den Tisch legen. Der Preisindex, der die Teuerung widerspiegelt, signalisiert jedoch, dass Dortmunder Eigenheime sogar über dem Niveau von Häusern in Düsseldorf liegen. Der Index klettert im ersten Quartal 2021 auf 175,7 – eine Steigerung von 3 Prozent innerhalb eines Quartals.

Auch Düsseldorfer Immobilienpreise legen noch einmal zu. Häuser zeigen eine Steigerung im Index von 2,87 Prozent, nachdem diese zuletzt eher moderat war. Und besonders Eigentumswohnungen verzeichnen Preiszuwächse. Eine Steigerung im Index von 5,17 Prozent, gemessen am vorigen Quartal, lässt die Landeshauptstadt erstmals die 200er-Marke knacken.


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