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Schnelle Entschuldung rückt für Erwerber in den Fokus

Datenanalyse – Dr. Klein Trendindikator für Baufinanzierung (DTB) Januar 2013

Lübeck, 6. März 2013. Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG, berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Infografik DTB Januar 2013: Schnelle Entschuldung rückt für Erwerber in den Fokus
Infografik: Schnelle Entschuldung rückt für Erwerber in den Fokus

Niedriges Zinsniveau für eine schnelle Entschuldung

Im Januar 2013 nutzen Erwerber verstärkt das niedrige Zinsniveau für eine schnelle Entschuldung. Der durchschnittliche Tilgungssatz bei Annuitätendarlehen steigt auf 2,26 Prozent an. Im Vorjahresmonat lag er noch bei 2,20 Prozent. Diese Entwicklung geht einher mit dem Anziehen des Zinsniveaus und damit der Standardrate. Für ein Darlehen von 150.000 Euro, das bei zwei Prozent Tilgung und einem Beleihungsauslauf von 80 Prozent mit einer zehnjährigen Sollzinsbindung abgeschlossen wird, liegt die durchschnittliche Monatsrate im Januar bei 583 Euro. Damit befindet sich die Standardrate 12 Euro über dem Tiefststand, der im Vormonat erreicht wurde, doch 85 Euro unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe sinkt von ihrem Höchststand von 166.000 Euro um 11.000 Euro auf 155.000 Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie 10.000 Euro höher. Der aktuelle Rückgang zeigt an, dass Erwerber – darunter auch einkommensschwächere – günstigere Objekte wie beispielsweise Bestandsimmobilien oder auch Immobilien mit geringerer Wohnfläche finanzieren. Zusätzlich hat die Neubautätigkeit zwar angezogen, deckt aber immer noch nicht die Nachfrage.

Eigenkapitalanteil geht zurück

Während Ende 2012 der Fremdkapitalanteil von Darlehen noch leicht sank, steigt Anfang 2013 der durchschnittliche Beleihungsauslauf von 78,01 Prozent auf 78,95 Prozent. Das eingebrachte Eigenkapital geht somit von 21,99 Prozent auf 21,05 Prozent zurück, befindet sich aber auf einem soliden Niveau. Im Vorjahreszeitraum war der Eigenkapitalanteil mit 22,99 Prozent etwas höher.

Die durchschnittliche Sollzinsbindung geht im Januar mit vier Monaten etwas stärker als im Vormonat zurück und liegt derzeit bei 11 Jahren und sechs Monaten. Im Vorjahreszeitraum wurden die Zinsen im Schnitt für 11 Jahre und elf Monate gebunden.

Zinsänderungsrisiko wird kaum beachtet

Der Rückgang der Sollzinsbindung und das Nachgeben der Forwardfinanzierung von 11,01 Prozent auf 10,41 Prozent sowie der sinkende Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz zeigen, dass Darlehensnehmer derzeit dem Zinsänderungsrisiko nach Ablauf der Zinsbindung eine geringere Beachtung schenken. Der Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz nimmt von 68,55 Prozent auf 68,27 Prozent ab. Wir empfehlen Erwerbern trotzdem, sich das niedrige Zinsniveau langfristig zu sichern, da das Niveau in zehn Jahren vermutlich höher sein wird als aktuell. Der Anteil von Darlehen mit einem variablen Zinssatz sinkt ebenfalls – von 1,66 Prozent auf 1,54 Prozent.

Nachfrage nach KfW-Darlehen nimmt zu

Demgegenüber zieht der Einsatz von KfW-Darlehen von 16,36 Prozent auf 17,00 Prozent an. Im Vorjahreszeitraum lag er bei 13,61 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass die von der KfW subventionierte energetische Sanierung von Bestandsbauten beziehungsweise die Errichtung energieeffizienter Neubauten an Bedeutung gewinnt. Bei KfW-Darlehen ist maximal nur eine Zinsbindung von zehn Jahren möglich. Unter anderem infolge der steigenden Anzahl der auf zehn Jahre begrenzten KfW-Darlehen geht die durchschnittliche Sollzinsbindung zurück. Dr. Klein hat jetzt mit dem Dr. Klein-EnergieEffizienzDarlehen DEED eine Lösung entwickelt, die einen niedrigen Zinssatz für eine lange Laufzeit von 20 Jahren anbietet. Möglich ist dies durch die Kombination von KfW-Darlehen und Bausparvertrag. Wohnungsunternehmen und Privatkunden können dieses Produkt sowohl bei energieeffizienten Neubauten als auch bei der energetischen Sanierung einsetzen.

Über den Dr. Klein-Trendindikator für Baufinanzierung (DTB)

Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150 Tsd. Euro an monatlicher Rate kostet. Anders als oft schwer vergleichbare Durchschnitts-Zinssätze, ermöglicht die Standardrate dem Privatkunden, die tatsächlichen Kosten für die Finanzierung einer Immobilie zu vergleichen. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der einzige unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Der DTB basiert auf bis zu 35.000 Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von über 4 Mrd. Euro.

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 65 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen in der Vermittlung von Finanzierungen in der kommunalen Wohnungswirtschaft in Lübeck baut Dr. Klein seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit rund 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten bundesweit vertreten. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit und Geldanlage.

Dank kundenorientierter Beratungskompetenz und vertrauensvollen Beziehungen zu rund 400 Kredit- und Versicherungsinstituten sichert Dr. Klein seinen Kunden stets den einfachsten Zugang zu individuellen Finanzlösungen. Dafür wird das Unternehmen immer wieder ausgezeichnet. Zuletzt als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und zum fünften Mal in Folge mit dem „Deutschen Fairness-Preis“. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

 

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