0800 8833880
Montag bis Freitag: 8.00 – 18.00 Uhr mehr Infos mehr Infos

Trotz Sorgen über Italiens Verschuldung: keine Änderung im EZB Fahrplan

Zinskommentar der Dr. Klein Privatkunden AG

Lübeck, 25. Oktober 2018 +++ EZB bleibt bei Geldpolitik auf Kurs: Erster Zinsschritt wird frühestens Ende 2019 erwartet +++ starkes Wirtschaftswachstum in den USA: Weitere Zinserhöhungen sind wahrscheinlich +++ Inflationsrate steigt, Kerninflation stagniert +++ Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen: 1,23 Prozent (Stand: 23. Oktober 2018) +++

Kerninflation, Bauzinsen und Rendite der Bundesanleihe
Grafik: Zinskommentar Oktober 2018

EZB lässt sich nicht von Italiens Haushaltsplänen beeinflussen

Die Finanzpolitik der italienischen Regierung bereitet der EU Sorgen. Italien ist bereits jetzt mit 2,3 Billionen Euro das am höchsten verschuldete Land Europas. Und: Die Regierung aus Movimento Cinque Stelle und Lega Nord plant, die massive Staatsverschuldung mit dem neuen Haushalt um weitere 27 Milliarden Euro zu erhöhen. Die EZB ließ sich in ihrer heutigen Sitzung allerdings weder von Italiens Plänen noch vom leicht abgeschwächten Wirtschaftswachstum in der Eurozone beeinflussen: Die europäischen Währungshüter behalten ihren geldpolitischen Fahrplan bei. Im Oktober halbierte die Zentralbank das Nettoankaufvolumen, zum Jahresende stellt sie die Anleihekäufe voraussichtlich komplett ein. Der erste Zinsschritt beim EZB-Leitzins wird weiterhin frühestens Ende 2019 erwartet. 

Auch Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG, sieht aktuell keinen großen Einfluss Italiens auf die Geldpolitik der EZB: „Meines Erachtens wird die hohe Neuverschuldung nicht zu einem Zerbrechen des Euro-Währungsraums führen – selbst wenn Italien nicht aufgrund des Drucks der EU noch etwas nachbessert. Die EZB wird nicht von ihrem geldpolitischen Kurs abweichen, dazu müsste sich ein massiver Einbruch der europäischen Wirtschaft ereignen, der aktuell nicht zu erwarten ist. Am wahrscheinlichsten ist ein Kompromiss im Haushaltsstreit, bei dem beide Seiten ihr Gesicht wahren. Sollte dies nicht gelingen, könnte die EU den Konflikt aussitzen wollen und auf einen Bruch der italienischen Regierung spekulieren – deren Halbwertszeiten lagen in den letzten 70 Jahren im Schnitt bei nur rund 18 Monaten.“

US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet, in der EU geht es nur langsam bergauf

Trotz guter Konjunktur und steigender Verbraucherpreise bewegt sich die europäische Kerninflationsrate, die um saisonale Preisschwankungen bereinigt ist, weiterhin unterhalb der Zwei-Prozent-Marke. In Deutschland liegt sie im September bei 1,4 Prozent, im Euroraum bei 1,1 Prozent. In den USA wachsen Wirtschaft und Inflationsrate derweil stärker als erwartet. „Die US-Konjunktur droht heiß zu laufen und die Fed versucht dies durch konsequente Zinsschritte nach oben zu verhindern“, erklärt Michael Neumann. Im September hob die Fed den US-Leitzins auf die Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent an, für die Dezember-Sitzung wird ein erneuter Zinsschritt erwartet. Um einer Überhitzung vorzubeugen, könnte laut Fed-Chef Jerome Powell im kommenden Jahr sogar eine Erhöhung des Zinsniveaus über drei Prozent hinaus notwendig werden. 

Bauzinsen erreichen höchstes Niveau seit Mai 2018

Nachdem die Bauzinsen in den vergangenen Monaten leicht gesunken waren, zeigte sich seit Ende September ein kurzer Aufwärtstrend. Der Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen lag am 23. Oktober 2018 bei 1,23 Prozent und ist damit so hoch wie seit Mai dieses Jahres nicht mehr. „Die Zinsen der Bundesanleihe lagen Anfang Oktober bei 0,57 Prozent und sind in den letzten Tagen auf 0,43 Prozent gefallen (Stand: 23. Oktober 2018). Ich rechne daher damit, dass die Bauzinsen kurzfristig wieder leicht sinken werden. Mittelfristig ist weiterhin eine Seitwärtsbewegung zu erwarten und erst langfristig ein merklicher Anstieg“, so Michael Neumann.  

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Kim Runge
Pressekontakt

E-Mail: presse@drklein.de
Telefon: 0451 14089643

 Gern nehmen wir Sie in unseren Presseverteiler auf. Senden Sie uns dazu einfach eine E-Mail:

Zitate

Hier finden Sie freigegebene Zitate von Vorstand Michael Neumann und weiteren Spezialisten von Dr. Klein.

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen in der Vermittlung von Finanzierungen in der kommunalen Wohnungswirtschaft in Lübeck baut Dr. Klein seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit rund 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten bundesweit vertreten. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit und Geldanlage.

Dank kundenorientierter Beratungskompetenz und vertrauensvollen Beziehungen zu rund 400 Kredit- und Versicherungsinstituten sichert Dr. Klein seinen Kunden stets den einfachsten Zugang zu individuellen Finanzlösungen. Dafür wird das Unternehmen immer wieder ausgezeichnet. Zuletzt als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und zum fünften Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairness-Preis“. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

 

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wenn Sie nähere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung wünschen, lesen Sie bitte unsere Datenschutzhinweise .