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Zinspolitik: Ergreifen die Notenbanken vor dem Jahresende neue Maßnahmen?

Zinskommentar der Dr. Klein & Co. AG

Lübeck, 9. November 2015. Die Baufinanzierungszinsen tendierten in den vergangenen Wochen erneut seitwärts und verharrten in Wartestellung auf neue geldpolitische Impulse, die noch vor dem Jahresende erfolgen könnten. Für weitere Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) spricht zum Beispiel eine zuletzt niedrige Inflationsrate der Eurozone von -0,1 Prozent. Die negative Inflationsentwicklung im September verdeutlicht ein weiteres Mal, dass das laufende Anleihekaufprogramm der EZB bisher kaum Früchte getragen hat. Entsprechend stellte der Vorsitzende der Zentralbank, Mario Draghi, im Anschluss an die letzte Zinssitzung explizit weitere inflationsstärkende Maßnahmen in Aussicht. 

Infografik: Zinskommentar November 2015
Infografik: Zinskommentar November 2015

Im Rahmen der jüngsten geldpolitischen Sitzung beließ die EZB den Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) wie in den Vormonaten auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank umfasst weiterhin ein monatliches Ankaufvolumen von knapp 60 Milliarden Euro und soll bis mindestens September 2016 laufen.

Besagtes Anleihekaufprogramm konnte die Inflationsrate im Euroraum bisher nicht nachhaltig stärken, auch wenn sich bereits anderweitig positive Auswirkungen des Kaufprogramms zeigen. So veröffentlichte die Europäische Zentralbank einen Bericht, der eine verbesserte Kreditvergabe der Banken seit Beginn der Anleihenkäufe belegt. Nichtsdestotrotz will die EZB auf der Zinssitzung Anfang Dezember genau prüfen, ob die bisherige Geldpolitik das Wirtschaftswachstum ausreichend unterstützt und hat bereits hohe Erwartungen auf eine Modifikation des Anleihekaufprogramms geschürt. Mario Draghi kündigte erneut explizit an, dass der Wille und die Fähigkeit zu reagieren bestehe.

Ein ähnliches Bild bot sich nach der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed: Auch sie veränderte den Leitzins zuletzt nicht, stellte aber in ihrem Kommentar zum Zinsentscheid fest, dass man höhere Zinsen rechtfertigen könne. So besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass der US-Leitzins auf der letzten Fed-Zinssitzung des Jahres Mitte Dezember angehoben wird. Die Chancen auf eine zumindest geringe Anhebung des Leitzinses sind zuletzt wieder gestiegen, da die Federal Reserve Ende Oktober die Lage der Weltwirtschaft und insbesondere der Schwellenländer weniger kritisch als in den vorherigen Monaten bewertete. Gleichzeitig konstatierte die Fed ein moderates Wachstum der US-Wirtschaft ohne weitere einschränkende Bemerkungen. 

Die Baufinanzierungszinsen hielten in den vergangenen Wochen an ihrem Seitwärtstrend fest – unter dem Strich stand ein minimaler Rückgang der Bestzinsen für 10-jährige Hypothekendarlehen um fünf Basispunkte. 

„Sowohl eine Ausweitung des EZB-Anleihekaufprogramms als auch eine Anhebung der US-Leitzinsen könnte den Seitwärtstrend der hiesigen Bauzinsen unterbrechen“, erläutert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. „Während erstere Maßnahme zinssenkenden Einfluss haben könnte, würde eine Zinsanhebung in den USA vermutlich die Zinsen in der Eurozone steigen lassen. Kleinere Zinssprünge bei den Baufinanzierungszinsen sind demnach für die letzten Wochen vor dem Jahresende nicht auszuschließen.“

Ein Beratungsgespräch mit einem Dr. Klein Spezialisten für Baufinanzierung verschafft sowohl potenziellen Häuslebauern als auch bestehenden Finanzierungskunden ein gutes Gefühl dafür, wie sie mit einer auf ihre Bedürfnisse angepassten Baufinanzierung bzw. Anschlussfinanzierung das – auch nach einem Zinssprung sehr niedrige – Zinsniveau für sich nutzen können.

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Dr. Klein ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren am Markt etabliert. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Kunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Das Unternehmen baut seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit mehr als 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten vertreten.

Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von dem DISQ und n-tv zum dritten Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.